Angriff auf den Iran im Liveticker+++ 22:56 Iran: Raketen mit Streumunition auf Israel abgefeuert +++
Irans Luftstreitkräfte haben in zwei neuen Wellen Raketen auf Israel gefeuert. Dabei seien auch Gefechtsköpfe mit Streumunition zum Einsatz gekommen, berichtet der staatliche iranische Rundfunk. "Raketenregen auf dem Weg nach Tel Aviv", betitelte der Rundfunk ein Video, das Leuchtspuren der sogenannten Clustermunition zeigen soll. In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst. Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist.
+++ 21:59 First Lady im Irak: "Lasst die Kurden in Ruhe" +++
Die kurdische Ehefrau des irakischen Präsidenten Abdel Latif Raschid, Schanas Ibrahim Ahmed, hat sich mit klaren Worten gegen eine mögliche Offensive kurdischer Kämpfer im Iran ausgesprochen. "Lasst die Kurden in Ruhe. Wir sind keine Waffen zur Miete", teilt Schanas heute mit. "Zu häufig denkt man nur dann an die Kurden, wenn ihre Stärke oder ihre Opfer gebraucht werden." Die Kurden seien aber keine "Schachfiguren der globalen Supermächte". Die irakische First Lady bezieht sich in ihrem Schreiben auf angebliche Pläne von US-Präsident Donald Trump, die iranischen Kurden im Irak für eine Bodenoffensive im Iran zu gewinnen.
+++ 21:30 Nato erhöht wegen Iran Einsatzbereitschaft der Raketenabwehr +++
Die Nato erhöht wegen des iranischen Raketenbeschusses auf die Türkei die Alarm- und Einsatzbereitschaft ihrer ballistischen Abwehrsysteme. Das teilt ein Sprecher des militärischen Hauptquartiers im belgischen Mons mit.
+++ 21:00 Katz: Israel beschloss Chamenei-Tötung im November +++
Die Regierung in Jerusalem hat nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz im November beschlossen, das iranische geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei zu töten. Der Einsatz sei ursprünglich für Mitte 2026 geplant gewesen, sagt Katz dem Fernsehsender N12. Wegen der Proteste im Iran und der Sorge vor einem iranischen Angriff sei der Plan jedoch in Abstimmung mit Washington vorgezogen worden. Chamenei wurde am Samstag zu Beginn der US-israelischen Luftangriffe getötet.
+++ 20:30 "Weitere Überraschungen": Israel kündigt "nächste Phase" im Krieg gegen den Iran an +++
Israel hat eine neue Etappe im Krieg gegen den Iran angekündigt. "Wir gehen nun zur nächsten Phase der Operation über", sagte der israelische Armeechef Ejal Samir in einer Fernsehansprache. Israel setze "die Zerschlagung des Regimes und seiner militärischen Kapazitäten fort" und bereite "weitere Überraschungen" vor.
+++ 20:12 Irans Revolutionsgarden melden erneut Angriff auf US-Flugzeugträger +++
Von den Revolutionsgarden gestartete Drohnen haben iranischen Staatsmedien zufolge den US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" getroffen. Das berichtet das iranische Staatsfernsehen am Donnerstag, ohne genauere Angaben zu machen .Die Revolutionsgarden hatten bereits am Sonntag erklärt, als Reaktion auf die US-israelischen Angriffe auf den Iran den US-Flugzeugträger im Persischen Golf attackiert und getroffen zu haben. "Der US-Flugzeugträger 'USS Abraham Lincoln' wurde von vier ballistischen Raketen getroffen", teilt die Revolutionsgarden laut örtlichen Medien mit. Das Pentagon erklärte jedoch umgehend, dass die "abgefeuerten Raketen nicht einmal in die Nähe" des Schiffes gekommen seien. Die Revolutionsgarden hatten zuvor Vergeltung für die US-israelischen Angriffe angedroht und "die heftigste Offensive in der Geschichte der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran" angekündigt.
+++ 19:31 Lange: USA haben Abwehr iranischer Drohnen unterschätzt +++
Laut einem Bericht der "Financial Times" sollen die USA der Ukraine spezielle Abwehrsysteme für Drohnen abkaufen wollen. Nico Lange, Senior Fellow der Münchner Sicherheitskonferenz, glaubt: Die USA haben die Drohnenabwehr offenbar unterschätzt.
+++ 18:55 Iranische Medien melden Explosionen in Teheran +++
Die iranische Hauptstadt Teheran wird den sechsten Tag in Folge von Raketenangriffen erschüttert. Die regierungsnahe iranische Nachrichtenagentur Isna meldete mehrere Explosionen im Osten der Millionenmetropole. Auch das Onlineportal Etemad meldet Raketeneinschläge. Die israelischen Streitkräfte kündigten unterdessen einen Angriff in einem Industriegebiet etwa 20 Kilometer südöstlich der Hauptstadt an. In einem persischsprachigen Post rufen sie die Bürger auf X dazu auf, das Gebiet zu verlassen. Für andere in Teheran bombardierte Gebiete, darunter auch Wohnviertel, veröffentlichten die Streitkräfte hingegen keine Warnungen. Ohnehin dürften die Nachrichten kaum jemanden erreichen. Irans Machtapparat hat seit Beginn des Kriegs am Samstag die Bevölkerung weitgehend vom Internet abgeschnitten.
+++ 18:39 Iran: Mehr als 500 Raketen und Marschflugkörper abgefeuert +++
Der Iran hat seit Kriegsbeginn am Samstag eigenen Angaben zufolge mehr als 500 ballistische Raketen und Marschflugkörper abgefeuert. Weiterhin seien mindestens 2000 Kampfdrohnen verschiedener Typen von iranischem Boden gestartet worden, berichtet die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine "informierte militärische Quelle". Die Agentur steht den mächtigen Revolutionsgarden nahe, Irans Elitestreitmacht. Etwa 40 Prozent der Angriffe erfolgten dem Bericht zufolge gegen Ziele in Israel. Am Samstag hatte der jüdische Staat gemeinsam mit den USA den Krieg gegen den Iran begonnen. Die restlichen rund 60 Prozent der iranischen Attacken richteten sich gegen "amerikanische Ziele". Neben Israel attackieren Irans Streitkräfte auch Stellungen in den Golfstaaten, darunter Bahrain, Katar, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Irak sowie Saudi-Arabien, wo die USA Stützpunkte unterhalten.
