Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 16:55 Bericht: Öleinnahmen der Golfstaaten brechen um bis zu 80 Prozent ein +++

25.04.2026, 16:55 Uhr

Die Ölexporteinnahmen der Golfstaaten brechen "dramatisch" ein, berichtet Al Jazeera. Nur Oman und Saudi-Arabien, deren Häfen mehrheitlich außerhalb der Straße von Hormus liegen, treffe der Nahost-Konflikt weniger stark. In den Vereinigten Arabischen Emiraten seien die wöchentlichen Öleinnahmen auf 20 bis 30 Prozent des Vorkriegsniveaus gesunken. In Katar, Kuwait und Bahrain seien die wöchentlichen Einnahmen sogar um etwa 80 Prozent zurückgegangen.

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+++ 16:28 Verhandlungen: Irans Außenminister berät mit Pakistans Ministerpräsidenten +++

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat sich in Islamabad mit dem pakistanischen Verteidigungsminister Asim Munir getroffen, berichtet der Staatssender Irib. Der Feldmarschall Munir spiele eine Schlüsselrolle bei den Friedensvermittlungen. Später sprach Araghtschi auch mit dem pakistanischen Ministerpräsidenten Shebaz Sharif, wie dessen Büro mitteilt. Laut dem iranischen Außenamtssprecher Ismail Baghaei sei kein Treffen mit der amerikanischen Seite geplant.

+++ 15:38 Iran will laut USA "persönliche" Gespräche - Teheran dementiert +++

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sagt dem Sender Fox News, die iranische Seite habe sich an die US-Regierung gewandt und um "persönliche" Gespräche gebeten. Das iranische Staatsfernsehen berichtet jedoch, Irans Außenminister Abbas Araghtschi habe nicht vor, die US-Entsandten Steve Witkoff und Jared Kushner zu treffen. Stattdessen solle die pakistanische Regierung den US-Vertretern die iranischen Vorschläge "übermitteln" (siehe Eintrag von 14:06 Uhr).

+++ 14:46 Bundeswehr verlegt Minenjagdboot ins Mittelmeer +++

Die deutsche Marine will ihr Minenjagdboot "Fulda" in den kommenden Tagen ins Mittelmeer verlegen. "Damit erfolgt eine Vorausstationierung für eine mögliche Beteiligung der Bundeswehr an einem multinationalen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus", teilt eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums mit. Durch diesen Schritt werde Zeit gespart, um die Fähigkeiten der "Fulda" schnell in den Einsatz zu bringen, sobald die durch die Bundesregierung dafür bestimmten Voraussetzungen erfüllt seien.

+++ 14:06 Verhandlungen: Teheran äußert Vorbehalte gegen US-Positionen +++

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat Insidern zufolge dem Vermittler Pakistan in Islamabad die Forderungen der Teheraner Führung in den Verhandlungen mit den USA übermittelt. Dabei habe er auch iranische Vorbehalte gegen Forderungen der USA übermittelt, sagt ein an den Gesprächen beteiligter pakistanischer Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Iranischen Angaben zufolge sei kein direktes Treffen mit US-Vertretern geplant.

+++ 13:31 Iranisches Ministerium: Trotz Schäden weiter Raketenproduktion +++

Der Iran verfügt nach Darstellung des Verteidigungsministeriums weiterhin über einen erheblichen Teil seiner Raketenkapazitäten, die im bisherigen Konfliktverlauf mit den USA und Israel nicht zum Einsatz kamen. Wie Ministeriumssprecher und General Resa Talaie-Nik laut der Nachrichtenagentur Tasnim erklärte, werde die heimische Rüstungsindustrie ihre Arbeit trotz der Schäden an einigen Produktionszentren fortführen. Die Produktionslinien seien über das gesamte Land verteilt.

