Angriff auf den Iran im Liveticker+++ 22:39 Trump geht davon aus, dass weitere US-Soldaten sterben werden +++
US-Präsident Donald Trump sagt in einem Video auf seiner Plattform Truth Social, wahrscheinlich werde es im Iran-Konflikt weitere US-Opfer geben. Er bestätigt, dass bislang drei US-Soldaten getötet wurden. Trump fügt hinzu, der Militäreinsatz werde so lange fortgesetzt, bis alle Ziele erreicht seien.
+++ 22:18 Mindestens sechs Verletzte bei iranischem Angriff auf Jerusalem +++
Bei einem iranischen Raketenangriff auf den Großraum Jerusalem sind nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes mindestens sechs Menschen verletzt worden. Sanitäter betreuten einen Mann mit mittelschweren sowie fünf weitere Menschen mit leichten Verletzungen, erklärt der Rettungsdienst. Die israelische Polizei war nach eigenen Angaben im Einsatz, nachdem Meldungen über Raketentrümmer eingegangen waren. Zuvor waren bei einem iranischen Raketenangriff im Zentrum Israels mindestens neun Menschen getötet und 45 weitere verletzt worden.
+++ 22:15 Deutschland droht Iran mit "notwendigen Maßnahmen" +++
Die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich und des Vereinigten Königreichs haben die Raketenangriffe des Iran auf Länder der Region verurteilt und militärische Abwehrmaßnahmen angedroht. Die Angriffe des Iran seien "wahllos und unverhältnismäßig", heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.. "Wir fordern den Iran auf, seine rücksichtslosen Angriffe unverzüglich einzustellen", erklären die Staats- und Regierungschefs. "Wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Interessen und die unserer Verbündeten in der Region zu verteidigen. Dies kann potentiell auch, falls notwendig, das Ermöglichen von verhältnismäßigen militärischen Defensivmaßnahmen einschließen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören." Dazu werde man auch mit den USA und den Verbündeten in der Region zusammenarbeiten.
+++ 21:55 Trump: Krieg im Iran könnte vier Wochen dauern +++
Der Krieg mit dem Iran könnte nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump noch vier Wochen dauern. Von Anfang an sei man davon ausgegangen, dass es etwa vier Wochen gehen würde, sagte Trump laut "Daily Mail" in einem Telefoninterview. Der Iran sei ein großes Land. "Es wird vier Wochen dauern - oder weniger. "Beim US-Militäreinsatz gegen den Iran sind bislang drei US-Soldaten getötet und fünf weitere schwer verletzt worden. Der Iran hatte bei seinen Gegenangriffen unter anderem US-Militärstützpunkte in der Golfregion ins Visier genommen. Trump würdigte die getöteten Soldaten als "großartige Menschen". Leider rechne man damit, dass so etwas passiere, sagte er und fügte hinzu: "Es könnte wieder passieren."
+++ 21:40 Irans Außenminister: Können Krieg trotz Bombardierung Teherans führen +++
Die Fähigkeiten des Irans, Krieg zu führen, sind dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi zufolge durch die Bombardierungen der Hauptstadt Teheran nicht eingeschränkt. "Wir hatten zwei Jahrzehnte, um Niederlagen des US-Militärs bei unseren westlichen und östlichen Nachbarn zu studieren", schreibt der Minister auf X. Er spielte damit auf die Kriege in Afghanistan und dem Irak an. Daraus habe man Lehren gezogen, fügt er hinzu. Dezentralisierte Verteidigungsstrukturen ermöglichten dem Land, den Krieg nach Belieben in die Länge zu ziehen.
+++ 21:07 USA: Haben Hauptquartier der iranischen Revolutionsgarden zerstört +++
Die US-Armee hat nach eigenen Angaben das Hauptquartier der mächtigen iranischen Revolutionsgarden bei einem Angriff zerstört. In den vergangenen 47 Jahren hätten die Revolutionsgarden mehr als 1000 US-Bürger getötet, erklärt das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom. "Amerika hat das mächtigste Militär der Welt, und die Iranischen Revolutionsgarden haben kein Hauptquartier mehr. Gestern hat ein US-Schlag den Kopf der Schlange abgeschlagen."
+++ 20:52 Schwere Explosionen erschüttern Teheran +++
Die iranische Hauptstadt Teheran wird von schweren Explosionen erschüttert worden. Im Norden der Stadt zitterten die Wände, als kurz hintereinander zwei laute Detonationen zu hören waren, berichtet ein dpa-Reporter vor Ort. Auf Bildern waren unter anderem ein großer Feuerball und eine dunkle Rauchwolke über der Stadt zu sehen. Die Nachrichtenagentur Isna meldete, Einrichtungen des staatlichen Rundfunks seien zum Ziel eines israelisch-amerikanischen Angriffs geworden. Weiteren Berichten zufolge wurde auch der Sitz der iranischen Atombehörde angegriffen. Das israelische Militär berichtet, dass im Rahmen großangelegter Angriffe mehrere Dutzend militärischer Kommandozentren des Irans attackiert worden seien, darunter das Hauptquartier der Revolutionsgarden, Hauptquartiere der Geheimdienste, der Luftwaffe sowie von Einrichtungen der inneren Sicherheit des Irans.
+++ 20:25 Iran: Opferzahl an Mädchenschule steigt auf 165 +++
Die Zahl der Todesopfer an einer Mädchenschule im Iran, die nach Angaben Teherans von einem israelisch-amerikanischen Angriff getroffen wurde, soll auf 165 gestiegen sein. Die Bergungsarbeiten seien inzwischen abgeschlossen, teilt der Gouverneur der Stadt Minab im Süden des Landes laut der Nachrichtenagentur Irna mit. Bei dem angeblichen Luftangriff auf die Schule seien zudem 95 Menschen verletzt worden. Israel hatte den Vorwurf, eine Schule beschossen zu haben, zurückgewiesen. "Zu diesem Zeitpunkt sind uns keine israelischen oder amerikanischen Angriffe dort bekannt. Ich weiß, dass die Amerikaner nachprüfen, ich weiß, dass wir nachprüfen", sagte der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani. Die Angaben beider Seiten lassen sich derzeit nicht unabhängig prüfen.
