Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 07:33 Trump: Zu behaupten, USA würden Krieg nicht gewinnen, ist "verräterisch" +++

02.05.2026, 07:34 Uhr

Präsident Donald Trump bezeichnet es als "verräterisch", wenn von US-Politikern behauptet wird, die Vereinigten Staaten würden den Krieg gegen den Iran nicht "gewinnen", wie der US-Sender CNN berichtet. "Die radikale Linke sagt immer wieder: 'Wir gewinnen nicht, wir gewinnen nicht.' Sie (der Iran, Anm. d. Red.) haben gar keine Streitkräfte mehr", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) bei einer Rede in Florida. "Es ist tatsächlich, es ist tatsächlich, ich glaube, es ist verräterisch, okay." In Bezug auf die rasche Militäraktion im Januar in Venezuela sagte Trump, er wolle noch nicht voreilig von einem Sieg im Iran sprechen. "Im Iran läuft es für uns fast genauso gut. Aber ich spreche nicht gerne darüber, bevor die Arbeit nicht erledigt ist."

+++ 07:13 Umfrage: Bundesregierung ohne klare Vorstellung zum Iran-Krieg +++

Mehr als zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger haben den Eindruck, dass der Bundesregierung eine klare Vorstellung fehlt, wie sich Deutschland im Iran-Krieg verhalten soll. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für die Zeitschrift "Internationale Politik" antworteten 68 Prozent der Befragten auf eine entsprechende Frage mit Nein. Nur eine Minderheit von 28 Prozent hat den gegenteiligen Eindruck. Forsa hat am 16. und 17. April 1.002 Menschen befragt. 

+++ 06:49 Israel startet trotz Waffenruhe "Serie heftiger Angriffe" auf den Libanon +++

Trotz der derzeit geltenden Waffenruhe hat Israel neue Angriffe auf Ziele (siehe unter anderem Eintrag 02:03) im Libanon geflogen. Dabei wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Süden des Landes mindestens 13 Menschen getötet, darunter ein Kind. Die israelische Armee hatte vor den Angriffen auf die Stadt Habbusch die Einwohnerinnen und Einwohner zur Evakuierung aufgefordert. In Habbusch wurden den Ministeriumsangaben zufolge acht Menschen getötet, in Srarijeh vier. 21 weitere Menschen wurden demnach bei den Angriffen in Habbusch verletzt. Das Ministerium meldet zudem einen Toten bei einem Angriff in Ain Baal nahe der Küstenstadt Tyros. Die amtliche Nachrichtenagentur ANI sprach von "einer Serie heftiger Angriffe".

+++ 05:08 Trump: USA handeln bei Blockade iranischer Häfen "wie Piraten" +++

US-Präsident Donald Trump vergleicht das Vorgehen der USA bei der Blockade iranischer Häfen mit dem von Piraten. "Wir haben uns das Schiff genommen, wir haben uns die Fracht genommen, wir haben uns das Öl genommen", sagt Trump mit Blick auf die Beschlagnahmung eines Schiffes vor wenigen Tagen. Dies sei ein sehr einträgliches Geschäft. "Wir sind wie Piraten. Wir sind so etwas wie Piraten, aber wir spielen keine Spielchen." Während des Krieges der USA und Israels gegen den Iran hält die Regierung in Teheran fast alle ausländischen Schiffe in der Straße von Hormus auf, während Trump seinerseits eine Blockade iranischer Häfen verhängt hat.

+++ 04:02 USA genehmigen Verkauf von Patriot-Abwehr an Katar +++

Die US-Regierung hat den Verkauf von Patriot-Raketenabwehrsystemen an Katar im Wert von mehr als vier Milliarden Dollar (rund 3,4 Milliarden Euro) genehmigt. Der Verkauf an Katar erfolge aufgrund eines "Notfalls", erklärt das US-Außenministerium. Der Rüstungsexport ziele darauf ab, "die Sicherheit eines befreundeten Landes" zu verbessern, das mit "aktuellen und zukünftigen Bedrohungen" konfrontiert ist, heißt es in Anspielung auf den Iran-Krieg.

+++ 03:05 Bericht: Spirit Airlines wegen hoher Kerosinpreise vor dem Aus +++

Die US-Billigfluggesellschaft Spirit Airlines steht Insidern zufolge unmittelbar vor dem Aus, nachdem ein massiver Anstieg der Kerosinpreise aufgrund des Iran-Krieges die Sanierungspläne zunichtegemacht hat. Die Treibstoffkosten haben sich bis Ende April auf rund 1,19 Dollar pro Liter verdoppelt und damit die ursprünglichen Kalkulationen der Airline für den Weg aus der Insolvenz über den Haufen geworfen. Spirit wäre damit in der Luftfahrtbranche das erste direkte Opfer der wirtschaftlichen Auswirkungen des Konfliktes. US-Präsident Donald Trump erklärt, das Weiße Haus habe dem Unternehmen und seinen Gläubigern ein letztes Rettungsangebot vorgelegt.