+++ 18:14 Aserbaidschan droht Iran nach Drohnenvorfall mit Vergeltung +++
Aserbaidschan bereitet nach dem Einschlag von vier mutmaßlich iranischen Drohnen in seiner Exklave Nachitschewan Vergeltungsmaßnahmen vor. "Wir werden diesen unprovozierten Terrorakt und die Aggression gegen Aserbaidschan nicht dulden", sagt Präsident Ilham Alijew bei einem Treffen des Sicherheitsrates. "Unsere Streitkräfte wurden angewiesen, geeignete Vergeltungsmaßnahmen vorzubereiten und umzusetzen." Aserbaidschanischen Angaben zufolge kamen die Drohnen aus dem Iran und verletzten vier Menschen. Die Regierung in Teheran weist eine Verwicklung zurück. Man greife die Nachbarländer nicht an, sagt der stellvertretende Außenminister Kasem Gharibabadi. Als Reaktion auf den Vorfall sperrt Aserbaidschan seinen südlichen Luftraum und stoppt den Frachtverkehr an der Grenze zum Iran.
+++ 17:55 Italien liefert Waffen an Golfstaaten +++
Angesichts iranischer Angriffe auf mehrere Golfstaaten will Italien Ausrüstung zur Flugabwehr in die Region liefern. "Wir sprechen ausdrücklich von Verteidigung, von Luftverteidigung", sagte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im Radio. Die Regierungschefin fügte hinzu: "Nicht nur, weil es befreundete Nationen sind, sondern auch, weil sich in dieser Region Zehntausende Italiener befinden und etwa zweitausend Soldaten, die wir schützen müssen."
+++ 17:32 Explosion reißt Loch in Tanker - Video zeigt Einschlag +++
Im Persischen Golf wird ein Öltanker durch eine Explosion beschädigt. Videoaufnahmen zeigen den Angriff auf das Schiff. Ob ein Sprengboot oder eine Wasserdrohne eingesetzt wurde, ist unklar.
+++ 17:04 Hisbollah schickt Elitekämpfer in den Kampf gegen Israel +++
Die proiranische Hisbollah-Miliz verlegt Insidern zufolge Elitekämpfer zurück in den Südlibanon. Die Mitglieder der Radwan-Einheit sollen gegen vorrückende israelische Panzerverbände kämpfen und diese aufhalten, sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Kämpfer kehrten damit in das Grenzgebiet zurück, aus dem sie sich nach dem Krieg von 2024 zurückgezogen hatten. Hisbollah-Anführer Naim Kassem hatte das Vorgehen zuvor als "existenzielle Verteidigung" bezeichnet.
+++ 16:41 Großbritannien verlegt weitere Kampfjets nach Katar +++
Großbritannien verstärkt angesichts der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten seine Luftstreitkräfte in der Region. Premierminister Keir Starmer kündigt die Entsendung von vier zusätzlichen Typhoon-Kampfjets nach Katar an. Damit sollen die dortige Staffel ergänzt und "die Verteidigungsoperationen in Katar sowie in der gesamten Region gestärkt" werden, sagt Starmer.
+++ 16:14 Iran attackiert US-Armee im Irak +++
Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben nach Ziele im Irak angegriffen. In Erbil, Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan, sei bei einem Drohnenangriff ein US-Stützpunkt attackiert worden, berichtet der staatliche iranische Rundfunk. Dabei seien "erhebliche Schäden" verursacht worden, heißt es in dem Bericht. Dafür gab es keine Bestätigung von US-amerikanischer oder unabhängiger Seite.
+++ 15:50 Iran droht der EU: "Werden Preis bezahlen" +++
Die EU wird dem Iran zufolge den Preis für ihr Schweigen bezahlen. "Wenn die EU-Länder zu diesem Verstoß gegen das Völkerrecht schweigen, werden sie früher oder später den Preis dafür bezahlen", sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums im spanischen Fernsehsender TVE.
+++ 15:26 Aserbaidschan mobilisiert Armee nach "abscheulichem Terrorakt" +++
Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev hat wegen des mutmaßlich iranischen Drohnenangriffs auf die Exklave Nachitschewan die Streitkräfte des Südkaukasus-Staates in Einsatzbereitschaft versetzt. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur Azertag von einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates in Baku. Die Armee solle zu jeder Art Einsatz bereit sein, sagt Aliyev demnach. Vorher waren Drohnen am Flughafen und in Nähe einer Schule in Nachitschewan eingeschlagen. Der Iran bestreitet eine Verantwortung für den Angriff. Der Staat Aserbaidschan verurteile den "abscheulichen Terrorakt", heißt es in einer Erklärung des Präsidialamts. Der Iran bestreitet hingegen, eine Drohne auf das Land geschossen zu haben.
+++ 15:01 Experte erklärt: "Das ist noch kein Weltkrieg" +++
Terrorismus-Experte Peter Neumann sieht eine mögliche neue Strategie im Iran-Krieg. Demnach könnten die USA kurdische Milizen innerhalb des Landes unterstützen, um zusätzlichen Druck auf das Regime auszuüben. Der bereits erfolgten Enthauptung des Regimes folge indes ein "unglaubliches Risiko".
