Iran-Krieg im Liveticker+++ 18:08 Bericht: Trump schickt Witkoff und Kushner zu Iran-Gesprächen+++
US-Präsident Donald Trump schickt einem Medienbericht zufolge den Sonderbeauftragten Steven Witkoff und seinen Schwiegersohn Jared Kushner zu Gesprächen mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi nach Pakistan. Dies berichtet der Sender CNN unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter.
+++ 17:35 Fischer: "Geld ist das geringste Problem des Iran" +++
Der Politikwissenschaftler Clemens Fischer schätzt, dass vor allem Trump im Nahost-Konflikt mehr unter Druck geraten wird. Der Iran könne sich durch Unterstützung seiner Allianzen über Wasser halten, während er durchaus innenpolitisch in die Bredouille geraten könnte, da er immer mehr den Kongress miteinbeziehen muss.
+++ 17:05 Hisbollah nennt verlängerte Waffenruhe mit Israel bedeutungslos +++
Knapp einen Tag nach der vom US-Präsidenten Donald Trump verkündeten Verlängerung der Waffenruhe im Libanon hat die Hisbollah-Miliz diese als bedeutungslos bezeichnet. Angesichts anhaltender Angriffe Israels sei die Feuerpause hinfällig, sagt der Hisbollah-Abgeordnete Ali Fajjad. Zuvor hatte das libanesische Gesundheitsministerium den Tod von zwei Menschen durch einen israelischen Luftangriff im Dorf Tulin im Südlibanon gemeldet. Zudem schoss die vom Iran unterstützte Hisbollah nach eigenen Angaben sowie nach Angaben des israelischen Militärs eine israelische Drohne ab.
Trump hatte die Verlängerung der Feuerpause um drei Wochen am Donnerstag nach einem Treffen mit den Botschaftern Israels und des Libanon im Weißen Haus angekündigt. Das ursprüngliche Abkommen wäre am Sonntag ausgelaufen. Obwohl die am 16. April in Kraft getretene Vereinbarung zu einem deutlichen Rückgang der Gewalt geführt hat, liefern sich Israel und die Hisbollah im Südlibanon weiterhin Gefechte. Die Hisbollah ist selbst nicht Teil des Waffenstillstandsabkommens und lehnt direkte Kontakte der Regierung in Beirut mit Israel strikt ab. Die Feindseligkeiten waren am 2. März wieder aufgeflammt, als die Miliz zur Unterstützung des Iran in den regionalen Krieg eingriff.
+++ 16:28 Schweiz eröffnet Botschaft im Iran schrittweise wieder +++
Die Schweiz öffnet nach einer vorübergehenden Schließung wegen Sicherheitsbedenken schrittweise wieder ihre Botschaft im Iran. Ein kleines Team von vier Mitarbeitern bereite in Teheran die Wiederaufnahme des Betriebs vor, teilt das Außenministerium mit. Die Vertretung war am 11. März wegen der prekären Sicherheitslage geschlossen worden. Der Schritt sei nach einer Risikoanalyse und in Absprache mit dem Iran sowie den USA erfolgt. Die Schweiz vertritt nach einer entsprechenden Vereinbarung die diplomatischen Interessen der USA in dem Land. Konsularische Dienstleistungen wie die Vergabe von Visa würden vorerst noch nicht angeboten. Der Kommunikationskanal zwischen Washington und Teheran sei auch während der Schließung offengehalten worden, hieß es weiter.
+++ 15:57 Irans Außenminister reist nach Islamabad und Moskau +++
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi bricht Staatsmedien zufolge zu einer Reise auf, die ihn nach Islamabad, in die Hauptstadt des Oman, Maskat, und nach Moskau führt. Ziel seien bilaterale Konsultationen sowie Gespräche über die aktuellen Entwicklungen in der Region, meldet die Nachrichtenagentur Irna. Dabei gehe es auch um die Lage in dem "von den USA und dem israelischen Regime gegen den Iran aufgezwungenen Krieg". Zuvor hatte es bereits Informationen aus der pakistanischen Regierung gegeben, nach denen Aragtschi in Islamabad erwartet werde.