+++ 20:05 Umfrage: Nur jeder vierte US-Bürger befürwortet Angriffe auf Iran +++
Nur etwa jeder vierte US-Bürger befürwortet einer Umfrage von Reuters/Ipsos zufolge die Angriffe der USA auf den Iran. 27 Prozent der Befragten äußern sich entsprechend, während 43 Prozent sie ablehnen und 29 Prozent unentschieden sind. Zudem sind 56 Prozent der US-Amerikaner der Ansicht, dass Präsident Donald Trump zu bereitwillig militärische Gewalt anwendet. Dieser Meinung sind 87 Prozent der Demokraten, 23 Prozent der Republikaner und 60 Prozent der Bürger, die sich keiner dieser Parteien zuordnen. An der Online-Umfrage am Samstag und am Sonntag nahmen den Angaben zufolge landesweit 1282 erwachsene US-Bürger teil.
+++ 19:47 Maersk leitet Schiffe um Afrika um +++
Die dänische Reederei Maersk leitet wegen der Lage im Nahen Osten Schiffe um das Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze Afrikas um. Betroffen seien die Routen vom Nahen Osten und Indien ins Mittelmeer sowie zur US-Ostküste, teilt das Unternehmen mit. Zukünftige Fahrten auf der Trans-Suez-Route durch die Meerenge Bab al-Mandab würden vorerst ausgesetzt. Die Annahme von Fracht für die Nahost-Region werde jedoch fortgesetzt.
+++ 19:27 Trump: Neun iranische Marineschiffe versenkt, 48 Führungspersonen getötet +++
Bei den Angriffen auf den Iran hat das US-Militär nach Angaben von Präsident Donald Trump neun Marineschiffe versenkt. Darunter seien "einige relativ große und wichtige" gewesen, teilt er auf seiner Plattform Truth Social mit. Trump kündigt an, dass bald weitere iranische Kriegsschiffe versenkt würden. Bei einem weiteren Angriff sei das Marinehauptquartier "weitgehend zerstört" worden. Eine Bestätigung von iranischer Seite steht aus. Zudem erklärte Trump bei Fox News, dass bei den Angriffen auf den Iran 48 Führungspersonen getötet wurden. "Es geht schnell voran. Niemand kann den Erfolg glauben, den wir haben, 48 Anführer sind auf einen Schlag weg", so der Präsident.
+++ 19:15 Partei: Ex-Präsident Ahmadinedschad lebt noch - Bericht über Tod falsch +++
Der frühere iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad soll nach Angaben seiner Partei Dolate Bahar doch nicht getötet worden sein. Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur Ilna gemeldet, der 69-Jährige sei bei einem Luftangriff in Teheran ums Leben gekommen. (Eintrag von 14:48 Uhr) Welche der beiden Angaben richtig ist, konnte derzeit nicht unabhängig überprüft werden. "Dolate Bahar gibt hiermit bekannt, dass die Berichte über den Märtyrertod von Dr. Ahmadinedschad bei den amerikanisch-israelischen Angriffen falsch sind", heißt es in einer Mitteilung auf der Internetseite der Partei.
+++ 18:55 Bericht: Iran trifft Militärbasen, in denen auch Bundeswehr stationiert ist +++
Einem Bericht des "Spiegel" zufolge hat der Iran auch Militärbasen im Irak und in Jordanien angegriffen, in denen auch die Bundeswehr stationiert ist. Demnach wurden mehrere iranische Raketen und Drohnen auf eine multinationale Basis in der Nähe des Flughafens Erbil im Irak abgefeuert. Auch ein Feldlager der Bundeswehr in al-Azraq in Jordanien soll attackiert worden sein. Es heißt, die Flugabwehr habe alle Raketen und Drohnen neutralisiert. Ein US-Soldat sei durch herabstürzende Trümmer leicht verletzt worden. Die Bundeswehr hatte sich schon vor den amerikanisch-israelischen Luftschlägen auf Vergeltungsangriffe Irans eingestellt. Im Irak wurde das deutsche Personal auf ein absolutes Minimum verkleinert.
+++ 18:46 Reiche: Deutschland bei Öl-Problemen kaum betroffen - Preissteigerungen aber möglich +++
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche mahnt angesichts der Sperrung der Straße von Hormus mit Blick auf die Versorgung Deutschlands mit Öl und Gas zur Gelassenheit. Bezogen auf Flüssiggas würden "keine signifikanten Mengen" über diesen Seeweg nach Deutschland importiert, sagt die CDU-Politikerin in der ARD. Gas beziehe Deutschland vor allem über Pipelines aus Norwegen und Belgien, Flüssiggas überwiegend aus den USA und Kanada. Sie sehe aber, dass vor allem China, Indien, Japan und Südkorea Probleme bekommen könnten. In Bezug auf Öl betont Reiche, Hauptlieferanten für Deutschland seien Kasachstan, Norwegen und die USA. "Es kann zu Preissteigerungen kommen", schließt Reiche für Deutschland nicht aus. Sie wolle darüber jetzt aber nicht spekulieren.
+++ 18:28 Wadepuhl: Können gestrandete Deutsche nicht ausfliegen +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul sieht keine Möglichkeit, im Nahen Osten gestrandete Deutsche ausfliegen zu lassen. "Dazu sind wir nicht in der Lage", sagt Wadephul in einem "Bild"-Interview und verweist darauf, dass die Lufträume in der Region für zivile Flugzeuge gesperrt seien. Stattdessen versuche das Auswärtige Amt die Betroffenen mit den notwendigen Informationen zu versorgen. Alle deutschen Auslandsvertretungen seien geöffnet. Zuvor erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz, dass tausende Deutsche in der Region im Nahen Osten festsitzen. Neben deutschen Urlaubern lebten auch viele Deutsche in den Golfstaaten. Man sehe für die in der Region befindlichen Bundeswehr-Soldaten keine besonders großen Gefahren, die über die ohnehin existierenden Gefährdungen hinausgingen.
+++ 18:15 Tod von US-Soldaten: "Das ist Worst-Case-Szenario" +++
Schon in seiner Videoansprache zum Angriff auf Teheran spricht Donald Trump vom "Tod amerikanischer Helden", jetzt werden mehrere tote US-Soldaten gemeldet. ntv-Korrespondent Gordian Fritz schildert die Stimmung in den Vereinigten Staaten.
