Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:36 Selenskyj: Nach 1418 Tagen Krieg kämpft Russland um dieselben Gebiete wie vor Jahren +++

11.01.2026, 00:01 Uhr

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj weist darauf hin, dass Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine inzwischen genauso lange andauert wie der Krieg Nazi-Deutschlands gegen die Sowjetunion. Auch nach 1418 Tagen Krieg habe Russland trotz enormer Verluste keine entscheidenden Erfolge erzielt, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache. Russland verliere täglich mindestens 1.000 Soldaten. Moskau wiederhole "Misshandlungen von Menschen und Faschismus" und führe den Krieg mit Drohnen und Raketen auch gegen zivile Energieinfrastruktur, so Selenskyj. Dennoch kämpfe Russland weiterhin um dieselben Gebiete wie vor Jahren. Der Präsident ruft Europa, die USA und alle Partner auf, gemeinsam zu handeln: "Diese russische Verrücktheit kann nur durch vereinte Kräfte gestoppt werden."

+++ 20:45 Von der Leyen: Russland muss nun Friedenswillen zeigen +++

Russland muss EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zufolge nun zeigen, dass es an einem Frieden interessiert ist. Die Regierung in Kiew und ihre Verbündeten hätten sich auf einen Friedensplan und Sicherheitsgarantien geeinigt, die nach einem Waffenstillstand in Kraft treten würden, sagt von der Leyen vor Journalisten. Bei dem Plan handele es sich um den 20-Punkte-Vorschlag, den der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump besprochen habe. Zudem gebe es umfangreiche Sicherheitsgarantien der USA und Europas für die Ukraine.

+++ 20:01 US-Flugabwehrsystem Tempest erstmals im Einsatz in der Ukraine +++

In der Ukraine ist offenbar erstmals das US-amerikanische Kurzstrecken-Flugabwehrsystem Tempest zum Einsatz gekommen. Darauf deuten Videoaufnahmen der ukrainischen Luftwaffe hin, die einen nächtlichen Abschuss einer russischen Drohne zeigen. Das Waffensystem selbst wurde in dem Beitrag nicht genannt, später ordneten Militäranalysten die Aufnahmen jedoch dem Tempest-System zu. Die Übergabe des Systems an die Ukraine war bislang nicht öffentlich bekannt. Tempest ist für die Abwehr von Drohnen, Hubschraubern und niedrig fliegenden Flugzeugen konzipiert und ergänzt die westlichen Luftverteidigungssysteme, mit denen die Ukraine seit Beginn des Krieges russische Luftangriffe abwehrt.

+++ 19:07 Ukraine warnt vor neuer russischer Offensive Richtung Sumy +++

Russische Truppen versuchen nach Angaben des ukrainischen Militärs, in der Nordostukraine einen Brückenkopf für neue Offensivoperationen zu bilden. Ziel könnte ein Vormarsch in Richtung der Großstadt Sumy sein, teilte das 7. Korps der ukrainischen Luftlandekräfte auf Telegram mit. Alle entsprechenden Versuche würden frühzeitig erkannt und abgewehrt. Demnach intensiviert Russland seine Angriffe in der Region Sumy, insbesondere im Raum des Dorfes Chotin nördlich der Gebietshauptstadt. Russische Einheiten setzten verstärkt Drohnen ein und versuchten, ukrainische Stellungen über die Flanken zu umgehen. Die ukrainische Armee erklärte, die Lage unter Kontrolle zu haben.

+++ 18:08 Partisanen melden Sabotageakt bei Moskau +++

Mitglieder der ukrainischen Partisanenbewegung Atesh haben nach eigenen Angaben einen Sabotageakt in der russischen Region Moskau verübt. Ziel sei ein Kommunikationsturm einer Einheit der russischen Luftverteidigung gewesen, der zur 5. Luftverteidigungsdivision der russischen Luft- und Raumfahrtkräfte gehöre, teilt die Bewegung auf Telegram mit. Der Turm, den die Partisanen in Brand gesetzt haben sollen, habe der Kommunikation und Gefechtsführung gedient sowie Technik zur elektronischen Aufklärung beherbergt, erklärt Atesh. Durch das Feuer seien die Luftverteidigungsfähigkeiten im Zentrum Russlands geschwächt worden. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.

