Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 18:40 "Extremistische Symbole": Gericht verurteilt Ex-Soldat nach Putin-Drohung +++

29.06.2026, 00:01 Uhr

Ein russischer Ukraine-Veteran, der dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mit Meuterei gedroht hatte, ist zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in der Region Woronesch befand Alexander Lunin schuldig, "extremistische Symbole" gezeigt zu haben. Nähere Angaben zu den Symbolen oder zur Dauer der Haftstrafe machte das Gericht am Montag nicht. Lunin selbst teilt bei Telegram mit, er sei zu einer elftägigen Haftstrafe verurteilt worden.

+++ 17:58 Russlands Spritkrise trifft jetzt die Bevölkerung +++

Schlangen an Tankstellen, Rationierungen und steigende Preise: Nach ukrainischen Angriffen auf Raffinerien wird Treibstoff in Russland knapp. Die Folgen treffen inzwischen auch Urlauber, Landwirte und den Einzelhandel - und sind für viele Menschen erstmals direkt spürbar.

+++ 17:13 Bericht: Russische Schiffe vor Dänemarks Küste - auch Putins Yacht +++

Ein ungewöhnlicher Konvoi aus drei russischen Schiffen ist laut einem Medienbericht an Dänemark vorbeigefahren. Mit dabei offenbar auch die Luxus-Yacht "Graceful", laut Forbes die persönliche Yacht des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der Bericht stammt von DR Verifier, der Faktencheck-Einheit der dänischen Rundfunkanstalt DR. Putins Yacht sei demnach von einem russischen Zerstörer und einem weiteren russischen Patrouillenboot eskortiert worden. Der Transponder der "Graceful" ist seit dem 30. August 2022 - also nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine - abgeschaltet. Die dänische Marine und die deutsche Küstenwache verfolgen den russischen Konvoi seit Sonntagmorgen um 9 Uhr abwechselnd, berichtet das dänische Fernsehen. Die Super-Yacht "Graceful" ist über 80 Meter lang und laut Forbes rund 100 Millionen Euro wert. Über das endgültige Ziel des russischen Konvois und den Passagieren liegen keine Informationen vor.

+++ 16:18 Ex-Soldat fordert Putin-Treffen und wird festgenommen - was über ihn bekannt ist +++

Der russische Blogger Alexander Lunin wirft Kommandeuren vor, Soldaten in Erdlöchern zu quälen. In einem millionenfach geklickten Clip verlangt der Mann öffentlichkeitswirksam ein Treffen mit Putin. Der Kreml reagiert - und nimmt ihn sofort fest. Wer ist der Ex-Soldat, der sich mit Putin anlegt?

+++ 15:41 "Belarussisches Potenzial": Putin sieht in Lukaschenko möglichen Vermittler +++

Alexander Lukaschenko lässt sich durch "grobe Zwischenrufe" aus Kiew nicht in Panik versetzen, lobt Kremlchef Wladimir Putin den belarussischen Machthaber im russischen Staatsfernsehen. "Ich bin sicher, wenn es einmal zu Gesprächen kommt, können wir das belarussische Potenzial nutzen", sagt Putin über mögliche Verhandlungen mit der Ukraine. Lukaschenko ist nach seinem Putin-Treffen weiter nach China gereist: Bei einem Treffen mit Präsident Xi Jinping in Peking sagt Lukaschenko, nach China zu kommen sei für ihn, "wie nach Hause zu kommen".

+++ 14:50 Estnische Grenzpolizei erwischt bewaffneten russischen Tanker in der Ostsee +++

Estnische Grenzbeamte sichten im Finnischen Meerbusen einen auffälligen russischen LNG-Tanker, der mit Maschinengewehren bewaffnet sein soll. Die Medien "Eesti Ekspress" und "Helsingin Sanomat" berichten über Luftaufnahmen des Zivilschiffs "Marschall Wassiljewski". Die Bewaffnung diene demnach vermutlich dem Schutz vor ukrainischen Drohnenangriffen oder einer Kaperung auf dem Weg nach Kaliningrad. Das Zivilschiff sei bereits im Mai gesichtet worden, der Vorfall wurde aber erst jetzt öffentlich.