+++ 12:40 Türkei will sich in der Straße von Hormus an Minenräumung beteiligen +++

Die Türkei könnte sich nach einem Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran an den Minenräumungsaktionen in der Straße von Hormus beteiligen, sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan. Er teilte Reportern mit, dass alle Minenräumungsarbeiten von einem technischen Team aus verschiedenen Ländern durchgeführt würden und dass die Türkei "kein Problem" mit der Teilnahme hätte. Fidan betonte, dass die Türkei ihre Position neu bewerten würde, falls eine künftige technische Koalition von Ländern in einen erneuten Konflikt verwickelt würde. Er fügte hinzu, dass die Fragen rund um das iranische Atomprogramm bei der nächsten Gesprächsrunde in Pakistan gelöst werden könnten.

+++ 11:47 Sharma: Streit im Iran - doch alle folgen dem Regime +++

Trotz Berichten über interne Spannungen betont das iranische Regime Geschlossenheit. ntv-Korrespondentin Kavita Sharma ordnet ein: Auch vermeintliche Pragmatiker im System stehen letztlich hinter dem Regime - das von den Revolutionsgarden zunehmend geprägt wird.

+++ 10:56 Straße von Hormus: Schifffahrtsbehörde sieht Lieferketten gefährdet +++

Die Internationale Schifffahrtskammer beklagt die gegenseitigen Schiffsbeschlagnahmungen in der Straße von Hormus durch die USA und den Iran. Diese verstoßen gegen internationales Recht, sagte John Stawpert, Direktor der Schifffahrtsbehörde, gegenüber Al Jazeera. Seeleuten müsse die Möglichkeit gegeben werden, ihrer Tätigkeit "frei und ohne Verfolgung" nachzugehen. "Diese Leute transportieren nichts anderes als Waren. Und wir können es uns wirklich nicht leisten, dass Schiffe beschlagnahmt werden - letztendlich aus politischen Gründen, um ein politisches Zeichen zu setzen", mahnte Stawpert, dessen Organisation rund 80 Prozent der weltweiten Handelsflotte vertritt.

+++ 10:07 Politikwissenschaftler Fischer: US‑Einsatz im Golf "löchrig wie Schweizer Emmentaler" +++

Verhandlungen ohne klare Linie, Militär ohne Durchschlagskraft: Politikwissenschaftler Klemens Fischer kritisiert Trumps Iran-Strategie scharf. Der Iran habe aktuell die Oberhand, der US-Einsatz im Golf offenbare deutliche Schwächen.

+++ 09:38 Hinrichtung im Iran wegen angeblicher Spionage +++

Im Iran ist ein Mann wegen angeblicher Spionage für den israelischen Geheimdienst Mossad und Gewalt bei landesweiten Protesten hingerichtet worden. Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim meldet, der Iraner Erfan Kiani sei am frühen Morgen gehängt worden, nachdem der Oberste Gerichtshof das Todesurteil bestätigt habe. Kiani wurde den Angaben zufolge vorgeworfen, als "angeheuerter Schläger des Mossad" in der zentraliranischen Stadt Isfahan öffentliches und privates Eigentum zerstört und in Brand gesetzt zu haben. Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten in diesem Jahr. In den vergangenen Wochen wurden im Iran immer wieder Menschen unter ähnlichen Vorwürfen exekutiert.

+++ 09:02 Nahost-Krieg: In Islamabad keimt Hoffnung auf Entspannung +++

Die USA schicken Trumps Schwiegersohn Kushner und den Sondergesandten Witkoff nach Islamabad. Doch die Details der möglichen Gespräche sind weiter unklar. Es ist nicht bekannt, ob die USA und der Iran überhaupt direkt miteinander sprechen werden - oder nur Botschaften über den Vermittler Pakistan austauschen lassen. Klar ist aber: Alle Hoffnungen ruhen aktuell auf diesem Treffen.