+++ 15:23 Netanjahu hatte Tumor - und verschob Bericht darüber wegen Iran-Krieg +++
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat erstmals eine Behandlung wegen eines bösartigen Prostatatumors bekanntgegeben. "Ich habe mich einer gezielten Behandlung unterzogen, die das Problem beseitigt hat, ohne Spuren zu hinterlassen", teilt de 76-Jährige auf X mit. Er sei gesund, sagte Netanjahu weiter. Der israelische Regierungschef war Ende 2024 bereits wegen einer gutartigen Prostatavergrößerung operiert worden. Bei einer Nachuntersuchung sei der Tumor in einem sehr frühen Stadium entdeckt worden. Wann und wie genau er deshalb behandelt wurde, ließ er offen. Netanjahu veröffentlichte nun auch einen Gesundheitsbericht. Er habe diese Bekanntmachung jedoch verzögert, damit sie nicht "mitten im Krieg" erscheine, und um zu verhindern, dass Irans Führung Propaganda verbreite.
+++ 15:08 Wie Irans "Moskito-Marine" die Straße von Hormus blockiert +++
Vor Wochen schon behauptete US-Präsident Trump, Irans Marine vernichtet zu haben. Doch noch immer bedrohen kleine Schnellboote den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus. Trump verspottet die "Schlaumeier-Schiffe" trotzdem als unbedeutend.
+++ 14:32 UN-Büro sieht Hinweise auf Kriegsverbrechen im Libanon +++
Das UN-Menschenrechtsbüro sieht Anzeichen für israelische Kriegsverbrechen im Libanon. Das Büro habe zahlreiche tödliche Angriffe auf Gesundheitspersonal und Journalisten dokumentiert, sagt Sprecher Thameen Al-Kheetan in Genf. Am Mittwoch habe das israelische Militär nach Berichten Sanitäter bei Hilfeleistungen behindert, nachdem ein Journalist bei einem Angriff getötet und ein Fotograf verletzt worden war. "Medizinisches Personal, sei es militärisch oder zivil, sowie andere Zivilisten, darunter auch Journalisten, genießen nach dem humanitären Völkerrecht Schutz. Sie gezielt anzugreifen, würde ein Kriegsverbrechen darstellen", sagt der Sprecher.
Das UN-Menschenrechtsbüro hat einen Bericht über die ersten drei Wochen der Angriffe Israels gegen die Hisbollah vorgelegt. "Unsere Analyse der groß angelegten Angriffe, des Beschusses und der Bodenoffensiven ergab, dass es bei den Operationen der israelischen Streitkräfte im Libanon zu direkten Angriffen auf Zivilisten, darunter auch medizinisches Personal, kam", sagt der Sprecher. Die Zerstörung von mehrstöckigen Wohnhäusern könne einen schweren Verstoß gegen das internationale Völkerrecht darstellen, ebenso die Vertreibung von mehr als einer Million Menschen. Das Gleiche gelte für die Raketenangriffe der Hisbollah in Nordisrael.
+++ 13:56 Alte Aufnahmen zeigen iranisches Schnellboot-Versteck +++
Aufnahmen aus dem Jahr 2025 zeigen einen kilometerlangen Tunnel, in dem sich Dutzende iranische Schnellboote befinden. Die Verhandlungen um die Öffnung der Straße von Hormus gehen kaum voran. US-Präsident Trump weist jede Schuld von sich und meint: "Wir wissen nicht, mit wem wir verhandeln sollen."
+++ 13:31 Bericht: "Hohe Wahrscheinlichkeit für Durchbruch" bei Iran-Gesprächen +++
In den Gesprächen zwischen dem Iran und den USA könnte es zu einem Durchbruch kommen. Es gebe eine "hohe Wahrscheinlichkeit eines Durchbruchs", wird ein anonymer pakistanischer Regierungsvertreter von Al Jazeera zitiert. Eine Delegation aus Teheran, angeführt vom Außenminister Abbas Araghchi, wird für den Abend in der Hauptstadt Islamabad erwartet. Am Vormittag führte der iranische Außenminister bereits ein Telefongespräch mit dem stellvertretenden Premierminister und Außenminister Pakistans, Ishaq Dar, wie von beiden Seiten bestätigt wurde.
+++ 12:59 Verlängerung von Waffenruhe im Libanon laut Hisbollah bedeutungslos +++
Angesichts anhaltender Angriffe Israels ist die Waffenruhe im Libanon nach den Worten eines Hisbollah-Abgeordneten bedeutungslos. Die vom Iran unterstützte Miliz habe das Recht, auf israelische Angriffe zu reagieren, sagt Ali Fajjad. Es ist die erste Stellungnahme der Hisbollah auf die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Verlängerung der Feuerpause um drei Wochen.
