Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 19:46 Gleitbombenangriff in Saporischschja - auch Kindergarten getroffen +++
In der südostukrainischen Großstadt Saporischschja sind mindestens zwei Menschen bei russischen Gleitbombenangriffen getötet worden. 15 weitere Zivilisten seien verletzt worden, teilt der Militärgouverneur des Gebiets Saporischschja, Iwan Fedorow, bei Telegram mit. Insgesamt seien sieben derartige Bomben auf die Industriestadt abgeworfen worden. Den Angaben nach wurde dabei auch das Gebäude eines Kindergartens stark beschädigt. Die russisch-ukrainische Frontlinie verläuft derzeit rund 20 Kilometer südlich der Stadt.
+++ 18:55 Eingefrorene Gelder: Klage gegen russische Zentralbank in Belgien +++
Die Wertpapierverwahrstelle Euroclear verklagt die russische Zentralbank vor einem belgischen Zivilgericht. Damit will das Unternehmen die Vollstreckung eines russischen Urteils blockieren, das Euroclear zur Zahlungei von rund 220 Milliarden Euro Schadenersatz wegen des Einfrierens russischer Vermögenswerte verpflichtet. Die Verwahrstelle erklärt, im Einklang mit den EU-Sanktionen gehandelt zu haben. Russische Gerichte seien für Euroclear nicht zuständig. Die Notenbank bereitet eigenen Angaben zufolge eine Verteidigungsstrategie vor. Von den weltweit rund 300 Milliarden Euro an eingefrorenen russischen Vermögenswerten liegt der Großteil bei Euroclear in Brüssel.
+++ 18:13 Dänemark kündigt neues Militärhilfepaket für Ukraine an +++
Dänemark stellt der Ukraine ein neues Militärhilfepaket zur Verfügung. Dieses soll einen Wert von rund 4,4 Milliarden Kronen haben (umgerechnet etwa 589 Millionen Euro), teilt die dänische Regierung mit. Es seien auch weitere Mittel für Artilleriemunition vorgesehen. Es ist bereits das 30. Militärhilfepaket des Landes für die Ukraine.
+++ 17:40 Gericht: Russischer Staatssender RT bleibt in Deutschland verboten +++
Das Sendeverbot für den russischen Staatssender RT in Deutschland ist rechtmäßig, urteilt das Berliner Verwaltungsgericht. 2022 hatte die Medienanstalt Berlin-Brandenburg einer mit russischen Staatsmedien zusammenhängenden Firma demnach zu Recht die Veranstaltung und Verbreitung des Programms untersagt - damals aus formalen Gründen, weil die Zulassung fehlte. Die GmbH mit Sitz in Berlin klagte gegen das Sendeverbot. Gegen das Urteil kann noch die Zulassung der Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg beantragt werden. Der Sender RT, ehemals Russia Today, ist seit März 2022 in der gesamten Europäischen Union aufgrund von EU-Sanktionen verboten, die als Reaktion auf den russischen Einmarsch in die Ukraine beschlossen wurden.
+++ 17:11 Bericht: Kreml-nahe Organisation wirbt mit KI-Foto von Nawalny um Soldaten +++
In Rostow am Don in Südrussland soll im Netz eine KI-generierte Rekrutierungsanzeige mit einer Abbildung des verstorbenen Oppositionsführers Alexej Nawalny aufgetaucht sein, berichtet das russische Exilmedium Meduza. Laut deren Recherchen sei eine Kreml-nahe Organisation namens "Rodina Geroev" der Urheber, welche unter der gleichen Adresse wie die Regierung der Oblast Rostow ein Büro habe. Um neue Soldaten für den Krieg in der Ukraine zu gewinnen, verspricht das russische Militär Vertragssoldaten Gehälter von sieben Millionen Rubel pro Jahr - umgerechnet rund 80.000 Euro. Das entspricht etwa das Fünffache eines russischen Durchschnittsgehalts. Auf Meduza-Nachfrage behaupten die Propagandisten, auf den KI-generierten Bildern sei eine "zufällige Person" zu sehen. Eine Ähnlichkeit mit Nawalny sei angeblich "purer Zufall".
+++ 16:06 Russland spricht mit anderen Ländern über Treibstofflieferungen +++
Russland führt mit anderen Ländern Gespräche über mögliche Kraftstoffimporte, bestätigt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. Mögliche Vereinbarungen würden aber nur bei annehmbaren Preisen geschlossen. Dies solle den Markt stabilisieren und ziele darauf, Panikkäufe abzuwehren. Konkrete Länder nennt Peskow der Nachrichtenagentur nicht. Aber es bestünden Kontakte, beteuert Peskow. Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten die Angriffe stark ausgeweitet. Immer wieder brennen russische Raffinerien.
