Keine zwölf Jahre nach dem blutigsten Krieg, den Europa je erlebt hat, wird in Rom ein Staatenbund aus der Taufe gehoben, der historisch ohne Beispiel ist: die Europäische Union.Bild 1 von 78 Sie heißt natürlich noch nicht so. Was am 25. März 1957 auf dem Kapitolshügel in der Ewigen Stadt feierlich gegründet wird, nennt sich Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, kurz: EWG.Bild 2 von 78 Europa trägt zu dieser Zeit noch die Narben des Kriegs. Die letzten deutschen Kriegsgefangenen waren erst gut ein Jahr zuvor aus der Sowjetunion zurückgekehrt, ...Bild 3 von 78 ... die Bundesrepublik ist noch nicht einmal acht Jahre alt. Und doch gehört sie bereits zum Kern des vereinigten Europa. Alle Gründungsmitglieder der EWG - Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Luxemburg und die Niederlande - ...Bild 4 von 78 ... sind Mitglieder der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, kurz: EGKS oder Montanunion. Die Montanunion war bereits 1951 gegründet worden (Bild).Bild 5 von 78 Kern dieses Vertrages war die Schaffung eines zollfreien Marktes für Kohle und Stahl. Zugleich wurden erstmals nationale Hoheitsrechte auf eine supranationale Behörde übertragen.Bild 6 von 78 Die Montanunion ging auf eine Initiative des französischen Außenministers Robert Schuman zurück. Schuman war ein echter Europäer: Seine Muttersprache war Luxemburgisch, im Ersten Weltkrieg war er Soldat in der deutschen Armee, ...Bild 7 von 78 ... nach der Abtrennung Lothringens wurde er Franzose, im Zweiten Weltkrieg schloss er sich der französischen Rsistance an. Als französischer Außenminister setzte Schuman sich für die Aussöhnung mit Deutschland ein.Bild 8 von 78 Als Schuman dem deutschen Bundeskanzler seine Idee einer Montanunion vortrug, stand das Ruhrgebiet noch unter der Kontrolle der Siegermächte, die industriellen Anlagen wurden demontiert.Bild 9 von 78 Warum Kohle und Stahl? Für die damalige Industrie war beides von entscheidender Bedeutung, der freie Handel mit ihnen sollte den Volkswirtschaften zu einem Aufschwung verhelfen. Zudem unterlagen die "Kriegsindustrien" von nun an der gemeinsamen Kontrolle.Bild 10 von 78 Den Plan für die Montanunion hatte Jean Monnet, der Leiter des neueingerichteten französischen Planungsamtes, entwickelt. Wenn Schuman und Adenauer die "Gründerväter" der Montanunion waren, so darf Monnet als geistiger Vater der Europäischen Union gelten.Bild 11 von 78 Monnet war nach dem Ersten Weltkrieg stellvertretender Generalsekretär des Völkerbundes gewesen. Mit Bildung der EGKS wurde er Präsident der Hohen Behörde der Montanunion - faktisch der erste europäische Kommissionspräsident.Bild 12 von 78 Monnet sah sein eigenes Wirken später durchaus kritisch. Ihn störte, dass Europa vor allem von oben und zu wenig von unten zusammenwuchs. "Wenn ich es noch einmal zu tun hätte, dann würde ich mit Kultur anfangen und nicht mit Stahl und Eisen", sagte er.Bild 13 von 78 Zwei Jahre nach Inkrafttreten der Montanunion scheitert 1954 die Gründung einer europäischen Verteidigungsgemeinschaft - ein ebenfalls französischer Plan, der in der französischen Nationalversammlung schließlich jedoch keine Mehrheit findet.Bild 14 von 78 Jean Monnet, der auch das gescheiterte Vorhaben einer Verteidigungsgemeinschaft entwickelt hatte, entwirft nun das Vorhaben einer Atom-Gemeinschaft. Dies sind die fünfziger Jahre - Atomkraft gilt