Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 11:30 "Israel schaut mit großer Skepsis auf die Verhandlung" +++

25.03.2026, 00:02 Uhr

Auf die möglichen Verhandlungen zwischen der USA und dem Iran schaut Israel "mit sehr, sehr großer Skepsis", berichtet Korrespondentin Elke Büchter. Israel sitze nicht mit am Tisch und habe große Sorge, dass die eigenen Forderungen nicht durchgesetzt würden. 

+++ 11:13 Israel meldet neuen Raketenbeschuss aus dem Iran +++

Der Iran feuert israelischen Angaben zufolge erneut Raketen auf das Land. Israels Polizei meldet mehrere Einschläge im Land. Bislang gebe es keine Berichte über Opfer, teilen die Polizei sowie der Rettungsdienst Magen David Adom mit. In mehreren Landesteilen gibt es Raketenalarm, in der Küstenmetropole Tel Aviv heulen am Vormittag gleich zweimal hintereinander die Warnsirenen. Der Iran bestätigt die Raketenwelle laut staatlichem Rundfunk. Israels Armee teilt derweil am Morgen mit, die israelische Luftwaffe habe in den vergangenen Tagen in Irans Hauptstadt Teheran zwei Produktionsstätten für Marschflugkörper angegriffen. Sie spricht von einem "weiteren Schritt zur Schwächung der militärischen Produktionsinfrastruktur" der iranischen Führung. Medienberichten zufolge liegt der Fokus der israelischen Angriffe derzeit auf der iranischen Rüstungsindustrie.

+++ 11:01 UN-Hochkommissar befürchtet globale Krise +++

Der Iran-Krieg droht nach Angaben des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, Volker Türk, jeden Moment in eine regionale oder globale Krise auszuarten. "Dieser Konflikt hat eine beispiellose Kraft, Länder über Grenzen hinweg und auf der ganzen Welt darin zu verstricken", warnt Türk in der Dringlichkeitsdebatte des UN-Menschenrechtsrats in Genf. "Die komplexe Dynamik könnte jederzeit weitere nationale, regionale oder globale Krisen auslösen, mit verheerenden Folgen für die Zivilbevölkerung und die Menschen überall." Die Unterbrechung der Schifffahrt in der Straße von Hormus, wo Öl, Nahrungsmittel, Medikamente und Düngemittel blockiert sind, könnte Hunger- und Gesundheitskrisen vor allem in Ländern mit niedrigen Einkommen auslösen. Er verurteilt die Angriffe auf zivile Infrastruktureinrichtungen im Iran sowie die Raketen- und Drohnenangriffe des Irans und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz auf Israel.

+++ 10:45 Ifo: Iran-Krieg sorgt für Stimmungsdämpfer in der Wirtschaft +++

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft verschlechter sich im März wegen des Iran-Kriegs deutlich. Das Ifo-Geschäftsklima fällt um 2,0 Punkte auf 86,4 Punkte, wie das Münchner Forschungsinstitut in München mitteilte. Der Rückgang ist damit in etwa wie von Analysten erwartet ausgefallen. Die Unternehmen schätzen ihre aktuellen Geschäfte unverändert ein. Die Erwartungen an die künftigen Geschäfte werden dagegen deutlich schwächer bewertet. "Der Krieg im Iran beendet vorerst die Hoffnung auf einen Aufschwung", kommentiert Ifo-Präsident Clemens Fuest das Ergebnis der monatlichen Umfrage unter 9.000 Unternehmen.

+++ 10:35 Iranischer Botschafter: Keine Verhandlungen mit den USA +++

Nach dem iranischen Militär widerspricht auch der iranische Botschafter in Pakistan Darstellungen, wonach es Verhandlungen zur Beendigung des Nahost-Kriegs gibt. Nach seinen Informationen hätten entgegen der Behauptung von US-Präsident Donald Trump bislang keine direkten oder indirekten Verhandlungen zwischen den beiden Ländern stattgefunden, sagt Botschafter Resa Amiri Moghadam. Er fügt allerdings hinzu, dass "befreundete Länder" sich bemühten, "die Voraussetzungen für einen Dialog zwischen Teheran und Washington zu schaffen, von dem wir hoffen, dass er zur Beendigung dieses aufgezwungenen Krieges beitragen wird". Der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif hatte am Dienstag erklärt, seine Regierung sei bereit, mögliche Gespräche auszurichten.

