Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:36 Ukrainische Stadt Konotop seit vier Tagen ohne Strom - Wasser und Gas eingeschränkt +++
Die ukrainische Stadt Konotop ist nach russischen Angriffen den vierten Tag in Folge ohne Strom. Zudem ist die städtische Trinkwasserversorgung stark eingeschränkt und auch die zentrale Erdgasversorgung in den meisten Wohngebieten ist unterbrochen, berichtet "The New Voice of Ukraine" unter Berufung auf den örtlichen Bürgermeister. Das städtische Krankenhaus muss sich aus diesem Grund vollständig auf Notstromaggregate verlassen, um die Lebenserhaltungssysteme von Patienten und den stationären Betrieb aufrechtzuerhalten. „Leider gibt es keinerlei Prognosen zur Wiederherstellung der Stromversorgung. Überhaupt keine“, betont der Bürgermeister. Konotop liegt im Nordosten der Ukraine etwa 70 Kilometer von der russischen Grenze entfernt und ein wichtiger Eisenbahn- und Verkehrsknotenpunkt in der Oblast Sumy.
+++ 08:58 Ukrainische Medien bemängeln steigenden staatlichen Druck +++
Ukrainische Medien sehen sich erhöhtem Druck auf ihre Berichterstattung zu Korruption unter hochrangigen Beamten und zu Missbrauch im Militär gegenüber. Der "Kyiv Independent" spricht von einer "Welle an Klagen, umstrittenen Gerichtsurteilen, Drohungen und Verleumdungskampagnen in den sozialen Medien" unter anderem durch die ukrainischen Behörden. Und auch am ukrainischen Präsidenten üben sie Kritik. Wolodymyr Selenskyj und sein Büro würden Presseanfragen häufig ignorieren und unabhängigen ukrainischen Medien keine Interviews geben. Die letzte große Pressekonferenz fand demnach im Februar 2025 statt. Strafverfolgungsbehörden würden zudem auf direkte Drohungen gegen Journalisten nach Recherchen zu Missbrauchsfällen im ukrainischen Militär oft kaum reagieren, kritisiert "Kyiv Independent" weiter.
+++ 08:26 Polnische Region bricht Abkommen mit ukrainischem Gebiet Lwiw ab +++
Die polnische Region Lublin bricht ein 22 Jahre altes Kooperationsabkommen mit der ukrainischen Region Lwiw ab. Das berichtet das ponische Readio Lublin. Hintergrund ist demnach die Entscheidung des Lwiwer Regionalrats, nationalistische Untergrundkämpfer aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zu ehren. Die Beendigung der Zusammenarbeit in wirtschaftlichen, handelsbezogenen, wissenschaftlichen, technischen und kulturellen Bereichen sei Ausdruck des Widerstands gegen den Beschluss des Lwiwer Regionalrats. Dieser erklärte in der vergangenen Woche das kommende Jahr zum Jahr der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) und ihres Kommandeurs Roman Schuchewytsch. Die UPA verübte während des Zweiten Weltkriegs Massenmorde an der lokalen polnischen Bevölkerung in der heutigen Westukraine. Bereits im Juni hatte es Streit zwischen der Ukraine und Polen gegeben, nachdem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einer militärischen Einheit den Ehrentitel "Helden der UPA" verliehen hatte.
+++ 07:52 Ukrainischer Menschenrechtsbeauftragter auf dem Weg nach Oleschky +++
Der ukrainische Parlamentsbeauftragte für Menschenrechte, Dmytro Lubinets ist auf dem Weg in die Frontstadt Oleschky. Er sei für die Koordination der humanitären Mission vor Ort zuständig, erklärt der Leiter des Präsidialamts der Ukraine, Kyrylo Budanow auf X. Um 3:00 Ortszeit trat heute eine örtlich begrenzte Waffenruhe in der von Russland besetzten Stadt Oleschky in Kraft, um die dort unter schlimmsten Bedingungen lebenden Menschen zu retten.
+++ 07:25 Kiews Infrastruktur besonders von russischem Angriff betroffen +++
Nach dem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist neben der wichtigen Südbrücke weitere Infrastruktur beschädigt worden. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erklärt auf Telegram, dass die Metro an mehreren Stellen beschädigt sei. Techniker arbeiten demnach bereis seit der Nacht, um den Betrieb an allen Stationen wiederherzustellen. Die Druckwellen des russischen Angriffs führten außerdem dazu, dass Fenster einer Intensivstation und einer weiteren medizinischen Einrichtung im Bezirk Dnipro splitterten, sagt Klitschko. Zudem seien die Fenster eines Studierendenwohnheims durch den Angriff zerstört worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht in einem Beitrag bei X ebenfalls von Angriffen auf das Gelände einer Universität - um welche Universität es sich genau handelt, sagt er nicht. Der Angriff sei insgesamt "ein Schlag" gegen die Infrastruktur der Stadt, betont er. Nach aktuellem Stand ist bei dem Angriff ein Mensch gestorben, 14 weitere wurden verletzt.
