Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 20:13 Selenskyj ordert weitere Strom-Reparaturtrupps aus dem ganzen Land nach Kiew +++

18.01.2026, 00:01 Uhr

Fast 58.000 Menschen arbeiten "rund um die Uhr" in Reparaturtrupps an Stromnetzen, in Kraftwerken und am Fernwärmenetz, verspricht Selenskyj bei Telegram. In der Region Kiew, insbesondere im nördlichen Teil und im Bezirk Boryspil, sei die Lage besonders schwierig. Daher wolle Selenskyj weitere 50 Reparaturtrupps aus dem ganzen Land in die Hauptstadt holen.

+++ 19:26 Selenskyj will Russlands Kriegskosten "unerschwinglich" machen +++

Beim heutigen Online-Meeting der "Koalition der Willigen" fordert Selenskyj von den Verbündeten eine "Verschärfung des Sanktionsdrucks auf Russland", damit die Kosten des Krieges "unerschwinglich werden". Die Verbündeten müssten zudem die Zusammenarbeit vertiefen, um die "verteidigungsindustrielle Kapazität und die militärischen Fähigkeiten in ganz Europa zu stärken".

+++ 18:27 Polen verteilt wegen Russland-Spannungen vorsorglich Sicherheitshandbücher +++

Angesichts wachsender Spannungen mit Russland setzt die polnische Regierung verstärkt auf zivile Vorsorge. Aktuell werden landesweit 17 Millionen Sicherheitshandbücher an Haushalte für den Notfall verteilt. Die Broschüren - erhältlich auf Polnisch, Englisch und Ukrainisch - enthalten unter anderem Anweisungen zum Verhalten bei Luftangriffen sowie bei chemischen oder nuklearen Gefahrenszenarien.

PolenSicherheitshandbuch
Die Broschüre erklärt unter anderem, wie sich Menschen bei einem Luftangriff verhalten sollen. (Foto: gov.pl)

+++ 17:57 Selenskyj spricht bei Online-Meeting mit Verbündeten von "Terror" gegen Zivilbevölkerung +++

Moskau setze seinen "Terror" gegen Zivilisten in der Ukraine fort, was die russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur zeigten, beklagt Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem Online-Treffen der "Koalition der Willigen". An der Gesprächsrunde nehmen Vertreter Frankreichs, Großbritanniens, der Nato und der EU teil. Laut Kyiv Independent habe Selenskyj den Teilnehmern gesagt, dass Russland keinerlei Bereitschaft zeige, den Krieg zu beenden. Jedes Friedensabkommen müsse daher durch verbindliche Sicherheitsgarantien untermauert werden.

+++ 17:01 Selenskyj zählt diese Woche mehr als 1300 Drohnenangriffe in der Ukraine +++

Insgesamt seien im Laufe dieser Woche mehr als 1300 Kampfdrohnen, rund 1050 gelenkte Fliegerbomben und 29 Raketen verschiedener Typen gegen die Ukraine eingesetzt worden, resümiert Präsident Selenskyj bei Telegram. Sollte Russland den diplomatischen Prozess "absichtlich verzögern", müsse die internationale Gemeinschaft "entschieden reagieren", beispielsweise mit einer besseren Luftabwehr, fordert Selenskyj.

+++ 15:55 Kiew bekommt nach Angriffswelle aufs Stromnetz Generatoren aus Polen +++

Die Spendenplattform "Wärme aus Polen für Kiew" hat bereits mehr als 1,4 Millionen polnische Zloty - umgerechnet rund 331.500 Euro - für den Kauf von Generatoren für Kiew gesammelt. "Die Resonanz der Polen hat unsere Erwartungen übertroffen", sagen die Organisatoren. Die Energielage in der Ukraine hat sich nach wiederholten russischen Angriffen auf die Strominfrastruktur zuletzt verschärft.