+++ 14:35 Angriffsziele lokalisiert: Israel ruft im Libanon zur Massenflucht auf +++
Die israelische Armee hat einen Großteil der Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut als mögliche Angriffsziele ausgegeben. Die Armee richtet auf ihrem arabischsprachigen Kanal auf X eine dringende Warnung an die Bewohner. Sie sollten sofort ihre Häuser verlassen. In der Regel folgen auf derartige Aufrufe Angriffe Israels. Betroffen seien die Viertel Burdsch al-Baradschne, Hadath, Haret Hreik und Schijah. Bewohner sollten sich entweder in Richtung Osten oder Norden in Sicherheit bringen. Es sei verboten, sich nach Süden zu begeben, hieß es. Die Viertel sind Hochburgen der Hisbollah-Miliz. Sie sind aber auch dicht besiedelte Wohngebiete. Unter den Bewohnern brach Panik aus, wie Augenzeugen berichten. Viele versuchten panisch die Viertel zu verlassen.
+++ 14:15 USA inszenieren Krieg mit bizarr enthemmtem Video +++
Die Mehrheit der Amerikaner ist gegen den Krieg im Iran. Jetzt veröffentlicht die US-Regierung ein Video, das das ändern soll. Mit Musik untermalt, soll es für den Krieg werben. Gleichzeitig tritt der sogenannte Kriegsminister Hegseth immer martialischer auf.
+++ 14:00 Pentagon und US-Verbündete im Nahen Osten hoffen auf ukrainische Hilfe +++
Das US-Verteidigungsministerium und mindestens eine Regierung am Golf führen laut Branchenvertretern in der Ukraine Gespräche über den Kauf von in der Ukraine hergestellten Abfangdrohnen, um Angriffe iranischer Drohnen abzuwehren. Wie die "Financial Times" berichtet, setzen die Golfstaaten seit Beginn des Iran-Kriegs teure Patriot-Raketen ein, um sich gegen die Wellen iranischer Shahed-Drohnen zu verteidigen. Dem Bericht zufolge gehen ihre Vorräte aber zur Neige. Auf der Suche nach Lösungen würden sich die Golfstaaten an den Erfahrungen Kiews orientieren, um eine kostengünstigere Verteidigung gegen Drohnenangriffe zu finden. Die Ukraine setzt demnach massenproduzierte Abfangdrohnen im Wert von wenigen tausend Dollar ein, um russische Versionen der Shahed zu zerstören, die in Schwärmen auf ukrainische Städte abgefeuert werden. Shaheds kosteten lediglich 30.000 US-Dollar, während Abfangraketen wie die im Patriot-System verwendeten PAC-3 Millionen kosteten, hieß es. Ein ukrainischer Beamter bezeichnete die Gespräche mit dem Pentagon als "sensibles" Thema. Ein Vertreter der lokalen Industrie sagte der Zeitung zufolge, dass jeder Verkauf von ukrainischen Systemen - auch solche, die außerhalb des Landes hergestellt werden - in Abstimmung mit Kiew stattfinden müsse.
+++ 13:40 Neue Angriffe erschüttern Golfregion - Trümmerteile fallen auf Menschen +++
Die Golfregion erlebt den sechsten Tag iranischer Vergeltungsschläge nach dem US-israelischen Angriff auf die Islamische Republik. In der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi wurden sechs Menschen durch herabfallende Trümmerteile einer abgefangenen Drohne in einem Industriegebiet verletzt, wie das emiratische Pressebüro mitteilte. Bei dem Vorfall in dem Industriegebiet wurden demnach sechs ausländische Arbeiter aus Pakistan und Nepal "leicht bis mittelschwer" verletzt. In Dubai und in der katarischen Hauptstadt Doha ertönten Explosionen. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP vor Ort in Doha bezeichneten die Detonationen als einige der heftigsten seit dem Beginn der iranischen Angriffe auf den Golfstaat am Samstag. Es war eine schwarze Rauchsäule zu sehen. Das katarische Verteidigungsministerium erklärte, das Militär arbeite daran, den Raketenangriff abzuwehren. Zuvor hatten die Behörden angekündigt, Menschen zu evakuieren, die in der Nähe der US-Botschaft wohnen.
+++ 13:20 Iran weist Verantwortung für Drohnen auf Aserbaidschan von sich +++
Nach einem mutmaßlich iranischen Drohnenangriff auf einen Flughafen in Aserbaidschan behauptet der stellvertretende iranische Außenminister, die Islamische Republik habe ihre Nachbarländer nicht im Visier. Kassem Gharibabadi sagte der aserbaidschanischen Zeitung AnewZ, dass es die Politik des Iran sei, nur Militärstützpunkte seiner Gegner anzugreifen. "Wir haben von Anfang an angekündigt, dass wir Militärstützpunkte in der Region, die für Angriffe auf den Iran genutzt werden, angreifen werden", so Gharibabadi. Er erklärte, dass der Vorfall untersucht werden müsse. Eine im Iran gestartete Drohne hatte nach aserbaidschanischen Angaben zuvor einen Flughafen in Aserbaidschan getroffen. Die Drohne sei in einem Terminalgebäude des Flughafens Nachitschewan eingeschlagen, erklärte das Außenministerium des Landes. Zwei Menschen seien dabei verletzt worden. Das iranische Militär dementiert staatlichen Medien zufolge, Aserbaidschan mit Drohnen angegriffen zu haben.
+++ 12:50 Aufruhr im US-Senat: Security bricht Veteran bei Kriegsprotest den Arm +++
Bei einer Anhörung zur US-Armee protestiert ein Veteran gegen den Krieg im Iran. Sicherheitskräfte führen den Mann gewaltsam ab und brechen dabei seinen Arm. Ihm werden nun Widerstand und ein tätlicher Angriff auf einen Beamten vorgeworfen.