+++ 10:18 Bereitet Trump "unter dem Nebel" eine Eskalation vor? +++

Donald Trump sorgt täglich mit neuen Aussagen für Rätselraten. Jüngst spricht er von Verhandlungen mit Teheran und einem 15-Punkte-Plan für Frieden. Dessen zentrale Forderung sei erst durch den Krieg selbst entstanden, erklärt Politologe Thomas Jäger. Derweil habe der Iran mit eigenen 15 Punkten reagiert.

+++ 10:02 Iran: Sieben Zivilisten in Tabris getötet - noch Suche nach Opfern in Trümmern +++

Bei einem Luftangriff im Nordwesten des Irans sind einem Bericht zufolge sieben Zivilisten ums Leben gekommen. Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, wurden in den frühen Morgenstunden in der Millionenmetropole Tabris Dienstwohnungen von Bahnmitarbeitern Ziel der israelisch-amerikanischen Angriffe. Unter den Trümmern suchen Helfer demnach nach weiteren Opfern. Bereits in der Nacht zu Dienstag wurde die Stadt bombardiert.

+++ 09:39 Israelischer Ex-Botschafter warnt vor Aufstand der Palästinenser +++

Der frühere israelische Botschafter in Deutschland, Shimon Stein, kritisiert die anhaltende Siedlergewalt im Westjordanland scharf und warnt vor einem Aufstand der palästinensischen Bevölkerung. Er stellt sich dabei ausdrücklich hinter Deutschlands Botschafter in Israel, Steffen Seibert, der wegen eines Social-Media-Posts von Israels Regierung angegriffen worden war. "Es ist absolut richtig, dass Botschafter Seibert die Gewalt der Siedler gegen die Palästinensische Bevölkerung kritisiert, beziehungsweise darauf aufmerksam macht", sagt Stein dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Diese Gewalt hat ja während des Krieges nicht aufgehört. Und die Übergriffe erfolgen mindestens mit Billigung, wenn nicht gar Unterstützung durch die israelische Regierung. Es ist Teil der forcierten Annexion des Westjordanlands, die die Regierung vorantreibt." Dies gefährde eine Zwei-Staaten-Lösung, mit der die Zukunft eines jüdischen demokratischen Staats gesichert werden könne. Es bestehe zudem die Gefahr, dass „die Gewalt irgendwann in einem Aufstand der Palästinenser mündet. Dann würde Israel noch an einer weiteren Front kämpfen“, so Stein.

+++ 09:14 "Verhandlungen legitimieren das Regime" +++

Der 15-Punkte-Plan aus Washington stößt in Teheran auf Skepsis. Viele Gegner des Regimes reagieren laut Kavita Sharma mit Wut auf die Gespräche mit den USA. Die ntv-Korrespondentin schildert, warum viele Oppositionelle darin keine Lösung sehen, sondern eine Stabilisierung der Macht in Teheran.

+++ 08:50 Bundesregierung: Völkerrechtliche Prüfung des Kriegs nicht abgeschlossen +++

Ist der Krieg gegen den Iran völkerrechtswidrig oder nicht? Die Bundesregierung betont, dass sie noch keine abschließende Meinung darüber hat. Nachdem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Dienstag gesagt hatte, dass der Krieg für ihn völkerrechtswidrig und "ein politisch verhängnisvoller Fehler" sei, sagt ein Regierungssprecher auf Anfrage, dass man Äußerungen anderer Verfassungsorgane nicht kommentiere. "Grundsätzlich gilt: Die völkerrechtliche Prüfung obliegt der Bundesregierung und ist noch nicht abgeschlossen", fügt er hinzu. Die Prüfung finde vor dem Hintergrund "vielfältiger Verstöße Irans gegen völkerrechtliche Bestimmungen und internationale Abkommen und einer latenten Bedrohung der Existenz des Staates Israel" statt.