+++ 15:28 Kadyrow-Sohn Adam nach Autounfall weiter im Krankenhaus +++

Adam Kadyrow, Sohn von Ramsan Kadyrow, befindet sich laut Medienberichten weiter im Krankenhaus. Der 18-Jährige wurde bei einem Autounfall in Grosny lebensgefährlich verletzt. Er ist der Sohn von Ramsan Kadyrow, Machthaber der russischen Teilrepublik Tschetschenien. Dieser ist einer der engsten Verbündeten von Wladimir Putin im Krieg gegen die Ukraine.

+++ 14:29 Italien stoppt Schiff wegen mutmaßlicher Sanktionsverletzungen +++

Die italienische Finanzpolizei hat ein Schiff gestoppt, das aus russischen Hoheitsgewässern des Schwarzen Meeres kam. Es besteht der Verdacht, dass die Ladung gegen EU-Sanktionen verstößt, schreibt Kyiv Independent. Das verdächtige Schiff hat 33.000 Tonnen Eisenmetall geladen. Nach Angaben der italienischen Strafverfolgungsbehörden decken Inspektionen "schwerwiegende Unregelmäßigkeiten" in der Borddokumentation des Schiffes auf. Das Schiff versuche zudem, Tracking-Systeme zu umgehen.

+++ 13:53 Sanchez: Putin wäre bei US-Invasion in Grönland "glücklichster Mann" +++

Eine US-Invasion in Grönland würde nach den Worten des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez den russischen Präsidenten Wladimir Putin "zum glücklichsten Mann der Welt machen". "Warum? Weil sie seinen versuchten Einmarsch in die Ukraine legitimieren würde", sagte Sanchez der Zeitung "La Vanguardia". Jede militärische Aktion der USA gegen die Insel würde der Nato schaden. "Sollten die Vereinigten Staaten Gewalt anwenden, wäre das der Todesstoß für die Nato - Putin wäre doppelt erfreut", meint Sanchez.

+++ 12:52 Russland unterstellt Ukraine Angriff auf eigene Stromversorgung +++

Russland behauptet, nach Angriffen der ukrainischen Streitkräfte auf die besetzten Gebiete im Süden der Ukraine seien mehr als 200.000 Haushalte ohne Strom. Wegen eines "feindlichen Angriffs" auf die Energieinfrastruktur sei in weiten Teilen der Region Saporischschja der Strom ausgefallen, erklärt der von Russland eingesetzte Regionalgouverneur Jewgeni Balizki bei Telegram. Mehr als 380 Ortschaften seien ohne Strom.

+++ 12:07 Video-Statements sollen zeigen, dass russische Soldaten nicht freiwillig kämpfen +++

Der im Exil lebende prominente Kremlgegner Michail Chodorkowski berichtet bei X von einem "verzweifelten Trend" in Russland: Einberufene junge Männer sollen per Video festgehalten haben, dass sie den Kriegsdienst verweigern. Dies solle beweisen, dass ihre Unterschriften gefälscht oder erzwungen werden.

+++ 11:02 Selenskyj meldet Tote und Dutzende Verletzte +++

Bei neuen russischen Luftangriffen sind in der Ukraine nach Angaben von Präsident Selenskyj Dutzende Menschen verletzt und mindestens zwei getötet worden. "Mein Beileid gilt ihren Familien und Angehörigen", teilte der Staatschef in den sozialen Netzwerken mit. Russland habe erneut mehr als 200 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt. Betroffen seien die Gebiete Sumy, Charkiw, Dnipropetrowsk, Saporischschja, Chmelnyzkyj und Odessa. Selenskyj fordert erneut mehr Hilfe von den Verbündeten.

+++ 10:01 Partisanen beanspruchen Sabotage russischer Stromversorgung für sich +++

Die proukrainische Partisanengruppe Atesh hat nach eigenen Angaben ein Umspannwerk in der russischen Region Brjansk sabotiert. Dadurch sei die Stromversorgung des Bahnhofs Polpinskaya unterbrochen, über den Ausrüstung und Munition an die Front geliefert werden, zitiert Kyiv Independent. Von den Stromausfällen seien zudem unter anderem Kraftstofflager betroffen.