+++ 08:30 Kuwait lässt inhaftierten US-Journalisten frei +++

Wochenlang saß Ahmed Shihab-Eldin wegen seiner Berichterstattung über den Iran-Krieg in Haft. Nun ist der US-kuwaitische Journalist freigelassen worden. Er hatte unter anderem für die "New York Times", die US-Sendergruppe PBS und das englischsprachige Programm des katarischen Nachrichtensenders Al-Dschasira berichtet. Ahmed Shihab-Eldin sei "sicher aus Kuwait abgereist", sagte ein Vertreter des US-Außenministeriums. Er war während eines Besuchs bei seiner Familie in Kuwait Anfang März wegen angeblicher Verbreitung von Falschinformationen und Gefährdung der nationalen Sicherheit festgenommen worden.

+++ 07:58 Libanon meldet sechs Tote im Süden – Israel greift trotz Waffenruhe an +++

Trotz der Verlängerung der Feuerpause sind bei israelischen Angriffen im Libanon am Freitag nach libanesischen Angaben sechs Menschen getötet worden. Zwei weitere Menschen seien bei israelischen Luftangriffen im Südlibanon verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Die israelische Armee hatte zuvor erklärt, sie habe sechs Hisbollah-Kämpfer bei einem Feuergefecht im südlibanesischen Dorf Bint Dschbeil getötet.

+++ 07:05 US-Senator fordert Trump auf, Iran wieder anzugreifen +++

Der republikanische Senator Roger Wicker hat US-Präsident Donald Trump aufgefordert, die Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen. Wicker ist Vorsitzender des Senatsausschusses für das Militär. In seiner Stellungnahme hieß es: "Die Zeit für Verhandlungen mit dem iranischen Regime ist vorbei". Man könne den radikalen Nachfolgern des getöteten Ayatollah Chamenei nicht trauen, irgendwelche Versprechen oder Vereinbarungen einzuhalten. Trump solle das Militär anweisen, "die konventionellen militärischen Fähigkeiten des Iran endgültig zu zerstören und alle letzten Überreste ihres Atomprogramms zu beseitigen."

+++ 06:32 Pistorius: Iran-Krieg treibt weltweiten Bedarf an Luftabwehr +++

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat vor einem massiv gestiegenen Bedarf an Luftabwehrsystemen infolge des Iran-Kriegs gewarnt. "Der Bedarf an Luftverteidigungssystemen ist durch den Iran-Krieg weltweit noch einmal weiter gestiegen", sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post".

+++ 05:43 Unklare Machtverteilung in Teheran: Iran-Gespräche sollen in Pakistan starten +++

Im Bemühen um ein Ende des Iran-Kriegs zeichnen sich schwierige diplomatische Gespräche in Pakistan ab. Das Weiße Haus kündigt eine Reise der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zu Verhandlungen nach Islamabad an. Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi traf bereits am Freitag in der pakistanischen Hauptstadt ein. Die den Revolutionsgarden, der iranischen Elitestreitmacht, nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim weist Berichte über Verhandlungen jedoch umgehend zurück. Auch eine angebliche Bitte des Irans um ein persönliches Treffen, von der US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt sprach, bezeichnet Tasnim als falsch. Unklar bleibt damit, ob die Konfliktparteien direkt verhandeln oder lediglich Botschaften über pakistanische Vermittler austauschen.

+++ 04:49 Kanada gibt grünes Licht für Ausbau von Gas-Pipeline für mehr Exporte nach Asien +++

Die kanadische Regierung hat den Ausbau einer Erdgas-Pipeline an der Westküste für mehr Exporte nach Asien gebilligt. Der Ausbau der Pipeline mit mehreren Milliarden Dollar sei Teil von Kanadas "Strategie der Handelsdiversifizierung", erklärt das Ministerium für natürliche Ressourcen in Ottawa. Laut Premierminister Mark Carney könnten mehr Exporte von Erdöl und Erdgas nach Asien der "Energie-Supermacht" Kanada dabei helfen, die sich verschlechternden Handelsbeziehungen zum Nachbarland USA auszugleichen. Die Pipeline in der Provinz British Columbia, die dem kanadischen Energieriesen Enbridge gehört, soll ab dem Sommer für vier Milliarden kanadische Dollar (2,5 Milliarden Euro) ausgebaut werden. Die Arbeiten sollen bis Ende 2028 abgeschlossen sein. Für den internationalen LNG-Markt, der durch den gegenwärtigen Krieg der USA und Israels gegen den Iran stark unter Druck geraten ist, bedeutet das Projekt somit keine baldige Entlastung.