+++ 15:05 Reisner: "Russen klagen über Angriffe teils hysterisch" +++
Die Ukraine trifft immer häufiger Ziele tief in Russland. Militärexperte Markus Reisner sieht Moskau dadurch erheblich unter Druck und spricht von einer neuen Dynamik im Luftkrieg. Ein dauerhafter Frieden sei mit der jetzigen russischen Führung aus seiner Sicht kaum vorstellbar.
+++ 14:26 Polen lehnt Kampfjet-Lieferung an Ukraine im Tausch gegen Drohnen ab +++
Warschau und Kiew haben sich polnischen Angaben zufolge nicht auf einen Tausch polnischer Kampfflugzeuge vom Typ MiG-29 gegen ukrainische Drohnentechnologien verständigen können. "Ich hatte einen sehr klaren Ansatz vorgeschlagen, der meiner Meinung nach auch sehr partnerschaftlich war: MiGs im Austausch gegen Drohnen", sagt Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz dem polnischen Privatsender Polsat News.
+++ 13:51 EU zahlt Ukraine Milliarden für Drohnenbeschaffung aus +++
erster Gelder für die Drohnenbeschaffung aus dem 90 Milliarden Euro schweren Unterstützungsdarlehen der EU. Die Europäische Kommission beginne heute mit der Auszahlung von 3,9 Milliarden Euro, wie sie mitteilt. In einer ersten Tranche sollen insgesamt sechs Milliarden Euro für Drohnen nach Kiew fließen. Der Einsatz von Drohnen sei eine Schlüsselfähigkeit, die es der Ukraine ermögliche, dem Angriffskrieg Russlands standzuhalten. "Diese Investitionen werden der Ukraine helfen, ihre Bürger zu schützen, ihre Souveränität zu verteidigen und die Sicherheit Europas zu stärken", so Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Weitere Zahlungen sollen in den kommenden Tagen erfolgen. Das Geld soll die Beschaffung von Drohnen abdecken und sich gleichzeitig auf Munition, Flugkörper und Luftverteidigungssysteme erstrecken.
+++ 13:14 Pistorius: Neue Rolle an Nato-Ostflanke sei "Zeichen nach Washington" +++
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius bezeichnet die Übernahme einer neuen Nato-Führungsrolle durch das Deutsch-Niederländische Korps an der Nato-Ostflanke auch als Signal an die USA. Es handle sich um "ein weiteres Zeichen nach Washington", sagt Pistorius am Rande der Zeremonie zur formellen Übergabe der Verantwortung in der estnisch-lettischen Grenzstadt Valga. Angesichts der Bedrohung durch Russland sprach Pistorius zudem von einem "klaren Signal nach Moskau". Mit der neuen Aufgabe als taktisches Hauptquartier in Estland zeigten Deutschland und die Niederlande, dass das "burden shifting" (die Lastenteilung) innerhalb der Nato im Gange sei, so Pistorius weiter. Mit dem Ausdruck ist im Nato-Jargon gemeint, dass die europäischen Nato-Staaten mehr Verantwortung für die Verteidigung des Bündnisgebiets in Europa übernehmen.
+++ 12:38 Kreml: Russland will wegen Engpässen Treibstoff importieren +++
Angesichts von Versorgungsengpässen im Zuge ukrainischer Angriffe verhandelt Russland mit anderen Ländern über den Import von Treibstoff. Dies werde aber nur zu akzeptablen Preisen geschehen, teilt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mit. Welche Staaten als Lieferanten infrage kommen, wollte er nicht sagen. Die Ukraine hat ihre Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur im fünften Jahr des Krieges verstärkt. Dies führte in Russland, dem drittgrößten Ölproduzenten der Welt, zu weitreichenden Treibstoffengpässen und Preisanstiegen.
+++ 12:05 Selenskyj: Haben erneut Zentrum für Satellitenkommunikation nahe Moskau attackiert +++
Die Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge erneut ein russisches Satellitenkommunikationszentrum in der Region Moskau angegriffen. Es sei das zweite Mal, dass die Anlage in Dubna unter Beschuss genommen worden sei. Erst in der vergangenen Woche hatte der ukrainische Generalstab von einem ersten Angriff auf die Anlage, die mehr als 500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt, berichtet. Selenskyj zufolge wird sie für Aufklärungszwecke und zur Koordinierung der russischen Truppen in der Ukraine genutzt. Die ukrainische Armee habe zudem zuletzt vier ähnliche russische Anlagen in den Regionen Moskau und Wladimir attackiert.