+++ 08:22 Trumps Geschenk-Aussage löst "großes Rätselraten" aus +++

Donald Trumps angeblicher 15‑Punkte‑Plan wirft Fragen auf - ebenso seine rätselhafte Andeutung, der Iran habe ihm "ein Geschenk" gemacht. Denn nicht nur der Inhalt ist ungewiss, auch ein einzelnes Wort der Aussage lässt mehrere Deutungen zu, wie ntv-USA-Experte Peter Kleim erklärt.

+++ 07:55 Iran: "Jemand wie wir wird sich niemals mit jemandem wie Euch arrangieren" +++

Ein Sprecher des iranischen Militärs spottet über jüngste Meldungen über einen 15-Punkte-Plan, den Washington Teheran überreicht haben soll. Laut Ebrahim Zolfaghari vom zentralen Militär-Hauptquartier Chatam al-Anbija klingt es nicht so, als gebe es US-iranische Gespräche: "Sind eure inneren Konflikte schon so weit fortgeschritten, dass ihr mit euch selbst verhandelt?", sagt er Richtung USA in einem Video, das im staatlichen Fernsehen ausgestrahlt wurde. "Unsere erste und letzte Botschaft war vom ersten Tag an dieselbe, und das wird auch so bleiben: Jemand wie wir wird sich niemals mit jemandem wie Euch arrangieren. Nicht jetzt, nicht jemals."

+++ 07:34 Revolutionsgarden reagieren offenbar auf US-Vorstoß mit eigenen Forderungen +++

Das "Wall Street Journal" berichtet über eine Antwort der Iranischen Revolutionsgarden auf den US-Vorstoß für ein Kriegsende. Diese soll zahlreiche Forderungen umfassen, denen Washington kaum nachkommen dürfte - darunter etwa die Räumung aller US-Militärstützpunkte rund um den Persischen Golf sowie ein neues System, das es dem Iran erlauben würde, von Schiffen für die Fahrt durch die Straße von Hormus eine Mautgebühr zu kassieren. Die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist von großer strategischer Bedeutung, nicht nur für den Transport von Öl und Flüssiggas.

+++ 07:14 Zustimmungswerte für Trump fallen +++

Die Zustimmung für US-Präsident Donald Trump ist in den letzten Tagen auf den niedrigsten Stand seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus gesunken. Laut einer Umfrage von Reuters/Ipsos heißen nur noch 36 Prozent der Amerikaner Trumps Amtsführung gut – vor einer Woche waren es noch 40, in den ersten Tagen seiner Präsidentschaft 47 Prozent. Der Absturz in der Popularität ist demnach auf den Anstieg der Kraftstoffpreise und die weit verbreitete Ablehnung des Krieges gegen den Iran zurückzuführen. So befürworten nur noch 35 Prozent der Amerikaner die US-Luftangriffe auf den Iran, das ist ein Rückgang gegenüber 37 Prozent in der vergangenen Woche. Etwa 61 Prozent lehnen die Angriffe ab, zwei Prozentpunkte mehr als vor einer Woche. Bei seinem Amtsantritt hatte Trump noch versprochen, "dumme Kriege" zu vermeiden.

+++ 06:51 Neue Gespräche? Teheran befürchtet offenbar, von USA ausgetrickst zu werden +++

Iranische Regierungsvertreter zeigen sich offenbar skeptisch gegenüber Friedensgesprächen mit den USA. Laut dem Portal "Axios" erklärten sie Pakistan, Ägypten und der Türkei, die Friedensgespräche mit den USA vermitteln wollen, dass sie nun bereits zweimal von Präsident Donald Trump getäuscht worden seien: "Wir wollen nicht noch einmal hinters Licht geführt werden", zitiert der Bericht einen Insider. Die USA drängen demnach auf persönliche Friedensgespräche, die bereits am Donnerstag in Islamabad, Pakistan, stattfinden sollen. Doch während der beiden vorangegangenen Verhandlungsrunden zwischen den USA und dem Iran gab Trump jeweils grünes Licht für verheerende Überraschungsangriffe - wobei weiterhin behauptete, eine Einigung anstreben zu wollen. So griff Israel den Iran im Juni 2025 mit Trumps Rückendeckung an, kurz vor einer geplanten Runde von Atomgesprächen. Vor drei Wochen dann erzielten die USA und der Iran in Genf eine vorläufige Einigung, die Gespräche in der folgenden Woche fortzusetzen – zwei Tage später griffen die USA und Israel an.

