Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 22:00 Netanjahu sieht entscheidende Wende im Kampf gegen Hisbollah +++

31.05.2026, 22:00 Uhr

Die Einnahme der strategisch wichtigen Burg Beaufort im Libanon durch die israelische Armee ist nach den Worten von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu eine "entscheidende Wendung" im Kampf gegen die pro-iranische Hisbollah. Netanjahu spricht in einem veröffentlichten Video zudem von einer "dramatischen Etappe" in der israelischen Bodenoffensive gegen die vom Iran unterstützte Miliz. Israel sei nun "vereint, entschlossen und stärker als jemals zuvor" auf die Burg zurückgekehrt, sagt Netanjahu. Seine Anweisung laute nun, "unsere Position in den Gebieten, die unter der Kontrolle der Hisbollah standen, zu vertiefen und auszuweiten." Weiter sagt Netanjahu: "Wir ergreifen die Initiative, wir operieren an allen Fronten - in Syrien, im Gazastreifen, im Libanon."

+++ 21:15 Irans Präsident fordert neuen Politikstil +++

Irans Präsident Massud Peseschkian spricht für eine grundlegende Änderung des Führungsstils im Land aus. Zugleich weist sein Büro Rücktrittsgerüchte zurück. Peseschkian sagt laut der den Revolutionsgarden nahestehenden Agentur Fars, die Führung könne nicht allein aus einer begrenzten Gruppe von Führungskräften und Beamten bestehen. Er verlangt stattdessen die Einbindung aller gesellschaftlichen Schichten, wirtschaftlicher Akteure und Wissenschaftler sowie der Bevölkerung. Peseschkian gilt als Reformer. Seine Forderung steht im Kontrast zur Machtstruktur. Ein Blick auf die wichtigsten Vertreter der iranischen Führung zeigt, dass viele Schlüsselpositionen seit Jahrzehnten durch Personen mit engen Verbindungen zu den Islamischen Revolutionsgarden besetzt sind.

+++ 20:34 Wadephul: Israels Vorrücken im Libanon Anlass zur Sorge +++

Außenminister Johann Wadephul ruft Israel und die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon dringend auf, zur vereinbarten Waffenruhe zurückzukehren. "Das weitere Vorrücken der israelischen Armee im Süden Libanons gibt Anlass zu großer Sorge", teilt der CDU-Politiker am Rande seines Besuches bei den Vereinten Nationen (UN) in New York mit. Israel müsse bei seinem Vorgehen gegen die Hisbollah Zivilisten und zivile Infrastruktur schützen. "Jede weitere Eskalation verschärft die ohnehin schon angespannte Lage zusätzlich und sorgt für neue Fluchtbewegungen innerhalb Libanons."

+++ 19:37 Irans Außenminister: Gespräche mit USA dauern an +++

Der Iran und die USA setzen ihre Gespräche und ihren Nachrichtenaustausch nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Aragtschi fort. Man könne die Verhandlungen nicht beurteilen, bis ein klares Ergebnis vorliege, sagt er staatlichen Medien. Spekulationen dürfe keine Bedeutung beigemessen werden.

+++ 18:57 Regierungssprecherin: Iran weiterhin im "Schatten des Krieges" +++

Der Iran steht nach Aussage einer Regierungssprecherin weiterhin im "Schatten des Krieges". Die Streitkräfte würden nach wie vor in Alarmbereitschaft sein, sagt Fatemeh Mohajerani laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Dennoch sei die wirtschaftliche Erholung des Landes bereits im Gange. Die anhaltende US-Seeblockade bezeichnet sie als "Piraterie".

+++ 17:45 Bericht: Neue israelische Vorstöße in Syrien +++

Israelische Einheiten haben laut der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana neue Vorstöße im Süden Syriens unternommen. Demnach errichteten sie provisorische Kontrollpunkte in Teilen der Provinzen Quneitra und Deraa und durchsuchten Passanten. Nach mehreren Stunden sollen sich die israelischen Soldaten wieder zurückgezogen haben.

+++ 16:53 Iran: Revolutionsgarden greifen Rebellenbasen im Nordirak an +++

Die Bodentruppen der iranischen Revolutionsgarden greifen iranischen Staatsmedien zufolge Stützpunkte von Separatistengruppen im Nordirak an. Welche Orte genau von den Angriffen betroffen sind, ist bislang unklar.