+++ 17:20 Video soll ukrainischen Angriff auf Ölbohrplattformen im Kaspischen Meer zeigen +++

Nach dem Angriff auf drei russische Ölbohrplattformen im Kaspischen Meer (Liveticker-Eintrag von 15:07 Uhr), den ukrainische Militärs für sich beanspruchen, veröffentlichen die Spezialkräfte der Ukraine ein Video, das die Attacke aus der Sicht angreifender Drohnen zeigt. Der Bericht über den Angriff sowie das Video konnten von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

+++ 16:27 Ukraine meldet Einsatz neuer russischer Angriffsdrohne +++

Russische Streitkräfte haben nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes erstmals eine neue Angriffsdrohne vom Typ Geran-5 gegen die Ukraine eingesetzt. Das unbemannte Fluggerät habe mit fast 1000 Kilometern eine deutlich größere Reichweite als frühere Modelle und könne nahezu jeden Punkt des Landes erreichen, teilte der Geheimdienst mit. Die Drohne soll einen rund 90 Kilogramm schweren Sprengkopf tragen und Teil der anhaltenden russischen Angriffe auf ukrainische Städte und Infrastruktur sein. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, Russland habe allein in der vergangenen Woche fast 1.100 Kampfdrohnen sowie zahlreiche Bomben und Raketen eingesetzt.

+++ 15:48 Ukraine: "Kein einziger Tag ohne Angriffe auf Energieanlagen und kritische Infrastruktur" +++

Dem ukrainischen Energieministerium zufolge haben russische Streitkräfte in der Nacht zum Sonntag erneut das Stromnetz des Landes angegriffen. Dabei sei vorübergehend die Stromversorgung in den südöstlichen Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja unterbrochen worden. "In dieser Woche gab es keinen einzigen Tag ohne Angriffe auf Energieanlagen und kritische Infrastruktur", teilt Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko mit. Insgesamt seien 44 Angriffe verzeichnet worden. Der vierte Kriegswinter könnte der bisher kälteste werden, da die Schäden am Netz die Versorger an ihre Grenzen bringen. Die Temperaturen, die bereits unter minus zwölf Grad Celsius liegen, sollen im Laufe der Woche auf minus 20 Grad fallen.

+++ 15:07 Kiew: Drei Lukoil-Ölplattformen im Kaspischen Meer getroffen +++

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben drei Bohrplattformen des russischen Ölkonzerns Lukoil im Kaspischen Meer angegriffen. Die Anlagen W. Filanowski, Juri Kortschagin und Waleri Graifer seien getroffen worden, teilt das Militär mit. "Diese Anlagen dienen der Unterstützung der russischen Besatzungsarmee. Es wurden direkte Treffer registriert. Das Ausmaß der Schäden wird derzeit ermittelt."

+++ 14:38 Selenskyj: 1100 russische Drohnen, 890 Luftbomben, 50 Raketen diese Woche +++

Russland hat die Ukraine in der vergangenen Woche nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit 1100 Drohnen angegriffen. Zudem seien mehr als 890 gelenkte Luftbomben und über 50 Raketen, darunter ballistische Raketen, Marschflugkörper und Mittelstreckenraketen, gegen die Ukraine eingesetzt worden. Russland habe absichtlich auf den Kälteeinbruch gewartet, um die Lage für die ukrainische Bevölkerung zu verschlimmern, erklärt Selenskyj. Dies sei "ein zynischer russischer Terrorakt, der sich gezielt gegen Zivilisten richtet".

+++ 13:52 Ukraine: Kadyrows Zustand verschlechtert sich +++

Der Gesundheitszustand von Ramsan Kadyrow, dem Präsidenten der Republik Tschetschenien, soll sich aufgrund von Nierenversagen verschlechtert haben. Im Kreml werde bereits über mögliche Nachfolger für sein Amt diskutiert, berichtet laut Ukrinform eine Quelle aus dem ukrainischen Verteidigungsnachrichtendienst. Laut dessen Quellen befindet sich Kadyrow derzeit in seinem eigenen Krankenhaus in Tschetschenien, wo sich Mitglieder seines Familienclans versammelt haben, darunter auch solche aus anderen Ländern. Zu den wahrscheinlichsten und für den Kreml günstigsten Kandidaten zählen laut Ukrinform Magomed Daudow, Apti Alaudinow und Ramsans ältester Sohn Achmat Kadyrow.