+++ 06:24 Antisemitische Attacken in Europa: Experte zeigt auf Teheran +++

Ist das Teil einer hybriden Kriegsführung Teherans? Seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran kam es in mehreren europäischen Städten zu antisemitischen Attacken - und obwohl es zum jetzigen Zeitpunkt keine eindeutigen Beweise für eine iranische Beteiligung an den Anschlägen gebe, "deuten die Umstände (...) stark auf eine von Iran unterstützte Aktivität hin", schreibt Julian Lanchès vom International Centre for Counter-Terrorism (ICCT) in einer aktuellen Analyse. Die Sicherheitsbehörden etlicher Länder prüfen seit Jahren bei antisemitischen Straftaten oder Plänen dafür, ob Spuren nach Teheran führen. Der britische Inlandsgeheimdienst MI5 hat nach Angaben von Generaldirektor Ken McCallum innerhalb von zwölf Monaten "mehr als zwanzig potenziell tödliche, vom Iran unterstützte Anschlagspläne verfolgt". In Argentinien war im vergangenen Jahr beschlossen worden, zehn Verdächtige, darunter sieben Iraner, wegen des Anschlags auf das jüdische Gemeindezentrum 1994 in Buenos Aires in Abwesenheit vor Gericht zu stellen.

+++ 06:00 Zahl der Toten im Libanon steigt +++

Die Zahl der Toten nach israelischen Angriffen im Süden des Libanon steigt. Der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA zufolge starben mindestens neun Menschen. Vier Menschen seien bei einem Angriff auf das Dorf Adlun getötet worden, berichtet NNA unter Berufung auf das libanesische Gesundheitsministerium (siehe Eintrag um 03:08). Weitere zwei Menschen seien bei einem Angriff auf eine Wohnung im Flüchtlingslager Mieh Mieh getötet worden, bei dem vier weitere Menschen verletzt worden seien. NNA berichtet zudem über einen israelischen Angriff auf das Dorf Habbusch im Südlibanon. Dabei seien mindestens drei Menschen getötet und 18 weitere verletzt worden. Die israelische Armee äußert sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Zuvor hatte sie die Bewohner der südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Evakuierung aufgerufen und vor bevorstehenden Angriffen gewarnt. Die Armee greife dort "Infrastruktur der terroristischen Hisbollah" an, erklärt der arabischsprachige israelische Armeesprecher Avichay Adraee bei Telegram.

+++ 05:50 Umschlag an deutschen LNG-Terminals noch stabil +++

Trotz des Kriegs im Iran, gestörter Lieferketten und stark gestiegener Preise läuft der Umschlag von Flüssigerdgas (LNG) an den norddeutschen Terminals nahezu uneingeschränkt weiter. Denn der Großteil der deutschen LNG-Importe stammt bislang aus den USA. 2025 machten diese Transporte nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) rund 94 Prozent aus.. "Lieferungen aus der Golf-Region hatten wir seit Anfang 2023 nur sehr vereinzelt. Absagen von Cargos liegen an den DET-Terminals momentan nicht vor", teilt ein Sprecher der bundeseigenen Deutsche Energy Terminal Gesellschaft auf Anfrage mit. Die Gesellschaft betreibt die Terminals Wilhelmshaven 1 und 2 sowie das Terminal in Brunsbüttel. Für das erste Halbjahr 2026 seien alle Kapazitäten komplett vermarktet, heißt es. Auch das Rügener LNG-Terminal in Mukran laufe im Regelbetrieb, teilt ein Sprecher der Firma Deutsche Regas mit. Experten gehen jedoch wegen der Eskalation im Nahen und Mittleren Osten von einer verschärften Konkurrenz zwischen Asien und Europa um kurzfristig verfügbare LNG-Lieferungen aus. Durch die faktisch blockierte Straße von Hormus werden sonst 20 Prozent des weltweiten Flüssigerdgases transportiert – ein Großteil davon geht nach Asien. 