+++ 09:09 Ukraine beklagt neuen Angriff auf Energieinfrastruktur +++

Nach Angaben der ukrainischen Katastrophenschutzbehörde hat Russland in der Region Odessa erneut Energieinfrastruktur angegriffen. Es kam zu einem Brand, wie die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet. Schäden entstanden demnach an Gebäuden und Fahrzeugen.

+++ 08:06 Bundeswehr stockt Ausbildungsplätze deutlich auf +++

Vor dem Start des neuen Wehrdiensts hat die Bundeswehr die Zahl der Plätze für die militärische Grundausbildung auf 35.000 bis 40.000 erhöht. "Das ist eine deutliche Zunahme gegenüber den letzten Jahren", sagt der Personalchef der Streitkräfte, Generalleutnant Robert Sieger. Die Ausbildungsplätze sind aber nicht nur für die mindestens 20.000 jungen Männer und Frauen, die in diesem Jahr für den neuen Wehrdienst angeworben werden sollen. Auch mehr künftige Fach- und Führungskräfte werden die Grundausbildung durchlaufen.

+++ 07:04 Medienprojekt zählt rund 163.600 bestätigte russische Gefallene +++

Auf Basis verifizierter, öffentlich zugänglicher Quellen kommt das oppositionelle russische Portal Mediazona auf bisher 163.606 bestätigte Todesfälle russischer Militärangehöriger im Krieg gegen die Ukraine. Das Portal arbeitet bei der Recherche mit dem russischen Dienst der BBC und Freiwilligen zusammen. Die tatsächliche Zahl russischer Gefallener dürfte weit über den bestätigten Fällen liegen, Mediazona schätzt diese auf insgesamt rund 219.000.

+++ 06:09 Kiesewetter will durch mehr Militärhilfe Dänemark entlasten +++

Der CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter sieht einen entscheidenden Zusammenhang zwischen dem Streit um Grönland und dem Ukraine-Krieg. Deutschland müsse "endlich einen wesentlich höheren Beitrag für die militärische Unterstützung der Ukraine leisten, damit Dänemark als gemessen am BIP einer der stärksten Unterstützer der Ukraine entlastet" werde, sagte er dem "Münchner Merkur".

+++ 04:39 Luftangriff auf Wohngebiet: Vier Verletzte in Sumy +++

Bei Luftangriffen auf eine Wohngegend in der nordöstlichen Region Sumy haben die russischen Streitkräfte nach Angaben von Rettungskräften drei Frauen und ein siebenjähriges Kind verletzt. Eine vorläufige Prüfung ergab Schäden an 15 Wohngebäuden. In der südukrainischen Region Odessa gab es nach Angaben der Behörden im Bezirk Ismail erneut einen russischen Angriff auf kritische Infrastruktur. Verletzt wurde dabei nach ersten Erkenntnissen niemand.

+++ 03:05 20-Jährige bei Drohnenangriff in Charkiw getötet +++

Bei einem Drohnenangriff auf Charkiw haben die russischen Streitkräfte eine junge Frau getötet. Eine Drohne habe ein Wohnhaus getroffen und einen Brand ausgelöst, teilen die Behörden mit. Zwei weitere Personen seien verletzt worden. Eine 20-Jährige sei gestorben.

+++ 23:52 Abgestürzte russische Drohne in Moldau entdeckt +++

Auf dem Gebiet von Moldau ist eine mutmaßlich abgestürzte russische Gerbera-Drohne entdeckt worden. Das Außenministerium reagiert empört und verurteilte das Eindringen in den moldauischen Luftraum und den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Dieser gefährde "auch die Sicherheit unserer Bürger", hieß es in einer Stellungnahme. Am Nachmittag hatte ein Jäger die 2,5 Meter lange Drohne russischer Bauart am Ufer eines Sees in der zentral gelegenen Region Teleneşti gefunden. Es ist nicht die erste russische Luftraumverletzung in dem Nachbarland der Ukraine. Im November wurden gleich sechs Drohnen auf einmal gesichtet, eine stürzte auf das Dach eines Wirtschaftsgebäudes auf dem Land. Moldau verfügt über keine funktionierende Luftabwehr und kann die Flugkörper daher nicht abschießen.