+++ 11:37 Mann in Lettland wegen Spionage für Russland verurteilt +++
Ein Gericht in Lettland hat einen Mann wegen Spionage für das benachbarte Russland zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt. Der lettische Staatsbürger wird der Informationsweitergabe an den russischen Militärgeheimdienst GRU für schuldig befunden, mit dem er aus ideologischen Motiven zwischen 2016 und 2025 freiwillig zusammengearbeitet haben soll. Dies teilt die Generalstaatsanwaltschaft des baltischen EU- und Nato-Landes in Riga mit. Der Mann soll demnach auf Anweisung des GRU illegal Informationen über den Flugplatz Spilve und die Bedingungen für den Kauf von SIM-Karten in Lettland gesammelt haben. Auch über die militärpolitischen Entwicklungen im Land, die Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine, Nato-Aktivitäten sowie Begebenheiten im Verteidigungssektor Lettlands habe er direkt an den russischen Militärgeheimdienst berichtet.
+++ 11:04 Kiesewetter: AfD nutzt "Russland-Romantisierung" für Wahlkampf +++
Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter wirft der AfD vor, ihre prorussische Haltung für den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zu nutzen. "Die Russland-Romantisierung wird insbesondere mit Blick auf die anstehenden Wahlen in Ostdeutschland massiv von der AfD genutzt." Die angeblich billigen Gaslieferungen seien auch eine zentrale russische Erzählung, um Deutschland und die EU zu spalten, so Kiesewetter. AfD-Chefin Alice Weidel hatte zuvor ihre Forderung erneuert, den Boykott von russischem Öl und Gas zu beenden, um die deutsche Wirtschaft zu stärken. Die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern finden im September statt.
+++ 10:25 Russland verliert überdurchschnittlich viele Soldaten +++
Seit Beginn des Krieges hat Russland nach Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte 1.403.550 Soldaten verloren. Allein innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien demnach 1350 russische Soldaten getötet oder verwundet worden. Vergleicht man die Zahl mit den täglichen Meldungen des Generalstabs, sind das überdurchschnittlich viele Soldaten. Unabhängige westliche Denkfabriken kommen insgesamt zu dem Schluss, dass die russischen Verluste deutlich höher sind als die ukrainischen.
+++ 09:31 Baby bei Drohnenangriff auf Region Moskau getötet +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der Region Moskau ist nach Angaben der Behörden ein sechs Monate altes Baby ums Leben gekommen. Trümmerteile einer Drohne seien auf ein Wohnhaus gestürzt, teilt der Gouverneur der russischen Hauptstadt-Region, Andrej Worobjow, über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Das Baby sei zusammen mit einem weiteren Kind und zwei anderen Überlebenden aus dem Gebäude gerettet worden, jedoch auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben. In der russischen Grenzregion Belgorod kam zudem in der Nacht zu Dienstag ein Mann bei einem ukrainischen Drohnenangriff ums Leben, wie die dortigen Behörden mitteilen.
+++ 08:47 Selenskyj: Russland hat Frist für Einnahme von Donezk-Region bereits 15 Mal verschoben +++
Seit Beginn ihres Angriffkrieges hat Russland die Fristen für die Einnahme der Region Donezk bereits 15 Mal verschoben, wie die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform mit Verweis auf den Präsidenten Wolodymyr Selenskyj berichtet. Sollte der Krieg andauern, werde Russland seine Pläne erneut verschieben müssen, so Selenskyj. "Eine Tatsache allein reicht aus: Seit Beginn des umfassenden Krieges wurden der russischen Armee 15 verschiedene Fristen für die Eroberung unserer Region Donezk gesetzt", sagt Selenskyj. "Die politische Führung Russlands ist ständig vom Donbass besessen. Sie hat sich bereits 15 Mal dieser Illusion hingegeben - als ob sie den Donbass vollständig erobern könnte." Selenskyj ergänzt: "Wenn Putin bereit ist, eine weitere Million seiner Soldaten zu opfern, um weiter gegen diese Mauer zu kämpfen, dann sollten die eine Million Russen, die noch nicht zur russischen Armee einberufen wurden und in den Schlangen vor den Tankstellen stehen, darüber nachdenken, was ihnen bevorsteht."
