Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 04:50 Polen nimmt 140 illegale Migranten fest - 91 davon Ukrainer +++

05.03.2026, 00:01 Uhr

In Polen führte eine gemeinsame Operation von Polizei und Grenzschutz zur Festnahme von 140 Ausländern, die sich illegal im Land aufhielten, darunter 91 ukrainische Staatsbürger. Die Operation, die am 2. und 3. März durchgeführt wurde, wurde auf der offiziellen Webseite der polnischen Polizei gemeldet. Von den mehr als 140 Inhaftierten wurden in rund 110 Fällen wegen illegalen Aufenthalts in Polen und in über 20 Fällen wegen einer Gefährdung der nationalen Sicherheit Abschiebungsverfahren eingeleitet.

+++ 03:16 Russische Drohne trifft Zivilschiff vor Odessa +++

Durch einen russischen Drohnenangriff wurde ein unter panamaischer Flagge fahrendes Zivilschiff beschädigt, das Mais durch den ukrainischen Korridor transportierte. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf die ukrainische Hafenbehörde. Zum Zeitpunkt des Angriffs verließ das Schiff den Hafen von Tschornomorsk (Region Odessa). Es gibt verletzte Besatzungsmitglieder, die die notwendige Hilfe erhalten.

+++ 01:49 Selenskyj: Kiews Hilfe bei Shahed-Drohnen wird nachgefragt +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, die Verbündeten hätten Kiew um Hilfe bei der Abwehr iranischer Drohnen gebeten. Dabei sei es um im Iran entwickelte Shahed-Drohnen gegangen, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Auch die USA hätten angefragt. Selenskyj hatte zuvor angedeutet, dass Kiew sein Fachwissen mit Ländern des Nahen Ostens teilen könnte, wenn diese dazu beitragen könnten, Russland zu einer Waffenruhe in dem Krieg zwischen der Ukraine und Russland zu bewegen.

+++ 00:45 Selenskyj: Bisher keine Signale für neue Ukraine-Gespräche +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj geht wegen der Lage im Nahen Osten von einer Pause in den Friedensgesprächen mit Russland unter US-Vermittlung aus. "Aufgrund der Situation mit dem Iran sind die notwendigen Signale für ein trilaterales Treffen bislang noch nicht gekommen", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Er habe eigentlich mit neuen Verhandlungen zwischen Ukrainern und Russen Anfang März gerechnet. Nun sagt er, dass die "trilaterale diplomatische Arbeit" wieder aufgenommen werden solle, sobald "die Sicherheitslage und der allgemeine politische Kontext es uns erlauben". "Die Ukraine ist dazu bereit." Auch der Kreml hatte mitgeteilt, trotz der "Enttäuschung" über den US-Angriff auf den mit Russland befreundeten Iran weiter auf die Vermittlung Washingtons im Ukraine-Krieg zu setzen.

+++ 23:39 Nordeuropäische Staaten bereiten gemeinsam Evakuierungs-Pläne vor +++

Zehn nordeuropäische Staaten haben sich darauf geeinigt, Vorbereitungen für mögliche grenzüberschreitende Evakuierungen von Zivilisten im Falle einer Krise oder eines militärischen Konflikts in der Region zu treffen, um Lehren aus dem Krieg in der Ukraine zu ziehen. Das teilt das schwedische Verteidigungsministerium mit. Demnach unterzeichnete Schweden gemeinsam mit Dänemark, Estland, Finnland, Deutschland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen und Polen eine Absichtserklärung zum Schutz der Zivilbevölkerung im Ostseeraum und den nordischen Ländern. "Diese ermöglicht die vorübergehende grenzüberschreitende Bewegung von Personen im Krisenfall oder, im schlimmsten Fall, im Kriegsfall", schreibt das Ministerium. Die zehn Staaten würden gemeinsam Pläne für Transport, Grenzkontrollen, Reisekorridore und andere Angelegenheiten ausarbeiten.

+++ 22:19 Radfahrerin mit Drohne getötet +++

Russische Soldaten sollen eine Radfahrerin mit einer Drohne getötet haben. Die 49-Jährige sei in Nowodmitrowka in der Gemeinde Biloserska mit dem Rad unterwegs gewesen, als sie von der Drohne in den Rücken getroffen worden sei, schreibt die Verwaltung der Region Cherson in sozialen Medien. Auch ein 32-jähriger Einwohner der Stadt Cherson wurde von einer Drohne angegriffen. Er erlitt eine Explosionsverletzung und eine Gehirnerschütterung, wie die Behörde mitteilt.

+++ 21:50 Putin erwägt, Gaslieferungen in EU "sofort" zu beenden +++

Angesichts des von der EU geplanten Embargos gegen russisches Gas denkt Kremlchef Putin darüber nach, die Lieferungen nun selbst schon vorher zu stoppen. "Jetzt öffnen sich andere Märkte. Und vielleicht ist es für uns vorteilhafter, jetzt sofort die Lieferungen für den europäischen Markt einzustellen", sagt er im russischen Staatsfernsehen. Die Europäische Union will bis spätestens Ende 2027 vollkommen unabhängig von Erdgas aus Russland sein und jegliche Importe stoppen. Wenn die EU ohnehin bald kein russisches Gas mehr abnehme, "ist es besser, jetzt selbst aufzuhören und in die Länder zu gehen, die zuverlässige Partner sind, und uns dort zu etablieren", sagt Putin. Eine solcher Schritt dürfte, sollte er beschlossen werden, die im Zuge des Iran-Kriegs ohnehin gespannte Lage auf dem Gasmarkt weiter verschärfen und die Energiepreise noch mehr in die Höhe treiben.

+++ 21:21 Trilaterales Treffen wird anscheinend verschoben +++

Eigentlich sollen die trilateralen Gespräche zwischen Vertretern Russlands, der Ukraine und der USA in dieser Woche weitergehen, doch eine neue Verhandlungsrunde ist derzeit nicht in Sicht. Man sei fast täglich in Kontakt mit den USA, sagt der ukrainische Präsident Selenskyj. Aufgrund der aktuellen Lage hinsichtlich des Irans gebe es jedoch keine Anzeichen für ein trilaterales Treffen. Die Ukraine sei bereit, die Gespräche fortzusetzen, sobald die Lage dies erlaube. Der Sender Suspilne meldet, die Gespräche würden verschoben und zitiert eine Quelle innerhalb der ukrainischen Delegation mit den Worten: "Es gibt noch keinen Termin und keinen Ort für die nächste Runde der trilateralen Gespräche."

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