+++ 06:48 Uhr Ein Toter bei Drohnenangriff auf Bus in Region Saporischschja +++
Bei einem Drohnenangriff auf einen Bus im russisch kontrollierten Teil der südukrainischen Region Saporischschja wurden nach Angaben der dortigen Verwaltung ein Mensch getötet und 30 weitere verletzt. Dies teilt der von Russland eingesetzte Gouverneur der Region, Jewgeni Balizki, mit.
+++ 06:15 Wichtige Brücke in Kiew bei russischem Angriff beschädigt - Zugverkehr eingestellt +++
Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko eine wichtige Dnipro-Brücke beschädigt worden. Der Angriff habe die Südbrücke über den Fluss getroffen, teilt Klitschko im Onlinedienst Telegram mit. Auch die Metro-Infrastruktur auf der Brücke wurde demnach beschädigt. Der Zugverkehr über die Brücke sei eingestellt worden, fügen die städtischen Behörden hinzu.
+++ 05:43 US-Dossier: Russland hilft China massiv beim Waffenbau +++
Die Verteidigungskooperation Russlands mit China geht weit über den Import von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck hinaus. Laut einem neuen Bericht des US-amerikanischen Thinktanks C4ADS deuten die Beweise auf den Austausch von Drohnenkonstruktionstechnologie, die Bereitstellung von Testdienstleistungen und gemeinsame Forschung hin. Der Bericht ergänzt frühere Erkenntnisse des "Kyiv Independent" über die militärische Zusammenarbeit Chinas mit Russland seit dem russischen Überfall auf die Ukraine. Die Untersuchung ergibt, dass russische Konstruktionen für raketengestützte Drohnen wahrscheinlich dazu beigetragen haben, die von China im Jahr 2025 vorgestellten Waffensysteme zu entwickeln, und dass russische Windkanäle auch nach dem Einmarsch in die Ukraine weiterhin Flugzeugmodelle für Chinas führenden Rüstungshersteller testeten.
+++ 04:47 Feuerpause in Oleschky: Kiews Generäle warnen vor Desinformation +++
Zum Start der Waffenruhe in der ukrainischen Frontstadt Oleschky betont der Generalstab in Kiew, dass die vorübergehende Feuerpause ausschließlich für die humanitäre Operation gelte. "Wir rufen alle dazu auf, in diesem Zeitraum besonders umsichtig mit den Informationen umzugehen, die Sie erhalten und weitergeben", teilt die Generalität auf Telegram mit. "Vertrauen Sie keinen unbestätigten Meldungen und verbreiten Sie keine Gerüchte über Routen, Zeiten und Orte, an denen sich Menschen und humanitäre Konvois bewegen."
+++ 03:44 Wird der Prozess um den Nord-Stream-Anschlag eingestellt? +++
Wird das Verfahren gegen den angeklagten Nord-Stream-Verdächtigen eingestellt? Dazu muss der Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts am heutigen Dienstag in Hamburg entscheiden. Die Verteidigung hatte im Prozess um den Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines einen entsprechenden Antrag gestellt. Bevor jedoch der Staatsschutzsenat entscheidet, kann der Vertreter der Bundesanwaltschaft noch Stellung zum Antrag der Verteidigung nehmen. Sollte der Antrag abgelehnt werden, geht es direkt mit dem Verfahren weiter. Dann wird dem Gericht zufolge ein Sachverständiger des Bundeskriminalamtes zum Schaden an den Pipelines und zur Explosionsursache gehört werden.
+++ 02:35 Begrenzte Waffenruhe in russisch besetzter ukrainischer Stadt Oleschky in Kraft getreten +++
In der russisch besetzten südukrainischen Stadt Oleschky ist eine örtlich begrenzte Waffenruhe in Kraft getreten. Die russischen Streitkräfte hätten "in der Region Oleschky im Gebiet Cherson ab 04.00 Uhr Moskauer Zeit" (03.00 Uhr Ortszeit, 02.00 Uhr MEZ) das Feuer eingestellt, teilt das russische Verteidigungsministerium im Onlinedienst Telegram mit. Dies geschehe "im Rahmen der Vorbereitungen für einen humanitären Einsatz". Sowohl Moskau als auch Kiew haben sich zur Einhaltung der Feuerpause in Oleschky bereit erklärt. Ob es seit ihrem Inkrafttreten tatsächlich zu einem Rückgang der Gefechte kam, lässt sich derzeit nicht unabhängig feststellen.