+++ 13:58 "Extreme Temperaturen" bringen schlechte Nachrichten für die Ukraine +++

Die Ukraine bereitet sich auf einen "extremen" Temperaturanstieg in den kommenden Tagen vor. Netzbetreiber in mindestens fünf Regionen kündigen für Dienstag zeitweise Einschränkungen beim Energieverbrauch an. Das staatliche Hydrometeorologische Zentrum teilt mit, der Ukraine stehe "extreme Hitze" bevor. Für Montag wurden Temperaturen von 35 Grad bis 38 Grad erwartet. "Die Hitze ist auch ein ernsthafter Test für Anlagen, die seit mehr als vier Jahren unter Kriegsbedingungen in Betrieb sind und zahlreichen Angriffen standgehalten haben", sagte der Chef des Energieunternehmens Jasno am Wochenende. Der Sommer sei die Hauptzeit für Reparaturen am im Winter durch wiederholte russische Angriffe schwer in Mitleidenschaft gezogene Energienetz.

+++ 13:17 Ukraine: Viele Tote und Verletzte nach russischen Angriffen +++

Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind Behördenangaben zufolge mindestens sieben Menschen getötet worden. In der südöstlichen Stadt Dnipro kamen bei einem Raketenangriff auf ein Privatunternehmen fünf Menschen ums Leben, wie die örtliche Verwaltung am Montag mitteilte. Zudem seien 28 weitere Personen verletzt worden, erklärt Regionalgouverneur Olexander Handscha auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Bei einem Drohnenangriff auf einen Kleinbus in der südlichen Stadt Saporischschja wurden zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt, darunter ein Kind, wie Regionalgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram schreibt. Russland äußerte sich zunächst nicht dazu.

+++ 12:26 Munz zu Signalen aus Moskau: Putin spricht Probleme an - was steckt dahinter? +++

Nach wiederholenden ukrainischen Angriffen auf Russlands Ölproduktion, beruft Putin eine Krisensitzung ein, schwört das Land auf Benzin-Probleme ein - und verkündet Gegenmaßnahmen. Was hinter den eher ungewöhnlichen Aussagen des russischen Präsidenten steckt, erklärt Moskau-Korrespondent Rainer Munz.

+++ 11:46 Russischer Druck auf ukrainischen Festungsgürtel bei Kostjantyniwka wächst +++

Parallel zu den ukrainischen Erfolgen im russischen Hinterland geraten die Verteidigungslinien an der Front im Donbass zunehmend unter Druck: Russland rückt langsam auf Kostjantyniwka vor, einer wichtigen Bastion im östlichen "Festungsgürtel" der Ukraine. Der Kreml hat es seit langem auf dieses Gebiet abgesehen, obwohl die russischen Geländegewinne entlang der übrigen 1200 Kilometer langen Frontlinie weitgehend ins Stocken geraten sind. Erste Kämpfe haben die Außenbezirke der Stadt erreicht. Kleine Gruppen russischer Soldaten versuchten, in die Randgebiete einzudringen, erklärten hochrangige ukrainische Kommandanten in der vergangenen Woche. Dies deutet darauf hin, dass Nahkämpfe folgen könnten.

+++ 11:03 Putin: Ukraine will Krieg auf vier Gebiete beschränken - "wir prüfen sorgfältig" +++

Der russische Machthaber Wladimir Putin hat erklärt, dass die ukrainische Seite neue Vorschläge zu Einschränkungen des Krieges vorgelegt habe. "Es gibt auch neue Vorschläge. Einige davon bin ich bereit zu nennen", sagt Putin laut "Ukrainska Pravda". "Zum Beispiel einen Stopp der Angriffe tief in das Gebiet beider Seiten hinein. Ein weiterer Vorschlag lautet, die Kampfhandlungen - bitte beachten Sie dies - auf nur vier Gebiete zu beschränken, das heißt, Kampfhandlungen nur im Gebiet Cherson, im Gebiet Saporischschja, in der Volksrepublik Donezk und in der Volksrepublik Luhansk durchzuführen und die Kampfhandlungen in allen anderen Gebieten einzustellen", ergänzt Putin. Dies sei demnach zwar "nicht Teil seiner Pläne" sei, er wolle jedoch "jeden Vorschlag, der von dieser Seite kommt, sorgfältig prüfen".

