Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 19:10 Ukraine zerstört russisches "Buk"-Waffensystem +++

16.04.2026, 00:01 Uhr

Das ukrainische Militär zerstört nach eigenen Angaben ein weiteres russisches "Buk"-Raketensystem. Aufnahmen des Verteidigungsministeriums zeigen den Einsatz der Drohneneinheit, die das Ziel Dutzende Kilometer hinter der Front angegriffen haben soll.

+++ 18:48 Maßnahmen gegen Lauschangriffe auf Bundeswehr verschärft +++

Zur Abwehr von Spionage und Lauschangriffen schränkt das Verteidigungsministerium die Nutzung von privaten Mobiltelefonen im Umfeld sicherheitsrelevanter Besprechungen ein. In persönliche oder virtuelle Besprechungen, deren Inhalte als Verschlusssache oder geheim eingestuft seien, dürfen nun keine privaten Handys, Tablets oder Smartwatches mitgenommen werden, berichtet der "Spiegel". Das Verteidigungsministerium bestätigt auf Anfrage, Mitte Februar sei dazu ein aktualisierter Sicherheitshinweis für den gesamten Geschäftsbereich des Ministeriums herausgegeben worden. Genau Angaben zu den Regeln wurden aber nicht gemacht. "Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Jahr 2022 hat sich die Bedrohungslage durch hybride Einflussnahme und Spionageaktivitäten im digitalen Raum deutlich verschärft", sagt eine Sprecherin dazu. Und: Die neue Regelung "unterstreicht die Sensibilisierung für potenzielle Abhör- und Ausspähgefahren, insbesondere im Kontext von eingestuften Besprechungen".

+++ 18:16 Kallas: "Weg der Ukraine führt definitiv in Europäische Union" +++

Im RTL Nachtjournal Spezial verteidigt EU-Vizepräsidentin Kaja Kallas die hohen Kredite für die Ukraine. Für sie ist klar: Für einen Frieden in Europa muss das angegriffene Land Teil der Europäischen Union werden - und der Donbass darf nicht an Russland fallen.

+++ 17:45 Zahl der Toten nach massiven russischen Luftangriffen steigt auf 19 +++

Bei massiven russischen Luftangriffen auf die Ukraine in der Nacht sind mindestens 19 Menschen getötet worden. 659 Drohnen und 44 Raketen seien in den vergangenen 24 Stunden auf die Ukraine abgefeuert worden, erklärt die ukrainische Armee. Bei den Attacken auf Kiew und weitere Regionen wurden Behörden zufolge zudem mehr als hundert Menschen verletzt.

+++ 17:16 Rutte und von der Leyen wollen Rüstungsproduktion in Europa steigern +++

Nato-Generalsekretär Mark Rutte und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen haben eine Steigerung der Rüstungsproduktion in Europa angemahnt. "Wir müssen mehr investieren, mehr produzieren und beides schneller tun", schreibt von der Leyen nach einem Treffen der beiden auf X. Zudem sei es bei dem Gespräch um die Fortsetzung der Unterstützung für die Ukraine und den Schutz kritischer Infrastruktur gegangen, erklärt Rutte ebenfalls auf X. Die Zusammenarbeit der beiden Bündnisse sei "unverzichtbar", betont Rutte. "Ein stärkeres Europa bedeutet eine stärkere Nato", fügt er hinzu. Von der Leyen erklärte, sie habe mit Rutte auch über den bevorstehenden Nato-Gipfel im Juli gesprochen. "Angesichts der zunehmenden globalen Sicherheitsbedrohungen haben wir vereinbart, in den nächsten Wochen eng zusammenzuarbeiten, um die Beziehungen zwischen der EU und der Nato zu stärken und einen erfolgreichen Gipfel in Ankara vorzubereiten", schreibt sie.

+++ 16:46 Slowakei will neue Sanktionen gegen Russland blockieren +++

Der slowakische Außenminister Juraj Blanar hat eine Blockade des 20. Sanktionspaketes der EU gegen Russland angekündigt. Das erklärt der Minister in einem Ausschuss des Parlaments in Bratislava, berichtet "Ukrainska Prawda". Für den geplanten Kredit von 90 Milliarden Euro von Brüssel für Kiew plant die slowakische Regierung dem Bericht zufolge aber keinen weiteren Widerstand. 