+++ 18:00 Irans Außenminister: Chamenei-Nachfolge binnen zwei Tagen möglich +++
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hält es für möglich, dass ein neuer geistlicher Führer im Iran innerhalb von Tagen feststeht. "Es könnte schon in einem oder zwei Tagen zur Wahl eines obersten Führers kommen", sagte Araghtschi dem Nachrichtensender Al-Jazeera. Wer Chamenei nachfolgen könnte, ist unklar. Öffentlich hatte sich der Religionsführer dazu nicht geäußert. In den vergangenen Jahren war immer wieder dessen Sohn Modschtaba genannt worden, der bislang kaum in der Öffentlichkeit stand. Bis ein neues Staatsoberhaupt gewählt ist, soll ein dreiköpfiger Rat seine Aufgaben übernehmen. Diese Rolle fällt laut offiziellen Angaben Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie dem Mitglied des Wächterrats, Alireza Arafi, zu.
+++ 17:45 Trump: Iranische Führung will reden - habe zugestimmt +++
US-Präsident Donald Trump kündigt Gespräche mit der iranischen Führung an. "Sie wollen reden, und ich habe zugestimmt, also werde ich mit ihnen reden", sagt er der Zeitschrift "Atlantic". Weiter sagte er: "Sie hätten es früher tun sollen" und "Sie haben zu lange gewartet.
+++ 17:30 Experte: Angriff auf Iran "ist definitiv völkerrechtswidrig" +++
Geopolitik-Experte Klemens Fischer sieht die iranische Führung - trotz aller Bemühungen, nach Außen Stärke und Handlungsbereitschaft zu zeigen - in einer extrem instabilen Situation. Ein Präventivschlag sei der US-Angriff jedoch sicher nicht gewesen.
+++ 17:15 Insider: Israel parkt Regierungsflieger in Berlin +++
Israel hat Insidern zufolge seine Regierungsmaschine aus Sicherheitsgründen in Berlin geparkt. Der Flug sei vorher von der israelischen Regierung angemeldet worden, heißt es in deutschen Regierungskreisen. Es seien nur Crew-Mitglieder an Bord gewesen.
+++ 17:02 Netanjahu: Werden Angriffe auf Teheran intensivieren "wie nie zuvor" +++
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine weitere Intensivierung der militärischen Angriffe auf Teheran angekündigt. Die israelische Armee greife bereits mit "zunehmender Stärke" im Herzen der iranischen Hauptstadt an, sagte Netanjahu in einer Videobotschaft. Dies werde sich in den kommenden Tagen jedoch noch weiter verstärken. Nach einem Treffen mit Verteidigungsminister Israel Katz, dem Generalstabschef Ejal Zamir und dem Leiter des Auslandsgeheimdienstes Mossad, David Barnea, habe er die Anweisung gegeben, die Offensive fortzusetzen. In dieser setze Israel "wie nie zuvor" die gesamte Kraft der Armee ein, sagte Netanjahu. Dabei gehe es darum, "unser Überleben und unsere Zukunft zu sichern". Er betonte, die enge Zusammenarbeit Israels mit den USA bei den gemeinsamen Angriffen im Iran ermögliche es, das zu tun, worauf er bereits seit 40 Jahren hoffe: "Dem Terrorregime einen entscheidenden Schlag zu versetzen."
+++ 16:50 Im Iran wird geweint, Rache geschworen - und laut gejubelt +++
Nach Bestätigung des Todes von Ali Chamenei durch iranische Staatsmedien erleben Städte im ganzen Land dramatisch unterschiedliche Reaktionen: In Teheran, Qom und Maschhad weinen Trauernde und rufen zur Rache auf. In Karadsch und anderen Orten tanzen und feiern die Menschen.
+++ 16:40 US-Militär dementiert erfolgreichen Angriff auf US-Flugzeugträger +++
Das US-Militär dementiert einen erfolgreichen iranischen Angriff auf einen US-Flugzeugträger. (Eintrag von 15:20 Uhr) "Die iranischen Revolutionsgarden behaupten, die USS Abraham Lincoln mit ballistischen Raketen angegriffen zu haben. LÜGE", schreibt das Zentralkommando auf X. "Die Lincoln wurde nicht getroffen." Demnach startet die Lincoln weiterhin Flugzeuge "zur Unterstützung der unermüdlichen Kampagne des CENTCOM zur Verteidigung der amerikanischen Bevölkerung durch die Beseitigung von Bedrohungen durch das iranische Regime."
+++ 16:35 US-Militär: Haben iranisches Kriegsschiff versenkt +++
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben ein iranisches Kriegsschiff im Golf von Oman versenkt. Eine Korvette der Jamaran-Klasse sei an einem Pier in Tschahbahar versenkt worden, teilt das zuständige US-Zentralkommando mit. In einem Beitrag auf X ruft das Kommando die iranischen Streitkräfte auf, ihre Waffen niederzulegen und ihre Posten zu verlassen, und verweist auf eine entsprechende Forderung von US-Präsident Donald Trump vom Samstag.
+++ 16:22 Merz: Jetzt ist nicht der Moment, um Partner zu belehren +++
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die "Erleichterung" der Bundesregierung über ein absehbares Ende des Mullah-Regimes im Iran zum Ausdruck gebracht. Die Regierung lasse "keinen Zweifel daran", dass es sich bei dem Mullah-Regime um ein "Terror-Regime" handele, das Israel in seiner Existenz bedrohe, sagte er in einem Statement zur Lage im Nahen Osten. Man teile mit den USA und Israel, dass dieses Terrorregime gestoppt werde. Merz räumt jedoch auch ein, dass Deutschland völkerrechtlich in einem Dilemma stecke. "Wir wissen nicht, ob der Plan aufgeht, durch militärische Schläge von außen, Veränderung nach innen zu bewirken." Er kündigte an, bei seinem Besuch in Washington mit US-Präsident Donald Trump am Dienstag über den Iran-Krieg sprechen. Allerdings sei jetzt nicht der Moment, um Partner und Verbündete zu belehren. Merz rief Teheran auf, "die wahllosen Angriffe sofort zu beenden".