+++ 16:03 Libanons Ministerpräsident: Israel versucht, Geschichte auszuradieren +++

Libanons Ministerpräsident Nawaf Salam wirft Israel vor, den südlichen Libanon weitreichend zu zerstören. Die Angriffe seien ein "Versuch, die Geschichte auszuradieren", sagt er der Staatsagentur NNA zufolge. Die Kosten des Kriegs seien für die Libanesen immens. Das Land dürfe nicht zum "Faustpfand" in regionalen Konflikten werden.

+++ 15:14 Libanon: 13 Krankenhaus-Mitarbeiter bei israelischem Luftangriff verletzt +++

Bei einem israelischen Luftangriff in der Nähe eines Krankenhauses in Tyrus im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums 13 Mitarbeiter der Klinik verletzt worden. Zudem sei erheblicher Sachschaden entstanden, erklärt das Ministerium. Die Regierung ruft die internationale Gemeinschaft dazu auf, "den sich ausweitenden israelischen Angriffen ein Ende zu setzen". Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit Mitte April offiziell eine Waffenruhe, die von der Hisbollah allerdings nicht anerkannt wird. Die Hisbollah setzt ihre Angriffe auf Israel fort, Israels Armee rückte im Vorgehen gegen die vom Iran unterstützte Miliz in den vergangenen Tagen immer weiter in den Süden des Libanon vor.

+++ 14:34 Katz: Einnahme von Burg Beaufort klare Botschaft an unsere Feinde +++

Nach der Einnahme der Kreuzritterfestung Beaufort im Süden des Libanon schreibt Israels Verteidigungsminister Katz bei X: "Dies ist eine klare Botschaft an unsere Feinde: Wer die Bürger Israels bedroht, wird seine strategischen Positionen eine nach der anderen verlieren." Laut israelischen Medien kündigt Katz an, dass Israels Soldaten dort bleiben würden. Die Festung sei Teil der sogenannten Sicherheitszone Israels im Libanon, die die libanesische Führung wiederum als Besetzung libanesischen Bodens bezeichnet.

+++ 14:06 Frankreich verlangt Dringlichkeitssitzung zu Libanon +++

Nach der Ausweitung der israelischen Militäreinsätze im Libanon hat Frankreich eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats gefordert. "Nichts kann die Fortsetzung der israelischen Militäroperationen im Libanon und eine immer tiefere Besetzung libanesischen Territoriums rechtfertigen", sagt Außenminister Jean-Noël Barrot dem Sender BFMTV. Die israelische Armee hatte zuvor ihre Angriffe im Südlibanon ausgeweitet und dabei nach eigenen Angaben die strategisch wichtige Kreuzritterfestung Beaufort eingenommen. Er habe die Einberufung des Sicherheitsrats beantragt, da die Entwicklung eine weitere Eskalation darstelle, sagt Barrot. Zwar erkenne Frankreich das Recht Israels auf Selbstverteidigung gegen Angriffe der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz an, "doch nichts rechtfertigt diese Entwicklung", führt er weiter aus. Sie stelle zudem einen "schwerwiegenden Fehler" und einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar.

+++ 13:40 Trump dämpft Hoffnungen auf Abkommen mit dem Iran +++

In einem Fox-News-Interview dämpft US-Präsident Donald Trump die Hoffnungen auf eine Einigung und deutete neue Angriffe auf Ziele im Iran an, falls Teheran nicht auf seine Nachforderungen eingehe: "Langsam aber sicher bekommen wir, was wir wollen, und wenn wir nicht bekommen, was wir wollen, werden wir es auf andere Art erreichen", sagt Trump.

+++ 13:07 Iran nimmt Gasförderung auf drei Plattformen nach Angriffen wieder auf +++

Der Iran nimmt die Förderung auf drei Offshore-Plattformen im Gasfeld Süd-Pars wieder auf, nachdem diese infolge israelischer Angriffe auf Verarbeitungsanlagen an Land gestoppt werden musste. Die Plattformen selbst seien nicht beschädigt worden, sagt der Chef der Pars Oil and Gas Company, Turadsch Dehgani, staatlichen Medien. Das geförderte Gas werde nun zu anderen Verarbeitungsanlagen in der Region umgeleitet, während die Reparaturen an den beschädigten Einrichtungen andauerten.