+++ 12:20 Öffentliche Beisetzung von Ajatollah: "Einerseits ein Muss, andererseits wären dann alle tot" +++
Vor der Beisetzung des getöteten Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei soll es in der iranischen Führung erhebliche Sicherheitsbedenken geben. Laut Medienberichten müsste bei den Trauerzeremonien die gesamte politische und militärische Elite erscheinen - darunter auch Modschtaba Chamenei, der als möglicher Nachfolger seines Vaters gilt. Ein iranischer Journalist beschreibt das Risiko eines Luftangriffs drastisch: "Einerseits ist die Beisetzung mit der Teilnahme aller Verantwortlichen sowie der Medien und Millionen von Revolutionsanhängern ein Muss, andererseits wären die binnen Sekunden dann auch alle tot." Wegen der Sicherheitslage gibt es bislang keinen genauen Zeitplan für die Zeremonien. Chamenei, der bei einem israelischen Luftangriff getötet worden war, soll im Imam-Resa-Mausoleum in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden. Der Schrein im Nordosten des Landes ist für Schiiten eine heilige Stätte. Zuvor soll es in der Hauptstadt Teheran eine große Trauerzeremonie geben.
+++ 12:00 Wadephul: Deutschland beteiligt sich nicht an "Regime-Change" im Iran +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat sich zurückhaltend zu einer möglichen kurdischen Beteiligung an einem Sturz der Führung in Teheran geäußert. Deutschland beteilige sich "nicht an konkreten Maßnahmen des Regime-Changes in irgendeinem Land und auch nicht im Iran", sagte Wadephul in Berlin. "Wir halten Kontakte zu einigen oppositionellen Gruppen. Das ist richtig, das ist notwendig", fügte er hinzu. "Wir sind an der Seite der Menschen im Iran, dazu gehören insbesondere die Kurdinnen und Kurden, die ja unter diesem ruchlosen Regime in besonderer Art und Weise leiden."
+++ 11:45 Israelische Offensive zwingt mehr als 300.000 Menschen im Libanon zur Flucht +++
Nach jüngsten Schätzungen des israelischen Militärs sind im Zuge seiner anhaltenden Offensive im Libanon mehr als 300.000 Menschen vertrieben worden. Angesichts des verstärkten Vorgehens gegen die Hisbollah im Zuge des Iran-Kriegs hatte Israel die Menschen im Südlibanon am Mittwoch dazu aufgerufen, sich im Norden des Landes in Sicherheit zu bringen. Die Bewohner des betroffenen Gebiets sollten sich "sofort in Gebiete nördlich des Litani-Flusses" begeben, erklärte Armeesprecher Avichay Adraee. Die Armee sehe sich "gezwungen, militärische Maßnahmen" gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah im Südlibanon zu ergreifen.
+++ 11:25 Russland: USA und Israel wollen arabische Länder in den Krieg hineinziehen +++
Das russische Außenministerium wirft den USA und Israel vor, mit ihren Angriffen auf den Iran zu versuchen, arabische Nationen in einen Krieg zu verwickeln. "Sie haben den Iran absichtlich zu Vergeltungsschlägen gegen Ziele in einigen arabischen Ländern provoziert", schreibt das Ministerium in einer Stellungnahme. Damit versuchten die USA und Israel, die Araber in einen Krieg "für die Interessen anderer" hineinzuziehen. Das Ministerium erklärt, der einzige Weg zur Stabilisierung der Lage im Nahen Osten sei die Einstellung der Angriffe auf den Iran, doch dafür gebe es derzeit keine Anzeichen.
+++ 11:10 Bundesregierung plant weitere Evakuierungsflüge aus Nahost +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat zwei weitere von der Bundesregierung gecharterte Flüge zur Evakuierung hilfsbedürftiger Deutscher aus den Golfstaaten angekündigt. Die Flüge seien für heute und morgen geplant, sagte Wadephul in Berlin. Am Morgen war ein erster solcher Lufthansa-Flug in Frankfurt gelandet. Zudem verweist Wadephul darauf, dass der kommerzielle Flugverkehr seinen Betrieb zunehmend wieder aufnehme. Allein heute seien aus Dubai und Abu Dhabi 250 kommerzielle Flüge geplant, davon gingen 60 nach Europa und einige auch nach Deutschland. Zudem kündigt der Minister an, dass heute auch mehr als 500 Passagiere der beiden am Golf gestrandeten deutschen Kreuzfahrtschiffe ausgeflogen würden.
+++ 11:00 Bericht: US-Regierung unterschätzte Bedrohung durch iranische Drohnen +++
Die iranischen Shahed-Angriffsdrohnen stellen für die US-Streitkräfte und ihre Verbündeten im Nahen Osten offenbar eine größere Herausforderung dar als von der US-Regierung erwartet. Regierungsbeamte hätten Abgeordneten während einer geheimen Sitzung mitgeteilt, dass die US-Flugabwehr nicht in der Lage sein werde, sie alle abzufangen, berichtet der Sender CNN unter Berufung auf eine Quelle aus der Sitzung. Die Shahed-Drohnen sind dafür bekannt, dass sie niedrig und langsam fliegen - eine Eigenschaft, die es ihnen leichter als ballistischen Raketen macht, Flugabwehrsystemen auszuweichen. Dem Bericht zufolge taten die Regierungsbeamten Fragen danach ab, wie die USA verhindern würden, dass der Iran ein "gescheiterter Staat" wird - so wurden etwa der Irak und Libyen nach westlichen Militärinterventionen bezeichnet. Der Sturz des islamischen Regimes im Iran sei ein Nebenziel der Angriffe, sollen die Beamten gesagt haben.
+++ 10:40 Kurdische Bodentruppen haben "Potenzial für Flächenbrand" +++
Der Krieg im Nahen Osten weitet sich auf immer mehr Länder aus, im Irak fällt landesweit wiederholt der Strom aus. Besonders aufsehenerregend sind Hinweise auf den Einsatz kurdischer Truppen. ntv-Reporterin Alexandra Callenius schildert die Lage im israelischen Tel Aviv, ntv-Reporter Stefan Richter im kurdischen Erbil.