+++ 16:02 Pentagon: Drei US-Soldaten bei Militäreinsatz gegen Iran getötet +++
Im Rahmen der Operation "Epic Fury" gegen den Iran sind drei US-Soldaten im Einsatz getötet worden. Dies teilte das US-Kommando für den Nahen Osten (Centcom) mit. Fünf weitere wurden demnach schwer verletzt. "Mehrere andere erlitten leichte Splitterverletzungen und Gehirnerschütterungen - und werden derzeit wieder in den Dienst zurückgeführt". Die Lage sei "unübersichtlich, daher werden wir aus Respekt gegenüber den Familien weitere Informationen, einschließlich der Identität unserer gefallenen Soldaten, bis 24 Stunden nach Benachrichtigung der nächsten Angehörigen zurückhalten."
+++ 15:50 Taliban in Afghanistan verurteilen "das Töten unschuldiger Zivilisten" und warnen vor weiterer Eskalation +++
Die Taliban-Regierung hat sich besorgt über die US-israelischen Angriffe auf den Iran und die iranischen Gegenangriffe in der Golf-Region gezeigt. Die jüngsten Entwicklungen in der Region hätten "beispiellose Spannungen geschaffen, die langfristig negative Auswirkungen auf die ganze Region haben werden", erklärt der Sprecher des Außenministeriums in Kabul, Abdul Kahar Balchi, auf X. "Das Islamische Emirat Afghanistan bedauert zutiefst den von Israel und den USA gestarteten Angriff auf den Iran, der vom Iran auf die Golfstaaten ausgeweitet wurde", fügte er hinzu. Balchi verurteilt "das Töten unschuldiger Zivilisten" und forderte, eine weitere Eskalation des Konflikts müsse durch Diplomatie verhindert werden.
+++ 15:35 Iranische Vergeltungsangriffe: Drei Tote in Emiraten - ein Toter in Kuwait +++
Durch die iranischen Gegenangriffe sind in der Golfregion mehrere Menschen getötet worden. In den Vereinigten Arabischen Emiraten seien drei Menschen getötet worden, erklärt das Verteidigungsministerium der Emirate. Es handele sich um Staatsbürger aus Pakistan, Nepal und Bangladesch. 58 weitere Menschen seien verletzt worden. Die VAE hätten 165 ballistische Raketen entdeckt. 152 seien zerstört worden. 541 iranische Drohnen seien registriert worden, 506 von ihnen seien abgefangen und zerstört worden. Auch aus Kuwait wurden Opfer durch iranische Angriffe gemeldet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums des Landes wurde ein Mensch getötet. 32 Menschen seien verletzt worden, alle seien Ausländer.
+++ 15:20 Iranische Revolutionsgarden: US-Flugzeugträger mit vier Raketen getroffen +++
Die iranischen Revolutionsgarden melden einen Angriff auf einen US-Flugzeugträger. "Der US-Flugzeugträger Abraham Lincoln wurde von vier ballistischen Raketen getroffen", heißt es in einer von lokalen Medien verbreiteten Erklärung. Die Revolutionsgarden warnen, dass "das Land und das Meer zunehmend zum Friedhof der terroristischen Aggressoren werden".
In der Erklärung heißt es weiter, dass die Streitkräfte in eine "neue Phase" des militärischen Konflikts eingetreten seien und dass die Operationen zu Lande und zu Wasser intensiviert würden.
+++ 15:10 EU-Außenbeauftragte: Weg frei für "anderes Iran" +++
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnet den Tod von Ajatollah Ali Chamenei als einen "entscheidenden Moment" in der Geschichte Irans. Zwar sei die Zukunft ungewiss, doch sei nun der Weg frei für ein "anderes Iran", das die Menschen mit größerer Freiheit gestalten könnten, schreibt Kallas auf der Plattform X. Sie stehe mit Partnern in Kontakt, um Schritte zur Deeskalation zu finden.
+++ 15:00 Explosionen in Dubai: "So nah, dass das Gebäude wackelt" +++
Über der Glamour-Metropole Dubai tauchen plötzlich ballistische Raketen und Kampfdrohnen auf. Nach den Angriffen der USA und Israels gerät das reiche Emirat unerwartet ins Gefahrengebiet. Wie Anwohner die bangen Stunden erleben, schildert ntv-Reporterin Helena Sonntag.
+++ 14:52 EU sieht Tötung von Chamenei als Hoffnung und Gefahr +++
Die Tötung des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, bei US-israelischen Luftangriffen wird von Seiten der Europäischen Union sowohl als Zeichen der Hoffnung, als auch als Gefahr für die Region bewertet. Der Tod Chameneis wecke "neue Hoffnung für das iranische Volk", aber berge gleichzeitig "ein echtes Risiko der Instabilität, die die Region in eine Spirale der Gewalt treiben könnte", erklärt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
+++ 14:48 Bericht: Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad bei Luftangriff getötet +++
Der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Ilna befand sich der 69-Jährige zum Zeitpunkt des Angriffs gemeinsam mit Leibwächtern in seinem Haus im Osten der Hauptstadt. Ahmadinedschad führte den Iran von 2005 bis 2013. Gegen Ende seiner Amtszeit wuchs die Kritik an seinem Kurs. Seine harte Linie in der Atompolitik löste internationale Sanktionen aus, die das Land in eine schwere Wirtschaftskrise führten.
+++ 14:32 Ölpreis steigt bereits um zehn Prozent - und könnte weiter klettern +++
Die Eskalation im Nahen Osten beflügelt den Ölpreis: Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran stieg der Preis der Nordseesorte Brent im außerbörslichen Handel um zehn Prozent auf rund 80 Dollar je Barrel, wie Ölhändler sagten. Analysten prognostizierten, dass der Preis auf 100 Dollar oder mehr klettern könnte. "Während die Militärschläge selbst die Ölpreise stützen, ist hier der entscheidende Faktor die Schließung der Straße von Hormus", sagte Ajay Parmar vom Analysehaus ICIS. "Wir erwarten, dass die Preise nach dem Wochenende deutlich näher an 100 Dollar pro Barrel eröffnen und dieses Niveau möglicherweise überschreiten, wenn die Sperrung der Wasserstraße andauert", sagte Parmar. Auch Analysten von RBC und Barclays halten einen Preis von 100 Dollar für möglich.
+++ 14:22 Straße von Hormus geschlossen: "Wer tanken muss, sollte das früher als später machen" +++
Der Iran macht seine Drohungen wahr und verbietet Schiffen die Fahrt durch die Meerenge Straße von Hormus. ntv-Börsenexperte Friedhelm Tilgen fasst zusammen, welche Auswirkungen das auf den Ölpreis und auch auf die Tanksäule haben kann.
