Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 00:27 Irans Armee droht nach israelischen Angriffen im Libanon mit "harter Reaktion" +++

17.06.2026, 00:01 Uhr

Nach Israels Angriffen im Süden des Libanon mit mindestens vier Toten droht Irans Armee mit einer Antwort. Wenn die israelische Armee "ihre Aggression im Süden des Libanon nicht einstellt, muss sie mit einer harten Reaktion der mächtigen Streitkräfte der Islamischen Republik Iran rechnen", heißt es in einer Erklärung des Zentralkommandos der Armee. Die iranische Armee wirft Israel vor, bereits "84 Mal" gegen die Waffenruhe im Libanon verstoßen zu haben. Die israelische Armee hatte ihre Angriffe im Süden des Libanon am Dienstag ungeachtet einer zwischen den USA und dem Iran erzielten Einigung über ein Ende des Iran-Kriegs fortgesetzt.

+++ 23:17 Irans Präsident: Diplomatische Chance nicht verstreichen lassen +++

Der iranische Präsident Massud Peseschkian bezeichnet das Rahmenabkommen mit den USA, das am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden soll, als einen diplomatischen Sieg für sein Land. "Dementsprechend sollte man diese Chance, die das Land aus der aktuellen Lage herausführen könnte, nicht ungenutzt verstreichen lassen", sagt Peseschkian laut der Nachrichtenagentur Isna. Solche Gelegenheiten seien begrenzt und würden sich nicht jederzeit erneut bieten, so der Präsident. Peseschkian gilt als moderat und hat sich auch in der Vergangenheit für diplomatische Optionen stark gemacht. 

+++ 22:13 "Gott sei Dank": Papst Leo lobt Abkommen zwischen Iran und USA +++

Papst Leo XIV. lobt das vorläufige Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran zur Beendigung des regionalen Krieges im Nahen Osten. "Gott sei Dank", dass die beiden Mächte ihre Vereinbarung am Freitag offiziell besiegeln wollen, so der US-Amerikaner. "Es wird noch einige Punkte zu klären geben, aber es ist immer besser, dies im Dialog und durch Verhandlungen zu tun, als wieder in den Krieg zurückzukehren", sagt das Oberhaupt der katholischen Kirche. "Ich hoffe, dass dies wirklich eine Lösung für den Krieg ist, dass der Krieg tatsächlich vorbei ist, und dass wir vorankommen können." Der Pontifex hatte im März mit seiner Kritik an dem Angriff Israels und der USA auf den Iran den Zorn von US-Präsident Donald Trump auf sich gezogen.

+++ 21:35 Insider: Abkommen sieht 300-Milliarden-Fonds für Iran vor - keine staatlichen Gelder? +++

Im Rahmen des geplanten Abkommens zwischen den USA und dem Iran ist Insiderangaben zufolge ein privater Investitionsfonds von 300 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau des Landes vorgesehen. Mehr als die Hälfte dieser Summe sei bereits zugesagt, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Der Fonds solle beiden Seiten einen wirtschaftlichen Anreiz bieten, ein endgültiges Abkommen zu schließen. Die USA und der Iran bereiten sich darauf vor, die Vereinbarung am Freitag zu unterzeichnen. Am Sonntag hatten sich beide Staaten auf einen Rahmen zur Beendigung ihres seit Februar andauernden Konflikts geeinigt. Bei dem geplanten "Fonds für Wiederaufbau und Entwicklung" handelt es sich dem Insider zufolge um ein privates Investitionsinstrument ohne staatliche Gelder oder Zuschüsse. Zusagen lägen von Unternehmen aus den USA, den Golfstaaten, Asien, Südamerika und Afrika vor, hieß es. Die Investitionen sollen in die Bereiche Energie, Logistik, Industrie und Transport fließen. Demnach werde der Fonds erst nach dem Abschluss eines endgültigen Abkommens aktiv.

+++ 21:02 Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran wird nicht in Genf unterzeichnet +++

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran soll nun in einem Luxushotel am Vierwaldstättersee unterzeichnet werden. Das Schweizer Außenministerium bestätigte der dpa, dass dafür das Hotel auf dem Bürgenstock vorgesehen ist. Dort fand 2024 eine Ukraine-Konferenz statt. Zuerst hatten Schweizer Medien über den Ort für die Unterzeichnung berichtet. Der Vermittler Pakistan hatte als Ort dafür bislang Genf genannt. Das Bürgenstock Resort sei sowohl von den pakistanischen und katarischen Vermittlern als auch seitens der USA und des Iran als Ort des Treffens vorgeschlagen worden, erklärte das Schweizer Außenministerium. Die Hotelanlage ist schwierig zu erreichen und lässt sich daher gut absichern.

+++ 20:29 Israel greift weiter an: Vier Tote bei Luftangriffen im Libanon +++

Einen Tag nach einer zwischen den USA und dem Iran erzielten Einigung über ein Ende des Iran-Kriegs sind bei israelischen Luftangriffen im Süden des Libanon libanesischen Angaben zufolge mindestens vier Menschen getötet worden. Die Drohnenangriffe hätten sich in der Region Nabatäa ereignet, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur NNA. Demnach zielten sie auf zwei Fahrzeuge im Ort Majfadun sowie ein weiteres im nahe gelegenen Schukin. Laut einer "vorläufigen Bilanz" war die Rede von vier Toten und weiteren Verletzten. Der Iran forderte am Nachmittag Israels Abzug aus den "besetzten Gebieten" im Libanon. "Die Menschen im Südlibanon müssen in ihre Häuser zurückkehren", erklärte der iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf auf Telegram. 

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