+++ 03:45 SPD-Fraktionschef Miersch: Im schlimmsten Fall neue Schulden wegen Iran-Krise +++

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hat das Aussetzen der Schuldenbremse ins Spiel gebracht, falls die Iran-Krise mit massiven wirtschaftlichen Auswirkungen für Deutschland anhält. "Der Staat hat die Aufgabe, einen Zusammenbruch unserer Wirtschaft zu verhindern", sagt Miersch der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Ich will keinen Teufel an die Wand malen, aber natürlich müssen im schlimmsten Fall alle Optionen auf den Tisch." Dazu könne auch zählen, eine Haushaltsnotlage auszurufen, also einen Überschreitensbeschluss zu fassen und womöglich neue Schulden aufzunehmen, sagt der Sozialdemokrat. Ein solcher Beschluss bedeutet, dass der Bundestag die Ausnahmeregelung der Schuldenbremse im Grundgesetz nutzt. Diese ermöglicht es, dass der Bund in "außergewöhnlichen Notsituationen" mehr Kredite aufnimmt, als normalerweise erlaubt.

+++ 02:45 Britischer Premier kündigt Gesetz für Verbot der iranischen Revolutionsgarden an +++

Der britische Premierminister Keir Starmer hat einem Medienbericht zufolge zugesagt, in den kommenden Wochen einen Gesetzentwurf für ein Verbot der iranischen Revolutionsgarden vorzulegen. Wie die Zeitung "Jewish Chronicle" berichtet, kündigte Starmer das Gesetz während eines Besuchs in einer Londoner Synagoge an, auf die am vergangenen Samstag ein Brandschlag verübt worden war. Um die erforderlichen Maßnahmen gegen "böswillige staatliche Akteure" ergreifen zu können, sei eine gesetzliche Grundlage notwendig, sagt Starmer, als er nach einem möglichen Verbot der Revolutionsgarden gefragt wurde.

+++ 01:49 US-Finanzminister: Kryptowährungsguthaben mit Verbindungen zum Iran eingefroren +++

Die USA haben wegen Verbindungen zum Iran Kryptowährungsguthaben in Höhe von 344 Millionen Dollar (294 Millionen Euro) eingefroren. US-Finanzminister Scott Bessent erklärt dazu im Onlinedienst X, sein Ministerium werde weiter "systematisch Teherans Fähigkeit verringern, Guthaben zu generieren, zu transferieren und zurückzuholen". Es würden Sanktionen gegen "diverse Guthaben mit Verbindungen zum Iran" verhängt, was zu einem Einfrieren dieser Gelder führe.

+++ 00:49 Pistorius verlegt Minensucher vorsorglich ins Mittelmeer +++

Zur Vorbereitung eines möglichen Einsatzes in der Straße von Hormus hat Verteidigungsminister Boris Pistorius angekündigt, deutsche Marineeinheiten ins Mittelmeer zu verlegen. "Wir werden einen Minensucher ins Mittelmeer verlegen und ihm ein Führungs- und Versorgungsschiff zur Seite stellen", sagt der SPD-Politiker der "Rheinischen Post". Wann genau sie aufbrechen sollen, sagt er nicht. Infolge des Iran-Kriegs ist die Straße von Hormus derzeit blockiert.