+++ 12:18 Iran-Chefunterhändler knüpft Abkommen mit USA an Bedingungen +++

Der Iran wird nach den Worten seines Chefunterhändlers Mohammad Baqer Ghalibaf kein Abkommen zur Beendigung des Konflikts mit den USA akzeptieren, solange die Rechte der iranischen Bevölkerung nicht gesichert sind. Es gebe kein Vertrauen in die Worte und Versprechen des Feindes, sagt Ghalibaf staatlichen Medien zufolge. Das einzige Kriterium seien spürbare Ergebnisse, bevor der Iran seinerseits Verpflichtungen erfülle. Ghalibaf äußert sich nach seiner Vereidigung als wiedergewählter Parlamentspräsident.

+++ 11:25 "Satanistische Aktivitäten": Iranische Behörden schließen Café in Teheran +++

Iranische Behörden haben laut Medienberichten ein Café im Zentrum Teherans wegen angeblicher Förderung "satanistischer" Aktivitäten geschlossen. Das Lokal an der bekannten Valiasr-Straße habe Veranstaltungen mit Musik westlichen Stils organisiert, die einen Rahmen für "abnormes Verhalten" geboten hätten, berichtet die Nachrichtenagentur Fars. Die Nachrichtenagentur Mehr berichtet, die Polizei werfe Gästen des Cafés "satanistische Bewegungen" vor. Ein von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreitetes Video ohne Ton zeigte einen voll besetzten Raum, in dem Musiker Gitarre spielen, während einige Gäste offenbar im Takt der Musik mit dem Kopf nicken. Die iranischen Behörden gehen immer wieder mit Razzien und Festnahmen gegen Versammlungen oder Netzwerke vor, denen sie die Förderung von "Satanismus" vorwerfen. So stuften sie unter anderem Rock- und Heavy-Metal-Konzerte als satanistische Veranstaltungen ein.

+++ 10:37 Ischinger erwartet von Trump "Deal, der nichts bringt und nichts löst" +++

Mit einem US-Deal, der die Probleme im Nahen Osten löst, rechnet Wolfgang Ischinger nicht mehr. Der ehemalige Vorsitzende der Münchener Sicherheitskonferenz erklärt, warum Donald Trump dennoch zeitnah ein Abkommen mit dem Iran eingehen muss.

+++ 10:04 Israelischer Soldat im Südlibanon getötet +++

Die israelische Armee meldet den Tod eines weiteren Soldaten im Süden des Libanon. Ein 21-jähriger Unteroffizier sei am Samstag von einer Sprengstoffdrohne der Hisbollah getötet worden, teilt ein Armeesprecher mit. Seit Wiederaufnahme der Feindseligkeiten zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah am 2. März wurden nach israelischen Angaben 25 Israelis getötet, darunter 24 Soldaten und ein ziviler Auftragnehmer.

+++ 09:02 Israelische Streitkräfte melden Einnahme der Burg Beaufort im Libanon +++

Israel hat nach eigenen Angaben im Zuge seiner Bodenoffensive gegen die Hisbollah im Süden des Libanon die Burg Beaufort eingenommen. Israelische Soldaten seien "auf den Gipfel von Beaufort zurückgekehrt und haben dort erneut die israelische Flagge gehisst", sagt Verteidigungsminister Israel Katz. Der israelische Sender Kan veröffentlicht Bilder, die die israelische Flagge über dem strategisch wichtigen Bauwerk zeigen. Die mittelalterliche Kreuzritterburg befindet sich auf einem hohen Bergrücken, etwa 15 Kilometer von der libanesisch-israelischen Grenze entfernt. Die Einnahme der Festung stellt laut dem arabischen Nachrichtensender Al Jazeera einen bedeutenden Erfolg für das israelische Militär dar. Israelische Truppen hatten die Burg bereits im Jahr 1982 eingenommen und bis zu ihrem Abzug aus dem Libanon im Jahr 2000 besetzt gehalten.

+++ 07:52 Israel weitet Bodeneinsatz im Libanon auf "zusätzliche Gebiete" aus +++

Die israelische Armee meldet eine Ausweitung ihres Bodeneinsatzes im Libanon. Die Offensive zur Erweiterung einer "vorgeschobenen Verteidigungslinie" werde derzeit "auf zusätzliche Gebiete" ausgedehnt, erklärt die Armee. Israelische Soldaten hätten zudem den Fluss Litani überquert. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte bereits am Freitag erklärt, die israelischen Streitkräfte hätten den rund 30 Kilometer nördlich der gemeinsamen Grenze verlaufenden Litani überschritten. Die Armee teilt nun mit, sie habe "vor einigen Tagen" einen Einsatz in der Gegend des Beaufort-Kamms und des Wadi al-Saluki im Süden des Libanon begonnen. Ziel sei es, "direkte Bedrohungen" für Orte im Norden Israels und die Stadt Metula zu beseitigen und die operative Kontrolle im Südlibanon zu stärken.

