Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 20:41 US-Regierungsvertreter: Chancen für Abkommen mit Teheran bei "80 bis 85 Prozent" +++

12.06.2026, 00:01 Uhr

Die USA gehen nach Angaben eines Regierungsvertreters in Washington zu "80 bis 85 Prozent" davon aus, dass in den kommenden Tagen ein Friedensabkommen mit dem Iran unterzeichnet wird. Die Abmachung würde die "erhebliche" Lockerung von Sanktionen und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte vorsehen, sagt der ranghohe Regierungsvertreter in einem Telefonat mit Journalisten in Washington. Im Gegenzug würde sich Teheran bereit erklären, sein Atomprogramm abzubauen und sein atomares Material zu übergeben. "Wir sind noch nicht ganz über die Ziellinie, aber wir sind sehr nah dran", sagt der Regierungsvertreter. Ein Ort und ein Datum für eine mögliche Unterzeichnung des Abkommens seien noch nicht festgelegt worden. Europa, das US-Präsident Donald Trump ins Spiel gebracht hatte, sei jedoch eine Möglichkeit.

+++ 19:58 Schweiz bietet sich als Ort für Unterzeichnung von US-Iran-Abkommen an +++

Die Schweiz hat angeboten, als Ort für die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen den USA und dem Iran zu dienen. "Die Schweiz ist voll mobilisiert. Wir stehen in engem Kontakt mit den Vereinigten Staaten und dem Iran", erklärt das Schweizer Außenministerium. Die Schweiz unterstütze als Vermittler die Bemühungen um eine Absichtserklärung, die darauf abziele, "den Waffenstillstand zu festigen und den Weg für eine Deeskalation im Rahmen des Konflikts zwischen dem Iran und den USA zu ebnen", heißt es weiter in der Mitteilung des Ministeriums.

+++ 18:43 Pakistan: USA und der Iran einigen sich auf Endfassung von Friedensvereinbarung +++

Inmitten widersprüchlicher Aussagen der Verhandlungsparteien stellt der Verhandlungsführer klar, dass es eine Einigung gebe. Nach Angaben des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif haben sich USA und Iran auf die finale Fassung einer Friedensvereinbarung geeinigt. "Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, einvernehmlich abgestimmter Text des Friedensabkommens vorliegt", erklärt Sharif im Onlinedienst X. Pakistan arbeite nun "eng mit beiden Seiten zusammen, um die nächsten Schritte abzuschließen", fügte er hinzu.

+++ 18:32 Irans Außenminister: Rahmenabkommen zum Greifen nah +++

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sieht ein Rahmenabkommen zwischen seinem Land und den USA in greifbarer Nähe. "Die Absichtserklärung von Islamabad stand noch nie so kurz vor dem Abschluss", schreibt Araghtschi auf X. "Bis zur endgültigen Fertigstellung sollten sich die Medien mit Spekulationen über ihren Inhalt zurückhalten", fügt er hinzu. Einzelheiten würden der Öffentlichkeit zu gegebener Zeit mitgeteilt.

+++ 17:24 Trump: Irans Abkommens-Entwurf entbehrt "jeglicher Realität" +++

Nach den Worten von US-Präsident Donald Trump entbehren die iranischen Medienberichte über ein angeblich zwischen Teheran und Washington ausgehandeltes Rahmenabkommen "jeglicher Realität". Die Iraner seien "sehr unehrenhafte Menschen" und sollten "lieber die Kurve kriegen, und zwar schnell!", erklärte Trump am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social. Zuvor hatten die iranischen Nachrichtenagenturen Mehr und Irna über einen angeblichen Entwurf einer Absichtserklärung über einen sofortigen Stopp der Kämpfe berichtet, der sich wie eine Wunschliste Teherans liest. Mehr dazu lesen Sie hier:

+++ 16:26 US-Vertreter: Iran erhält eingefrorene Gelder erst nach Gegenleistung +++

Ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran basiert einem hochrangigen US-Regierungsvertreter zufolge auf Gegenleistungen. Der Iran werde keine seiner eingefrorenen Vermögenswerte erhalten, bevor die Regierung in Teheran ihren Teil der Vereinbarung erfüllt habe, sagt der US-Vertreter.