+++ 16:08 Selenskyj nennt Putin eine globale Bedrohung +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet den russischen Staatschef Wladimir Putin als globale Bedrohung und appelliert an die internationale Gemeinschaft, die Unterstützung für sein Land aufrechtzuerhalten. Mit Blick auf die Nöte seines Volkes sagt Selenskyj bei seiner Dankesrede anlässlich der Verleihung des Preises der Vier Freiheiten an die ukrainische Bevölkerung und ihn selbst, die Freiheit, ohne Furcht zu leben, dürfe nicht als selbstverständlich angesehen werden. "Diese grundlegende Freiheit fehlt uns immer noch. Die Freiheit von Ruinen, die Freiheit von jenen, die Ruinen bringen, die Freiheit von jenen, die danach trachten, alles zu zerstören, was für normale Menschen von Bedeutung ist", sagt Selenskyj. Er ruft dazu auf, die militärische, politische und juristische Hilfe für die Ukraine fortzusetzen.

+++ 15:31 Pompöse Waffenshow: Ukraine meldet militärische Premiere +++

Die Einheit der dritten ukrainischen Angriffsbrigade zeigt in einem Video gezielte Angriffe auf Soldaten und Infrastruktur mit Kamikazesystemen aus der Luft und am Boden. Bei einer aufwendig inszenierten Waffenshow verkündet Präsident Selenskyj nun eine Weltpremiere auf dem Schlachtfeld mit Robotern und Drohnen.

+++ 14:57 Kreml reagiert auf Kritik einer Bloggerin +++

Mit ihrer kritischen Videobotschaft an Präsident Wladimir Putin zu den Problemen in Russland hat die prominente Bloggerin Viktorija Bonja nun auch Gehör im Kreml gefunden. "Tatsächlich hat sie sehr viele Aufrufe und die Aufmerksamkeit des Publikums in den sozialen Netzwerken auf sich gezogen. Das ist wirklich so", sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Sie hätten das Video im Kreml selbst gesehen. "Darin werden viele Themen angesprochen, an denen (...) tatsächlich gearbeitet wird." Es gehe um brisante Themen. Bonja, die bei Instagram rund 13 Millionen Follower hat, kritisiert etwa die Internetsperren. Sie beklagt zudem, dass Menschen in Notlagen allein gelassen würden. So spricht sie etwa die Flutkatastrophe in der russischen Teilrepublik Dagestan nach heftigen Regenfällen an, wo viele Menschen obdachlos seien, während sich korrupte Beamte die Taschen vollschlagen würden.

+++ 14:27 Zahl der Toten nach Luftangriff steigt +++

Die Zahl der Toten nach massiven russischen Luftangriffen in der Ukraine ist auf 17 gestiegen. Das melden die örtlichen Behörden. Die Zahl der Toten ist so hoch wie an keinem anderen Tag dieses Jahres bisher. Unter den Toten sei ein zwölfjähriges Kind. Rund 100 Menschen seien verletzt worden. Die ukrainische Luftwaffe teilt mit, sie habe in den vergangenen 24 Stunden 31 russische Raketen und 636 Drohnen abgefangen; zwölf Raketen und zwanzig Drohnen seien eingeschlagen.

+++ 13:55 Russland: Haben Ende der Sanktionslockerung erwartet +++

Moskau reagiert gelassen auf die Wiedereinsetzung der US-Sanktionen für russisches Erdöl. "Das war vorhersehbar", sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. "Seit Jahren leben wir unter der Last der Sanktionen. (...) Wir haben bereits gelernt, ihre Auswirkungen zu minimieren. Das werden wir auch weiterhin tun." Die USA hatten zuvor angekündigt, die im Zuge des Iran-Kriegs beschlossenen Sanktionslockerungen für russisches und iranisches Erdöl auslaufen zu lassen. "Wir werden die Generallizenz für russisches Öl nicht verlängern", sagte US-Finanzminister Scott Bessent. Die USA hatten vor einem Monat wegen der Sperrung der Straße von Hormus und der in der Folge stark gestiegenen Ölpreise die gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs verhängten Sanktionen gelockert. Das US-Finanzministerium erteilte eine Lizenz, die den Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten erlaubt, die vor dem 12. März auf Schiffe verladen wurden. Dies war nur als vorübergehende Maßnahme gedacht. Russland konnte seine Einnahmen aus dem Ölgeschäft in der Folge nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris nahezu verdoppeln. Demnach bezog vor allem China russisches Öl in großen Mengen, zudem Indien. Auch etwa die Philippinen hatten nach langer Zeit wieder Öl aus Russland bezogen.