+++ 10:20 Hilfsorganisation meldet Angriffe auf mehr als 100 zivile Ziele im Iran +++
Seit Beginn der israelischen und amerikanischen Angriffe auf den Iran sind nach Angaben der Hilfsorganisation Roter Halbmond 105 zivile Einrichtungen im Land schwer beschädigt worden. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna wurden auch Wohngebiete in mehreren Städten sowie Teile Teherans getroffen. Es seien bislang 1332 Angriffe an 636 Orten registriert worden. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Am Morgen begann die israelische Armee nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle in Teheran. In einer Mitteilung des Militärs war die Rede von großangelegten Angriffen auf Infrastruktur der iranischen Führung in der Hauptstadt. Augenzeugen berichteten über Explosionsgeräusche im Bereich von Teheran.
+++ 10:10 Erneut Explosionen über Doha und Manama +++
Die katarische Hauptstadt Doha ist von Explosionen erschüttert worden. Auch über Bahrains Hauptstadt Manama hörten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP Detonationen. Die Golfstaaten wurden in den vergangenen Tagen wiederholt Ziel iranischer Drohnen- und Raketenangriffe.
+++ 10:00 Iran greift weiteres Nachbarland an: Raketen treffen Flughafen in Aserbaidschan +++
Auf dem Gelände des Flughafens in der aserbaidschanischen Region Nachitschewan schlagen Raketen und Drohnen aus Richtung Iran ein. Das erfährt die Nachrichtenagentur Reuters aus dem Umfeld der Regierung. Der internationale Flughafen liegt etwa zehn Kilometer von der iranischen Grenze entfernt. Laut einer Mitteilung des aserbaidschanischen Außenministeriums traf eine Drohne das Terminalgebäude des Flughafens, während eine weitere Drohne in der Nähe eines Schulgebäudes abgestürzt sei. "Wir verurteilen diese Drohnenangriffe, die vom Territorium der Islamischen Republik Iran aus gestartet wurden und zu Schäden am Flughafengebäude sowie zu Verletzungen von zwei Zivilisten geführt haben, aufs Schärfste." Am Mittwoch hatte es Berichte darüber gegeben, dass aserbaidschanische Truppen in Kampfbereitschaft versetzt und an der Grenze zum Iran stationiert worden seien.
+++ 09:40 Hochrangiger Hamas-Vertreter bei israelischem Angriff im Libanon getötet +++
Bei einem israelischen Angriff ist libanesischen Staatsmedien zufolge ein hochrangiger Vertreter der islamistischen Hamas im Libanon getötet worden. Wassim Atallah al-Ali und seine Frau seien bei einem Drohnenangriff in einem palästinensischen Flüchtlingslager nahe Tripoli im Norden des Libanons getötet worden, meldet die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA, die al-Ali als einen hochrangigen Hamas-Vertreter bezeichnete. Er ist der erste Anführer der islamistischen Palästinenserorganisation, der seit Beginn des Iran-Krieges getötet wurde. Der Iran-Krieg führt zu einer Eskalation des Konfliktes zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon.
+++ 09:20 USA versenken Schiff mit Torpedo: "Sowas hat es seit Zweitem Weltkrieg nicht gegeben" +++
Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg schießt das US-Militär mittels Torpedo ein feindliches Schiff in internationalen Gewässern ab. Für ntv-Korrespondent Peter Kleim zeigt sich dadurch deutlich, dass der Nahost-Krieg Gefahr läuft, außer Kontrolle zu geraten.
+++ 09:00 Revolutionsgarden: Haben US-Öltanker bei Angriff in Brand gesetzt +++
Die iranischen Revolutionsgarden melden einen Angriff auf einen Öltanker im Norden des Persischen Golfs. Auf dem Webportal der Garden heißt es, das Schiff stehe in Flammen. Die Revolutionsgarden erneuerten ihre Drohung, im Kriegsfall die Straße von Hormus zu kontrollieren. Schiffe der USA, Israels, europäischer Staaten und ihrer Verbündeten hätten keine Erlaubnis für eine Durchfahrt und würden angegriffen. Im weltweiten Energiehandel spielt die Straße von Hormus eine wichtige Rolle. Durch dieses Nadelöhr vor der Küste des Irans fährt rund ein Fünftel der globalen Öltransporte. Jede Störung dort kann die Energiepreise steigen lassen.
+++ 08:45 Hegseth an Israel: "Bis zum Ende" durchhalten +++
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat Israel nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums aufgefordert, "bis zum Ende" durchzuhalten. Die USA stünden an der Seite Israels, habe Hegseth Verteidigungsminister Israel Katz in dem Telefonat in der Nacht gesagt, teilt das Ministerium mit. Katz habe Hegseth für die umfangreiche Unterstützung der USA bei der Verteidigung der israelischen Bürger gegen die iranische Raketenbedrohung gedankt.
+++ 08:30 Iran bestreitet Raketenangriff auf die Türkei +++
Der Iran versichert, die Türkei nicht angegriffen zu haben. Es sei keine Rakete in Richtung Türkei abgeschossen worden, erklärt die Armee. Am Mittwoch hatten Nato-Kräfte eine ballistische Rakete auf dem Flug in Richtung Türkei abgefangen. Die Regierung in Ankara bestellte daraufhin den iranischen Botschafter ein. Die Nato verurteilte den Angriff auf ein Partnerland und betonte, das Militärbündnis stehe fest an der Seite seiner Alliierten.
+++ 08:05 Irans Shahed-Schwärme bereiten USA immense Kosten +++
Sie sind flexibel, vergleichsweise billig und richten gewaltige Schäden an: Iranische Shahed-Drohnen kommen neben dem Ukraine-Krieg nun auch im Nahen Osten zum Einsatz. Deren Abschuss bindet viel Material der US-Armee, das wiederum in der Ukraine fehlen könnte.