+++ 12:31 Zwischenfälle im Libanon trotz Waffenruhe-Verlängerung +++
Nach der Verlängerung der Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah hat die israelische Armee in der Nacht im Südlibanon zwei Mitglieder der Miliz getötet. Beide seien bei einem Angriff auf ein Haus in dem Ort Tulin ums Leben gekommen, hieß es aus libanesischen Sicherheitskreisen. Israels Militär teilt am Vormittag mit, der Angriff sei als Reaktion auf Raketenbeschuss der vom Iran unterstützten Hisbollah erfolgt. Die israelische Armee sagte, sie habe militärische Anlagen der Miliz in Tulin sowie in einem weiteren südlibanesischen Ort ins Visier genommen. Die Hisbollah habe diese für Angriffe genutzt. Israel darf sich laut der aktuellen Waffenruhe-Vereinbarung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen.
+++ 11:52 Experte: "Viel Zeit hat Trump nicht mehr, Krieg zu beenden" +++
Im festgefahrenen Iran-Krieg markiert Donald Trump wie gewohnt den starken Mann und gibt an, man habe im Gegensatz zu Teheran "alle Zeit der Welt". Dem widerspricht Politologe Thomas Jäger mit Blick auf die Midterm-Wahlen. Er attestiert: "Trump weiß nicht, was er tun soll".
+++ 11:38 Irans Außenminister telefoniert mit pakistanischen Vermittlern +++
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat mit pakistanischen Vermittlern telefoniert. In separaten Gesprächen mit Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, und dem Außenminister des Landes, Ishaq Dar, seien "regionale Entwicklungen und Themen in Verbindung mit der Waffenruhe" besprochen worden, heißt es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.
+++ 11:03 Sharma: Iran derzeit nicht bereit für Verhandlungen +++
Korrespondentin Kavita Sharma berichtet, welche Bedeutung die verlängerte Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon hat. Eine langfristige Lösung für die Region sei eine "Mammutaufgabe", eine Rückkehr des Irans an den Verhandlungstisch mit den USA zeichne sich bislang nicht ab.
+++ 10:35 Iraner seit 56 Tagen weitgehend vom Internet abgeschnitten +++
Die Iraner sind inzwischen den 56. Tag in Folge vom Zugang zum globalen Internet ausgeschlossen. Die Sperre halte bereits seit 1320 Stunden an, teilt die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks auf X mit. Demnach handelt es sich um die bislang längste landesweite Internetsperre in einer sonst "vernetzten Gesellschaft". Mit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar hatte die Regierung in Teheran den Zugang zum weltweiten Internet weitgehend gesperrt. Die 90 Millionen Iraner können seitdem nur auf ein eingeschränktes internes Netzwerk zugreifen, in dem lediglich staatlich genehmigte Inhalte zur Verfügung stehen. Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats dagegen nutzt das Internet weiter ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X - also auf Portalen, die eigentlich gesperrt sind.
+++ 10:02 Hapag-Lloyd: Eines unserer Schiffe hat die Straße von Hormus passiert +++
Eines der im Persischen Golf festsitzenden Schiffe von Hapag-Lloyd hat nach Angaben des Unternehmens die Straße von Hormus passiert. Das erklärt Hapag-Lloyd. Zum Zeitpunkt und den Umständen der Fahrt wollte sich das Unternehmen nicht äußern. Ursprünglich waren es sechs Schiffe mit 150 Seeleuten gewesen, die wegen der Blockade der Straße von Hormus im Golf feststeckten. Jetzt seien es noch vier Schiffe mit rund 100 Crew-Mitgliedern, erklärt ein Hapag-Lloyd-Sprecher. Bei einem der Schiffe sei der Chartervertrag ausgelaufen, so dass es nicht mehr zur Hapag-Lloyd-Flotte gehöre. Wann mit einer Rückkehr der verbliebenen Schiffe zu rechnen ist, sei unvorhersehbar.
+++ 09:21 Kleim: "Werden hohe Ölpreise wohl bis Jahresende haben" +++
Die verlängerte Waffenruhe im Libanon gibt vertriebenen Zivilisten eine dringend nötige Atempause. Auf dem Feld der Diplomatie zeichnet sich jedoch weiter keine Entwicklung ab, wie USA-Experte Peter Kleim attestiert. Die Auswirkungen des Krieges werden weltweit wohl noch das ganze Jahr zu spüren sein.
+++ 08:50 Israelische Armee nimmt mehrere Palästinenser fest +++
Am frühen Morgen hat die israelische Armee mehrere Palästinenser festgenommen. Diese seien bei Durchsuchungen in Nablus im Westjordanland erfolgt, berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa.