+++ 07:52 Russland: Mehr als 400 ukrainische Drohnen abgeschossen +++
Die russische Luftabwehr hat in der Nacht zum Dienstag nach Angaben der Behörden landesweit mehr als 400 ukrainische Drohnen abgeschossen. Die Luftabwehrsysteme hätten im ganzen Land "419 ukrainische Festflügeldrohnen abgefangen und zerstört", teilt das russische Verteidigungsministerium auf der staatlichen Online-Plattform Max mit. Ob Menschen verletzt wurden oder Schäden entstanden, wird bislang nicht mitgeteilt. Der Bürgermeister von Moskau, Sergej Sobjanin, hatte zuvor erklärt, dass die Luftabwehr in der Nacht 50 auf die Hauptstadt zusteuernde "feindliche Drohnen" abgeschossen habe. Die Helfer der Rettungsdienste waren ihm zufolge an den Orten im Einsatz, an denen die Trümmer niedergingen.
+++ 07:03 Pistorius besucht Deutsch-Niederländisches Korps in Estland +++
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius besucht am heutigen Dienstag das Deutsch-Niederländische Korps in Estland. Anlass ist die Übernahme einer Führungsrolle in der Nato-Verteidigungsplanung für Estland und Lettland durch das Korps. Es führt künftig als taktisches Hauptquartier Nato-Truppenteile und nationale Landstreitkräfte, die in den beiden baltischen Staaten stationiert sind. Durch die neue Rolle des deutsch-niederländischen Korps entsteht das zweite taktische Hauptquartier in der Region - neben dem bereits bestehenden Multinationalen Korps Nordost mit Sitz im polnischen Stettin (Szczecin). Deutschland und die Niederlande demonstrieren mit diesem Schritt nach den Worten des Bundesverteidigungsministers, "ihre Bereitschaft und Fähigkeit, Verantwortung für die Abschreckung und die Verteidigung der Nato-Ostflanke zu übernehmen".
+++ 06:24 Greenpeace: Schattenflotte fährt näher an Deutschland vorbei +++
Nach Angaben von Greenpeace sind mutmaßliche Schiffe der russischen Schattenflotte zuletzt dichter an der deutschen Ostseeküste entlanggefahren. Laut Auswertungen der Umweltschutzorganisation hielten die Schiffe in den zurückliegenden Monaten verstärkt Abstand von der schwedischen Küste. Schweden war zuletzt verstärkt gegen mutmaßliche Schattenflotten-Tanker vorgegangen und hatte Schiffe gestoppt. Der Analyse zufolge wählten zwischen dem 6. März und dem 16. Juni 42 von insgesamt 136 Tankern, die Greenpeace der Schattenflotte zurechnet, eine längere Route nahe Rügen entlang der deutschen Küste. Im gleichen Vorjahreszeitraum sei es kein einziger gewesen.
+++ 05:36 Bürgermeister: Dutzende ukrainische Drohnen mit Ziel Moskau abgeschossen +++
Die russische Luftabwehr hat in der Nacht zum Dienstag nach Angaben der Behörden dutzende ukrainische Drohnen mit Ziel Moskau abgefangen. "Sechs feindliche Drohnen, die in Richtung Moskau unterwegs waren, wurden von den Luftverteidigungskräften des Verteidigungsministeriums abgeschossen", schreibt der Bürgermeister von Moskau, Sergej Sobjanin, auf der staatlichen Online-Plattform Max. Er nennt eine Gesamtzahl von 46 abgefangenen ukrainischen Drohnen. Die Helfer der Rettungsdienste seien an den Orten im Einsatz, an denen die Trümmer niedergegangen seien, erklärt Sobjanin weiter.
+++ 04:42 UN: Belarus hat höchste Zahl politischer Gefangener pro Kopf weltweit +++
Trotz der in den vergangenen Monaten erfolgten Freilassungen politischer Häftlinge in Belarus hat sich die Menschenrechtslage dort nach Ansicht von UN-Sonderberichterstatter Nils Muiznieks nicht grundlegend verbessert. "Belarus hat wahrscheinlich die höchste Zahl politischer Gefangener pro Kopf weltweit", sagt Muiznieks in Genf, wo er seinen Bericht über die Lage in dem Neun-Millionen-Einwohnerland dem UN-Menschenrechtsrat vorstellte. Laut Informationen von UN-Organisationen gibt es 852 politische Gefangene in Belarus - doch "die tatsächliche Zahl ist mit Sicherheit viel höher, da die Gesetzgebung so weit gefasst ist", dass sie die Verfolgung einer sehr großen Zahl von Menschen ermögliche.
+++ 03:22 Russische Besatzer melden Tote nach ukrainischen Drohnenangriffen im Donezker Gebiet +++
Im russisch besetzten Teil der Ostukraine sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen durch ukrainische Drohnenangriffe getötet worden. Bei dem Angriff auf Starobeschewe seien zwei weitere Zivilisten verletzt worden, teilt der von Moskau eingesetzte Chef des Donezker Gebiets, Denis Puschilin, bei Telegram mit. Die Siedlung Starobeschewe ist etwas mehr als 90 Kilometer von der russisch-ukrainischen Frontlinie entfernt. Infolge von Drohnenattacken an anderen Orten der Region seien zudem mindestens elf Menschen verletzt worden. Diese Informationen sind nicht unabhängig überprüfbar.