+++ 22:13 Region Cherson nach Drohnenangriffen teils ohne Strom +++

Nach dem Drohnenangriff in der Region Saporischschja ist laut Angaben der russischen Besatzer auch ein nahe liegendes Gebiet rund um Cherson von den Stromausfällen betroffen. Hunderte Siedlungen seien ohne Elektrizität, teilt der vom Kreml eingesetzte Gouverneur Wladimir Saldo mit.

+++ 21:13 Stromausfall in Region Saporischschja nach Drohnenangriffen +++

In dem von russischen Truppen besetzten Teil der südostukrainischen Region Saporischschja ist es nach Angaben der Besatzer wegen ukrainischer Drohnenangriffe zu Stromausfällen gekommen. Das betreffe einen "bedeutenden Teil des Gebiets Saporischschja", schreibt der von Moskau eingesetzte Gouverneur, Jewgeni Balizki, bei Telegram. Generatoren würden wichtige Objekte wie Krankenhäuser versorgen und die Wasserversorgung gewährleisten. Balizki droht mit Strafen, sollten Aufnahmen vom Einsatz der Flugabwehr öffentlich werden.

+++ 20:23 Ausländische Botschaften bleiben trotz Schäden an Energieinfrastruktur in Kiew +++

Die ausländischen Botschaften in Kiew wollen trotz zunehmender Stromausfälle, Schäden an der Energieinfrastruktur und Vorhersagen extremer Kälte ihre Mitarbeiter nicht evakuieren, zeigt eine Umfrage von Kyiv Independent. Kiew beherbergt die größte Anzahl ausländischer diplomatischer Vertretungen in der Ukraine, etwa 80 Botschaften sind in der Hauptstadt ansässig. Nach Kriegsausbruch verließen 2022 fast alle ausländischen Botschaften Kiew aus Sicherheitsgründen. Später kehrten die meisten diplomatischen Vertretungen in die Hauptstadt zurück und nahmen ihre Arbeit wieder auf. Vier Jahre später sind viele Botschaften weiter in Kiew tätig. Einige würden laut dem Medienbericht sogar bei einer weiteren Verschlechterung der Lage vor Ort bleiben.

+++ 19:15 Ukrainischer Militärgeheimdienst fürchtet Angriffe auf AKW-Infrastruktur +++

Moskau plant offenbar Angriffe auf Umspannwerke, die mit den drei aktiven Atomkraftwerken in der West- und Südukraine verbunden sind, um das Land vollständig vom Wärme- und Stromnetz abzuschneiden, warnt der ukrainische Militärgeheimdienst. Russlands Strategie bestehe darin, "die Ukraine zu inakzeptablen Kapitulationsforderungen zu zwingen, um den Krieg zu beenden".

+++ 18:26 Ukraine sanktioniert russische Sportler vor Olympischen Winterspielen +++

Wolodymyr Selenskyj plant neue Sanktionen gegen Personen und Organisationen mit Verbindungen zum russischen Sport. Die Betroffenen würden "Sportstätten nutzen, um anti-ukrainische Narrative und russische Propaganda zu verbreiten", beklagt Selenskyj. Die Sanktionen kommen weniger als einen Monat vor den Olympischen Winterspielen 2026, die am 6. Februar in Mailand beginnen. Während die russische Nationalmannschaft von den Spielen ausgeschlossen ist, dürfen russische Athleten als sogenannte "neutrale Athleten" in Einzelwettbewerben antreten.

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