+++ 15:25 Bericht: Katar verhandelte im Geheimen mit dem Iran über Sicherheits-Deal +++

Einem Bericht der "Washington Post" zufolge soll Katar im Geheimen mit dem Iran verhandelt haben. Um sein wirtschaftliches Kronjuwel zu schützen, wandte sich Katar laut geheimen Quellen der Zeitung zu Beginn des Krieges an Teheran und schlug eine für beide Seiten vorteilhafte Vereinbarung vor: Der Iran würde von Angriffen auf den katarischen Gaskomplex, auch bekannt als Ras Laffan, absehen, und Katar würde die Gasförderung einstellen - ein Schritt, der die Energiepreise in die Höhe treiben und wirtschaftlichen Druck auf die Vereinigten Staaten und Israel ausüben würde, den Krieg zu verkürzen. Laut offiziellen Angaben gelang es Katar zwar nicht, eine Zusage seitens des Iran zu erlangen, doch möglicherweise führten die Gespräche zu einer Art stillschweigenden Einigung. Katar schloss Ras Laffan am dritten Tag des Krieges. Analysen der "Post" zufolge verschonte der Iran die Anlagen bisher.

+++ 14:05 Bundesregierung plant vorerst keine weitere Freigabe von Ölreserven +++

Die Bundesregierung plant vorerst keine weitere Freigabe von Ölreserven. Derzeit sehe das Bundeswirtschaftsministerium dafür keinen Bedarf, sagt ein Ministeriumssprecher. Im März hatte Berlin die Freigabe von gut 2,6 Millionen Tonnen deutscher Ölreserven angekündigt, nun bleibt es den Angaben nach bei zunächst nur 600.000 Tonnen. Die Mitgliedstaaten der Internationalen Energieagentur (IEA) hatten als Reaktion auf den Iran-Krieg und die fehlenden Ölmengen am Weltmarkt wegen der Sperrung der Straße von Hormus eine koordinierte Freigabe von Ölreserven vereinbart. Auf Deutschland entfielen damals 2,64 Milliarden Tonnen. In einer ersten Charge seien 400.000 Tonnen Rohöl, 150.000 Tonnen Diesel und 50.000 Tonnen Kerosin freigegeben worden, sagt der Sprecher.

+++ 13:18 Israel bombardiert offenbar erneut großflächig Gaza +++

Israelische Streitkräfte greifen in der Nacht offenbar Gebiete im Gazastreifen an. Nahost-Korrespondentin Raschel Blufarb berichtet, dass die Angriffe nach israelischen Angaben Hamas-Kämpfern und -Infrastruktur gegolten haben. Nach palästinensischer Darstellung werden dabei Zivilisten verletzt.

+++ 11:42 Insider: Bundesregierung sieht Chance auf US-Iran-Abkommen +++

Die Bundesregierung sieht Insidern zufolge die Chance auf eine Verständigung zwischen den USA und Iran. "Hier haben die letzten Tage Fortschritte gebracht", heißt es in deutschen Regierungskreisen. Bei der diplomatischen Arbeit könne sich Präsident Trump weiter auf die deutsche Unterstützung verlassen. In den entscheidenden Punkten seien sich die G7-Staats- und Regierungschefs einig, die sich ab Montag zu einem Gipfel im französischen Evian treffen. Iran dürfe sich nicht nuklear bewaffnen und die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus müsse wieder gewährleistet werden. "Das wird sich nur am Verhandlungstisch erreichen lassen."

+++ 10:43 Iranische Agentur: Entwurf für Vereinbarung sieht Ende von US-Sanktionen vor +++

Ein Entwurf für eine Rahmenvereinbarung zwischen den USA und dem Iran sieht der iranischen Nachrichtenagentur Mehr zufolge eine Aufhebung von US-Sanktionen und die Öffnung der Straße von Hormus vor. Die Absichtserklärung beinhalte zudem den Abzug von US-Streitkräften aus der Region um den Iran sowie ein Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen, berichtet die Agentur weiter. Darüber hinaus sollten die Sanktionen gegen die iranische Öl-Industrie aufgehoben und eingefrorene Gelder der Islamischen Republik freigegeben werden. Die abschließenden Verhandlungen sollen sich demnach auf das iranische Atomprogramm und wirtschaftliche Fragen konzentrieren, während das iranische Raketenprogramm ausgeklammert bleibe. Der Entwurf müsse jedoch noch von den zuständigen Regierungsstellen finalisiert werden. Eine Stellungnahme aus Washington lag zunächst nicht vor.