+++ 13:28 Kreml: Rüstungsunternehmen angegriffen +++

Russische Truppen haben nach Angaben der Regierung in Moskau die Ortschaft Bilohirja in der südostukrainischen Region Saporischschja unter ihre Kontrolle gebracht. Die russischen Einheiten hätten zudem gezielt ein ukrainisches Rüstungsunternehmen und Energieanlagen angegriffen, meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben zum Kampfgeschehen ist nicht möglich.

+++ 12:50 In Kiew sind 1000 Wohnhäuser weiter kalt +++

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach dem schweren russischen Angriff am Freitag mehr als 1000 Wohngebäude weiterhin ohne Heizung. "Die Lage bei der Energieversorgung in der Hauptstadt bleibt sehr schwierig", teilt Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Ein Raketenangriff hatte am Freitag bei starkem Frost praktisch die gesamte Stadt von der Strom- und Wärmeversorgung abgeschnitten. Zwar konnten die Behörden die Wasserversorgung wiederherstellen und die Strom- und Wärmeversorgung teilweise wiederaufnehmen, die Reparaturarbeiten dauern jedoch an.

+++ 12:05 Ukraine: 173 Gefechte seit gestern +++

In den vergangenen 24 Stunden wurden 173 Gefechte zwischen ukrainischen Streitkräften und russischen Invasoren registriert, wobei der stärkste Druck des Angreifers auf den Sektoren Pokrowsk und Huliaipole lag. Dies berichtet der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook. Demnach führten die Russen gestern 56 Luftangriffe durch und warfen 156 gelenkte Luftbomben ab. Darüber hinaus setzte Russland 7050 Kamikaze-Drohnen ein und führte 3750 Angriffe auf ukrainische Stellungen und Siedlungen durch, darunter 82 Angriffe mit Mehrfachraketenwerfern.

+++ 11:50 Britischer Geheimdienst sieht neues Bedrohungsmodell des Kreml +++

Laut der neuen Leiterin des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6, Blaise Metreweli, baut der Kreml ein umfassendes Bedrohungsmodell auf mit dem Ziel, Instabilität über die Grenzen Russlands hinaus zu exportieren. Moskau breche bewusst langjährige informelle Konfliktregeln auf und dränge Europa in eine Ära strategischer Unsicherheit, schreibt der britische Indenpendent. Sabotage, gezielten Tötungen, Cyber- und Drohnenangriffe kommen immer häufiger zum Einsatz, lassen sich zugleich nur schwer einem staatlichen Auftraggeber zuordnen und erschweren die Reaktion. Besondere Besorgnis erregt Russlands Einsatz von Mittelsmännern wie etwa Jan Marsalek. Der ehemalige Geschäftsführer von Wirecard soll laut Medienrecherchen fast ein Jahrzehnt lang mit dem russischen Militärgeheimdienst GRU zusammengearbeitet haben.

+++ 11:27 Russland, China, Iran, Südafrika trainieren ihre Marine gemeinsam +++

Seit gestern laufen in südafrikanischen Gewässern von China geleitete Marineübungen ab, das berichtet die Agentur Bloomberg. Russland, Iran, China und Südafrika nehmen an den Übungen namens "Will for Peace 2026" teil, während Brasilien, Ägypten, Äthiopien und Indonesien als Beobachter dabei sind. Die Übungen finden statt, nachdem die USA in den letzten Wochen fünf Öltanker aufgebracht haben, darunter das Schiff Marinera, das zum Zeitpunkt seiner Beschlagnahmung unter russischer Flagge fuhr. Russland betreibt ein geheimes Netzwerk von Schiffen, bekannt als "Schattenflotte", um westliche Sanktionen zu umgehen und gleichzeitig international Öl zu transportieren. Der Kreml ist auf Einnahmen aus fossilen Brennstoffen angewiesen, um seine groß angelegte Invasion der Ukraine zu finanzieren.

+++ 10:22 Tennisstar Kostyuk den Tränen nah, spricht über frierende Ukraine +++

Nachdem der ukrainische Tennisstar Marta Kostyuk das Finale des WTA-Events Brisbane International gegen Aryna Sabalenka verloren hat, spricht sie den Tränen nah über ihr Land im Krieg.