+++ 13:35 Russland: Ukrainische Drohnen haben Öltanker im Schwarzen Meer getroffen +++

Russland wirft der Ukraine vor, einen Öltanker unter liberianischer Flagge im Schwarzen Meer mit Drohnen getroffen zu haben. Der türkische Kapitän sei mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, teilen die russischen Ermittlungsbehörden mit.

+++ 13:05 Ukrainisches Militär bestätigt Angriff auf russischen Hafen - Ölraffinerie brennt offenbar stundenlang +++

Das ukrainische Militär bestätigt einen Angriff auf den südrussischen Hafen Tuapse. Dort sei Infrastruktur getroffen worden, teilt der Kommandeur der Drohneneinheiten auf Telegram mit. Außerdem seien zwei Öllager auf der ukrainischen Halbinsel Krim getroffen worden, die bereits 2014 von Russland annektiert wurde. Zuvor hatte es Berichte über einen nächtlichen Drohnenangriff der Ukraine auf die Ölraffinerie Tuapse in der russischen Region Krasnodar gegeben. Die Anlage brannte am Vormittag offenbar immer noch. Tuapse ist einer der wichtigsten Häfen im Süden Russlands und dient als Drehscheibe für den Export von Erdölprodukten, Kohle und Düngemitteln. Dort befindet sich eine große Ölraffinerie gleichen Namens, die Rosneft, Russlands größtem Ölproduzenten, gehört.

+++ 12:30 Russische Drohne trifft ziviles Frachtschiff vor Odessa +++

Eine russische Drohne hat nach ukrainischen Angaben ein ziviles Frachtschiff vor der Küste Odessas im Süden der Ukraine getroffen. Der Angriff habe einen Brand in einem der Container ausgelöst, teilt Oleh Kiper, der Gouverneur der Region Odessa, auf Telegram mit. Die Besatzung habe das Feuer jedoch gelöscht. Niemand sei verletzt worden. Das unter der Flagge von Nauru fahrende Schiff habe seine Fahrt fortsetzen können.

+++ 12:00 Moskau meldet massive Angriffe auf Ukraine - und schweigt über Attacken auf zivile Ziele +++

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau die Ukraine massiv angegriffen. Es sei auf Energieanlagen gezielt worden, die vom ukrainischen Militär genutzt worden seien, teilt das Ministerium den staatlichen Nachrichtenagenturen Tass, Interfax und RIA zufolge mit. Die russischen Streitkräfte hätten zudem Industrieanlagen beschossen, die für die Produktion von Drohnen und Marschflugkörpern genutzt worden seien. Alle vorher festgelegten Ziele seien getroffen worden. Zu den vielen Toten und Verletzten durch die nächtlichen Drohnen- und Raketenangriffe auf Städte wie Kiew, Dnipro und Odessa macht Moskau keine Angaben. Ukrainischen Behörden zufolge wurden landesweit mindestens 16 Menschen getötet und mehr als 100 weitere verletzt.

+++ 11:30 Festgesetzter Schattenflotte-Tanker darf französische Gewässer nach Strafzahlung verlassen +++