+++ 05:55 Berichte: Trump fordert Verschärfung der Bedingungen für Iran-Abkommen +++

US-Präsident Donald Trump fordert US-Medien zufolge, mehrere Bedingungen eines Vorschlags zur Beendigung des Iran-Krieges zu verschärfen. Die "New York Times" berichtet unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise, Trump habe den neuen Entwurf zur Prüfung an den Iran geschickt. Dem Bericht zufolge ist unklar, was die Änderungen genau enthalten. Das Nachrichtenportal Axios berichtet, Trump wolle mehrere Punkte des Abkommens verschärfen, die ihm persönlich wichtig seien. Dazu gehöre der Umgang mit dem iranischen Nuklearmaterial. Die neuen Änderungen könnten die Verhandlungen um Tage verlängern.

+++ 03:32 Iran-Krieg bringt Ölexporteur Guyana Geldsegen +++

Das Ölförderland Guyana im Norden Südamerikas war bereits vor dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft der Welt. Nun profitiert der kleine Karibikstaat mit knapp einer Million Einwohnern massiv vom kriegsbedingten Anstieg der Ölpreise. Da die Rohölpreise seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar um 30 Prozent gestiegen sind, dürften die Einnahmen weiter sprudeln. Bei einem Preis von 100 Dollar pro Barrel könnte Guyanas staatlicher Anteil an den Erlösen in diesem Jahr auf rund 4,3 Milliarden Dollar steigen - 67 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

+++ 02:16 Irans Absichtserklärung beinhaltet Freigabe von Vermögenswerten +++

In den Bemühungen zur Beendigung des Iran-Krieges beinhaltet ein "inoffizieller" Entwurf einer Absichtserklärung mit den USA iranischen Staatsmedien zufolge die Freigabe von eingefrorenen iranischen Vermögenswerten in Höhe von zwölf Milliarden Dollar (rund 10,3 Milliarden Euro). Die USA hätten zugesagt, dem Iran innerhalb von 60 Tagen vollen Zugriff auf Vermögenswerte in dieser Höhe zu gewähren, meldet das iranische Staatsfernsehen.

+++ 00:17 Bericht: Israel beschießt Gegend um Burg Beaufort im Libanon +++

Das israelische Militär hat staatlichen Medienberichten zufolge die Gegend nahe einer strategisch gelegenen Burg im Libanon beschossen. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtet von Luftangriffen und Artilleriefeuer in der Nähe der Burg Beaufort, die etwa 15 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt und weite Teile des Südlibanon überblickt. Die strategisch wichtige Burg wurde 18 Jahre lang von israelischen Truppen gehalten, bis diese sich im Mai 2000 aus dem Libanon zurückzogen.

+++ 22:12 Israelische Drohne soll Rettungssanitäter im Libanon getötet haben +++

Bei einem israelischen Drohnenangriff auf das Dorf Jebchit im Südlibanon soll laut der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA ein Rettungssanitäter ums Leben gekommen sein. Zudem sollen vier weitere Menschen verletzt worden sein. Der Angriff habe zudem das "Lebanese Relief Hospital" beschädigt, fügt die Agentur hinzu.

+++ 21:06 Israel schließt sämtliche Schulen an der Grenze zum Libanon +++

Das israelische Heimatfrontkommando verschärft seine Richtlinien und ordnet die Schließung von Schulen entlang der Grenze zum Libanon an. In mehreren Gemeinden finden laut einer auf Telegram veröffentlichten Erklärung keine schulischen Aktivitäten statt. In Obergaliläa und im nördlichen Golan sowie in Katzrin und Kidmat Tzvi dürfen Bildungsaktivitäten "in einem Gebäude oder an einem Ort stattfinden, von dem aus ein standardmäßiger Schutzraum innerhalb der vorgeschriebenen Schutzzeit erreicht werden kann". Arbeitsplätze können in all diesen Gebieten betrieben werden, sofern ein geeigneter Schutzraum rechtzeitig erreicht werden kann. Gemäß den Richtlinien sind Versammlungen auf 50 Personen im Freien und 200 Personen in Innenräumen beschränkt, und Strände sind geschlossen.