+++ 02:03 Libanon: Zwölf Menschen bei israelischen Angriffen getötet +++

Trotz vereinbarter Waffenruhe zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz dauern die gegenseitigen Angriffe an. Das libanesische Gesundheitsministerium teilt laut der staatlichen Nachrichtenagentur NNA mit, bei israelischen Angriffen auf Orte im Südlibanon seien zwölf Menschen ums Leben gekommen und 25 weitere verletzt worden. Eines der Opfer sei ein Kind. Die israelische Armee bestätigt den Vorfall bisher nicht. 

+++ 00:46 USA billigen Rüstungsexporte in den Nahen Osten +++

Das US-Außenministerium hat nach eigenen Angaben Waffenverkäufe im Wert von mehr als 8,6 Milliarden Dollar an Verbündete im Nahen Osten genehmigt. Zu den Empfängern gehören Israel, Katar, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Ankündigung erfolgt neun Wochen nach Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran sowie mehr als drei Wochen nach Inkrafttreten einer brüchigen Waffenruhe. 

+++ 23:13 Weltgrößter Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" verlässt Golfregion +++

Der US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" verlässt die Golfregion, nachdem er zuvor an Militäreinsätzen gegen den Iran teilgenommen hatte, wie ein US-Beamter mitteilt. Damit seien aktuell mit der "USS Abraham Lincoln" und der "USS George Bush" noch zwei US-Flugzeugträger in der Region. Der weltweit größte Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" ist seit zehn Monaten auf See. Mitte März war auf dem Schiff in einem Waschraum ein Feuer ausgebrochen, bei dem zwei Matrosen verletzt wurden.

+++ 22:09 Was wird mit dem Iran? - Trump: "Wegpusten oder Vereinbarung abschließen" +++

"Entweder wegpusten oder eine Vereinbarung abschließen", sagt US-Präsident Donald Trump auf die Frage von Reportern, welche Optionen es zum Thema Iran gäbe. Trump geht nicht weiter ins Detail. Er äußert sich vor Medienvertretern stattdessen binnen weniger Minuten zu zahlreichen Themen, darunter seine geplante Reise nach China ("Treffen mit Xi wird großartig werden"), dem G7-Treffen in Frankreich ("werde wahrscheinlich teilnehmen"), Kritik an Europa ("nicht glücklich mit Italien und Spanien") dem neuen irakischen Präsidenten ("unterstütze ihn"), dem US-Unternehmen Anthropic ("hatten gutes Treffen"), US-Raketenbeständen ("bin nicht besorgt"), Folgen des Iran-Konflikts ("wenn der Krieg endet, wird Kraftstoff billiger werden") und der angekündigten Erhöhung der US-Zölle für Autos aus der EU ("zwingt Unternehmen, Produktion in die USA zu verlagern").

+++ 21:31 Verlängerung des Iran-Kriegs? Trump wird US-Kongress nicht um Erlaubnis bitten +++

Ungeachtet der Gesetzeslage wird US-Präsident Donald Trump sich die Fortsetzung des Iran-Krieges nicht vom Parlament genehmigen lassen. "Nie zuvor" sei eine solche Genehmigung beantragt worden, sagt er vor Journalisten in Washington. "Warum sollten wir da eine Ausnahme bilden?" Trump betont zugleich, dass er im Austausch mit dem Kongress stehe. Zum Wochenende läuft theoretisch das Zeitfenster aus, in dem Trump den Krieg führen darf. Dem Gesetz War Powers Resolution von 1973 zufolge darf der Oberbefehlshaber maximal 60 Tage lang die Offensive befehligen. Will ein Präsident darüber hinaus Kampfhandlungen des US-Militärs befehligen, bedarf es der förmlichen Zustimmung des Parlaments. Damit soll verhindert werden, dass die USA in langwierige, nicht legitimierte Einsätze hineingezogen werden. Trump wäre nach Ende der 60 Tage theoretisch gezwungen, die US-Truppen schrittweise abzuziehen. Das würde auch für die Seestreitkräfte und Schiffe gelten, die trotz der Waffenruhe zurzeit die US-Blockade iranischer Häfen aufrechterhalten. Allerdings gibt es Schlupflöcher, sodass Trump auch nach Verstreichen der Frist den Krieg fortsetzen könnte. Auch frühere Präsidenten wie die Demokraten Bill Clinton und Barack Obama hatten das Parlament umgangen.

+++ 20:30 Libanon meldet sechs Tote nach israelischen Angriffen +++

Ungeachtet der derzeit geltenden Waffenruhe fliegt Israel neue Angriffe auf Ziele im Libanon. Dabei werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Süden des Landes sechs Menschen getötet, darunter ein Kind. Die israelische Armee hatte vor den Angriffen auf die Stadt Habbusch die Bewohner zur Evakuierung aufgefordert. Bei den Angriffen seien acht weitere Menschen verletzt worden, erklärt das libanesische Gesundheitsministerium. Die amtliche Nachrichtenagentur ANI spricht von "einer Serie heftiger Angriffe". Diese sei "weniger als eine Stunde nach der Warnung" durch Israel erfolgt. Im Libanon besteht eigentlich seit dem 17. April eine Feuerpause. Dennoch hat Israel seitdem wiederholt Angriffe geflogen. 

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