Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:25 Putin will Belarus offenbar stärker in Krieg einbinden +++

16.05.2026, 00:01 Uhr

Die Ukraine trauert nach der stärksten russischen Angriffswelle auf das Land in über vier Jahren Krieg. Dutzende Tote gibt es allein in Kiew. Präsident Selenskyj verspricht eine harte Antwort. Parallel plant Kreml-Machthaber Putin offenbar, Belarus stärker in den Krieg einzubinden.

+++ 08:35 Kreml kündigt Putin-Reise nach China an +++

Russlands Präsident Wladimir Putin reist am Dienstag zu einem zweitägigen Besuch nach China. Der russische Staatschef werde mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping erörtern, wie die "umfassende Partnerschaft und strategische Zusammenarbeit" zwischen Moskau und Peking "weiter gestärkt" werden könne, erklärte der Kreml. Putins Reise erfolgt wenige Tage nach einem Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in China.

+++ 08:19 Putin erleichtert Einbürgerung für Bewohner Transnistriens +++

Russlands Präsident Wladimir Putin erleichtert per Dekret die Einbürgerung für Bewohner des von Russland besetzten moldauischen Gebiets Transnistrien. Der "Kyiv Independent" berichtet, dass Antragsteller unter anderem Wohnsitzauflagen in Russland sowie Sprach- und Staatskundetests umgehen können. Moskau setzt solche vereinfachten Passverfahren seit Jahren ein, um seinen Einfluss in besetzten oder von prorussischen Kräften kontrollierten Gebieten auszubauen. Ähnliche Regelungen hatte Russland zuletzt auch für die georgischen Regionen Abchasien und Südossetien beschlossen.

+++ 07:00 Bericht: Starmer will britische Verteidigungsausgaben massiv erhöhen +++

Die Verteidigungsausgaben sind nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine und dem Krieg im Iran zu einer Priorität der britischen Regierung geworden. Premierminister Keir Starmer will nun einem Zeitungsbericht zufolge die Verteidigungsausgaben um 18 Milliarden Pfund (etwa 20,6 Milliarden Euro) erhöhen. Die Zustimmung zu dem Plan werde für die kommende Woche erwartet, berichtet die Zeitung "The Times" am Freitag (Ortszeit). Damit würden monatelange Verzögerungen und interne Streitigkeiten beendet. Ein Regierungssprecher teilt der Nachrichtenagentur Reuters mit, der Investitionsplan werde derzeit fertiggestellt und so bald wie möglich veröffentlicht. Ziel sei es, die Truppen an der Front schnell mit Ausrüstung und Technologie zu versorgen und zugleich das Wirtschaftswachstum zu fördern. Wie die Mehrausgaben für das Militär finanziert werden sollen, ist bislang unklar.

+++ 05:13 Explosionen in russischer Chemiefabrik +++

Aus den russischen Regionen Stawropol und Tatarstan werden in der Nacht Explosionen und Brände gemeldet. In der Stadt Newinnomyssk steht offenbar ein Chemiewerk in Flammen, berichtet unter anderem der ukrainische Telegram-Kanal Exilenova+. Laut "Kyiv Independent" werden dort unter anderem Stickstoffdünger und Ammoniak produziert. Die Stadt liegt etwa 250 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Fotos und Videos zeigen außerdem dichten schwarzen Rauch über der Stadt Nabereschnyje Tschelny. Hier hatte es zuvor eine Warnung vor Drohnenangriffen gegeben.

+++ 01:39 Russland exportiert wegen Drohnenangriffen weniger Öl +++

Russland hat im April fast zehn Prozent weniger Erdölprodukte über seine Häfen exportiert als im Vormonat. Das meldet die ukrainische Nachrichtenplattform United24media. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seien die gesamten Kraftstoffexporte auf dem Seeweg um 17 Prozent eingebrochen. Der Rückgang sei auf die gezielten Drohnenangriffe der Ukraine auf wichtige Häfen und Raffinerien zurückzuführen.

+++ 23:29 Eingefrorene Vermögen: Russisches Gericht verurteilt Euroclear zu Milliardenzahlung +++

Ein Moskauer Gericht verurteilt den belgischen Finanzdienstleister Euroclear im Zusammenhang mit dem Einfrieren russischer Vermögenswerte in der EU zu einer Schadenersatzzahlung von umgerechnet rund 215 Milliarden Euro. Das Gericht gibt damit einer Klage der russischen Zentralbank statt. Euroclear bezeichnet die Forderungen der Zentralbank als "unbegründet"und will Berufung einlegen. Moskau hat laut Rechtsexperten keine Möglichkeit, seine Ansprüche vor einem europäischen Gericht geltend zu machen. Euroclear verwaltet einen Großteil der eingefrorenen russischen Vermögen in der EU. Die Vertreter der EU-Mitgliedstaaten hatten sich im Dezember darauf geeinigt, die nach Beginn der russischen Offensive in der Ukraine vor vier Jahren in Europa eingefrorenen Vermögenswerte bis auf Weiteres eingefroren zu lassen. 

+++ 22:37 Trotz Sanktionen: Bei Angriff auf Kiew eingesetzte Raketen enthielten viele neue westliche Bauteile +++

Die russischen Marschflugkörper, die gestern bei einem tödlichen Angriff auf die Ukraine eingesetzt wurden, sind nach Angaben des ukrainischen Sanktionsbeauftragten des Präsidenten, Wladyslaw Wlassjuk, noch in diesem Jahr unter Verwendung westlicher Bauteile gefertigt worden. Im Gespräch mit Journalisten erklärte Wlassjuk, wie die ukrainische Zeitung "Kyiv Post" meldet, dass Fragmente, die von den Marschflugkörpern geborgen wurden, Teile eines Marschflugkörpers vom Typ Ch-101 aufwiesen; dabei handelt es sich um eine der fortschrittlichsten russischen Langstreckenwaffen. Wie die "Financial Times" berichtet, enthielt der Marschflugkörper mehr als 100 Bauteile, die aus westlichen Ländern stammten.

+++ 22:05 Neun Verletzte in Belgorod nach ukrainischem Drohnenangriff +++

Neun Menschen sind im westrussischen Belgorod nach Behördenangaben durch den Einschlag einer ukrainischen Drohne in einem Wohnhaus verletzt worden. Unter den Verletzten sei auch ein dreijähriges Mädchen, teilt der Krisenstab der Region bei Telegram mit. Den vom Stab veröffentlichten Bildern zufolge wurde ein zehnstöckiger Wohnblock getroffen, die Fassade und etliche Balkons beschädigt.

+++ 21:18 Selenskyj: Wir setzen Angriffe auf russische Ölindustrie fort +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigt eine Fortsetzung der Angriffe auf die russische Ölindustrie an. Die Ukraine müsse hart und angemessen auf die Angriffe des russischen Militärs gegen Städte reagieren, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft nach dem russischen Luftschlag gegen Kiew mit 24 Toten. Eine erste Antwort habe es in der vergangenen Nacht gegeben, erklärte Selenskyj mit Blick auf die Attacke gegen die Ölraffinerie in Rjasan. "Wir setzen die Operation fort", fügte er hinzu.

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