Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 00:29 Ukrainische Hafenbehörde sieht Getreidelieferungen in Gefahr +++
Russland greift in den ersten beiden Juliwochen nach Angaben der ukrainischen Hafenbehörde 23 Mal Häfen und 17 Mal zivile Schiffe an. Händlern und Analysten zufolge führen die Angriffe zu einem teilweisen Stopp der Getreidelieferungen und einer fast vollständigen Aussetzung der Getreidekäufe in den Hafenterminals.
+++ 23:10 Großbritannien und Schweden sichern Ukraine Flugzeuge zu +++
Der britische Premierminister Keir Starmer kündigt während seines Besuchs in Kiew eine millionenschwere Unterstützung für Verteidigung des ukrainischen Luftraums an. "Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass wir heute noch einen Schritt weiter gehen, denn ich kann ankündigen, dass das Vereinigte Königreich gemeinsam mit Schweden Unterstützung in Höhe von 300 Millionen Euro für die Lieferung von 16 neuen, modernen Flugzeugen bereitstellen wird, die zur Verteidigung des ukrainischen Luftraums beitragen werden", sagt Starmer während einer Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
+++ 22:15 Polen fängt dritten Tag in Folge russische Kampfflugzeuge über Ostsee ab +++
Die polnische Luftwaffe muss nach Militärangaben drei Tage in Folge russische Kampfflugzeuge über der Ostsee abfangen. "Die Russen testen erneut die Leistungsfähigkeit unserer Flugabwehrsysteme", schreibt Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf X. Demnach fingen zwei polnische Maschinen aus Malbork zunächst zwei russische Kampfjets vom Typ Suchoi Su-30 ab. Dann sei ein russisches Aufklärungsflugzeug etwa 30 Kilometer vor der pommerschen Ostseeküste bei Jastrebia Gora gesichtet worden. Die polnischen Flieger hätten die Iljuschin Il-20 weiter aufs Meer hinaus eskortiert, wo schwedische Jets die Begleitung übernommen hätten. Der polnische Luftraum sei in beiden Fällen nicht verletzt worden, teilt der Verteidigungsminister mit. Die russischen Erkundungsflüge vor der Küste des NATO-Mitglieds Polen haben Warschauer Angaben zufolge nach einer Pause zuletzt wieder zugenommen. Am Dienstag stoppten polnische Jets ein Aufklärungsflugzeug Il-20, am Mittwoch waren es zwei Kampfjets Su-30.
+++ 21:34 Bolivien ermittelt: Junge Männer mit Fake-Jobangeboten für Russland an die Front gelockt? +++
Die bolivianische Generalstaatsanwaltschaft leitet Ermittlungen in drei Fällen gegen ein mutmaßliches Menschenhandelsnetzwerk ein. Dessen Ziel soll es gewesen sein, bolivianische Staatsbürger mit betrügerischen Stellenangeboten nach Russland zu locken und dort für den Krieg gegen die Ukraine zu rekrutieren. Die Staatsanwaltschaft hat 16 mutmaßliche Opfer identifiziert. Ein mutmaßlicher Anwerber sei identifiziert, zudem hätten Razzien in einem Ort stattgefunden, in dem junge Männer mit falschen Jobversprechen angesprochen wurden, bevor sie nach Russland reisten. Laut von Angehörigen eingereichten Beschwerden boten die Anwerber Verträge mit Vergütungen von bis zu 16.000 US-Dollar (14.000 Euro) an, verbunden mit dem Versprechen auf Arbeitsplätze in der Bau- oder der Malerbranche. Nach den den Staatsanwälten vorliegenden Informationen wurden die jungen Männer jedoch, sobald sie in Russland ankamen, an die Front geschickt.
+++ 21:08 Rücktritt von Fedorow löst Protestwelle in Ukraine aus +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj baut wieder einmal sein Kabinett um. Viele müssen gehen, darunter auch der beliebte Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow. Unfreiwillig erklärt der erst 35-Jährige seinen Rücktritt und löst damit Proteste in der ukrainischen Bevölkerung aus.
+++ 20:25 CIA-Bericht: Überlebensdauer neuer russischer Rekruten an der Front sinkt auf 30 Minuten +++
CIA-Direktor John Ratcliffe erklärt laut einem Bericht von Bloomberg, dass der Einsatz von KI-gesteuerten Drohnen durch die ukrainischen Streitkräfte die durchschnittliche Überlebenszeit neu eingesetzter russischer Rekruten auf dem Schlachtfeld massiv reduziert habe. "Unsere Erkenntnisse decken sich mit einigen der öffentlich zugänglichen Berichte aus der Ukraine, die Sie vielleicht gesehen haben: Die durchschnittliche Überlebenszeit eines russischen Rekruten, der auf dem Schlachtfeld in der Ukraine eintrifft, wird auf 20 bis 30 Minuten geschätzt", sagt Ratcliffe auf dem "Defense and Innovation Summit" in Pennsylvania. Er erklärt, dies liege daran, dass "KI-gestützte Drohnen zu hochspezialisierten, kostengünstigen Tötungsmaschinen geworden sind". US-Beamte schätzen, dass Russland wöchentlich etwa 7000 Soldaten verliert. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt, dass Drohnen mittlerweile für mehr als 80 Prozent der zerstörten russischen Ziele verantwortlich seien. Am Mittwoch sagte Selenskyj, die Ukraine produziere derzeit 10 Millionen Drohnen pro Jahr, aber es sollte künftig doppelt so viele werden.
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