auch in Deutschland als "gute" Energie.Bild 15 von 78 Am 25. März 1957 werden in Rom daher nicht nur die Verträge zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft unterzeichnet, sondern auch jene für die Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft ("Euratom"). Die Römischen Verträge treten am 1. Januar 1958 in Kraft.Bild 16 von 78 Adenauer, der für die Bundesrepublik unterzeichnet, spricht vom "vielleicht wichtigsten Ereignis der Nachkriegszeit". Jetzt gibt es bereits drei europäische Institutionen: Montanunion, EWG und Euratom.Bild 17 von 78 Bereits jetzt gilt das Grundprinzip des vereinten Europa: Kompromiss statt Alleingang. Die Einigung zwischen Deutschen und Franzosen war nur mühsam gelungen, Frankreich hatte das Versprechen bekommen, Hauptprofiteur der gemeinsamen Agrarpolitik zu werden.Bild 18 von 78 Wirtschaftsminister Ludwig Erhard wehrte dagegen staatliche Lenkung nach französischem Modell im Lohn- und Sozialbereich ab. Zahlreiche Punkte des EWG-Vertrags - Zollunion, gemeinsame Handelspolitik und Wettbewerbsregeln - werden erst sehr viel später verwirklicht.Bild 19 von 78 Der Euratom-Vertrag hat ein ähnliches Ziel wie die Montanunion: Friedenssicherung durch gemeinsame Kontrolle eines kriegswichtigen Gutes. Zudem verpflichten sich die Mitgliedsstaaten, Erkenntnisse und Infrastrukturen gemeinsam zu nutzen.Bild 20 von 78 Eine große Welle der Begeisterung lösen die Römischen Verträge nicht aus. "Draußen standen die Menschen mit Schirmen, aber ihre Zahl hielt sich in Grenzen - so richtige Europabegeisterung gab es damals noch nicht", ...Bild 21 von 78 ... erinnert sich der Journalist Erich Kusch, der als Korrespondent des "Bonner General-Anzeigers" dabei war. Immerhin: Die Staats- und Regierungschefs wussten, was sie taten. "Konrad Adenauer war sichtlich zufrieden", sagt Kusch. Kein Wunder: ...Bild 22 von 78 ... Adenauer hatte die anderen fünf Regierungen noch am Morgen dazu bewegen können, sich in einer Erklärung auf Hilfen für das eingeschlossene Westberlin zu verpflichten.Bild 23 von 78 Die "Neue Zürcher Zeitung" kommentiert am folgenden Tag, die Vertreter der Regierungen hätten zwar an gegenseitigem Lob nicht gespart. Die Zeitung merkte aber gleichzeitig an: "Aus allen Ansprachen ließ sich erkennen, ...Bild 24 von 78 ... dass sich die Politiker der Schwierigkeiten und Widerstände bewusst sind, die sich einer Verwirklichung der jetzt in Paragrafen gegossenen Übereinkünfte noch entgegenstellen." Das Kürzel EWG stand übrigens Pate für die legendäre Europa-Show mit Hans-Joachim Kulenkampff.Bild 25 von 78 Die vom Vertrag von Rom vorgesehene gemeinsame Agrarpolitik tritt 1962 in Kraft. Die "GAP" genießt keinen sonderlich guten Ruf: ...Bild 26 von 78 Die Subventionen führen in den siebziger und achtziger Jahren zu den berühmten Milchseen und Butterbergen. Noch heute ist der Agrarhaushalt der weitaus größte Posten im EU-Etat.Bild 27 von 78 Erst unter dem Druck der Erweiterungsrunde von 2004 wird im Jahre 2003 eine Reform der Subventionspolitik beschlossen. Die Direktzahlungen werden an die Erfüllung von Umweltauflagen gebunden.Bild 28 von 78 Zurück in die sechziger Jahre: Die Zeit zwischen 1963 und 1966 ist von der Blockadepolitik Frankreichs geprägt. 