+++ 07:45 Erster deutscher Evakuierungsflug landet in Frankfurt +++
Am Frankfurter Flughafen ist der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung aus der Krisenregion Naher Osten gelandet. Die Lufthansa-Maschine war in der Nacht in Omans Hauptstadt Maskat gestartet. An Bord des Fluges LH345 befanden sich Menschen, die von der Bundesregierung ausgewählt worden waren. Sie waren infolge des US-Angriffs auf den Iran in der Golf-Region gestrandet und mussten über den Landweg nach Maskat gebracht werden. Die genaue Zahl der heimgeholten Reisenden war vor der Landung unklar. Die Maschine hat in der Konfiguration der Lufthansa 279 Passagiersitze, es müssen aber auch die Crew des Hinflugs sowie weiteres Personal mitgenommen werden.
+++ 07:40 Iran: USA werden Angriff auf Kriegsschiff vor Sri Lanka "bitter bereuen" +++
Der Iran kündigt Vergeltung für die Versenkung der Fregatte "Dena" in internationalen Gewässern vor Sri Lanka an. "Die USA werden den Präzedenzfall, den sie geschaffen haben, bitter bereuen", schreibt Außenminister Abbas Araghtschi auf X. An Bord des Kriegsschiffes seien fast 130 Seeleute gewesen. Beim Beschuss der iranischen Fregatte im Indischen Ozean wurden nach Angaben Sri Lankas mindestens 80 Besatzungsmitglieder getötet. Die Leichen seien nach dem Untergang des Schiffes geborgen worden, sagte der stellvertretende Außenminister Arun Hemachandra dem einheimischen Sender Ada Derana. Dutzende Crewmitglieder werden zudem noch vermisst. Das Schiff war demnach in internationalen Gewässern unterwegs und befand sich laut Hemachandra von Indien auf der Rückfahrt in den Iran. In Indien hatte es an einer Flottenschau teilgenommen. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte vor Journalisten in Washington, das US-Militär habe ein iranisches Kriegsschiff im Indischen Ozean mit einem Torpedo versenkt.
+++ 07:20 Iran greift Kurden-Hauptquartier im Irak mit Raketen an +++
Der Iran hat nach eigenen Angaben ein Hauptquartier kurdischer Einheiten im Irak angegriffen. Das Hauptquartier sei mit drei Raketen attackiert worden, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf eine Mitteilung des Militärs. Seit Beginn der US-israelischen Luftangriffe gegen den Iran und der iranischen Gegenangriffe ist auch die autonome Kurdenregion im Irak immer wieder mit Drohnen attackiert worden. In der Region sind US-Soldaten stationiert. Am Mittwochabend gab es Berichte über eine Bodenoffensive irakischer Kurden im Iran. Die kurdische Zentralregierung im Irak teilte jedoch mit, dass kein einziger irakischer Kurde die Grenze zum Nachbarland überschritten habe.
+++ 07:05 Video: USA feuern erstmals neue Präzisionsraketen ab +++
Die US-Streitkräfte haben erstmals die neue Precision Strike Missiles (PrSM) eingesetzt. Das United States Central Command veröffentlichte Aufnahmen des Abschusses. Die Waffe soll eine "beispiellose Tiefenschlagfähigkeit" bieten und kann von MLRS- und HIMARS-Systemen gestartet werden.
+++ 06:52 Großbritannien: Drohne auf Zypern kam nicht aus dem Iran +++
Die Drohne, die in der Nacht zu Montag einen britischen Luftwaffenstützpunkt auf Zypern getroffen hat, wurde nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums nicht aus dem Iran gestartet. Ein Ministeriumssprecher sagte jedoch, dass es sich um eine "Shahed-ähnliche" Drohne handele, womit er auf die kostengünstig hergestellten iranischen Drohnen anspielte, die von Russland in der Ukraine massenhaft eingesetzt werden. In der Nacht zum Montag war eine Drohne iranischer Bauart auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri im Süden Zyperns unweit der bei Touristen beliebten Großstadt Limassol eingeschlagen, Opfer gab es nach Angaben der britischen und zyprischen Behörden nicht, sondern nur leichte Sachschäden. Zwei weitere Drohnen wurden laut der zyprischen Regierung abgefangen. Aus zyprischen Regierungskreisen hieß es, die Drohnen seien vermutlich aus dem nahen Libanon von der pro-iranischen Hisbollah-Miliz gestartet worden.
+++ 06:32 Irakische Kurden dementieren Berichte über Einmarsch in den Iran +++
Die kurdische Regionalregierung im Irak hat Berichte über ein militärisches Eingriffen in den Iran-Krieg zurückgewiesen. "Kein einziger irakischer Kurde hat die Grenze überschritten", schrieb Aziz Ahmad, der stellvertretende Stabschef des irakischen Kurdenführers Masud Barsani, auf X. Ahmad reagierte dabei auf den Bericht einer Reporterin des US-Senders Fox News, die geschrieben hatte, dass Tausende irakische Kurden eine Bodenoffensive im Nachbarland gestartet hätten.
+++ 06:14 Bericht: US-Zentralkommando fordert Verstärkung an - für mindestens 100 Tage +++
Das US-Zentralkommando hat einem Bericht zufolge das Pentagon aufgefordert, mehr Militärgeheimdienstoffiziere in sein Hauptquartier in Tampa im Bundesstaat Florida zu entsenden. Das Magazin Politico schreibt, dass mit den zusätzlichen Kräften Operationen gegen den Iran für mindestens 100 Tage, wahrscheinlich jedoch bis September, unterstützt werden sollen. Dies zeige, dass die Trump-Regierung nicht vollständig auf den umfassenden Krieg vorbereitet war, mit dem sie jetzt konfrontiert ist, hieß es.
+++ 06:04 Keine Verletzten bei neuen Angriffen auf Israel - Explosionen in Teheran +++
Der Iran hat seine Angriffe auf Israel auch in der Nacht auf Donnerstag fortgesetzt. Die israelischen Streitkräfte alarmierten wegen iranischer Raketenangriffe in weniger als zwei Stunden drei Mal die Bevölkerung. In Jerusalem waren Explosionen zu hören, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Rettungsdienste erklärten aber, es lägen keine Berichte über Verletzte vor. In der iranischen Hauptstadt Teheran waren derweil Explosionen zu hören, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Der Iran habe seine Abwehrsysteme aktiviert.