+++ 14:12 Putin nennt Tötung von Chamenei "zynische Missachtung des Völkerrechts" +++
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Tötung des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, bei US-israelischen Angriffen stark verurteilt. Die Tötung sei "in zynischer Missachtung aller Normen der menschlichen Moral und des Völkerrechts" erfolgt, schreibt Putin in einem vom Kreml veröffentlichten Brief an den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian. Er brachte darin zudem sein "tiefes Beileid für den Mord" an Chamenei zum Ausdruck. Chamenei werde als "außergewöhnlicher Staatsmann" erinnert werden, "der zur Entwicklung der freundschaftlichen russisch-iranischen Beziehungen persönlich enorm viel beigetragen hat", schreibt der Kremlchef weiter.
+++ 13:55 Geheimdienstexperte warnt vor Vergeltung Irans in Europa +++
Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums der Geheimdienste in Deutschland, Marc Henrichmann, warnt vor Anschlägen iranischer Kräfte in Europa. "Vergeltungsmaßnahmen, auch durch iranische Schläferzellen in Europa, sind nicht auszuschließen", sagt der CDU-Politiker der "Süddeutschen Zeitung". Wachsamkeit sei das Gebot der Stunde. "Das iranische Regime hat in der Vergangenheit wiederholt gezeigt, dass es seinen Terror auch außerhalb der eigenen Grenzen austrägt." Es befinde sich "aktuell im absoluten Überlebenskampf".
+++ 13:45 Mindestes acht Tote bei iranischen Raketenangriffen in Beit Schemesch +++
Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind nach israelischen TV-Angaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Nach Angaben des Senders N12 kamen sie beim Einschlag einer Rakete in einem Gebäude in der Stadt Beit Schemesch ums Leben. Weitere Menschen erlitten Verletzungen. Die Stadt liegt westlich von Jerusalem.
Update 14:33: Die Zahl der getöteten Menschen steigt auf mindestens acht. Die Rettungskräfte erklärten, sie hätten 23 Verletzte geborgen, unter ihnen zwei Schwerverletzte. Das Gebäude sei nach dem "direkten Einschlag" der Rakete eingestürzt, erklärte die israelische Polizei.
+++ 13:29 Verletzte bei iranischen Raketenangriffen in Tel Aviv +++
Neue iranische Raketenangriffe auf Israel lösen in weiten Teilen des Landes Luftalarm aus. Einwohner der Stadt Tel Aviv berichten von lauten Explosionen. Der israelische TV-Sender N12 berichtete, es habe mehrere Einschläge gegeben. Das Nachrichtenportal "ynet" berichtet von mindestens 20 Verletzten in einem Gebäude in der Stadt Beit Schemesch, das direkt getroffen worden sei. Die Stadt liegt westlich von Jerusalem.
+++ 13:31 Wie Trump den Iran-Angriff begründet - und was dran ist +++
Trump lässt das US-Militär verheerende Angriffe auf den Iran durchführen. In Abstimmung mit Israel werden politische und militärische Ziele getroffen. Eine Zustimmung des US-Kongresses gibt es nicht. Washington-Korrespondent Peter Kleim berichtet über Trumps Begründung und die Kritik daran.
+++ 13:13 Weiteres Schiff vor Oman von Geschoss getroffen +++
Ein Schiff ist nach Angaben der britischen Behörde UKMTO 50 Seemeilen nördlich der omanischen Hauptstadt Maskat von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Im Maschinenraum sei ein Feuer ausgebrochen, das inzwischen unter Kontrolle sei. Es ist bereits der zweite Vorfall, den die Behörde meldet. Zuvor hatte es einen Zwischenfall vor Kumzar in der Straße von Hormus gegeben.
+++ 12:55 Hisbollah-Miliz will sich US-israelischer "Aggression entgegenstellen" +++
Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran schwört die Hisbollah-Miliz im Libanon, sich der "Aggression" entgegenzustellen. "Wir werden unsere Pflicht wahrnehmen, uns der Aggression entgegenzustellen", erklärt der Anführer der proiranischen Schiiten-Miliz, Naim Kassem. "Was auch immer die Opfer sind, wir werden (...) das Feld der Ehre und des Widerstands nicht verlassen." Die von Teheran unterstützte Miliz hat seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am Samstag nicht eingegriffen. Für Sonntagnachmittag war im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut aber eine Unterstützungskundgebung geplant.
+++ 12:38 Israel: Dutzende iranische Raketenabschussrampen zerstört +++
Seit Beginn der Angriffe auf den Iran hat die israelische Armee nach eigenen Angaben Dutzende Raketenabschussrampen zerstört. Ein israelischer Armeesprecher sagt, zu Beginn des letzten Kriegs gegen den Iran im vergangenen Juni habe Teheran über gut 3000 ballistische Raketen verfügt. Dieses Arsenal sei damals etwa halbiert worden. "Inzwischen haben sie es wieder aufgefüllt, sodass es nun wieder bei rund 2500 liegt - und die Zahl steigt", sagt der Militärsprecher. Seit Beginn des jüngsten Schlagabtauschs habe der Iran Hunderte Raketen auf Israel sowie andere Länder in der Region abgefeuert.
+++ 12:23 Jäger: "US-Regierung war nicht unbedingt treibende Kraft" +++
Donald Trump brüstet sich mit dem Angriff auf den Iran - dabei wurde er wohl zuvor von Israel und Saudi-Arabien zu dem Schritt gedrängt, wie Politologe Thomas Jäger ausführt. Neben militärischen Gegenschlägen seien nun auch hybride Angriffe vom Iran zu erwarten.
+++ 12:01 China verurteilt Tötung Chameneis und Angriffe +++
Chinas Außenminister Wang Yi verurteilt die Angriffe der USA und Israels auf den Iran als inakzeptabel. In einem Telefonat mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow kritisiert er laut der Nachrichtenagentur Xinhua besonders, dass die Attacken während laufender Verhandlungen stattgefunden hätten. Die "unverhohlene Tötung" eines souveränen Staatsoberhaupts und die Anstiftung zum Regimewechsel seien nicht hinnehmbar. Peking fordere ein sofortiges Ende der Militäraktionen und eine Rückkehr zum Dialog.