+++ 10:17 Russische Besatzungsbehörden melden Stromausfälle +++

In den russisch besetzten Teilen der Südukraine gibt es nach Angaben der von Moskau eingesetzten Behörden Stromausfälle. "Alle Kreise des Gebiets Cherson sind ganz oder teilweise ohne Strom", schreibt der Chef der dortigen russischen Besatzungsverwaltung, Wladimir Saldo, bei Telegram. Energieversorger und Einsatzkräfte arbeiteten daran, die Stromversorgung in den Haushalten so schnell wie möglich wiederherzustellen. Auch der von Russland für das Gebiet Saporischschja eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balizki schrieb in der Nacht von Notabschaltungen und Schäden an Energieanlagen nach ukrainischen Angriffen auf das Stromnetz. 

+++ 09:28 ISW: Putins Duma-Spitzenkandidaten sind allesamt Kriegs-Anhänger +++

Die fünf Spitzenkandidaten der Partei "Einiges Russland" für die Staatsduma-Wahlen im September sind laut einer Analyse des Institutes for the Study of War (ISW) überwiegend langjährige Putin-Getreue. Dmitri Medwedew gab gestern die fünf Spitzenkandidaten bekannt, die "Einiges Russland" bei den Wahlen für das russische Untehraus im September vertreten werden: den russischen Außenminister Sergej Lawrow, den Generalstabschef der russischen Kinder- und Jugend-Militär-Erziehungsorganisation "Yunarmia", Hauptmann Wladislaw Golowin, den Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin, die vom Kreml ernannte Beauftragte für Kinderrechte Maria Lwowa-Belowa sowie den vom Kreml kooptierten und ausgezeichneten russischen Milblogger Jewgeni Poddubny. Alle Kandidaten auf der Liste sind laut Bericht Putin-Getreue und entschiedene Befürworter des Krieges in der Ukraine.

+++ 08:43 Ukraine beziffert russische Verluste +++

Seit Beginn des Krieges hat Russland nach Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte 1.402.200 Soldaten verloren. Allein innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien demnach 1230 russische Soldaten getötet oder verwundet worden. Unabhängige westliche Denkfabriken kommen ebenfalls zu dem Schluss, dass die russischen Verluste deutlich höher sind als die ukrainischen. Das Center for Strategic and International Studies (CSIS) schätzt das Verhältnis auf etwa mindestens 2:1.

+++ 08:01 Xi empfängt belarussischen Machthaber in Peking +++

Chinas Staatschef Xi Jinping ist in Peking zu Gesprächen mit dem belarussischen Machthaber und Kreml-Verbündeten Alexander Lukaschenko zusammengekommen. Wie der chinesische Staatssender CCTV berichtete, empfing Xi den seit 1994 in Belarus regierenden Staatschef im Staatsgästehaus Diaoyutai. Lukaschenko hatte den russischen Truppen 2022 erlaubt, vom Territorium seines Landes aus die Ukraine anzugreifen, eine direkte Beteiligung an dem russischen Angriffskrieg jedoch abgelehnt. In Belarus, das an die Ostflanke der Nato grenzt, sind atomwaffenfähige russische Oreschnik-Raketen stationiert.

+++ 07:22 Wadephul erhofft sich von Rubio-Gespräch langfristige Ukraine-Hilfe +++

In Washington will Bundesaußenminister Johann Wadephul mit seinem US-Kollegen Marco Rubio am Nachmittag darüber beraten, wie man beim Nato-Gipfel kommende Woche in Ankara eine neue Lastenteilung im Bündnis und eine stabile, langfristige Unterstützung der Ukraine erreichen kann. Wegen des Iran-Kriegs sind die Bemühungen der USA zur Vermittlung zwischen Russland und der Ukraine stark ins Stocken geraten. Mit Spannung wird zudem erwartet, ob sich US-Präsident Donald Trump bei dem Nato-Treffen in der Türkei tatsächlich hinter die Nato stellt. 

+++ 06:39 Stoltenberg: Putin zahlt "großen Preis" für "strategischen Fehlschlag" +++

Ex-Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg nennt die großangelegte russische Invasion in die Ukraine einen "strategischen Fehlschlag" von Präsident Wladimir Putin. "Er kontrolliert den Donbass noch immer nicht, und die Ukraine steht Europa näher denn je. Finnland und Schweden sind als direkte Folge der Invasion der Nato beigetreten. Putin hat also keines seiner strategischen Ziele erreicht, obwohl Russland einen großen Preis zahlt."

+++ 05:55 Wieder Drohnenangriffe auf der Krim +++

Aus russisch besetzten Gebieten werden in der Nacht zahlreiche Explosionen gemeldet. Berichten zufolge gab es Angriffe auf der Krim, unter anderem in Sewastopol, Simferopol und Kertsch. Drohnenangriffe hat es laut dem Kanal Exilenova+ auch in Melitopol in der Region Saporischschja gegeben. Über Schäden gibt es bislang keine Informationen.