+++ 01:17 Selenskyj zum Beschuss von Kiew: Keine militärische Einrichtung weit und breit +++
Nach russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew erhebt Präsident Wolodymyr Selenskyj Vorwürfe gegen Moskaus Kriegstaktik. Die russischen ballistischen Raketen seien in der Nähe einer Universität und in belebten Stadtvierteln eingeschlagen. Sie hätten das Gelände einer Universität, den angrenzenden Kyoto-Park, die Umgebung einer U-Bahn-Station und Wohnhäuser getroffen. In der Nähe befinde sich "keine einzige militärische Einrichtung". Der Angriff habe sich unmittelbar gegen die Stadt und ihre Infrastruktur gerichtet, sagt Selenskyj. Ein Mensch wurde getötet, acht weitere Menschen seien verletzt worden, teilen die Behörden in Kiew mit.
+++ 23:24 Tote und Verletzte durch Raketen in Kiew +++
Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist am Abend mindestens ein Mensch getötet worden. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mitteilt. Neben mehreren Gebäuden wurde nach seinen Angaben auch ein Krankenwagen getroffen. Zwei Rettungssanitäter seien dabei verletzt worden. In einem der getroffenen Wohnhäuser könnten Menschen eingeschlossen sein.
+++ 22:09 Ukrainisches Angriffsregiment evakuiert Verwundete mit Spezialdrohne +++
Angehörige des ukrainischen 475. Sturmregiments haben nach eigenen Angaben innerhalb einer Woche zwei Verwundete mithilfe einer Spezialdrohne aus dem Kampfgebiet transportiert. Wie die Einheit meldet, wurden die beiden Männer mit schweren Verletzungen an den Gliedmaßen mithilfe einer Stargate-Drohne des Unternehmens SkyFall in Sicherheit gebracht. Bei einer der Rettungsmissionen habe die Drohne fast 30 Kilometer zurückgelegt, um die Position des Verwundeten zu erreichen. Nach Angaben des Regimentskommandeurs soll nun eine eigene Sanitätsfliegereinheit aufgestellt werden.
+++ 21:40 Hilfsaktion für Frontstadt Oleschky läuft an - Kiew erinnert an Feuerpause +++
Die Streitkräfte Russlands und der Ukraine lassen ab Dienstag die Waffen schweigen für eine Hilfsaktion für die Frontstadt Oleschky in dem von russischen Truppen kontrollierten Teil des ukrainischen Gebiets Cherson. Nach dem russischen Generalstab bestätigt nun auch der Generalstab in Kiew, dass ab 03.00 Uhr (02.00 Uhr MEZ) rund um den Ort für die Dauer einer humanitären Operation eine Feuerpause gelte. "Wir erinnern daran, dass die Ukraine ab dem 27. Oktober um 03:00 Uhr nach Kiewer Zeit in einem bestimmten Gebiet einen Waffenstillstand verhängt, um eine humanitäre Operation in den vorübergehend besetzten Oleschky in der Oblast Cherson durchzuführen", teilt der ukrainische Generalstab auf Telegram mit. Durch die Feuerpause sollen Lebensmittel und Medikamente an die notleidenden Bewohner der Stadt geliefert werden, zudem sollen Vorbereitungen zur Herstellung der Bewegungsfreiheit der Bewohner getroffen werden.
+++ 20:59 Behörden: Tote bei russischem Raketenangriff auf Charkiw +++
Bei einem russischen Raketenangriff auf die zweitgrößte ukrainische Stadt Charkiw sind nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Menschen getötet worden. Vier Menschen seien zudem verletzt worden, teilt Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mit. Es habe drei Einschläge in einem Viertel der Stadt gegeben. Ein Hochhaus und mehrere Privathäuser seien beschädigt worden. Der Gouverneur der gleichnamigen Region Charkiw, Oleh Synjehubow, erklärt, die russischen Streitkräfte hätten Raketen auf die Stadt abgefeuert. Sie liegt etwa 30 Kilometer von der Front entfernt und ist häufig Ziel russischer Angriffe.
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