+++ 11:39 Iran: Aliresa Arafi in Übergangs-Führungsrat berufen +++
Der Geistliche Aliresa Arafi wird der Nachrichtenagentur Isna zufolge in den iranischen Führungsrat berufen. Das Gremium nehme die Aufgaben des Obersten Führers wahr, bis der Expertenrat einen Nachfolger gewählt habe. Arafi bilde zusammen mit Präsident Massud Peseschkian und Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei die vorübergehende Staatsspitze.
+++ 11:09 Irans Präsident: Ermordung von Chamenei ist offene Kriegserklärung +++
Irans Präsident Massud Peseschkian bezeichnet die gezielte Tötung von Religionsführer Ali Chamenei als offene Kriegserklärung. Diese richte sich gegen alle Muslime, insbesondere aber gegen alle Schiiten weltweit. Peseschkian erklärt laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna: "Der Iran betrachtet die Vergeltung und Blutrache an den Tätern und Drahtziehern dieses Verbrechens als Pflicht und legitimes Recht." Chamenei sei ein "Märtyrer", dessen Standhaftigkeit ihn in die Geschichtsbücher eingeschrieben habe.
+++ 10:44 Chaos am Flughafen - Drohnenangriffe legen Dubai lahm +++
Sirenen und Rauch am Flughafen von Dubai: Ein iranischer Vergeltungsangriff trifft das internationale Drehkreuz, mehrere Menschen werden verletzt. Auch in Abu Dhabi und Kuwait kommt es zu Zwischenfällen. Flüge fallen weltweit aus, Hotels und Einkaufszentren werden evakuiert.
+++ 10:22 Öltanker "Skylight" vor der Küste des Oman angegriffen +++
Der Handelshafen von Dukm im Oman ist mit zwei Drohnen angegriffen worden. Eine der Drohnen habe eine Arbeiterunterkunft getroffen, wobei ein ausländischer Arbeiter verletzt worden sei, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf Sicherheitsquellen. Die zweite Drohne sei in der Nähe von Treibstofftanks abgestürzt. Dabei habe es weder Verletzte noch Schäden gegeben, heißt es weiter. Vor der Küste des Oman wurde zudem der Öltanker "Skylight" angegriffen. Es gibt vier Verletzte an Bord, das Schiff wurde daraufhin evakuiert.
+++ 10:00 Bericht: CIA beobachtete Chamenei monatelang +++
Der US-Auslandsgeheimdienst CIA spielte eine wichtige Rolle vor dem Angriff auf Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei. Das berichtet die "New York Times". Die US-Zeitung berichtet unter Berufung auf mehrere nicht genannte Personen, die mit dem Einsatz vertraut sein sollen, der Auslandsgeheimdienst habe Chamenei über Monate verfolgt und dabei Kenntnisse über seine Aufenthaltsorte und Gewohnheiten erlangt. Die CIA soll erfahren haben, dass am Samstagmorgen in einem Gebäudekomplex im Herzen Teherans ein Treffen hochrangiger iranischer Offizieller stattfinden sollte und sich Chamenei dort aufhalten würde. Daraufhin sollen die USA und Israel den Zeitpunkt ihrer Angriffe auf den Iran angepasst haben. Ursprünglich sei laut dem Zeitungsbericht geplant gewesen, nachts anzugreifen.
+++ 09:43 Sturm auf US-Botschaft in Pakistan - acht Tote +++
Bei Ausschreitungen in der Nähe des US-Konsulats in der pakistanischen Stadt Karatschi sind mindestens acht Menschen getötet worden, mehrere wurden verletzt. Das teilt der pakistanische Rettungsdienst Edhi mit. Demonstranten hatten versucht, die diplomatische Vertretung der USA in der pakistanischen Stadt zu stürmen. Die Polizei löste die Proteste gewaltsam auf.
+++ 09:30 Israels Verteidigungsminister: Mit Tod Chameneis ist "Gerechtigkeit geschehen" +++
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz begrüßt die Tötung des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ali Chamenei, als Akt der "Gerechtigkeit". Chamenei sei "zusammen mit hochrangigen Mitgliedern der iranischen Terrorfestung" eliminiert worden, erklärt Katz am Sonntag in Onlinediensten. "Gerechtigkeit ist geschehen, und die Achse des Bösen hat einen schweren Schlag erlitten", betont der Verteidigungsminister.
+++ 09:11 Tausende Iraner trauern in Teheran um Chamenei +++
Nach dem Tod des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ali Chamenei, versammeln sich Tausende Menschen zu seinen Ehren in Teheran. Die größtenteils schwarz gekleideten Teilnehmer der Kundgebung auf dem zentralen Enghelab-Platz skandieren "Tod den Vereinigten Staaten" und "Tod Israel", wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichten. Viele von ihnen schwenken iranische Flaggen und halten Fotos von Chamenei hoch.
+++ 08:44 Demonstranten wollen in Bagdad zu US-Botschaft vordringen +++
Nach der Tötung von Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei versuchen Demonstranten in der irakischen Hauptstadt Bagdad, in das streng gesicherte Regierungsviertel mit der US-Botschaft vorzudringen. Nach Angaben von Augenzeugen hatten sich am Eingang zur sogenannten Grünen Zone Hunderte Menschen zum Protest versammelt. Sicherheitskräfte lösten die Menge gewaltsam auf. Die Demonstranten versuchten demnach, die Sicherheitsbarrieren zu überwinden, um zur US-Botschaft innerhalb der Grünen Zone zu gelangen. Laut Augenzeugen setzten die Sicherheitskräfte Schlagstöcke, scharfe Munition, Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben.
+++ 08:30 Rakete trifft Tel Aviv - "hat Haus hier komplett zerfetzt" +++
An vier verschiedenen Orten schlagen ballistische Raketen in Israel ein. Im Rahmen der Vergeltungsangriffe werden immer größere Salven abgefeuert - die israelische Luftverteidigung wird teils überfordert. Eine Frau stirbt an ihren Verletzungen. ntv-Reporterin Raschel Blufarb berichtet aus der angegriffenen Stadt.
+++ 07:50 Stabschef, Verteidigungsminister, Oberbefehlshaber - Iranisches Führungsquartett bei Luftschlägen getötet +++
Die Nachrichtenagentur IRNA berichtet, dass der Stabschef der Streitkräfte, Abdolrahim Mussawi, und Verteidigungsminister Aziz Nasirzadeh bei den Angriffen der USA und Israels auf den Iran getötet wurden. Auch der Tod von Chameneis Sicherheitsberater Ali Shamkhani sowie dem Oberbefehlshaber der Iranischen Revolutionsgarde, Mohammad Pakpour, wurde bestätigt.