1963 lehnt Charles de Gaulle den britischen Aufnahmeantrag ab. 1965 zieht Frankreich aus Protest gegen Mehrheitsentscheidungen seinen Vertreter im Ministerrat ab.Bild 29 von 78 De Gaulle beendet seine "Politik des leeren Stuhls" erst, als im "Luxemburger Kompromiss" vom Januar 1966 das Vetorecht in entscheidenden Fragen festgeschrieben wird.Bild 30 von 78 Die Integration geht weiter: Montanunion, EWG und Euratom werden 1967 zu den "Europäischen Gemeinschaften" (EG) zusammengeführt. Ein gemeinsamer Rat und die europäische Kommission werden eingeführt. Erster Kommissionspräsident wird der Belgier Jean Rey.Bild 31 von 78 Am 1. Januar 1973 wächst die EG zum ersten Mal: Großbritannien, ...Bild 32 von 78 ... Irland ...Bild 33 von 78 ... und Dänemark treten bei.Bild 34 von 78 Das Europäische Währungssystem (EWS) wird im Dezember 1978 beschlossen. Kernelement des EWS ist der Wechselkursmechanismus, der sicherstellt, dass die Wechselkurse der europäischen Währungen sich nur in einem festgelegten Rahmen bewegen.Bild 35 von 78 Europäische Rechnungswährung wird die ECU - die "European Currency Unit", unmittelbarer Vorläufer des Euro.Bild 36 von 78 Im folgenden Jahr wird das Europäische Parlament zum ersten Mal direkt gewählt, ...Bild 37 von 78 ... wiederum zwei Jahre später, 1981, tritt Griechenland bei, ...Bild 38 von 78 ... fünf Jahre darauf Spanien und Portugal. Alle drei Länder hatten erst wenige Jahre der Demokratie hinter sich: 1974 war das Jahr der portugiesischen Nelkenrevolution, im selben Jahr brach die griechische Militärjunta zusammen, ein Jahr später starb Spaniens Diktator Franco.Bild 39 von 78 Mitte der 80er Jahre macht EU-Kommissionspräsident Jacques Delors (links) ernst mit dem schon 1957 grundsätzlich beschlossenen "Binnenmarkt".Bild 40 von 78 Nach den Zöllen fallen auch die anderen Handelshemmnisse. Dies wiederum setzt einheitliche Vorschriften für Beschaffenheit von Produkten und für den Wettbewerb voraus: Die Zeit der "Harmonisierung" beginnt, der größte Binnenmarkt der Welt entsteht.Bild 41 von 78 Am 1. Januar 1993 gilt der Binnenmarkt als erreicht. Seit 1986 wurden rund 200 EU-Gesetze verabschiedet.Bild 42 von 78 Nach der deutschen Wiedervereinigung fordert vor allem Frankreich eine noch stärkere Einbindung Deutschlands in die EG. Der "Kanzler der Einheit" hat nichts einzuwenden: Für Helmut Kohl ist die Einigung Europas die wichtigste Garantie für Frieden.Bild 43 von 78 Mit Franois Mitterrand legt Kohl das Fundament für den Ausbau der EU etwa durch den Binnenmarkt oder die Erweiterung nach Osten. Kohl treibt auch die Währungsunion voran; für ihn die wichtigste politische Entscheidung nach der deutschen Einheit.Bild 44 von 78 Am 7. Februar 1992 wird in Maastricht der Vertrag über die Gründung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion unterzeichnet. Erst seither ist von der Europäischen Union die Rede. Die EU wäre nicht die EU, wenn es nicht kompliziert herginge:Bild 45 von 78 Die EU ersetzt nicht die EG, sondern bildet ein neues Dach für die Europäischen Gemeinschaften, die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und die polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen (PJZS).Bild 46 von 78 Bei der Ratifizierung gibt es Probleme: Dänemark lehnt den Vertrag über die Europäische Union ab; erst ein zweites Referendum fällt zustimmend aus. Ein peinlicher Vorgang, der die historische Bedeutung des Vertrags von Maastricht überschattet.Bild 47 von 78 Am 1. Januar 1995 treten Österreich (Bild), Schweden und Finnland bei.Bild 48 