+++ 05:53 Kanadischer Premier Carney schließt militärische Beteiligung an Iran-Krieg nicht aus +++
Der kanadische Premierminister Mark Carney hat eine Beteiligung seines Landes am Iran-Krieg nicht ausgeschlossen. "Man kann eine Beteiligung nie kategorisch ausschließen", sagt Carney bei einem Besuch in der australischen Hauptstadt Canberra. Die Frage sei aber "hypothetisch". "Wir werden an der Seite unserer Verbündeten stehen", sagt Carney bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem australischen Premier Anthony Albanese. Außerdem werde Kanada "immer Kanadier verteidigen".
+++ 05:38 Vatikan warnt: Präventivkriege können ganze Welt in Flammen setzen +++
Der vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin warnt mit Blick auf den Krieg im Iran vor einer Aushöhlung des Völkerrechts. "Würde den Staaten das Recht auf einen 'Präventivkrieg' nach eigenen Kriterien und ohne einen überstaatlichen Rechtsrahmen zuerkannt, könnte die ganze Welt in Flammen stehen", sagt Parolin dem Nachrichtenportal des Vatikans. "Es ist wirklich besorgniserregend, dass das Völkerrecht zunehmend ausgehöhlt wird: An die Stelle der Gerechtigkeit ist die Gewalt getreten."
+++ 05:01 Militärschläge: Trump vergibt 15 von 10 Punkten +++
US-Präsident Donald Trump zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf des Krieges - und gibt dem Militäreinsatz in einem eigenwilligen Zahlenspiel 15 von zehn Punkten. "Es läuft gut an der Kriegsfront, um es zurückhaltend auszudrücken", sagt Trump bei einem Treffen mit Technologieunternehmern im Weißen Haus. "Jemand hat gesagt: 'Auf einer Skala bis 10, wieviele Punkte würden Sie geben?' Ich habe gesagt: 'Etwa 15'."
+++ 04:25 Irans Militär greift kurdische Gruppen im Irak an +++
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben erneut kurdische Gruppen im benachbarten Irak angegriffen. Es seien drei Raketen auf das Hauptquartier oppositioneller Verbände abgefeuert worden, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die Militärführung in Teheran. Der regierungstreue Sender Press TV veröffentlichte Videos, auf denen Einschläge in den Stellungen "anti-iranischer Separatisten" zu sehen sein sollen.
+++ 03:54 Israel sieht "historische Erfolge" im Iran-Krieg +++
Die israelische Regierung hat nach eigenen Angaben bereits "historische Erfolge" im Krieg gegen den Iran erzielt. "Israel und die USA haben gemeinsam historische Erfolge erzielt, um unsere Bürger und die zivilisierte Welt zu schützen", sagt Regierungssprecherin Schosch Bedrosian in der Nacht in einem Internetvideo. Die US-israelischen Luftangriffe seien notwendig gewesen, weil der Iran sein Atomprogramm in "neuen unterirdischen Bunkern" wieder aufgebaut habe, sagt die Sprecherin. Außerdem habe es Anzeichen dafür gegeben, dass der Iran "Israel und amerikanische Truppen im Nahen Osten" habe angreifen wollen.
+++ 03:22 Katar räumt Umgebung der US-Botschaft +++
Die Umgebung der US-Botschaft in Katar ist evakuiert worden. Die Bewohner der umliegenden Gebäude seien vorübergehend und vorsorglich in Sicherheit gebracht worden, teilt das Innenministerium des Golfstaats mit. Ihnen seien anderweitige Unterkünfte gestellt worden. Zu den Hintergründen der Evakuierung machte die Behörde zunächst keine Angaben.
+++ 02:51 Explosion an Tanker im Persischen Golf gemeldet +++
Vor der Küste von Kuwait im Persischen Golf ist es zu einer Explosion an einem Tanker gekommen. Der Kapitän des rund 55 Kilometer südöstlich von Mubarak al-Kabir vor Anker liegenden Schiffes habe eine große Explosion an der Backbordseite bemerkt, bevor ein kleines Boot davongefahren sei, berichtet die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO). Öl aus dem Ladetank laufe ins Meer aus. Ein Brand sei zunächst nicht gemeldet worden, der Besatzung gehe es gut. Zuletzt wurden im Persischen Golf, der Straße von Hormus und dem Golf von Oman immer wieder Schiffe von iranischen Geschossen getroffen.
+++ 02:20 Israelische Luftwaffe greift Hisbollah-Stellungen in Beirut an +++
Die israelische Luftwaffe hat erneut Stellungen der proiranischen Hisbollah in Beirut angegriffen. Ziel sei die Infrastruktur der Terrororganisation, erklärt die Armee. Zuvor hatte das Militär bereits ein Gebäude in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt als Stützpunkt der schiitischen Miliz identifiziert und einen Angriff angekündigt. Ein Armeesprecher rief die Anwohner dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen. Die Hisbollah hatte in der Nacht zu Montag begonnen, als Reaktion auf die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ali Chamenei Raketen auf Israel zu schießen. Seitdem greift auch Israels Militär in mehreren Teilen des Landes wieder massiv Ziele im Libanon an.
+++ 01:45 Macron warnt Netanjahu vor Bodenoffensive im Libanon +++
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ruft den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu dazu auf, von einer Bodenoffensive im Libanon abzusehen. Es sei wichtig, dass die territoriale Integrität des Libanon gewahrt werde und dass die proiranische Hisbollah-Miliz ihre Angriffe auf Israel einstelle, teilt Macron nach Gesprächen mit Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun auf der Plattform X mit. Es sei wichtig, dass die Parteien zum Waffenruheabkommen zurückkehrten. Frankreich werde die libanesischen Streitkräfte in ihren Bemühungen unterstützen, damit sie ihre Hoheitsaufgaben uneingeschränkt wahrnehmen und der Bedrohung durch die Hisbollah ein Ende setzen könnten, sagt Macron.