+++ 01:21 Gegenseitiger Verzicht auf Langstreckenwaffen: Putin spricht von "Ablenkungsmanöver" +++

Russlands Präsident Putin weist einen gegenseitigen Verzicht auf Langstreckenangriffe zurück, den nach seinen Worten die Ukraine vorgeschlagen hat. Moskau betrachte den Vorstoß als Ablenkungsmanöver von dem Ziel, vier ukrainische Regionen vollständig einzunehmen, sagt Putin im russischen Staatsfernsehen. Der Vorschlag werde nur gemacht, da die russischen Gegenschläge tief ins ukrainisches Gebiet "viel stärker, wirkungsvoller und, ehrlich gesagt, zerstörerischer" seien. Russland habe nicht die Absicht, "das Kiewer Regime zu retten". Die ukrainischen Angriffe sollten die russischen Streitkräfte lediglich von der vollständigen Einnahme des Donbass sowie der Regionen Saporischschja und Cherson ablenken.

+++ 22:15 Putin gibt sich siegessicher - trotz heftiger Rückschläge und Angriffen auf Raffinerien +++

Trotz deutlicher Rückschläge seiner Truppen an den Fronten in der Ukraine gibt sich der russische Präsident Wladimir Putin weiterhin siegessicher. Die russische Armee werde weiterhin alles unternehmen, um die Ziele der Spezialoperation, wie der Angriffskrieg gegen die Ukraine in Moskau offiziell genannt wird, umzusetzen, betonte Putin in einem Interview des Korrespondenten des russischen Staatsfernsehens, Pawel Sarubin .Putin begründete seinen Optimismus unter anderem mit einem "katastrophalen Personalmangel" der ukrainischen Streitkräfte. Er behauptete, dass den russischen Streitkräften der Vorschlag unterbreitet worden sei, die Kampfhandlungen auf vier Gebiete in der Ostukraine zu beschränken. Dies würde Kiew die Möglichkeit geben, Truppen aus anderen Gebieten in diese Regionen zu verlegen. "Aber die Rettung des Kiewer Regimes ist nicht Teil unserer Pläne."

+++ 21:31 Ukraine: Mindestens vier Tote bei russischen Angriffen +++

Bei russischen Angriffen im Süd- und Nordosten der Ukraine werden nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet. In der Stadt Saporischschja kommen zwei Menschen ums Leben, 16 weitere werden verletzt, teilt Gouverneur Iwan Fedorow bei Telegram mit. Zunächst waren dort lediglich Verletzte gemeldet worden. In der Grenzregion Charkiw gab es bei einem Raketenangriff auf die Stadt Smijiw einen Toten und acht Verletzte, darunter zwei Kinder, erklärt Gouverneur Oleh Synjehubow. Zudem stirbt nach Polizeiangaben ein Beamter bei der Evakuierung von Anwohnern in einer weiter nördlich gelegenen Gemeinde. Eine russische Stellungnahme liegt bislang nicht vor.

+++ 20:52 Selenskyj plant Gedenkstätte für Helden der Ukraine in Kiew +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Gesetzesprojekt zur Errichtung einer Gedenkstätte für alle herausragenden Persönlichkeiten der Ukraine in Kiew ins Leben gerufen. "Die Namen aller Helden, die in verschiedenen Jahrhunderten und Epochen für die Ukraine gekämpft und die Ukraine inspiriert haben, werden vereint und für immer in unsere Geschichte eingeschrieben", er bei sagte er bei einer Veranstaltung zum Tag der Verfassung. "Niemand wird den Ukrainern jemals wieder vorschreiben, welche Helden sie verehren, welche Feiertage sie begehen oder welche Geschichte sie lernen sollen", fügte sein Präsidialamtschef Kyrylo Budanow hinzu. "Für dieses Recht auf freie Selbstbestimmung und nationale Unabhängigkeit haben unsere Vorfahren jahrhundertelang gekämpft, und genau dafür vergießen unsere Soldaten heute ihr Blut." Der Hinweis auf Selbstbestimmung galt auch als Stichelei in Richtung des Nachbarn Polen, dessen Präsident Karol Nawrocki in einem Geschichtsstreit Selenskyj einen hohen Orden aberkannt hatte.

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