+++ 20:13 Libanons Regierungschef wirft Israel Strategie "der verbrannten Erde" vor +++

Der libanesische Regierungschef Nawaf Salam kritisiert die anhaltenden israelischen Angriffe auf Ziele im Süden des Libanon scharf. "Angesichts der gefährlichen und beispiellosen israelischen Eskalation in den vergangenen Tagen ist es notwendig, die politischen und diplomatischen Bemühungen zu verstärken, um eine rasche und echte Waffenruhe zu erreichen", sagt Salam in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. Er wirft Israel vor, eine Strategie "der verbrannten Erde und der Kollektivstrafe" zu betreiben, indem die Armee "Städte und Dörfer zerstört und ihre Bewohner zur Flucht zwingt". Salam verteidigt die seit April laufenden direkten Verhandlungen mit Israel. Ein Erfolg sei dabei zwar "nicht garantiert", sagt der Regierungschef. "Aber sie sind der am wenigsten kostspielige Weg für unser Land und unser Volk." 

+++ 18:58 US-Militär stoppt Handelsschiff bei Blockade-Durchbruch +++

Das US-Militär stoppt ein weiteres Handelsschiff, das versucht haben soll, die amerikanische Blockade iranischer Häfen zu durchbrechen. Der unter gambischer Flagge fahrende Massengutfrachter "Lian Star" habe in der vergangenen Nacht mehrere Warnungen der US-Streitkräfte ignoriert und versucht, in einen iranischen Hafen einzulaufen, wie ein US-Beamter sagt. Das Schiff sei von US-Flugzeugen im Golf von Oman manövrierunfähig gemacht worden und treibe im Meer, so der Beamte weiter. Geentert worden sei das Schiff jedoch nicht. Mit dieser jüngsten Aktion hat das US-Militär insgesamt sechs Schiffe gestoppt, die versucht haben sollen, die Blockade zu durchbrechen. Einem Schiff wurde die Weiterfahrt gestattet.

+++ 17:41 Bericht: US-Militär lotste Schiffe mit geheimen Tipps durch Straße von Hormus +++

Das US-Militär soll Handelsschiffen mit Tipps dazu verholfen haben, sicher durch die Straße von Hormus zu gelangen. Wie das "Wall Street Journal" (WSJ) berichtet, hätte es Signale an die Kapitäne gegeben, in welchen Situationen die Lichter und Navigationssignale auszuschalten seien. Zudem haben es Anleitungen gegeben, wie Kollisionen vermieden werden könnten, heißt es im Bericht weiter. Ein Schiff, das die Meerenge Anfang kürzlich auf diese Weise durchquerte, war laut WSJ ein griechischer Öltanker mit einer Ladung von zwei Millionen Barrel Rohöl. Das Schiff soll seit Anfang März im Persischen Golf festgesessen haben. Es soll sich nun auf dem Weg nach Indien befinden. Seit dem 2. März haben laut Zahlen des Informationsdienstleisters Kpler weniger als fünf Schiffe pro Tag die Straße von Hormus passiert. Die meisten Schiffe nahmen allerdings die von Iran genehmigte Route.

+++ 16:36 Israel fürchtet wieder mehr Raketen aus dem Südlibanon +++

Die israelische Armee bereitet sich nach eigenen Angaben auf einen möglichen stärkeren Raketenbeschuss der libanesischen Hisbollah-Miliz auf den Norden des Landes vor. Die Armee begründet dies auf Telegram mit einer Ausweitung ihres Militäreinsatzes im Südlibanon. Im grenznahen Bereich zum Libanon gibt es im Laufe des Tages mehrfach Raketenalarm. In der Nacht hatte die Hisbollah-Miliz laut Angaben der israelischen Armee etwa 10 bis 15 Raketen in vier Wellen auf den Norden Israels abgefeuert. Allein zehn Geschosse waren nach einem Bericht der israelischen Tageszeitung "Haaretz" unter Berufung auf Kommunalbehörden auf die grenznahe Stadt Kiriat Schmona gerichtet. Die israelische Flugabwehr fing neun Raketen ab. Ein Projektil schlug im Stadtzentrum ein und verursachte Sachschäden. Es gab keine Verletzten.

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