+++ 04:53 Wegen hoher Energiepreise: Läden in Ägypten müssen früher schließen +++

In Ägypten müssen Cafés, Restaurants und Geschäfte ab kommendem Samstag früher schließen. Die Regierung will wegen der im Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise den Stromverbrauch senken. Ägypten erzeugt mehr als 80 Prozent seines Stroms mit Erdgas, das vielfach importiert wird. Der wichtigste Gaslieferant Israel hatte die Exporte nach Ägypten beim Kriegsbeginn vor mehr als drei Wochen bereits gestoppt. Normalerweise schließen viele Einkaufszentren, Bars und Restaurants in zentralen Gegenden von Kairo und in Urlauberorten erst gegen 1.00 oder 2.00 Uhr nachts. Auch die Beleuchtung an Straßen und Werbetafeln soll nun reduziert werden.

+++ 03:58 Papst Leo beklagt zunehmende Feindseligkeiten +++

Papst Leo äußert sich besorgt über die zunehmende Feindseligkeit im Iran-Krieg und fordert erneut eine Waffenruhe. "Der Hass nimmt zu, und die Gewalt wird immer schlimmer", sagt der erste US-Papst der Geschichte. Angesichts von mehr als einer Million Vertriebenen und vielen Toten ruft er alle Verantwortlichen auf, die Probleme durch Dialog statt mit Waffen zu lösen. Hintergrund der Äußerungen sind Berichte, wonach die USA die Entsendung Tausender Soldaten in den Nahen Osten planen.

+++ 03:08 Libanon: Staatsmedien melden sechs Tote bei israelischen Angriffen in Sidon +++

Bei israelischen Angriffen in dem Gebiet Sidon im Süden des Libanon sind der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden. Vier Menschen seien bei einem Angriff auf das Dorf Adloun getötet worden, zwei weitere bei einem Angriff auf eine Wohnung im Flüchtlingslager Mieh Mieh. Zuvor hatte die israelische Armee die Bewohner der südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Evakuierung aufgerufen und vor bevorstehenden Angriffen gewarnt. Die Armee greife dort "Infrastruktur der terroristischen Hisbollah" an, erklärt der arabischsprachige israelische Armeesprecher Avichay Adraee auf Telegram.

+++ 02:24 Macron fordert Israel zur Nutzung von "Gelegenheit" für Gespräche mit dem Libanon auf +++

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron fordert Israel in einem Gespräch mit seinem israelischen Kollegen Isaac Herzog auf, die "Gelegenheit" für "direkte Gespräche" zwischen Israel und dem Libanon zu nutzen. Er habe "die Dringlichkeit betont, eine weitere Eskalation des Konflikts im Libanon zu verhindern, dessen Stabilität und territoriale Integrität gewahrt bleiben müssen", erklärt Macron auf X. Er bekräftigt demnach seine "Unterstützung für die Bemühungen der libanesischen Regierung, die entschlossene und mutige Entscheidungen für die Souveränität des libanesischen Staates getroffen hat". "Ich habe Präsident Herzog meine Überzeugung mitgeteilt, dass die Wiederaufnahme direkter Gespräche zwischen Israel und dem Libanon eine Gelegenheit ist, die genutzt werden muss", erklärt Macron weiter.

+++ 01:51 Israel greift Ziele in Teheran an +++

Die israelische Armee startet eine neue Angriffswelle gegen die iranische Hauptstadt Teheran. Die Angriffe visierten "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes" an, erklärt die israelische Armee auf Telegram. Zuvor hatte es mehrmals neue Raketensalven des Iran auf Israel gegeben.

+++ 01:20 Zentralratspräsident widerspricht Steinmeier beim Iran-Krieg +++

Der Zentralrat der Juden übt Kritik an Äußerungen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Iran-Krieg. "Wer dem Krieg gegen das Mullah-Regime leichthin den Stempel 'völkerrechtswidrig' verpassen will, ignoriert die Geschichte", sagt Zentralratspräsident Josef Schuster. Seit 1979 gehöre die Vernichtung Israels zur Staatsdoktrin des Iran. Steinmeier hatte den von Israel und den USA begonnenen Iran-Krieg außergewöhnlich scharf kritisiert. Es sei "ein politisch verhängnisvoller Fehler", sagt der Bundespräsident. Und er ergänzt: Der Iran-Krieg sei "nach meinem Dafürhalten völkerrechtswidrig".