+++ 01:25 Erster deutscher Evakuierungsflug nach Frankfurt gestartet +++
In Omans Hauptstadt Maskat ist der erste Evakuierungs-Jet der Bundesregierung im aktuellen Nahost-Konflikt gestartet. Das geht aus Daten des Flugdienstleisters Flightradar24 hervor. Die Lufthansa-Maschine vom Typ Airbus A340-300 wird laut aktuellem Plan gegen 07.22 Uhr am Frankfurter Flughafen erwartet. An Bord des Fluges LH345 befinden sich Menschen, die von der Bundesregierung ausgewählt worden sind. Sie waren infolge des US-Angriffs auf den Iran in der Golf-Region gestrandet und mussten über den Landweg nach Maskat gebracht werden. Die genaue Zahl der heimgeholten Reisenden ist unklar. Die Maschine hat in der Konfiguration der Lufthansa 279 Passagiersitze, es müssen aber auch die Crew des Hinflugs sowie weiteres Personal mitgenommen werden.
+++ 00:43 Resolution zur Beschneidung von Trumps Iran-Befugnissen im US-Senat gescheitert +++
Im US-Senat ist ein Versuch gescheitert, die Befugnisse von Präsident Donald Trump im Iran-Krieg zu beschneiden. Die sogenannte Kriegsbefugnisresolution (War Powers Resolution) wurde in der Kongresskammer mit der Mehrheit von Trumps Republikanern abgelehnt. 53 Senatoren stimmten gegen die Resolution, 47 Senatoren dafür. Bei beiden Parteien gab es jeweils einen Abweichler, der sich der Gegenseite anschloss: Bei den Demokraten Senator John Fetterman und bei den Republikanern Senator Rand Paul. Mit der Resolution sollte Trump untersagt werden, den Militäreinsatz gegen den Iran ohne Beschluss des US-Kongresses fortzusetzen. Eingebracht worden war der Text vom Demokraten Tim Kaine und dem Republikaner Paul, der Militärinterventionen grundsätzlich skeptisch sieht.
+++ 23:33 Iranischer Geheimdienst: Keine Kontakte zur CIA +++
Das iranische Geheimdienstministerium dementiert laut der Nachrichtenagentur Tasnim einen Bericht über mögliche geheime Kontakte zur Beendigung des Krieges. Anlass ist ein Bericht der "New York Times", wonach Mitarbeiter des Ministeriums einen Tag nach Kriegsbeginn indirekt über den Geheimdienst eines Drittstaates an den US-Geheimdienst CIA herangetreten seien, um mögliche Bedingungen für ein Ende des Konflikts auszuloten. Eine "informierte Quelle" bezeichnet dies laut Tasnim als falsch und Teil einer psychologischen Kriegsführung.
+++ 22:55 Berichte: Kurdische Kämpfer sollen Bodenoffensive im Iran gestartet haben +++
Tausende kurdische Kämpfer haben laut US-Medien mit einer Boden-Offensive im westlichen Iran begonnen. Das berichten Axios und Fox-News mit Verweis auf einen US-Beamten. Zuvor meldete bereits der Sender i24 vom Beginn einer Operation auf iranischem Gebiet. "Die Bodenoperationen der kurdischen Streitkräfte gegen den Iran haben bereits seit Mitternacht des 2. März begonnen", sagte der Beamte gegenüber dem Sender. Er sagte, iranische Streitkräfte hätten bereits am Dienstag die Grenzstadt Mariwan evakuiert und mit dem Aufbau von Verteidigungsstellungen in und um das Gebiet begonnen.
+++ 22:27 USA planen Iran-Einsatz vorerst ohne Bodentruppen +++
Die USA setzen im Krieg gegen den Iran bislang auf Luftangriffe. Ein Einsatz von US-Bodentruppen sei "derzeit nicht Teil des Plans für diese Operation", sagt Regierungssprecherin Karoline Leavitt auf Nachfrage bei einer Pressekonferenz. Dennoch wolle die US-Regierung eine solche Option grundsätzlich nicht ausschließen.
+++ 22:03 Weißes Haus dementiert Pläne zur Bewaffnung kurdischer Milizen +++
Das Weiße Haus hat Medienberichte über eine geplante Bewaffnung kurdischer Gruppen durch die US-Regierung zurückgewiesen. Die Behauptung, US-Präsident Donald Trump habe solche Plänen zugestimmt, sei falsch und sollte nicht verbreitet werden, sagt Regierungssprecherin Karoline Leavitt in Washington. Richtig sei, dass Trump mit kurdischen Anführern in der Region mit Blick auf den US-Stützpunkt im Norden des Iraks gesprochen habe. Zuvor berichtete unter anderem CNN, dass die CIA angeblich daran arbeite, kurdische Kräfte zu bewaffnen, um einen Volksaufstand im Iran gegen das Regime anzustoßen.
+++ 21:42 Israel meldet neue Angriffswelle auf Teheran +++
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben weitere Ziele in Teheran angegriffen. Ziel der Angriffe sei "militärische Infrastruktur des iranischen Regimes in ganz Teheran", heißt es am Mittwochabend in einer Erklärung der israelischen Armee. Iranische Staatsmedien melden daraufhin Explosionen im Westen Teherans sowie in mehreren weiteren Städten, darunter in Bandar Abbas am Persischen Golf und in Täbris im Nordwesten des Landes.
+++ 21:14 Hisbollah-Chef: Kapitulieren nicht vor "israelisch-amerikanischen Aggression" +++
Die Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon hat angekündigt, sich der "israelisch-amerikanischen Aggression" entgegenzustellen. Die Hisbollah werde nicht "kapitulieren", sagt der Chef der vom Iran finanzierten Gruppe, Naim Kassem, am Mittwochabend. Der "Aggression" werde die Hisbollah "bis zum äußersten Opfer" entgegentreten, droht Kassem.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.