Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 04:44 Russland greift Ukraine mit Raketen und Drohnen an +++

25.04.2026, 00:01 Uhr

In der Nacht hat Russland eine neue Angriffswelle gegen ukrainische Städte gestartet. Neben Drohnen und ballistischen Raketen kamen nach Angaben der ukrainischen Luftabwehr auch Marschflugkörper zum Einsatz. In beinahe allen Landesteilen wurde Luftalarm ausgelöst und die Bevölkerung aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Aus Charkiw und Dnipro wurden schwere Explosionen gemeldet, zu Opfern gibt es bislang keine Angaben. Nach Darstellung der ukrainischen Luftwaffe hatten russische Bomber vom Typ Tupolew Tu-95 kurz nach Mitternacht Ortszeit aus großer Distanz über dem Kaspischen Meer eine unbekannte Zahl von Marschflugkörpern abgefeuert. Mit deren Annäherung an die Ukraine starteten die russischen Militärs noch Drohnen und ballistische Raketen, um die ukrainische Flugabwehr mit diesem Waffenmix zu überlasten.

+++ 03:46 US-Finanzminister: Keine weiteren Sonderregeln für sanktioniertes Öl +++

US-Finanzminister Scott Bessent schließt eine Verlängerung der Ausnahmegenehmigungen von den US-Sanktionen für iranisches und russisches Öl aus. Das sagt er in einem Interview der Nachrichtenagentur AP.

+++ 01:46 Prinz Harry gedenkt der Opfer von Butscha +++

Der britische Prinz Harry hat der zivilen Opfer russischer Kriegsverbrechen im ukrainischen Butscha gedacht. Das teilt die Minenräumungsorganisation Halo Trust mit, die nach eigenen Angaben die Umgebung des einst schwer verminten Orts weitgehend von Sprengsätzen befreit hat. Harry besuchte demnach einen Gedenkort in Butscha. Der jüngere Sohn von König Charles III. traf am Donnerstag überraschend in der Ukraine ein. Bei einer Rede in Kiew kritisierte er die Kriegsführung Russlands scharf und forderte Russlands Präsidenten auf, den Krieg zu beenden.

+++ 00:45 Lawrow wirft USA Streben nach Dominanz auf Energiemärkten vor +++

Der russische Außenminister Sergej Lawrow wirft den USA vor, anerkannte diplomatische Konventionen aufzugeben, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Washington gehe es vor allem um die Vorherrschaft auf den Energiemärkten, sagt Lawrow in einem vom russischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Die USA seien bereit, ihren Wohlstand mit allen Mitteln zu verteidigen, einschließlich Putschen, Entführungen oder Attentaten auf ausländische Staatschefs. Lawrow spielt damit auf die Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei an. Zudem hätten die USA Europa von Russland "abgeschnitten", indem sie europäische Staaten zur Aufgabe der Nord-Stream-Pipeline gedrängt und sich gegen russische Gaslieferungen an Ungarn und die Slowakei gestellt hätten. Auch bei der Suche nach einer Lösung für den Krieg in der Ukraine stünden für die USA wirtschaftliche Chancen im Vordergrund, erklärt Lawrow weiter.

+++ 23:37 Gefälschter BBC-Report unterstellt Selenskyj Gemälderaub +++

Im Internet ist eine gefälschte BBC-Reportage aufgetaucht, die einen Gemäldediebstahl in Italien in Verbindung bringt mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Erzählt wird in dem Video, dass ein Ende März aus einem Museum in der Nähe von Parma gestohlenes Bild von Paul Cézanne im Präsidialamt Selenskyjs hänge. Behauptet wird, dass Selenskyj das Gemälde von der Mafia bekommen habe. Allerdings ist die gesamte Reportage gefälscht, wie die Sender France 24 und Euronews berichten. So hat die BBC nie eine solche Reportage gemacht und das in den Videos präsentierte "Beweismaterial" ist unecht. So wurde das Cézanne-Bild in eine der Selenskyj-Videobotschaften hinein retuschiert. Im Original hängt nach Angaben der Investigativjournalisten ein Werk des ukrainischen Künstlers Andrij Tschebotaru an der Stelle. Die Fälschung soll den Recherchen zufolge von einem dem russischen Militärgeheimdienst nahestehenden Netzwerk produziert und verbreitet worden sein.

+++ 22:12 Bericht: Tanker mit russischem Öl meiden schwedische Gewässer wegen verstärkter Kontrollen +++

Russische Öltanker meiden auf der Ostsee seit kurzem schwedische Hoheitsgewässer, wie die Nachrichtenagentur "Bloomberg" auf Grundlage ausgewerteter Schiffsdaten meldet. Die schwedischen Behörden hatten zuletzt verstärkt Schiffe auf See kontrolliert und Frachtpapiere überprüft. Vor etwas mehr als einem Monat wurde ein Frachter, der zu Putins sogenannter Schattenflotte gehören soll, von den Behörden festgesetzt. Seit dem 7. April nahmen 13 von 22 sanktionierten Schiffen laut der Analyse der Nachrichtenagentur eine Route südlich der dänischen Insel Bornholm anstatt der üblichen Route weiter nördlich und näher an der schwedischen Küste. Die sogenannte Schattenflotte besteht aus heruntergekommenen Schiffen, die unter falscher Flagge oder mit gefälschten Papieren unterwegs sind. So versucht Moskau, die gegen Russland verhängten Sanktionen zu umgehen.

+++ 21:27 Nato: US-Waffenlieferungen im Rahmen des Purl-Programms laufen wie geplant +++

Die US-Waffenlieferungen im Rahmen der Nato-Initiative Purl laufen wie geplant. Das sagte der Vorsitzende des Nato-Militärausschusses Admiral Giuseppe Cavo Dragone am Rande des Kiewer Sicherheitsforums, wie die staatliche ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass die Lieferungen von US-Waffensystemen an die Ukraine reduziert würden, so der hochrangige Nato-Vertreter. Das Purl-Programm ist ein gemeinsamer Mechanismus der USA und der Nato, der die Lieferungen amerikanischer Waffen und Ausrüstung an die Ukraine beschleunigen soll. Partnerländer finanzieren die Käufe auf Grundlage des prioritären Bedarfs der Ukraine.

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