Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 07:00 Bericht: Russland setzte bei Angriff auf Charkiw mit elf Toten eine neue Rakete ein +++

08.03.2026, 00:01 Uhr

Bei dem tödlichen Angriff auf ein Wohnhaus in Charkiw mit elf Toten soll Russland einen neuen Raketentyp eingesetzt haben. Wie die "Kyiv Post" berichtet, deuten vorläufige Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft der Region Charkiw darauf hin, dass die russischen Streitkräfte bei dem Angriff auf das Gebäude eine bislang weitgehend unbekannte Rakete namens Izdeliye 30 abfeuerten. Dem Bericht zufolge handelt es sich dabei um eine Langstrecken-Marschflugrakete, die kürzlich vom ukrainischen Militärgeheimdienst (HUR) als Teil des wachsenden Raketenarsenals Russlands identifiziert worden sei. Nach Einschätzung des HUR hat die Rakete eine Spannweite von etwa drei Metern, trägt einen Sprengkopf mit einem Gewicht von rund 800 Kilogramm und hat eine Reichweite von mindestens 1500 Kilometern, wodurch sie Ziele in der gesamten Ukraine erreichen könne. Den Angaben zufolge erreicht sie eine Geschwindigkeit von bis 720 Kilometern pro Stunde und fliegt auf einer tiefen Flughöhe von 200 bis 2000 Metern. Dadurch sollen solche Raketen gegnerischen Radaren und Flugabwehrsystemen entgehen. In der Nacht zu Samstag hatte laut Bericht eine Rakete dieses Typs beim Einschlag in ein Wohnhaus in Charkiw elf Menschen getötet. Unter den Toten waren nach Behördenangaben auch eine Lehrerin und ihr Sohn sowie eine weitere Frau und ihre 13 Jahre alte Tochter. 16 Menschen seien verletzt worden.

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Feuerwehrleute löschen das Feuer in den Ruinen eines Wohnhauses nach dem russischen Raketenangriff in Charkiw. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 06:15 Selenskyj kritisiert fehlende Fortschritte bei Ukraine-Hilfe der EU +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat der Europäischen Union vorgeworfen, dass sie keine Fortschritte beim 20. Sanktionspaket gegen Russland und beim 90-Milliarden-Euro-Hilfspaket für die Ukraine erzielt habe. In einer Videobotschaft stellte Selenskyj auch einen Zusammenhang zum Iran-Krieg her: "Es gibt immer noch keine Fortschritte beim 20. Sanktionspaket der Europäischen Union gegen Russland wegen dieses Krieges. Auch beim 90-Milliarden-Euro-Hilfspaket für die Ukraine gibt es keine Bewegung, obwohl Europa anerkennt, dass es für uns lebenswichtig ist." Selenskyj erklärte, dass er seine Positionen zu diesen Themen am Samstag in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron abgestimmt habe. "Tatsächlich wird die gesamte kommende Woche der gemeinsamen Arbeit mit den Europäern gewidmet sein, um sicherzustellen, dass die zum Schutz der Ukraine erforderlichen Entscheidungen auch tatsächlich umgesetzt werden", sagte er. Die EU-Kommission hatte Anfang Februar ein 20. Sanktionspaket gegen Russland vorgeschlagen, das unter anderem ein "umfassendes Verbot maritimer Dienstleistungen" für Tanker mit russischem Rohöl an Bord vorsieht. Das Paket sollte rechtzeitig zum vierten Jahrestag des russischen Kriegsbeginns in der Ukraine verabschiedet werden, doch wegen der Blockade durch Ungarn gibt es weiterhin keine Einigung.

+++ 05:12 Raketenangriff auf Energieinfrastruktur in Belgorod +++

Die ukrainische Armee hat einen großangelegten Raketenangriff auf Belgorod durchgeführt, erklärt der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, bei Telegram. Anlagen der Energieinfrastruktur seien laut der russischen Nachrichtenagentur Tass dabei schwer beschädigt worden.

+++ 02:23 Russland meldet lebenslange Haft für 70 ukrainische Kämpfer +++

Russland meldet die lebenslange Verurteilung von über 70 ukrainischen Kämpfern, wie die russische Nachrichtenagentur Tass berichtet. Laut Alexander Bastrykin, Chef des russischen Ermittlungskomitees, werde ihnen die Tötung von Zivilisten vorgeworfen - eine Darstellung, die sich bisher nicht unabhängig verifizieren lässt.

+++ 01:14 Selenskyj: Habe Saudi-Arabien Hilfe bei Drohnen-Abwehr angeboten +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, er habe mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman über die Lage im Iran und im Nahen Osten gesprochen. Dabei habe er sein Angebot bekräftigt, bei der Bekämpfung iranischer Drohnen zu helfen. Die Ukraine kämpfe seit Jahren gegen vom Iran entwickelte Drohnen des Typs Shahed. Jeder wisse, dass kein anderes Land der Welt über solche Erfahrungen damit verfüge wie die Ukraine, betonte er. "Wir sind bereit zu helfen und erwarten, dass auch unser Volk die notwendige Unterstützung erhält", sagt Selenskyj mit Blick auf den Krieg in der Ukraine.

+++ 23:25 Ölterminal in Südrussland nach Drohnenangriff in Brand +++

Nach einem Drohnenangriff ist örtlichen Behörden zufolge in einem Ölterminal in der südrussischen Region Krasnodar ein Feuer ausgebrochen. Die Einsatzzentrale der Region schreibt auf Telegram, 91 Feuerwehrleute würden den Brand in Armavir bekämpfen. Es gebe keine Verletzten.

+++ 22:06 Selenskyj tauscht sich mit saudischem Kronprinz aus +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich nach eigenen Angaben mit dem saudischen Kronprinz Mohammed bin Salman ausgetauscht. Es sei um die Situation im Nahen Osten gegangen, so Selenskyj in einem Beitrag auf X. In diesem unterstreicht er die ukrainischen Fähigkeiten bei der Bekämpfung iranischer Drohnen. "Wir sind bereit zu helfen und gehen davon aus, dass unsere Leute auch die Unterstützung erhalten werden, die sie benötigen", so Selenskyj.

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