+++ 00:36 Feuer nach Drohnenangriff auf Flughafen in Kuwait +++

Drohnen haben einen Treibstofftank am internationalen Flughafen von Kuwait getroffen und einen Brand ausgelöst. Es gebe keine Verletzten, sondern nur Sachschaden, teilt die zivile Luftfahrtbehörde des Landes mit. Die Feuerwehr sei im Einsatz. 

+++ 23:45 Bericht: Iran erlaubt Durchfahrt durch Hormus unter Auflagen +++

Der Iran gestattet einem Zeitungsbericht zufolge "nicht-feindlichen Schiffen" die Durchfahrt durch die Straße von Hormus, sofern sie sich mit den iranischen Behörden abstimmen. Schiffe mit Verbindungen zu den USA, Israel und anderen an der Aggression beteiligten Staaten seien von der friedlichen Durchfahrt jedoch ausgeschlossen, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf ein Schreiben des iranischen Außenministeriums an die Mitgliedstaaten der UN-Schifffahrtsorganisation IMO.

+++ 22:53 Medien: USA legen Iran 15-Punkte-Plan vor +++

Die USA haben Medienberichten zufolge dem Iran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges übermittelt. Unter anderem soll der Iran demnach zustimmen, niemals nach Atomwaffen zu streben. Zudem müsse der Bestand an angereichertem Uran an die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) abgegeben werden. Zudem müsse in der Straße von Hormus ein freier Schiffsverkehr gewährleistet werden. Auf iranischem Boden dürfe kein Uran angereichert werden. Die USA schlagen laut dem israelischen Sender Channel 12 eine Feuerpause von einem Monat vor, um den Plan zu besprechen.

+++ 22:46 Iran meldet Beschuss von AKW-Gelände +++

Laut Irans Atomenergiebehörde soll das Atomkraftwerk Buschehr unter Beschuss geraten sein. Bei einem Angriff des "amerikanisch-zionistischen Feindes" sei ein Geschoss "innerhalb des Geländes des Atomkraftwerks Buschehr" eingeschlagen, erklärt die Behörde. Schaden sei bei dem Vorfall nicht Schaden entstanden, "die Bereiche des Kraftwerks sind unversehrt", heißt es. Das AKW liegt im Südwesten des Irans und verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes. Nach Einschätzung der IAEA ist der Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert.

+++ 21:58 Iranischer Außenminister lobt Steinmeier für Kritik am Krieg +++

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi lobt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für dessen Kritik am Iran-Krieg. Araghtschi erklärt auf X, Steinmeier gebühre Anerkennung dafür, "dass er die Verstöße gegen die Iraner verurteilt hat". Wer Rechtsstaatlichkeit schätze, sollte ebenfalls seine Stimme erheben.

+++ 21:29 "Hätten sie nutzen können": Trump witzelt über Zerstörung iranischer Marine +++

US-Präsident Donald Trump lässt sich über die Geschwindigkeit aus, mit der die iranische Marine zerstört wurde. "Wir haben ihre Marine in drei Tagen zerstört, oder Pete?", sagt Trump in Richtung seines Verteidigungsministers Pete Hegseth. "Ich war etwas verärgert mit Pete. Ich habe gesagt: 'Warum haben wir die Schiffe nicht erhalten? Wir hätten sie nutzen können'", so Trump. Daraufhin soll Hegseth erklärt haben, dass es "mehr Spaß mache", diese zu versenken. 

+++ 21:05 Israel: Wichtigste Produktionsstätte für Sprengsätze im Iran getroffen +++

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge die wichtigste Produktionsstätte für Sprengsätze im Iran angegriffen. Sie sei schon im Krieg im vergangenen Jahr Ziel eines Bombardements gewesen, teilt das Militär mit. Irans Führung sei in den vergangenen Monaten jedoch dabei gewesen, die Fähigkeiten der Anlage in Isfahan wieder herzustellen. Die israelische Luftwaffe habe im Laufe des Tages Dutzende Ziele im Iran ins Visier genommen, darunter Raketenabschussrampen, heißt es in einer Mitteilung der israelischen Armee. 

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