+++ 08:03 Israel: Drei Hisbollah-Terroristen getötet +++
Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben drei Kämpfer der Terrororganisation Hisbollah getötet. "Drei Hisbollah-Terroristen wurden getötet, nachdem sie erfolglos eine Boden-Luft-Rakete auf ein Flugzeug der israelischen Luftwaffe abgefeuert hatten", so die Armee.
+++ 07:23 Israel meldet neue Raketenangriffe +++
Trotz einer Waffenruhe im Nahen Osten wird Israel mit Raketen angegriffen. Mehrere Raketen seien auf den Norden des jüdischen Staats abgefeuert worden, meldet das Militär. Die dafür verwendete Abschussrampe sei anschließend von den israelischen Streitkräften zerstört worden.
+++ 06:36 Neue israelische Luftangriffe im Libanon +++
Laut lokalen Medienberichten haben israelische Kampfflugzeuge neue Angriffe auf den Südlibanon geflogen. Zwei Luftangriffe galten der Stadt Touline, während ein weiterer Angriff Khirbet Selm traf, berichtete der Nachrichtensender Lebanon 24.
Nur wenige Stunden zuvor hatte US-Präsident Donald Trump eine dreiwöchige Verlängerung des Waffenstillstands zwischen Israel und der Hisbollah angekündigt.
+++ 05:43 Goldman Sachs: Ölproduktion wird nach Öffnung der Straße von Hormus rasch anziehen +++
Nach einer vollständigen Öffnung der Straße von Hormus dürfte sich die Ölproduktion am Golf laut der US-Großbank Goldman Sachs innerhalb weniger Monate größtenteils erholen. Im April seien wegen des Iran-Konflikts rund 14,5 Millionen Barrel pro Tag oder 57 Prozent der Vorkriegsmenge vom Netz genommen worden, heißt es in einer Analyse der US-Investmentbank. Dabei handele es sich vor allem um Vorsichtsmaßnahmen und nicht um physische Schäden an den Ölfeldern. Eine Erholung könnte jedoch durch logistische Engpässe gebremst werden, da die verfügbare Tankerkapazität in der Region um die Hälfte gesunken sei. Zudem könnten Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate ihre Förderung schneller wieder hochfahren als der Iran und der Irak.
+++ 04:42 Verifox-Chef: Gaspreise könnten weiter deutlich steigen +++
Der Chef des Energie-Vergleichsportals Verivox, Daniel Puschmann, sieht angesichts steigender Gaspreise durch den anhaltenden Iran-Konflikt anhaltend hohe Heiz- und Stromkosten für die deutschen Haushalte voraus. "Wir stehen eher am Anfang höherer Preise bei Gas als am Ende der Entwicklung", sagt Puschmann der "Augsburger Allgemeinen". "Je länger aber der Konflikt andauert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die höheren Beschaffungspreise für Erdgas auch in höheren Endkundenpreisen niederschlagen", erklärt er. "Gas ist so teuer wie seit März 2023 nicht mehr", führt der Verivox-Chef aus. "Wer neu abschließt, muss derzeit im Schnitt 11 Cent pro Kilowattstunde Gas zahlen." Damit seien nahezu die 12 Cent der Gaspreis-Bremse erreicht, die die Ampel-Regierung nach Beginn des Ukraine-Kriegs festgelegt habe. Die hohen Gaspreise wirkten zeitversetzt auch auf die Strompreise. "Kostensteigerungen von zehn Prozent pro Haushalt sind möglich", sagt Puschmann.
+++ 03:49 Irans Zentralbank bestätigt Eingang von Maut für Straße von Hormus +++
Die iranische Zentralbank hat den Erhalt erster Gebühren für die Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus bestätigt. Laut der Nachrichtenagentur Fars gingen die Zahlungen in bar oder Devisen ein, nicht aber in Kryptowährung. Die Höhe der Abgaben richtet sich laut dem Bericht nach der Art und Menge der geladenen Fracht sowie dem jeweiligen "Risikograd". Konkrete Summen nennt die Bank nicht. Branchenkreise hatten zuvor von Forderungen in Höhe von bis zu zwei Millionen US-Dollar pro Durchfahrt berichtet.