+++ 08:56 Ägypten: USA und Iran sollen "bestehende Gelegenheit" für Einigung nutzen +++

Ägypten hat an die USA und den Iran appelliert, mögliche Chancen zur Beendigung ihres Krieges nicht verstreichen zu lassen. Das Außenministerium in Kairo erklärt am späten Donnerstagabend, es hoffe, "dass die bestehende Gelegenheit genutzt wird, um eine Einigung über die verschiedenen offenen Fragen zu erreichen und das Klima für ein Ende des Krieges sowie den Beginn einer neuen Phase regionaler Stabilität vorzubereiten".

+++ 08:02 Klouth: Trump erinnert an "Täglich grüßt das Murmeltier" +++

US-Präsident Trump sagt in der Nacht Angriffe auf den Iran ab, weil Gespräche über ein Abkommen stattfinden. Nach iranischen Angaben gebe es noch keine Einigung. Es ist bereits die 39. Ankündigung Trumps in diese Richtung. US-Korrespondentin Hanna Klouth ordnet den Zickzack-Kurs des US-Präsidenten ein.

+++ 06:58 Drei Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen +++

Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind am Donnerstag den palästinensischen Gesundheitsbehörden zufolge drei Menschen getötet worden. Die Angriffe erfolgten während neuer Bemühungen von Vermittlern, eine brüchige Waffenruhe zu festigen. Medizinerkreisen zufolge starb eine Person bei einem Angriff auf ein Haus in Gaza-Stadt. Das israelische Militär teilt mit, es habe einen Extremisten angegriffen. Zwei weitere Palästinenser seien bei separaten Luftangriffen im Flüchtlingslager Nuseirat getötet worden, heißt es weiter. Insidern zufolge stocken Verhandlungen zwischen beiden Seiten. Bei den Gesprächen unter Vermittlung von Ägypten, Katar und der Türkei geht es um die Umsetzung der zweiten Phase eines US-Plans. Dieser sieht die Entwaffnung der Hamas und den Rückzug der israelischen Streitkräfte vor. Zwei ägyptischen Insidern zufolge endete die jüngste Gesprächsrunde jedoch ohne Ergebnis. Hauptstreitpunkt sei die Entwaffnung der Hamas.

+++ 05:06 Insider: US-Militär schießt zwei iranische Drohnen ab +++

Das US-Militär hat einem Insider zufolge zwei iranische Angriffsdrohnen abgeschossen. "Der Schiffsverkehr durch die Meerenge läuft weiter", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters die Quelle. Der Iran versuche offenbar, Handelsschiffe bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus anzugreifen.

+++ 03:25 Trump: "Haben Krieg mit Iran heute beendet" +++

Laut US-Präsident Trump ist der Iran-Krieg vorbei. "Ich weiß nicht, ob Sie es gehört haben, aber wir haben heute den Krieg mit dem Iran beendet", sagt Trump bei einer Telefon-Massenkonferenz zur Unterstützung des Vizegouverneurs von Georgia, Burt Jones. "Sie haben zugestimmt, niemals Atomwaffen zu besitzen, worauf wir bestanden haben; das war der ganze Zweck. Das machte 95 Prozent davon aus." Der Iran bestätigt eine solche EInigung bislang nicht.

+++ 01:50 Teheran: Noch nicht über Abkommen entschieden +++

Der Iran hat nach eigenen Angaben noch keine endgültige Entscheidung über ein Abkommen mit den USA getroffen. "Bislang ist der Iran zu keiner abschließenden Entscheidung über das Abkommen gelangt", sagt der Sprecher des Außenministeriums, Esmail Bakaei, gegenüber iranischen Medien. Er widerspricht damit Angaben von US-Präsident Donald Trump, der verkündet hatte, dass mit Teheran eine "großartige Vereinbarung" für ein Ende des Iran-Krieges erzielt worden sei. Diese sei das Ergebnis von Gesprächen mit "der höchsten Ebene der iranischen Führung".