Ein von Frankreich im Mittelmeer festgesetzter Öltanker der sogenannten russischen Schattenflotte setzt seine Fahrt nach einer Strafzahlung fort. Der Tanker "Deyna", der seit März in der Nähe von Marseille vor Anker lag, habe die französischen Gewässer verlassen, teilen die französischen Behörden mit. Die Höhe der Strafe wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Die französischen Behörden hatten die in Hongkong ansässige Schiffsgesellschaft angezeigt, weil der Tanker unter falscher Flagge fuhr. Zum Zeitpunkt der Festsetzung war der Tanker unter der Flagge von Mosambik unterwegs. Er hatte im russischen Hafen Murmansk abgelegt und war auf dem Weg nach China. Es war bereits das dritte Schiff der sogenannten Schattenflotte, das von Frankreich aufgehalten wurde. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte mehrfach betont, dass Paris verschärft gegen Tanker vorgehen wolle, mit denen Russland die Ölsanktionen umgeht. "Wenn wir die Schiffe mehrere Tage oder Wochen festhalten, dann zerstören wir das Geschäftsmodell", sagte er. Die französische Regierung kündigte Anfang April an, die Strafen für das Fahren unter falscher Flagge zu verdoppeln. In der Vergangenheit umfassten ähnliche Strafen mehrere Millionen Euro. Als Schattenflotte werden die oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffe bezeichnet, mit denen Russland unter anderem das Ölembargo umgeht. Nach französischen Angaben zählen 800 bis 1000 Schiffe zu der Schattenflotte.

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Der Öltanker "Deyna" saß wochenlang vor der französischen Küste fest. (Foto: picture alliance / abaca)

+++ 11:00 Massive russische Angriffe: Videos zeigen meterhohe Flammen und riesige Rauchsäulen in Kiew +++

Russland überzieht die Ukraine mit einer massiven Angriffswelle - erneut gibt es viele Tote und Verletzte. Mehrere Regionen des Landes werden getroffen, auch Wohngebiete. Videos zeigen meterhohe Flammen und riesige Rauchsäulen in Kiew.

+++ 10:35 EU-Ratspräsident: Russland nimmt bei "empörenden" Angriffen auch Rettungskräfte ins Visier +++

EU-Ratspräsident Antonio Costa wirft dem russischen Militär "gezielte Folgeangriffe auf ukrainische Rettungsdienste" bei den massiven Angriffen auf die Ukraine in der vergangenen Nacht vor. "Während die Menschen in ihren Häusern schliefen, wurden die Städte Kiew, Dnipro, Odessa und Charkiw von Dutzenden ballistischen Raketen und Hunderten von Drohnen getroffen", schreibt Costa auf X. "Die russischen Streitkräfte führten gezielt Folgeangriffe auf ukrainische Rettungsdienste durch, als Ersthelfer eintrafen, um Leben zu retten. Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und den Familien der Opfer dieser empörenden Angriffe." Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine sei gescheitert, und so entscheide sich Moskau dafür, Zivilisten gezielt zu terrorisieren. Die EU werde den Druck auf Russland weiter erhöhen, so der Ratspräsident. "Wir werden unsere unerschütterliche Unterstützung für die Ukraine aufrechterhalten, während sie sich gegen die russische Aggression verteidigt."

+++ 10:05 Moskau: Ukraine greift Russland mit mehr als 200 Drohnen an - Ölraffinerie in Krasnodar brennt +++

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht insgesamt 207 ukrainische Drohnen abgefangen. Wie viele Drohnen die Ukraine tatsächlich abgefeuert hat und wie viele von ihnen Ziele getroffen haben, teilt Russland nicht mit. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben nicht. Übereinstimmenden Berichten zufolge traf die Ukraine bei einem Drohnenangriff in der Nacht die Ölraffinerie Tuapse in der russischen Region Krasnodar. Die Anlage brannte am Morgen offenbar immer noch. Tuapse ist einer der wichtigsten Häfen im Süden Russlands und dient als Drehscheibe für den Export von Erdölprodukten, Kohle und Düngemitteln. Dort befindet sich eine große Ölraffinerie gleichen Namens, die Rosneft, Russlands größtem Ölproduzenten, gehört. Der Gouverneur der Region Krasnodar korrigierte am Vormittag seine Angaben zu den Todesopfern bei dem ukrainischen Angriff auf die Hafenstadt Tuapse. Es handele sich um eine noch nicht identifizierte Frau und ein 14-jähriges Mädchen. Zunächst hat er von zwei getöteten Kindern im Alter von fünf und 14 Jahren gesprochen. Sieben Menschen seien verletzt worden, hieß es. Drohnentrümmer hätten 24 Privathäuser, sechs Wohnblöcke, zwei Bildungseinrichtungen und eine Musikschule beschädigt.

