Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:38 Bericht: Zahl der Kriegsdienstverweigerer steigt +++
Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung in Deutschland steigt. Im ersten Quartal dieses Jahres hätten bereits 2656 Menschen einen entsprechenden Antrag gestellt, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf Angaben des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA). Im gesamten Jahr 2024 hatten insgesamt 2998 Menschen einen solchen Antrag gestellt, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht. Im Jahr 2025 gingen bei der Behörde 3867 Anträge ein, wie eine Sprecherin im Januar der "Augsburger Allgemeinen" mitteilte. Hält der Trend an, könnte die Zahl 2026 auf den höchsten Stand seit Aussetzung der Wehrpflicht 2011 zusteuern. Hintergrund ist der Ukraine-Krieg und das Gesetz über den neuen Wehrdienst sein, das zum 1. Januar in Kraft trat.
+++ 04:48 SPD glaubt nicht mehr an gemeinsamen europäischen Kampfjet +++
Der SPD-Verteidigungsexperte Christoph Schmid hält das gemeinsame europäische Kampfjet-Projekt FCAS für gescheitert. "Ich halte es für wenig hilfreich, wenn wir nun weitere Schleifen drehen", sagt Schmid der "Augsburger Allgemeinen". "Schon seit einem knappen Jahr ist eigentlich allen Informierten klar, dass es keine gemeinsame Lösung mit Dassault mehr geben wird." Dies sei keine generelle Absage an eine deutsch-französische Kooperation bei Rüstungsprojekten. "Seit Monaten wird aber von französischer Seite zugunsten von Dassault auf Zeit gespielt, ohne Rücksicht auf bereits geschlossene Verträge. Dadurch entsteht zwangsläufig der Eindruck, dass man gerne deutsche Finanzierungsanteile für die Entwicklung französischer Fähigkeiten nutzen möchte, aber nicht zu einer echten Partnerschaft bereit ist", so Schmid.
+++ 03:46 Trotz ausbleibender US-Hilfen für Kiew: Militärausgaben erreichen Rekord +++
Noch nie hat die Welt so viel Geld für das Militär ausgegeben wie 2025. Angetrieben von zahlreichen Kriegen und Konflikten erreichten die globalen Militärausgaben dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri zufolge im elften Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Inflationsbereinigt stiegen die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent. Innerhalb eines Jahrzehnts wuchsen sie sogar um 41 Prozent. Alle Staaten wandten 2025 zusammen knapp 2,89 Billionen US-Dollar (knapp 2,47 Billionen Euro) für das Militär auf. Allerdings fiel der Anstieg deutlich geringer aus als 2024. Das führten die Friedensforscher auf einen Rückgang der US-Militärausgaben zurück. Der Hauptgrund dafür: die ausbleibenden Hilfen für die Ukraine. Dagegen investierten die USA mehr in ihre eigenen nuklearen und konventionellen militärischen Fähigkeiten.
+++ 02:49 Ukrainischer Oberbefehlshaber erklärt in Kanada seine Strategie +++
Der ukrainische Armeechef Olexander Syrskyj spricht bei einem Treffen mit der kanadischen Oberbefehlshaberin Jenny Carignan von verstärkten offensiven Anläufen der russischen Streitkräfte praktisch entlang der gesamten Frontlinie. Bisher haben die russischen Streitkräfte knapp ein Fünftel des Territoriums des Nachbarlandes besetzt. Seit Monaten gibt es an den Fronten kaum Bewegung, Russland hat mit hohen Verlusten an Personal nur geringe Erfolge vorzuweisen. Die ukrainischen Verteidigungskräfte setzen laut Syrskyj auf sorgfältige Planung, innovative Lösungen und den effektiven Einsatz ihrer verfügbaren Angriffskapazitäten. Dadurch erleide der Gegner Verluste, die seine Fähigkeit zur Regeneration übersteigen.
+++ 01:46 Zahl der Rüstungsunternehmen in Deutschland verdoppelt +++
Die Zahl der deutschen Unternehmen in der Rüstungsindustrie hat sich seit dem russischen Überfall auf die Ukraine und durch die stetige Erhöhung des Verteidigungsetats mehr als verdoppelt. Das sagt ein Sprecher des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Demnach sei die Zahl der Mitgliedsunternehmen im BDSV von 2024 bis 2025 um rund 200 gestiegen - und seit November 2025 noch einmal um 100 auf zuletzt 550 insgesamt. Dieser Trend zeigt sich auch in Ostdeutschland, wo die Rüstungsindustrie zuvor weniger stark vertreten war.
+++ 00:01 Sicherheitspolitiker zu Signal-Attacke: "Russland hat Deutschland zum Feind erklärt" +++
Die Signal-Abhöraffäre löst in Deutschland weit reichende Sicherheitssorgen aus. "Die Spionage-Attacke muss ein Weckruf für alle Sicherheitsbereiche sein", sagt der Grünen-Fraktionsvizechef Konstantin von Notz, der auch im Parlamentarischen Kontrollgremium der Geheimdienste sitzt, der "Süddeutschen Zeitung". "Wir müssen begreifen, mit welcher Agenda Moskau hier unterwegs ist: Die Angriffe sind real und eine echte Gefahr für unsere Sicherheit. Jeden Tag sind Agenten hier unterwegs, spionieren und bereiten Sabotage vor."
+++ 22:45 Russland verstärkt Angriffe in der Ostukraine +++
Das russische Militär hat seine Angriffsbemühungen im Osten der Ukraine verstärkt. Der Generalstab in Kiew teilt mit, dass im Tagesverlauf insgesamt 161 bewaffnete Zusammenstöße von den Frontlinien gemeldet worden seien. Die meisten Angriffe erfolgten demnach bei Pokrowsk, dort seien 39 russische Angriffe registriert worden. Bei Huljajpolje im südukrainischen Gebiet Saporischschja versuchten den Angaben nach russische Truppen 24 Mal, die ukrainischen Stellungen zu durchbrechen. Bei Kostjantyniwka am Rande des Donbass habe es 15 Gefechte gegeben, teilt die Generalität in Kiew in ihrem Lagebericht mit.
+++ 21:45 IAEA-Chef mahnt zur schnellen Reparatur der Tschernobyl-Schutzanlage +++
Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), Rafael Grossi, mahnt bei einem Besuch in Kiew, die Reparatur der beschädigten äußeren Schutzhülle des Kraftwerks in Tschernobyl müsse unverzüglich beginnen. IAEA-Bewertungen zeigten, dass die Schäden durch den Angriff im vergangenen Jahr bereits eine wichtige Sicherheitsfunktion der Anlage beeinträchtigt hätten, sagt er und warnt, dass jahrelanges Nichtstun die Gefahr für den darunterliegenden Sarkophag noch erhöhen könnte. Ukrainischen Beamten zufolge hatte eine russische Drohne im Februar 2025 die Außenhülle der neuen Sicherheitskapsel des Kraftwerks getroffen. Moskau bestreitet, das Kraftwerk angegriffen zu haben, und behauptet, Kiew habe den Angriff inszeniert.
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