+++ 23:39 USA verhängen neue Sanktionen gegen Irans chinesische Handelspartner +++

Die US-Regierung will den wirtschaftlichen Druck auf den Iran mit weiteren Sanktionen erhöhen. Das US-Finanzministerium belegt die chinesische Ölraffinerie Hengli wegen ihrer umfassenden Geschäfte mit Teheran mit Sanktionen, wie es in einer Mitteilung des Ministeriums heißt. "Unabhängige Raffinerien mit Sitz in China spielen weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der iranischen Ölwirtschaft, und Hengli ist einer der größten Abnehmer von Rohöl und anderen Erdölprodukten aus dem Iran", teilt das Ministerium mit. Hengli habe iranisches Erdöl im Wert von mehreren Milliarden Dollar gekauft. Es handele sich um die zweitgrößte derartige Raffinerie in ganz China. Zusätzlich verhängt das Ministerium Sanktionen gegen etwa 40 Reedereien und Schiffe, die laut Mitteilung als Teil der iranischen Schattenflotte operieren.

+++ 22:17 Trump: Iran plant Vorlage eines Angebots +++

US-Präsident Donald Trump sagt der Nachrichtenagentur Reuters, der Iran plane, ein Angebot zu unterbreiten, das darauf abziele, die Forderungen der USA zu erfüllen. "Sie unterbreiten ein Angebot, und wir werden sehen", sagt Trump in einem Telefoninterview. Wie das Angebot aussehen werde, wisse er noch nicht. Auf die Frage, mit wem die USA verhandelten, sagt Trump: "Das möchte ich nicht sagen, aber wir verhandeln mit den Leuten, die derzeit das Sagen haben." Ob der Iran tatsächlich ein Angebot vorlegen will, das die US-Forderungen erfüllt, ließ sich nicht unabhängig prüfen. Trump hat im Iran-Krieg wiederholt Dinge so dargestellt, dass sie ihn in einer starken Position erscheinen ließen. Anschließende Entwicklungen hatten dies dann aber zum Teil nicht widergespiegelt.

+++ 21:41 Irans Außenminister in Pakistan eingetroffen +++

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi ist nach pakistanischen Angaben in der dortigen Hauptstadt Islamabad eingetroffen. Den Angaben zufolge will er dort Vorschläge zur Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit den USA erörtern. Ob er direkt mit US-Verhandlungsführern zusammentreffen wird oder nicht, war unklar. Pakistanische Insider sagten, Araghtschi habe kein solches Treffen geplant. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte indes, die US-Sonderbeauftragten Steve Witkoff und Jared Kushner würden am Samstagmorgen nach Pakistan aufbrechen, um Gespräche mit Araghtschi zu führen.

+++ 21:07 Schah-Sohn Pahlavi macht deutschen Medien nach Besuch schwere Vorwürfe +++

Der Exil-Oppositionelle Reza Pahlavi zeigt sich nach seinen Besuchen in Stockholm und Berlin schwer enttäuscht von der Presselandschaft und wirft europäischen Medienvertretern das "Unterdrücken der Stimmen" (engl. Silencing) der Iraner vor. Bei Pressekonferenzen in den Hauptstädten Schwedens und Deutschlands sei ihm keine einzige Frage über die Tausenden Iranerinnen und Iraner gestellt worden, die im Januar im Iran vom Regime "abgeschlachtet" worden seien. Auch sei er nicht zu erst kürzlich erfolgten Exekutionen politischer Gefangener durch das Mullah-Regime befragt worden, so seine Wahrnehmung. "Hier im Herzen eines Kontinents, der behauptet, für Menschenrechte, Gerechtigkeit und Würde zu stehen, haben die Journalisten ihre Verantwortungen von Berufswegen und auch ihre moralische Objektivität voll abgetreten", sagt er. Mehr als an Kritik am Regime im Iran seien sie daran interessiert, die USA und Israel zu kritisieren und zu fragen, warum die beiden Länder einen "Diktator" getötet hätten, der, wie Pahlavi ausführt, das iranische Volk 47 Jahre lang "abgeschlachtet" hat.

Während Pahlavi als Sohn des letzten Schahs attestiert wird, im Iran selbst keine allzu breite Anhängerschaft zu haben, ist er insbesondere für Exil-Iraner ein Symbol für einen möglichen Übergang. Pahlavi lebt seit Jahrzehnten im Exil, hatte gar vor der Islamischen Revolution 1979 das Land verlassen.

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