+++ 07:27 Laridschani: Israel will Iran teilen - Trump "das perfekte Symbol für Plünderung" +++
Ali Laridschani, Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates des Iran, wirft Israel vor, nach seinem gemeinsamen Angriff mit den USA eine "Teilung des Landes anzustreben". In einer von der staatlichen Nachrichtenagentur Fars veröffentlichten Erklärung sagt Laridschani, dass das israelische "Regime keine andere Wahl habe, als auf die Teilung großer Länder zurückzugreifen, um sein eigenes Überleben zu sichern". Laridschani bezeichnet Trump außerdem als "das perfekte Symbol für Plünderung" und warf ihm vor, sich die Ressourcen des Iran aneignen zu wollen.
+++ 07:15 Mützenich: Trumps Ziele sind schleierhaft +++
SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich blickt kritisch auf die schweren Angriffe im Iran und fordert von den USA und Israel Transparenz zu den Beweggründen ihres Handelns. "Die israelische Regierung hat den militärischen Eingriff als präventive Reaktion gerechtfertigt. Solange sie jedoch ihre Erkenntnisse nicht öffentlich darlegt, werden Zweifel bleiben", sagt der frühere Fraktionsvorsitzende dem "Tagesspiegel". Genauso schleierhaft seien die Ziele von US-Präsident Donald Trump und welche Konsequenzen sich daraus ergäben. "Die amerikanische Regierung muss erklären, warum weitere Verhandlungen über das iranische Atomprogramm aussichtslos waren." Zugleich fordert Mützenich eine Feuerpause, damit Zivilisten sich in Sicherheit bringen könnten. Mützenich betont die Brutalität und Gefahr der Machthaber im Iran und spricht von einer diktatorischen Gewaltherrschaft.
+++ 07:01 Iranischer Parlamentssprecher: Rote Linie überschritten +++
Der Iran wird laut Parlamentssprecher Baker Kalibaf den Weg von Ajatollah Chamenei fortsetzen. Sich an US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wendend, sagt Kalibaf im Staatsfernsehen, sie hätten eine rote Linie überschritten. Dafür würden sie bezahlen.
+++ 07:00 Israel gibt Entwarnung nach Luftangriffen +++
Israels Armee gibt nach gemeldeten Raketenangriffen des Irans wieder Entwarnung. Die Menschen in allen Teilen des Landes dürften die Schutzräume wieder verlassen, sollten sich aber weiter in ihrer Nähe aufhalten, teilt die Armee mit. Zuvor waren Luftabwehrsysteme im Einsatz gewesen, um die Angriffe abzuwehren.
+++ 06:50 Staatsmedien: Tochter und Enkelkind von Chamenei bei Luftangriffen getötet +++
Die Tochter, das Enkelkind, die Schwiegertochter und der Schwiegersohn des iranischen Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei wurden bei amerikanisch-israelischen Luftangriffen getötet, berichten iranische Staatsmedien.
+++ 06:35 Trump warnt Iran vor Gegenschlägen: "Das sollten sie besser nicht tun!" +++
US-Präsident Donald Trump reagiert umgehend auf die angekündigten Gegenschläge des Iran. "Der Iran hat gerade erklärt, dass er heute sehr hart zuschlagen wird, härter als jemals zuvor", schreibt er auf Truth Social. "Das sollte sie aber besser nicht tun, denn wenn sie es tun, dann wir werden sie mit noch nie da gewesener Härte treffen!"
+++ 06:15 Iran startet neue Welle von Angriffen auf 27 US-Stützpunkte +++
Als Vergeltung für die massiven US-israelischen Luftangriffe startet der Iran nach Angaben von Staatsmedien eine neue Welle von "umfangreichen Raketen- und Drohnenangriffen" auf US-Militärstützpunkte in der Region und auf Israel. Zu den Zielen zählen 27 US-Stützpunkte sowie das israelische Militärhauptquartier und Gebäude der Rüstungsindustrie in Tel Aviv, berichtet das iranische Staatsfernsehen.
+++ 06:10 Erneut Raketenalarm in Israel +++
In Israel heulen am frühen Morgen erneut die Sirenen. Es seien Raketen aus dem Iran in Richtung Israel abgefeuert worden, gibt die israelische Armee bekannt. Die Luftwaffe sei im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, den Anweisungen des Heimatschutzkommandos zu folgen. Zuvor hatten israelische Kampfflugzeuge ihre Angriffswellen gegen militärische Ziele im Iran fortgesetzt.
+++ 06:00 Iranische Drohne trifft weltberühmtes Hotel Burj Al Arab +++
In Dubai sind nach Angaben des Medienbüros der Stadt vier Menschen durch iranische Angriffe am internationalen Flughafen verletzt. Zudem wurden dort das bekannte Hotel Burj Al Arab und der Hafen Dschabal Ali in Mitleidenschaft gezogen. Trümmerteile einer abgefangenen iranischen Drohne hätten ein Feuer am 300 Meter hohen Wolkenkratzer verursacht.
+++ 05:36 Peseschkian und zwei ranghohe Beamte sollen Übergangsphase im Iran leiten +++
Ein Trio um den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian soll in der Übergangsphase nach dem Tod des geistlichen Oberhaupts Ali Chamenei die Führung im Land übernehmen. Neben Peseschkian seien Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei und ein Jurist des Wächterrats mit der Aufgabe betraut worden, berichtet das Staatsfernsehen unter Berufung auf einen Berater Chameneis, Mohammad Mochber.
+++ 05:06 Trump: Chance für friedliche Lösung nach Angriffen größer +++
Die schweren Angriffe Israels und der USA auf den Iran haben nach Meinung von US-Präsident Donald Trump die Chance auf eine diplomatische Lösung des Konflikts erhöht. Dieser Weg sei jetzt deutlich leichter als noch vor einem Tag, sagt Trump dem Sender CBS News zufolge in einem Telefoninterview. "Weil sie heftig verprügelt werden."