+++ 00:41 Iranische Medien: Tanker vor Straße von Hormus gestoppt +++

Iranische Einsatzkräfte verwehren staatlichen Medien zufolge einem Tanker die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Die Nachrichtenagentur Fars berichtet unter Berufung auf einen eigenen Reporter, man habe dem Tanker die Passage verweigert, da dieser sich im Vorfeld nicht abgestimmt und vorschriftswidrig gehandelt habe. Kurz zuvor gab es in der nahegelegenen Hafenstadt Bandar Abbas zwei Explosionen, deren Ursache staatlichen Medien zufolge bislang unklar ist.

+++ 23:27 Netanjahu spricht mit Trump +++

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird von Trumps Ankündigung einer baldigen Einigung mit dem Iran überrascht. Er telefoniert danach mit dem US-Präsidenten. Dieser sichert laut einer Mitteilung von Netanjahus Büro zu, dass israelische Sicherheitsinteressen bei einem späteren Deal berücksichtigt werden. Der US-Präsident habe zugesagt, dass ein endgültiges Abkommen mit Teheran die Entfernung des vom Iran angereicherten Urans sowie den Abbau der iranischen Anlagen zur Urananreicherung umfassen werde, heißt es in der Mitteilung. Trump habe Netanjahu auch zugesichert, dass eine Vereinbarung auch Irans Herstellung von Raketen einschränken sowie Teherans Unterstützung seiner Stellvertreter in der Region beenden werde. 

+++ 21:47 Trump: Iran-Einigung vielleicht am Wochenende und wahrscheinlich in Europa +++

US-Präsident Donald Trump hat eine baldige Einigung mit dem Iran angekündigt - wie schon mehrere Male zuvor in den vergangenen Wochen. Ein Abschluss sei in den kommenden Tagen möglich, erklärt Trump. Vielleicht geschehe dies über das Wochenende und wahrscheinlich in Europa. Er werde mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sprechen. Vizepräsident JD Vance werde bei der Unterzeichnung zugegen sein. Die Straße von Hormus werde geöffnet werden, sobald die USA unterschrieben hätten.

+++ 21:30 Iranische Agentur: Wenn USA unseren Vorschlag akzeptieren, könnten wir zustimmen +++

Die iranische Agentur Fars schreibt, die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass der Iran dem Text auf eine Verständigung mit den USA zustimme - vorausgesetzt, die USA hätten den Text akzeptiert, der vom Iran vorgeschlagen worden sei. Eine endgültige Antwort habe der Iran aber noch nicht gegeben.

+++ 21:12 Ölpreise fallen mit Aussichten auf Iran-Einigung +++

Die Ölpreise sind nach der Absage von geplanten Angriffen der USA auf den Iran deutlich gefallen. Die Nordseesorte Brent fiel am Abend unter die Marke von 90 US-Dollar je Barrel. Das waren fast 4 Prozent weniger als am Vorabend. In der Nacht hatte die weltweite Referenzsorte noch bis zu 95,50 Dollar gekostet. 

+++ 20:58 Iran dementiert Fortschritte bei US-Verhandlungen +++

Teherans politische Führung hat einem Medienbericht zufolge Fortschritte bei den Verhandlungen mit den USA dementiert. Bislang sei kein Text über ein Rahmenabkommen finalisiert worden, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, unter Berufung auf eine mit dem Verhandlungsteam verbundene Quelle. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor seine für diesen Abend angekündigten Angriffe auf den Iran abgesagt

+++ 20:26 Libanon: Sechs Tote und weitere Verletzte bei Angriffen Israels +++

Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach dortigen Angaben weitere Menschen getötet und verletzt worden. Die libanesische Staatsagentur NNA meldet unter anderem vier Tote nach einem Angriff im Ort Abassija im Süden. Zwei weitere Tote habe es nach israelischen Angriffen in der Küstenstadt Tyrus sowie in Baalbek im Osten gegeben. 

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