Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 06:13 Trump kündigt Gespräche zwischen Israel und dem Libanon an +++

16.04.2026, 00:01 Uhr

Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wird es am heutigen Donnerstag Gespräche zwischen Israel und dem Libanon geben. Am Mittwochabend (Ortszeit) sagte Trump, es sei lange her, dass die Staats- und Regierungschefs beider Länder miteinander gesprochen hätten, etwa 34 Jahre. "Das wird morgen geschehen." Man versuche, Israel und dem Libanon eine kleine Atempause zu verschaffen.

+++ 05:25 Verdi pocht angesichts hoher Ölpreise auf größeres Entlastungspaket +++

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Werneke, hält eine stärkere Entlastung der Bürger angesichts hoher Spritpreise für erforderlich. Die geplante Senkung der Energiesteuer sei unzureichend. "Wenn die Kraftstoffpreise weiter so hoch bleiben wie jetzt, brauchen wir eine Lösung, die über eine auf zwei Monate begrenzte geringfügige Steuersenkung beim Tanken hinausgeht", sagte er dem Magazin "Politico".

+++ 04:50 Trotz Iran-Konflikt: Bundesregierung genehmigt Rüstungsexporte nach Israel +++

Die Bundesregierung hat auch in den ersten Wochen des Iran-Krieges Rüstungsexporte nach Israel genehmigt - allerdings in verhältnismäßig geringem Umfang. Vom 28. Februar, dem Tag des Angriffs israelischer und US-amerikanischer Streitkräfte auf den Iran, bis zum 27. März gab die schwarz-rote Regierung grünes Licht für Ausfuhren im Wert von 6,6 Millionen Euro, wie aus Antworten des Bundeswirtschaftsministeriums auf mehrere Anfragen des Linken-Abgeordneten Ulrich Thoden hervorgeht.

+++ 03:57 China drängt Iran zur Öffnung der Straße von Hormus +++

Der chinesische Außenminister Wang Yi hat den Iran aufgefordert, die reguläre Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederherzustellen. Wang habe mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araqchi telefoniert, teilte das chinesische Außenministerium mit. Zwar müssten die Souveränität und die Sicherheit des Irans in der Meerenge respektiert werden, sagte Wang demnach. Jedoch müsse auch die Freiheit und Sicherheit der Schifffahrt auf dem Wasserweg gewährleistet sein. China unterstütze die Einhaltung des Waffenstillstands und die Fortführung der Verhandlungen. 

+++ 03:19 Australien erhöht Verteidigungsausgaben auf drei Prozent des BIP +++

Australien will seine Verteidigungsausgaben deutlich erhöhen. Bis 2033 sollen sie auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigen, wie die Regierung in Canberra mitteilt. Die bisherigen Planungen sahen vor, die Militärausgaben bis dahin auf 2,3 Prozent des BIP anzuheben. Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund der Forderungen von US-Präsident Donald Trump an die Verbündeten der Vereinigten Staaten, mehr Geld in ihre Verteidigung zu investieren. "Heute sind mehr Länder in Konflikte verwickelt als jemals zuvor seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs", warnt Verteidigungsminister Richard Marles.

+++ 02:21 Elf Staaten fordern von USA und Israel vollständige Nahost-Waffenruhe +++

Die Finanzminister aus fast einem Dutzend Ländern haben die USA, Israel und den Iran zu einer vollständigen Umsetzung der Waffenruhe im Nahen Osten aufgefordert. In einer gemeinsamen Erklärung warnten sie, der Konflikt werde die Weltwirtschaft und die Kapitalmärkte auch dann noch belasten, wenn er bald beigelegt werde. Unterzeichner sind Australien, Neuseeland, Japan, Schweden, die Niederlande, Finnland, Spanien, Norwegen, Irland, Polen sowie Großbritannien. Der Krieg habe zu inakzeptablen Verlusten an Menschenleben geführt. "Erneute Feindseligkeiten, eine Ausweitung des Konflikts oder eine anhaltende Störung in der Straße von Hormus würden ernsthafte zusätzliche Risiken für die globale Energiesicherheit, die Lieferketten sowie die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität darstellen", hieß es weiter. Selbst bei einer dauerhaften Lösung des Konflikts würden die Auswirkungen auf Wachstum, Inflation und Märkte anhalten.

+++ 01:07 UN geben zehn Millionen Euro für Iran-Notfallhilfe frei +++

Die Vereinten Nationen (UN) stellen Notfallhilfe für die vom Krieg betroffene Bevölkerung im Iran bereit. Er habe umgerechnet gut zehn Millionen Euro aus dem Globalen Notfallfonds der UN zugeteilt, erklärt Nothilfekoordinator Tom Fletcher. Tausende Zivilisten seien getötet, Infrastruktur zerstört und lebenswichtige Dienste unterbrochen worden. "Diese Finanzierung wird unseren Partnern helfen, lebensrettende Hilfe im großen Maßstab zu leisten", sagt er.

+++ 00:29 Fed: Iran-Krieg sorgt für Unsicherheit in US-Wirtschaft +++

Die US-Konjunktur ist zuletzt gewachsen, während die Beschäftigung stabil blieb. Dies geht aus dem Bericht der US-Zentralbank Federal Reserve hervor. In diesem im Fachjargon als "Beige Book" bekannten Dokument heißt es weiter, der Iran-Krieg und der damit verbundene Anstieg der Energiepreise hätten spürbare Auswirkungen auf die Wirtschaft. Der Konflikt sei eine Hauptursache für Unsicherheit, die Personalentscheidungen, Preisgestaltung und Investitionen erschwere. Viele Unternehmen nähmen daher eine abwartende Haltung ein. Der Preisanstieg sei insgesamt moderat geblieben, jedoch habe sich der Kostendruck über den Energiesektor hinaus ausgeweitet.

+++ 23:35 Spahn warnt vor Fluchtbewegung aus Iran +++

Angesichts einer drohenden weiteren Eskalation im Nahen Osten warnt Unionsfraktionschef Jens Spahn vor neuerlichen Fluchtbewegungen aus der Region. "Ich werbe dafür, dass wir in Europa verschiedene Szenarien durchspielen", sagt Spahn T-Online mit Blick auf den Krieg im Iran. "Was ist, wenn sich nach dem Fall des Regimes die Revolutionsgardisten aus dem Iran aufmachen würden? Da muss klar sein: Ihr werdet nicht nach Europa gelassen." Für diesen Fall müssten unter anderem Drittstaatenabkommen vorangetrieben werden. "Und es ist ja nicht nur der Iran, es ist auch der Libanon", so Spahn. "Wir müssen uns fragen: Was können wir tun, damit es zu irregulären Migrationsbewegungen nach Europa gar nicht erst kommt. Noch so eine Welle wie 2015 hält Deutschland nicht aus, politisch nicht und faktisch nicht."

+++ 22:15 Netanjahu: USA und Israel verfolgen beim Iran "identische Ziele" +++

Israel und die USA verfolgen gegenüber dem Iran aus Sicht des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu dieselben Ziele. "Unsere amerikanischen Freunde halten uns permanent über ihre Kontakte zum Iran auf dem Laufenden", sagt Netanjahu. "Die Ziele der Vereinigten Staaten und unsere eigenen sind identisch." "Wir wollen, dass angereichertes Material aus dem Iran entfernt wird; wir wollen die Beseitigung der Anreicherungsfähigkeit innerhalb des Iran; und natürlich wollen wir die Öffnung der Meerenge (von Hormus) sehen".

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