+++ 02:47 Hisbollah: Endet Waffenruhe, wird Krieg weitergeführt +++
Die proiranische Hisbollah-Miliz spricht Vertretern der libanesischen Regierung das Recht ab, mit Israel Verhandlungen über ein Ende der Kämpfe zu führen. "Die libanesischen Behörden treten in Verhandlungen, ohne irgendein Druckmittel zu haben", sagt der hochrangige Hisbollah-Funktionär Mahmud Komati lokalen Fernsehsendern. Direkte Verhandlungen bedeuteten die Anerkennung eines Feindes, "der unsere Menschen tötet". Das Ziel Israels bestehe darin, der Hisbollah die Waffen zu nehmen. "Wir haben beschlossen, nicht wieder in eine Situation zurückzukehren, in der wir angegriffen werden, ohne zu reagieren", sagt Komati, Mitglied des Politbüros der Hisbollah, weiter. Unabhängig vom Ergebnis der Verhandlungen werde man eine weitere "Besatzung" Israels im Südlibanon nicht akzeptieren. "Endet die Waffenruhe, wird der Krieg ohne zeitliche Begrenzung weitergeführt."
+++ 01:47 Trump schließt Atomwaffen-Einsatz gegen Iran aus +++
US-Präsident Donald Trump hat den Einsatz einer Atomwaffe gegen den Iran ausgeschlossen. "Nein, ich würde sie nicht einsetzen", sagt Trump am Donnerstag vor Journalisten im Weißen Haus. "Warum sollte ich eine Atomwaffe einsetzen, wenn wir sie auf ganz konventionelle Weise auch ohne dezimiert haben?", fügt Trump hinzu. "Eine Atombombe sollte niemals von irgendjemandem eingesetzt werden dürfen", stellt der US-Präsident klar. Trump hatte am 7. April mit einer drastischen Drohung gegen den Iran für große Empörung gesorgt: "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben und niemals wieder zum Leben erweckt werden", warnte Trump.
+++ 00:46 Papst fordert USA und Iran zu Gesprächen auf +++
Papst Leo XIV. fordert die USA und den Iran zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. Auf dem Rückflug von einer Afrika-Reise mahnt das Oberhaupt der katholischen Kirche eine neue "Kultur des Friedens" an, um Konflikte ohne militärische Gewalt zu regeln. Leo spricht von einer "chaotischen Situation". "An einem Tag sagt der Iran Ja, die Vereinigten Staaten sagen Nein, und umgekehrt. Wir wissen nicht, wo das hingehen wird." Der Papst ermutigt alle Seiten, "Antworten zu finden, die aus einer Kultur des Friedens und nicht aus Hass und Spaltung hervorgehen". Zugleich verurteilt er in seinem Flugzeug vor mitreisenden Journalisten die Tötung von Demonstranten im Iran und auch die dortigen Hinrichtungen.
+++ 23:44 Trump: Waffenruhe im Libanon um drei Wochen verlängert +++
Die aktuell geltende Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump um drei Wochen verlängert werden. Das teilt er nach einem Treffen von Vertretern der verfeindeten Nachbarländer Israel und Libanon im Weißen Haus auf seiner Plattform Truth Social mit.
US-Präsident Donald Trump sagt in Washington auf die Frage eines Reporters, wie lange er bereit sei, auf ein langfristiges Friedensabkommen mit dem Iran zu warten: "Drängen Sie mich nicht." Er könne zwar "sofort" ein Abkommen schließen. "Aber das möchte ich nicht. Ich möchte, dass es von Dauer ist." Trump sagt zudem, der Iran habe während des zweiwöchigen Waffenstillstands vielleicht "ein wenig" seine Waffenvorräte aufgefüllt. Die USA könnten dies in etwa einem Tag aber wieder ausschalten.
+++ 22:00 Hapag-Lloyd: Derzeit kaum Chancen für Rückkehr von Schiffen aus Persischem Golf +++
Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd sieht aktuell keine Möglichkeit zur Rückholung ihrer im Persischen Golf festsitzenden Frachter. "Im Moment sehen wir keine Option, da rauszukommen", sagt Konzernchef Rolf Habben Jansen bei einer Online-Branchenveranstaltung. Die Crews seien gut versorgt mit Lebensmitteln und Frischwasser. Das sei nicht das Problem. "Wir warten auf ein Zeitfenster, in dem man möglicherweise herauskommt." Nach früheren Angaben sitzen sechs Hapag-Frachter mit rund 150 Seeleuten an Bord fest. Auch zahlreiche Schiffe anderer Reedereien sind im Golf gestrandet. Der Iran blockiert die dem Golf vorgelagerte Straße von Hormus faktisch seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar.
+++ 21:30 Bericht: Drohnen waren Grund für Aktivierung der Luftabwehr in Teheran +++
Die iranische Agentur Fars zitiert einen ihrer Reporter mit den Worten, die zuvor am Abend erfolgte Aktivierung der Luftabwehr sei darauf zurückzuführen gewesen, dass an verschiedenen Orten im Iran kleine Drohnen am Himmel entdeckt worden seien.
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