+++ 09:40 Selenskyj: "Russland setzt auf Krieg" - Normalisierung der Beziehungen nicht möglich +++

Für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zeigen die massiven russischen Angriffe der vergangenen Nacht, dass Russland "keine Lockerung der internationalen Politik und keine Aufhebung der Sanktionen verdient". Auf X schreibt Selenskyj: "Russland setzt auf Krieg, und genau darauf muss die Reaktion ausgerichtet sein: Wir müssen mit allen verfügbaren Mitteln Menschenleben schützen, und wir müssen im Interesse des Friedens mit derselben Entschlossenheit Druck ausüben." Eine Normalisierung der Beziehungen zu Russland in seiner heutigen Form sei nicht möglich, so Selenskyj. "Der Druck auf Russland muss Wirkung zeigen."

+++ 09:10 Unmut erreicht Putin: Netzsperre ärgert russische Promis +++

Dmitri Medwedew richtet erneut eine öffentlichkeitswirksame Drohung an die EU. Derweil leiden viele Russen zunehmend unter Netzsperren im Land, die Chaos im Alltag und wachsenden Frust nach sich ziehen. Der Unmut wird von prominenten Stimmen im Land aufgegriffen, wie ntv-Korrespondent Rainer Munz aus Moskau berichtet.

+++ 08:40 Kiew: Russland greift mit 703 Drohnen und Raketen an - mindestens 15 Tote in der Nacht +++

Das russische Militär hat die Ukraine laut Angaben aus Kiew binnen 24 Stunden mit 44 Raketen und 659 Drohnen angegriffen. Die ukrainische Luftwaffe teilt mit, dass die Flugabwehr 667 Flugobjekte abgeschossen beziehungsweise unschädlich gemacht habe, darunter 31 Raketen. 12 Raketen und 20 Drohnen seien an 26 Orten eingeschlagen. Zu den Schäden machte die Luftwaffe keine Angaben. Laut Behörden in mehreren ukrainischen Städten wurden bei den Angriffen in der Nacht mindestens 15 Menschen getötet (Stand: 08:40 Uhr) und Dutzende weitere verletzt.

+++ 08:15 Kuleba: Russland "greift gezielt Häuser an, in denen Kinder schlafen" +++

Der stellvertretende Ministerpräsident der Ukraine, Olexij Kuleba, sieht in den massiven russischen Angriffen der vergangenen Nacht einen "vorsätzlichen Terrorakt gegen die Zivilbevölkerung" seines Landes. "Der Feind greift gezielt Häuser an, in denen Kinder schlafen, sowie Straßen und kritische Infrastruktur, auf die die Gemeinden angewiesen sind", schreibt Kuleba auf X. Seinen Angaben zufolge sind bei den Angriffen in der Nacht mindestens 15 Menschen getötet worden. "Diese Zahl ist der aktuelle Stand; Such- und Rettungsmaßnahmen dauern noch an", so der Minister. Insgesamt seien bei den Angriffen im ganzen Land mehr als 80 Menschen verletzt worden. "Sanitäter kämpfen um ihr Leben."

+++ 07:40 Oberrabbiner nach heftigen russischen Angriffen: "Die Welt darf nicht schweigen!" +++

Ein führender Geistlicher der jüdischen Gemeinde in der Ukraine appelliert nach einem der "größten Angriffe der russischen Armee gegen die Zivilbevölkerung" des Landes an die Staatengemeinschaft. "Die Welt darf nicht schweigen!", fordert Oberrabbiner Moshe Azman auf X. Wohngebäude seien "fast vollständig zerstört" worden. "Bislang sind 14 Todesopfer bekannt (darunter ein 12-jähriges Mädchen) und mehr als 85 Verletzte, darunter auch Kinder…", schreibt der Geistliche.

+++ 07:10 Mindestens 15 Tote und Dutzende Verletzte bei massiven russischen Angriffen in der Nacht +++

Bei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Stadt Odessa (siehe Eintrag von 5:31 Uhr) sind nach Angaben der Behörden in der Nacht acht Menschen getötet und 16 weitere verletzt worden. Bei dem Angriff mit Raketen und Drohnen seien Infrastruktureinrichtungen sowie ein Wohnhaus beschädigt worden, teilt der Leiter der örtlichen Militärverwaltung, Serhij Lysak, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Insgesamt sind damit bei russischen Angriffen in der Nacht mindestens 15 Menschen in der Ukraine getötet worden. In der Hauptstadt Kiew seien mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Zwölfjähriger, teilt der ukrainische Katastrophenschutz mit. In der Hauptstadtregion wurden laut Behörden zudem mindestens 45 Menschen verletzt. Die russische Armee griff in der Nacht auch die Stadt Dnipro an. Dabei wurden nach Behördenangaben drei Menschen getötet. Auch aus Charkiw wurden Verletzte gemeldet.