+++ 04:30 Schah-Sohn Pahlavi bringt sich als Interimsführer ins Spiel +++
Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, bringt sich nach der Tötung von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei erneut als Übergangsführer des Irans ins Spiel. "Viele Iraner haben mich, oft trotz lebensbedrohlicher Situationen, gebeten, diesen Übergang zu leiten", schreibt er in einem Meinungsbeitrag in der "Washington Post". Er wolle ihrem Ruf folgen und den Weg hin zu einer neuen Verfassung freimachen. Diese solle zunächst in einem Referendum verabschiedet werden. Darauf sollten dann freie Wahlen unter internationaler Aufsicht folgen. "Mit der Abstimmung der Iraner löst sich die Übergangsregierung auf", schreibt er weiter.
+++ 03:40 Israel meldet Angriffe mit Dutzenden Kampfflugzeugen +++
Die israelische Luftwaffe hat im Iran nach eigenen Angaben mehr als 30 weitere Ziele bombardiert. Dutzende Kampfflugzeuge hätten eine weitere Angriffswelle gegen ballistische Raketenstellungen und die Luftabwehrsysteme im Westen und im Zentrum des Irans abgeschlossen. Ziele seien unter anderem Raketenabschussanlagen, Einrichtungen der Staatsführung und militärische Kommandozentren gewesen. Die Armee werde ihre Angriffe zur Schwächung der Militärkapazitäten des Irans fortsetzen.
+++ 03:10 Menschen in den USA gehen nach Iran-Angriffen auf die Straße +++
Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran haben sich in den Vereinigten Staaten in mehreren Städten Menschen auf den Straßen versammelt. Größere Demonstrationen fanden unter anderem in Washington, New York und Los Angeles statt. Teils kritisieren die Demonstrierenden das Vorgehen der USA und fordern Frieden für die Region. Andere feiern dagegen den Schlag gegen die iranische Führung.
+++ 02:43 Trump über künftige Iran-Spitze: "Einige gute Kandidaten" +++
US-Präsident Donald Trump sieht nach eigenen Angaben "einige gute Kandidaten" für die künftige Führung des Irans. Auf die Frage, ob es jemanden im Iran gebe, den er gerne an der Spitze des Landes sehen würde, sagt Trump dem Sender CBS News nach dessen Angaben in einem Telefoninterview: "Ja, ich denke schon. Es gibt einige gute Kandidaten."
+++ 02:10 Angriff Irans? Drohne trifft Flughafen in Bahrain +++
Bei einem Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen in Bahrain ist Sachschaden entstanden. Es gebe aufgrund des Angriffs auf den Flughafen nahe der Hauptstadt Manama keine Todesopfer, erklärt das Innenministerium auf X. Das Gelände werde gesichert. Das Ministerium nennt keine weiteren Details. Der Iran greift im Rahmen seiner Gegenangriffe US-Verbündete und amerikanische Stellungen im Nahen Osten an. Zuvor hatten bereits unter anderem die Flughäfen in Abu Dhabi und Dubai Einschläge gemeldet. Bahrain ist unter anderem der Hauptsitz der US-Marine im Nahen Osten. Dort ist die sogenannte Fünfte Flotte der Marine beheimatet.
+++ 01:35 Israel: Menschen dürfen Schutzräume wieder verlassen +++
Israels Armee hat nach einem gemeldeten Raketenangriff des Irans in der Nacht Entwarnung gegeben. Die Menschen in allen Teilen des Landes dürften die Schutzräume wieder verlassen, sollten sich aber weiter in ihrer Nähe aufhalten, teilt die Armee mit. Zuvor waren die Luftabwehrsysteme aktiviert worden. In mehreren Gebieten des Landes hatten die Sirenen geheult. Die Armee hat davor den Abschluss einer weiteren Angriffswelle gegen Raketenbasen und Luftabwehrsysteme im Iran gemeldet.
+++ 01:13 Vorfall am Flughafen in Dubai - vier Verletzte gemeldet +++
Die Behörden in Dubai teilen mit, bei einem Zwischenfall am Internationalen Flughafen seien vier Menschen verletzt worden. "Dubai Airports bestätigt, dass eine Halle am Dubai International Airport (DXB) bei einem Zwischenfall, der schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte, geringfügige Schäden davongetragen hat", heißt es zudem. Details wurden nicht genannt. Der Iran flog am Samstag Angriffe auf US-Stützpunkte in der Region.
+++ 00:31 Militär der Emirate meldet 132 abgewehrte ballistische Raketen +++
Das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate hat seit Beginn der iranischen Gegenangriffe nach eigenen Angaben 132 ballistische Raketen und 195 Drohnen abgewehrt. Dies bestätige die hohe Einsatzbereitschaft der Luftabwehr, teilt das Verteidigungsministerium auf X mit. Zudem seien fünf ballistische Raketen des Irans ins Meer gefallen. Vierzehn Drohnen seien ebenfalls über Wasser oder an Land abgestürzt, wodurch es einige Schäden gegeben habe, teilt das Ministerium mit. Auch aufgrund abgeschossener Projektile sei es zu kleineren Schäden an zivilem Eigentum gekommen. Die Emirate verurteilten den Angriff auf das Schärfste. Sie stellen einen Verstoß gegen das Völkerrecht und eine Verletzung der emiratischen Souveränität dar, wie es weiter hieß.
+++ 00:01 Rubio reist nicht nach Israel +++
US-Außenminister Marco Rubio sagt seinen für Montag geplanten Besuch in Israel ab. Dies teilt das US-Außenministerium mit und verweist zur Begründung auf die "aktuellen Umstände".
+++ 23:23 Iran meldet Angriff auf US-Stützpunkt in Saudi-Arabien +++
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen Luftwaffenstützpunkt des US-Militärs in Saudi-Arabien angegriffen. Der Stützpunkt Prinz Sultan sei von Raketen und Drohnen getroffen worden, heißt es in einer Erklärung der Revolutionsgarden, die der staatliche Rundfunk veröffentlichte. Aus Saudi-Arabien und den USA gibt es keine Bestätigung für den Angriff.
+++ 23:02 Trump: Chamenei ist tot +++
Der iranische Machthaber Ajatollah Ali Chamenei ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump tot. Auf seiner Plattform Truth Social schreibt Trump: "Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot." Zuvor hatte Trump lediglich gesagt, er habe "das Gefühl", das Berichte über Chameneis Tod "korrekt" seien.
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