+++ 09:42 Saporischschja hat wieder Strom +++

Der von schweren russischen Drohnenangriffen in der Nacht verursachte vollständige Stromausfall in der südostukrainischen Region Saporischschja ist nach Behördenangaben weitgehend behoben. Die Stromversorgung in der Region Saporischschja - das betrifft laut dem örtlichen Energieversorger 382.500 Familien und Firmen - sei "vollständig wiederhergestellt", meldet der Versorger auf Telegram. Heute Nacht um 2 Uhr war die Stromversorgung in der Region völlig zusammengebrochen.

+++ 09:15 Ukraine bestätigt Angriff auf russisches Öllager nahe Wolgograd +++

Der Generalstab der Ukraine bestätigt einen nächtlichen Angriff auf das Öllager Zhutovskaya in der russischen Region Wolgograd. Die ukrainischen Streitkräfte griffen das Öllager im Bezirk Oktyabrsky der Oblast Wolgograd an, um die Offensivfähigkeiten Russlands zu schwächen, teilt der Generalstab mit. Die Anlage sei an der Versorgung der russischen Besatzungstruppen mit Treibstoff beteiligt. Die russischen Behörden im Gebiet Wolgograd meldeten einen nächtlichen Drohnenangriff, der einen Brand in einer Ölanlage in der Region ausgelöst habe. Trümmer einer abgeschossenen Drohne sollen den Tod einer Zivilistin verursacht haben.

+++ 08:38 Ukrainekrieg erreicht Dauer des "Großen Vaterländischen Krieges" +++

Die von Russlands Diktator Wladimir Putin so genannte "Spezialoperation" in der Ukraine hat heute die Dauer des in Russland bis heute so bezeichneten "Großen Vaterländischen Krieges" der Sowjetunion 1941 bis 1945 gegen Hitler-Deutschland erreicht. Damals marschierten die Sowjettruppen in kurzer Zeit von Moskau bis nach Berlin.

+++ 07:57 Russland meldet Tote durch ukrainische Drohnentrümmer +++

In der westrussischen Region Woronesch ist eine Frau nach Angaben dortiger Behörden durch herabfallende Trümmer einer ukrainischen Drohne gestorben. "Zu unserem großen Bedauern ist in der Nacht eine junge Frau auf der Intensivstation gestorben, die Verletzungen durch auf ein Wohnhaus gefallene Drohnentrümmer erlitten hat", teilt der Gouverneur auf Telegram mit. Eine weitere Frau liege noch im Krankenhaus, zwei weitere Verletzte seien nach ambulanter Behandlung entlassen worden.

+++ 07:22 Ukrainische Drohne soll Luftverteidigung des Kreml ausweichen +++

Die in der Ukraine entwickelte Aufklärungsdrohne Leleka-100 wird mit neuer Technologie aufgerüstet und soll damit russischen Abfangdrohnen ausweichen können. Dafür bekommt sie eine zusätzliche Kamera und andere Komponenten, um russische Flugabwehrdrohnen zu identifizieren und ihnen automatisch auszuweichen, so der Hersteller DeViRo. Das neue System verbessert die Chancen der Laleka-100-Drohnen, den russischen Luftverteidigungsgürtel zu überwinden.

+++ 06:47 Finnland ist raus aus Abkommen gegen Antipersonenminen +++

Seit heute ist Finnland offiziell nicht mehr Mitglied des Ottawa-Abkommens zum Verbot von Antipersonenminen. Das berichtet die Agentur Ukrinform. Die finnische Regierung hat am 10. Juli 2025 den Vertrag offiziell bei den UN gekündigt, Estland, Litauen, Lettland und Polen hatten dasselbe getan. Ein Austritt wird sechs Monate danach wirksam. Finnland begründet seine Entscheidung mit Verteidigungsgründen und verweist auf die Verschlechterung der Sicherheitslage. Der Austritt aus dem Vertrag ermöglicht es Finnland, Antipersonenminen wieder in sein militärisches Arsenal aufzunehmen. Das Ottawa-Übereinkommen trat 1999 in Kraft. Mehr als 160 Länder unterzeichneten, um brutale und vor allem nach Ende eines Krieges für die Zivilbevölkerung gefährliche Antipersonenminen vom Schlachtfeld zu verbannen. China, Russland, die USA und Indien unterzeichneten nie.