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Rauch über Kiew nach heftigen russischen Angriffen. (Foto: AFP)

+++ 06:39 Ukraine trifft Ölraffinerie in Region Krasnodar - Gouverneur meldet zwei tote Kinder bei dem Angriff +++

Das ukrainische Militär hat in der Nacht offenbar mit Drohnen die Ölraffinerie Tuapse in der südrussischen Region Krasnodar angegriffen. Wie "Kyiv Independent" berichtet, meldeten Einwohner der Stadt Tuapse Explosionen in der Gegend. Laut Angaben des Telegram Kanals Exilenova-Plus trafen die Drohnen Treibstofftanks der Raffinerie, die Rosneft gehört und zu den zehn größten Ölraffinerien Russlands zählt. Der oppositionelle russische Telegram-Nachrichtenkanal Astra meldete, dass die Anlage in Tuapse nach dem Drohnenangriff in Flammen stand. Er spricht von einem massiven Angriff auf die Stadt am Schwarzen Meer, der einen großen Brand ausgelöst habe. Tuapse ist einer der wichtigsten Häfen im Süden Russlands und dient als Drehscheibe für den Export von Erdölprodukten, Kohle und Düngemittel. Außerdem befindet sich dort eine große Ölraffinerie gleichen Namens, die Rosneft, Russlands größtem Ölproduzenten, gehört. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt zunächst nicht vor. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kampfgeschehen nicht. Laut dem Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, wurden bei dem Angriff zwei Kinder im Alter von fünf und 14 Jahren getötet. Zwei Erwachsene seien verletzt worden. Demnach traf der ukrainische Angriff auch ein Wohngebäude. Er berichtete ebenfalls, dass ein "Unternehmen im Hafengebiet" von Trümmern der Drohnen getroffen wurde, nannte die Raffinerie jedoch nicht namentlich. Tuapse ist einer der wichtigsten Häfen im Süden Russlands und dient als Drehscheibe für den Export von Erdölprodukten, Kohle und Düngemitteln. 

+++ 06:09 Zahl der Toten in Kiew und Dnipro steigt nach russischen Angriffen +++

Nach russischen Raketenangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und die Großstadt Dnipro im Osten des Landes (siehe Einträge von 4:12 und 4:52 Uhr) ist die Zahl der Todesopfer gestiegen. Bei der Angriffswelle auf Kiew seien mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Kind, schrieb Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko auf der Plattform Telegram. Zudem seien 18 Menschen verletzt worden. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko war das getötete Kind zwölf Jahre alt, eine getötete Frau 35 Jahre. Journalisten des Nachrichtenportals "The Kyiv Independent" berichteten von lauten Explosionen, als Raketen die Millionenstadt in mehreren Salven getroffen hätten. Einsatzkräfte hätten ein Kind aus den Trümmern eines beschädigten Mehrfamilienhauses gerettet. Sowohl das Kind als auch seine Mutter würden behandelt. Das Ausmaß der Schäden und die Opferzahl blieben unklar, da die Angriffe auch am frühen Morgen andauerten. Luftalarm wurde auch in anderen Regionen des Landes ausgelöst. In Dnipro, der viertgrößten Stadt der Ukraine, kamen bei einem russischen Raketenangriff mindestens zwei Menschen ums Leben, 27 weitere wurden verletzt, wie der Gouverneur des Gebietes Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf Telegram schrieb. Fünf der Verletzten seien in Lebensgefahr. Mehrere Häuser in Wohngebieten brannten demnach. Bereits vor wenigen Tagen waren bei einem Raketenangriff auf die Industriestadt mindestens fünf Menschen getötet worden.

+++ 05:31 Nächtliche Explosionen in Odessa +++

Aus der ukrainischen Hafenstadt Odessa werden in der Nacht Explosionen gemeldet. Bereits am Abend war beim Einschlag einer russischen Drohne in einen Wohnblock mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, sechs weitere wurden verletzt, wie Gouverneur Oleh Kiper bei Telegram schreibt.

