Politik

Weiter Zweifel um Hormus-DealXi mischt jetzt persönlich mit - Iraner gehen Knackpunkte an

25.05.2026, 16:54 Uhr
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Pakistans Premier Sharif wird von Xi in Peking empfangen. (Foto: via REUTERS)

Beim Ausloten eines Deals zwischen Iran und USA steigt der chinesische Staatschef nun persönlich in die Manege. Er empfängt den Premier des vermittelnden Pakistan. Die Iraner gehen indes in Katar wichtige Punkte an.

Der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Aragtschi halten sich zu Gesprächen mit dem katarischen Ministerpräsidenten in Doha auf. Dabei geht es um ein mögliches Abkommen mit den USA zur Beendigung des Konflikts, sagte ein mit dem Besuch vertrauter Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Die Diskussionen konzentrieren sich demnach vor allem auf die Straße von Hormus und die iranischen Bestände an hochangereichertem Uran - und damit auf zwei der wichtigsten Punkte eines möglichen Deals.

Auch der iranische Zentralbankchef gehört dem Insider zufolge der Delegation an. Er soll über die mögliche Freigabe eingefrorener iranischer Gelder im Rahmen einer endgültigen Vereinbarung verhandeln. Katar hatte zuletzt eher im Hintergrund als Vermittler in den Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA agiert.

Jüngst hatten sich die Fortschritte auf dem Weg zu einem Abkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran verlangsamt, da sich beide Seiten in Bezug auf das iranische Atomprogramm und die Lockerung der finanziellen Sanktionen für Teheran verhärteten, wie Vermittler verlauteten.

Der im Iran-Krieg vermittelnde pakistanische Armeechef Asim Munir hielt sich am Montag indes zusammen mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif zu Gesprächen mit der chinesischen Führung in Peking auf. Wie die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, wurde Sharif von Staatschef Xi Jinping empfangen - auf Fotos ist das Aufeinandertreffen zu sehen. Zuvor hatte er sich bereits mit Regierungschef Li Qiang getroffen.

Sharif sieht "richtige Richtung"

Auf Bildern des pakistanischen Fernsehens war zu sehen, wie Sharif der chinesischen Regierung für die "Förderung des Friedens" in der Golfregion dankte. "Die Dinge bewegen sich in die richtige Richtung", fügte Sharif im Hinblick auf die diplomatischen Bemühungen um eine dauerhafte Friedenslösung hinzu.

China hatte erklärt, Pakistan bei dessen Vermittlungsbemühungen zu unterstützen. Peking werde mit Islamabad zusammenarbeiten, um "positive Beiträge zur baldigen Wiederherstellung von Frieden und Stabilität im Nahen Osten zu leisten", hieß es dazu in Peking. Sharif hatte seinen viertägigen China-Besuch bereits am Samstag begonnen.

Skeptische Töne aus den USA

Die USA und Israel hatten Ende Februar den Iran-Krieg mit Angriffen auf die Islamische Republik begonnen. Pakistan vermittelte in dem Konflikt und war im April Gastgeber der einzigen direkten Verhandlungsrunde zwischen Delegationen aus den USA und dem Iran. Die Gespräche waren zwar ohne Ergebnis zu Ende gegangen, seit Anfang April gilt aber eine fragile Waffenruhe.

Munir, der der pakistanische Verhandlungsführer ist, hatte am Freitag und Samstag zusammen mit dem pakistanischen Innenminister Mohsin Naqvi Gespräche in der iranischen Hauptstadt Teheran geführt. Im Anschluss hatte sich eine Rahmenvereinbarung zu einer Beilegung des Konflikts abgezeichnet. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag erklärt, ein entsprechendes Abkommen sei "weitgehend ausgehandelt". Am Sonntag äußerte er sich dann wieder zurückhaltender.

Mit seiner Absage an eine "übereilte" Vereinbarung dämpfte Trump Erwartungen, die sein Außenminister Marco Rubio am Sonntag geschürt hatte. Rubio hatte bei einem Besuch in Indien gesagt: "Ich glaube schon, dass vielleicht die Möglichkeit besteht, dass die Welt in den kommenden Stunden ein paar gute Nachrichten erhält." Am Montag wollte Rubio sich dann nicht mehr auf einen Zeitpunkt festlegen.

Quelle: ntv.de, mpe/rts/AFP/DJ

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