+++ 05:06 Merz will Indiens Drähte zu Russland für Friedenslösung nutzen +++

Bundeskanzler Friedrich Merz bricht heute - rund acht Monate nach seinem Amtsantritt - zu einem zweitägigen Besuch nach Indien auf. Das mit mehr als 1,4 Milliarden Einwohnern bevölkerungsreichste Land der Welt bezieht weiterhin viel russisches Öl, womit Putin auch den Krieg gegen die Ukraine finanziert.

Indien hat den russischen Angriffskrieg - anders als die meisten anderen Länder - in der UN-Vollversammlung nicht verurteilt. Merz wolle mit dem indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi das Gespräch suchen. Indien könnte mit seinen Kontakten nach Russland womöglich hilfreich bei den diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Krieges sein.

+++ 04:06 Bundeswehr verschickt ab Mitte Januar Fragenkatalog an 18-Jährige +++

In diesen Tagen werden die ersten Fragebögen an 18-Jährige per Post versendet, meldet die Bundeswehr. Die jungen Erwachsenen werden darin aufgefordert, online Fragen zu beantworten. Dabei soll unter anderem die generelle Bereitschaft zum Wehrdienst ermittelt werden.

Männer müssen den Fragebogen ausfüllen, für Frauen ist das freiwillig. Das sogenannte Wehrdienst-Modernisierungsgesetz ist eine Reaktion auf die veränderte Sicherheitslage in Europa infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

+++ 03:13 Wadephul spricht mit Rubio über Ukraine-Friedensbemühungen +++

Am Montag besucht Bundesaußenminister Johann Wadephul seinen US-Kollegen Marco Rubio. Bei den Gesprächen in Washington solle es auch um die Bemühungen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und über transatlantische Sicherheits- und Verteidigungspolitik gehen, kündigt der Außenminister an.

+++ 00:11 Russland meldet vier Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die südrussische Stadt Woronesch werden nach Angaben des dortigen Gouverneurs mindestens vier Menschen verletzt. Ein Gebäude des Rettungsdienstes, sieben Mehrfamilienhäuser und sechs Einfamilienhäuser seien beschädigt, schreibt Gouverneur Alexander Gussew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist bisher nicht möglich, auch eine ukrainische Stellungnahme liegt nicht vor.

+++ 22:14 Ukraine bestätigt Angriff auf Öldepot in russischer Region Wolgograd +++

Der ukrainische Generalstab bestätigt einen nächtlichen Angriff auf ein Öllager in der russischen Region Wolgograd (Liveticker-Eintrag von 05.04 Uhr). Ziel sei das Depot Schutowskaja gewesen, das nach Angaben Kiews Treibstoff für russische Besatzungstruppen liefere. Der Angriff sei Teil der Bemühungen, Russlands militärische Fähigkeiten zu schwächen, teilt der Generalstab mit. Auch russische Behörden meldeten einen Drohnenangriff in der Nacht. Dabei sei es zu einem Brand auf dem Gelände eines Öllagers gekommen, nachdem Trümmer einer abgeschossenen Drohne niedergegangen seien. Die Region Wolgograd liegt mehrere hundert Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

+++ 21:19 Vier Tote und zahlreiche Verletzte bei russischen Angriffen +++

Bei russischen Angriffen in mehreren Regionen der Ukraine sind im Verlauf des Tages mindestens vier Zivilisten getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. In der Region Dnipropetrowsk kam nach Angaben der Behörden ein 68-jähriger Mann ums Leben, drei weitere Personen wurden verletzt. Besonders schwer traf es die Region Donezk: Dort wurden mindestens drei Menschen getötet und neun verletzt. In der Gemeinde Lyman starben zwei Männer, in Kostjantyniwka kam ein weiterer Mensch bei einem FPV-Drohnenangriff ums Leben. Weitere Verletzte meldeten die Behörden aus Slowjansk. In der Region Saporischschja wurde ein Mann bei einem Bombenangriff auf ein Dorf verletzt, in der Region Charkiw erlitt ein Mann Verletzungen bei einem massiven Drohnenangriff auf die Stadt Losowa.

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