+++ 04:52 Luftalarm in Dnipro - ein Toter und Verletzte +++

In Dnipro, der viertgrößten Stadt der Ukraine, kam bei einem russischen Raketenangriff mindestens ein Mensch ums Leben, zehn weitere wurden verletzt, wie der Gouverneur des Gebietes Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf Telegram schreibt.

+++ 04:12 Ein totes Kind bei Raketenangriff auf Kiew +++

Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist am frühen Morgen ein zwölfjähriges Kind getötet worden. Mehrere Menschen seien verletzt und Gebäude beschädigt worden, bestätigte Bürgermeister Klitschko auf Telegram die vorigen nächtlichen Berichte der Militärverwaltung. 

+++ 02:14 Verletzte bei russischem Raketenangriff auf Kiew +++

Der Leiter der Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkatschenko, berichtet in der Nacht bei Telegram von einem erneuten russischen Raketenangriff auf die Hauptstadt. Es habe mindestens vier Verletzte gegeben. Die Luftabwehr sei im Einsatz.

+++ 00:33 Ukrainisches Militär meldet massive russische Luftangriffe +++

Nach ukrainischen Angaben haben russische Streitkräfte binnen 13 Stunden 361 Drohnen und 21 Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Dies teilt die ukrainische Luftwaffe mit. 349 Drohnen und 20 Raketen seien abgeschossen oder abgefangen worden. Es seien zwölf Drohneneinschläge und ein Raketeneinschlag sowie zwölf Fälle von herabfallenden Trümmern registriert worden.

+++ 23:41 Ukrainische Armee meldet mehr als 100 Angriffe mit Kampfrobotern +++

Eine ukrainische Armee-Einheit hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 100 Angriffe mit Kampfrobotern gegen russische Ziele an der Front ausgeführt. "Insgesamt hat es mehr als 100 solche Einsätze gegeben", heißt es am Mittwoch aus der ukrainischen NC-13-Einheit, die Teil der dritten ukrainischen Angriffsbrigade ist. "Diese Einsätze umfassen das Ausschalten von feindlichen Soldaten sowie die Zerstörung von Schutzräumen, Kommandoposten und anderer feindlicher Infrastruktur." 

+++ 22:34 Selenskyj erfreut über millionenschwere Zusagen für Drohnenproduktion für die Ukraine +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußert sich zufrieden über das heutige Treffen der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe in Berlin - ursprünglich auch Ramstein-Format genannt. "Unsere Partner in Ramstein haben die starke Stellung der Ukraine auf dem Schlachtfeld hervorgehoben - ich bin dankbar für diese Anerkennung unserer Kampfbrigaden", schreibt Selenskyj in einer Mitteilung in den sozialen Medien. "Auch unser Bedarf an Luftverteidigung und gemeinsamer Waffenproduktion ist uns klar. Entscheidend ist, dass jede eingegangene Verpflichtung vollständig und fristgerecht erfüllt wird. Ist unsere Verteidigung ausreichend, hat Russland keine realistische Chance, seine Besatzungsziele zu erreichen." Neben Deutschland und Norwegen haben unter anderem die Niederlande Finanzhilfen über mehrere hundert Millionen Euro für die Drohnenproduktion der Ukraine zugesagt. Zudem unterstützt Großbritannien das von Russland überfallene Land mit der Lieferung von rund 120.000 Drohnen bis zum Jahresende.

+++ 21:57 Drohnensystem kombiniert mit Infanterie: Kiew spricht von Novum in der Kriegsführung +++

Die Ukraine setzt zukünftig auf ein neues Modell für Kampfeinsätze: Das Verteidigungsministerium kündigt an, Luft- und Bodendrohnen mit Infanterie, also Bodentruppen, in einem System zu kombinieren. Es verweist auf Erfolge bei der Rückeroberung von Gebieten von russischen Streitkräften im Süden des Landes. "Es wird ein neues Kriegsführungsmodell eingeführt: Drohnenangriffseinheiten, die unbemannte Luft- und Bodensysteme mit Infanterie zu einem integrierten System verbinden", heißt es in einer Erklärung des Ministeriums bei Telegram.

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