Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 00:37 Polens Außenminister: Musk soll Starlink für russische Armee sperren +++
Polens Außenminister Radoslaw Sikorski ruft den US-Milliardär Elon Musk dazu auf, das zu seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX gehörende Satellitennetzwerk Starlink für Russland zu sperren. "Weshalb verhindern Sie nicht, dass die Russen Starlink nutzen, um ukrainische Städte anzugreifen?", schreibt Sikorski bei X an Musk gerichtet. "Mit Kriegsverbrechen Geld zu verdienen schadet Ihrer Marke", fügt der Minister hinzu. Starlink wird vom US-Raumfahrtunternehmen SpaceX betrieben und ermöglicht auch abgelegenen Regionen, in denen die Kommunikationsinfrastruktur nicht funktioniert, einen Zugang zum Internet.
+++ 23:40 Angriff auf Zug in Charkiw: Zahl der Todesopfer steigt +++
Beim russischen Drohnenangriff auf einen Zug in Charkiw (siehe Eintrag von 20:57 Uhr) sind laut dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj mindestens vier Menschen getötet worden. Zunächst war von drei Todesopfern die Rede. Selenskyj zufolge beförderte der angegriffene Zug rund 200 Passagiere. "Es gibt keine und kann keine militärische Rechtfertigung dafür geben, Zivilisten in einem Zug zu töten", so der Präsident. Die Attacken würden die derzeit laufende Diplomatie "untergraben", erklärte er. Insgesamt starben am Dienstag insgesamt elf Zivilisten bei russischen Angriffen.
++ 22:46 Mehr als 700.000 Menschen immer noch ohne Strom +++
Nach den massiven russischen Angriffen auf das ukrainische Energienetz sind mehr als 700.000 Menschen in Kiew weiterhin von der Stromversorgung abgeschnitten. Das gab der erste Stellvertretende Ministerpräsident und Energieminister der Ukraine, Denys Schmyhal, am Abend bei Facebook bekannt. "Aktuell sind 710.000 Verbraucher in Kiew ohne Strom. Wir verstehen, dass das Leben in dieser Ungewissheit ohne klare Versorgungspläne sehr belastend ist. Die dringende Aufgabe der Experten besteht nun darin, die planmäßige Stromversorgung wiederherzustellen", so Schmyhal.
+++ 22:08 Lukaschenko zur Rechenschaft ziehen? Minsk "nicht besorgt" über Ukraine-Pläne +++
In Minsk nimmt die belarussische Regierung die Absicht der Ukraine, Staatschef Alexander Lukaschenko zur Rechenschaft zu ziehen, offenbar gelassen zur Kenntnis. Minsk sei "nicht besorgt", sagte Natallia Eismant, Sprecherin des belarussischen Staatschefs, wie "Ukrainska Pravda" meldet unter Berufung auf eine Mitteilung der staatlichen Nachrichtenagentur Ria Novosti. "Das besorgt uns nicht. Wir wissen nichts von irgendwelchen angeblichen Gesprächen und Absichten", so die Sprecherin. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hatte zuvor in einem Interview mit der Zeitung "European Pravda" gesagt, Kiew plane, Lukaschenko für seine Unterstützung Russlands in dessen Angriffskrieg zur Rechenschaft zu ziehen. (siehe Eintrag um 18:47 Uhr)
+++ 21:27 Selenskyj verurteilt Angriff auf Zug als "Terrorismus" - Zahl der Toten auf vier gestiegen +++
Bei einem Drohnenangriff auf einen Zug im Gebiet Charkiw sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vier Menschen getötet worden. Er wirft Russland deswegen "Terrorismus" vor. "In jedem Land würde ein Drohnenangriff auf einen zivilen Zug genauso bewertet werden – als reiner Terrorismus", schreibt er auf Telegram.
+++ 20:57 Drei Tote nach russischem Angriff auf Passagierzug in Charkiw +++
Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Zug in der Region Charkiw sind mindestens drei Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden. Das teilt die Staatsanwaltschaft der Region Charkiw via Telegram mit.
+++ 20:12 Militärgeheimdienst: Belarussische Spionin in Kiew enttarnt und festgenommen +++
Der ukrainische Militärgeheimdienst DIU meldet die Festnahme einer belarussischen Spionin in Kiew. Wie der DIU bei Facebook mitteilt, hat die Frau seit 2015 für den belarussischen Geheimdienst KGB gearbeitet und war 2020 als Agentin in die Ukraine entsandt worden. Dabei habe die 35 Jahre alte Frau zur Tarnung ihre Tätigkeit als Journalistin genutzt und versucht, eine Einheit des Militärgeheimdienstes zu infiltrieren. "Bei einer mehrmonatigen Spezialoperation (...) wurden ihr als geheime Daten getarnte Desinformationen zugespielt", heißt es in der Mitteilung. So sei die Frau überführt worden. Ursprünglich hat die Belarussin der Mitteilung zufolge für den sanktionierten Sender 112 gearbeitet. Dieser hat Verbindungen zum ehemaligen Abgeordneten Viktor Medwedtschuk, einem ukrainischen Geschäftsmann und prorussischen Politiker, dessen Tochter den russischen Präsidenten Wladimir Putin als Taufpaten hat. Danach soll sie bei einem führenden Medienunternehmen der Ukraine tätig gewesen sein.
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