+++ 01:46 Hilfe für die Ukraine: Wadephul sieht USA auf Seite der Europäer +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul betont nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio Gemeinsamkeiten in der Haltung zur Ukraine. "Wir unterstützen die Ukraine, die USA tun das auch nach wie vor", sagt Wadephul in Washington. Die Militärhilfe komme allerdings inzwischen zu 98 Prozent von den Europäern und Kanada. Die USA stellten zwar weiterhin militärisches Material zur Verfügung, es werde aber von den Partnern wie vereinbart für Kiew erworben, erklärt Wadephul. Vom Nato-Gipfel in der Türkei in der kommenden Woche erwarte er ein Signal, dass die Verbündeten in der Lage seien, diese Unterstützung "dauerhaft weiterzufinanzieren". Rubios Sprecher Tommy Pigott erklärt nach dem Treffen, die USA und Deutschland hätten ihre "unerschütterliche Unterstützung für einen dauerhaften Frieden zwischen Russland und der Ukraine" betont.
+++ 00:48 Frankreich setzt gestoppten russischen Tanker fest +++
Die französische Justiz ordnet das Festhalten eines Öltankers an, der mutmaßlich zur russischen Schattenflotte zur Umgehung westlicher Sanktionen gehört. Der Kapitän sei aus Polizeigewahrsam freigelassen worden, teilt die Staatsanwaltschaft in Marseille mit. Der Tanker war am 23. Juni vor Sizilien gestoppt worden. Er kam aus dem russischen Primorsk, trägt die Flagge Kameruns und wird von französischen Behörden verdächtigt, eine falsche Flagge zu nutzen. Er liegt mit 25 Besatzungsmitgliedern vor Marseille vor Anker.
+++ 23:50 Zahl der Kriegsdienstverweigerungen so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr +++
Nach der Einführung des neuen Wehrdienstes ist es zu einem deutlichen Anstieg vorsorglicher Kriegsdienstverweigerungen gekommen, um bei einem Spannungs- und Verteidigungsfall keinen Dienst an der Waffe leisten zu müssen. Bis Ende Mai wurden bereits 2667 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung im Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben rechtskräftig anerkannt, wie eine Sprecherin auf Anfrage der "Süddeutschen Zeitung" mitteilt. Damit dürfte die Zahl in diesem Jahr auf den höchsten Stand seit 2011 steigen.
+++ 22:52 Kiew und Kopenhagen planen Drohnen-Kooperation +++
Dänemark und die Ukraine arbeiten an einem Drohnen-Abkommen, berichtet Kyiv Independent. Präsident Wolodymyr Selenskyj berät dazu in Kiew mit dem dänischen Verteidigungsminister Jeppe Bruus. Kopenhagen hilft Kiew seit 2022 mit Militärhilfe von bisher rund 9,7 Milliarden Euro (rund 10,6 Milliarden US-Dollar) sowie mit ziviler Unterstützung in Höhe von 1,1 Milliarden Euro (rund 1,2 Milliarden US-Dollar).
+++ 22:13 Ukraine meldet Zerstörung neuer russischer Abfangdrohne +++
Das ukrainische Militär hat offenbar erstmals eine neue russische Abfangdrohne mittels einer Abfangdrohne abgeschossen. Das teilt das ukrainische Rüstungsunternehmen General Cherry bei Facebook mit. Die sogenannte Sokol-I ist eine der neuesten russischen Entwicklungen im Bereich der Abfangdrohnen und wurde Berichten zufolge erst vor einem Monat offiziell vorgestellt. Russischen Medien zufolge erreicht die Sokol-I eine Höchstgeschwindigkeit von 150 Kilometern pro Stunde und kann in Höhen von bis zu 5000 Metern operieren.
+++ 21:36 Selenskyj will "Realität des Krieges" nach Russland holen +++
Russland setzt seinen "offenkundig terroristischen Krieg" fort, beklagt Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache. Doch die Ukraine werde sich wehren. "Wir holen die Realität des Krieges nach Russland zurück und machen es so schwierig wie möglich, die Besetzung unseres Landes fortzusetzen", droht Selenskyj in Richtung Kreml. Die Benzinknappheit in Russland sei demnach eine Folge des Krieges und der Fernangriffe der Ukraine.
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