von 78 Anders als beim Vertrag von Maastricht sind die Folgen des Schengener Abkommens unmittelbar zu spüren. Am 26. März 1995 fallen die Grenzkontrollen zwischen Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal und Spanien.Bild 49 von 78 Heute ist das unkontrollierte Reisen zwischen den Schengen-Ländern selbstverständlich. Seit 2001 gibt es zwischen 13 Ländern der EU sowie Norwegen und Island keine Grenzkontrollen mehr.Bild 50 von 78 Spätestens bis 2009 soll die Freizügigkeit auf die meisten Länder der EU ausgedehnt werden; auch die Schweiz - nicht Mitglied der EU - will sich anschließen.Bild 51 von 78 Ähnlich spektakulär, allerdings deutlich stärker umstritten, ist die Einführung des Euro als real existierendes Zahlungsmittel am 1. Januar 2002. Nicht nur der (von Deutschland vorgeschlagene) Name ist ein Kunstprodukt, ...Bild 52 von 78 ... auch das Design der Scheine ist pure Fantasie: Weil die Euro-Länder sich nicht auf reale Motive einigen können, werden erfundene Brücken und Fenster abgebildet, die jeweils einer kulturhistorischen Epoche zugeordnet sind.Bild 53 von 78 Heute gilt der Euro in 13 Ländern: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowenien und Spanien.Bild 54 von 78 Im März 2003 löst die EU erstmals NATO-Friedenstruppen in Mazedonien ab. Die dafür gebildete EUFOR bildet einen vorläufigen Ersatz für die umstrittene EU-Eingreiftruppe. Auch in Bosnien-Herzegowina und im Kongo kommt die EUFOR zum Einsatz.Bild 55 von 78 Am 1. Mai 2004 treten Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern der EU bei. Es ist die größte Erweiterungsrunde in der Geschichte der Europäischen Union.Bild 56 von 78 Die Frage eines türkischen Beitritts ist ein ewiges Streitthema in der EU. 1963 schließt die EWG ein Assoziierungsabkommen mit der Türkei. Die Türkei ist noch alles andere als eine stabile Demokratie. Dennoch wird ihr eine EWG-Mitgliedschaft in Aussicht gestellt.Bild 57 von 78 Nach einem Militärputsch 1980 (Bild) werden die Beziehungen zwischen EG und Türkei eingefroren. Unter Ministerpräsident Turgut Özal nähern beide Seiten sich wieder an. 1987 stellt die Türkei einen Antrag auf Beitritt zur EG.Bild 58 von 78 1995 schließt die EU mit der Türkei zunächst ein Abkommen über eine Zollunion. Es ist das erste derartige Abkommen der EU mit einem Nichtmitglied. In der Türkei gilt seither das europäische Wirtschaftsrecht - ein Mitspracherecht hat Ankara in Brüssel nicht.Bild 59 von 78 Das Abkommen ist typisch für das Verhältnis von EU und Türkei: Große Versprechen werden gegeben, dann wieder zurückgenommen. Am Ende wird die Türkei mit einer Kompromisslösung abgefunden. Die eigentliche Frage - Beitritt oder nicht - wird immer wieder vertagt.Bild 60 von 78 So geht es weiter. 1997 entscheidet der EU-Gipfel in Luxemburg, dass die Türkei für einen Beitritt in Frage kommt - theoretisch. Den offiziellen Beitrittsstatus erhält sie dennoch erst zwei Jahre später in Helsinki. Nach Jahrzehnten der Europhorie ...Bild 61 von 78 ... und der auf Europa hin ausgerichteten Reformen macht sich in der Türkei zunehmend Skepsis breit. 2004 empfiehlt die EU-Kommission, Beitrittsverhandlungen mit der Türkei aufzunehmen - natürlich unter strengen Auflagen.Bild 62 von 78 2005 einigen sich die Außenminister der EU mit mehrstündiger Verspätung auf einen Rahmentext für die Verhandlungen. Es soll nicht nur geprüft werden, ob der Beitrittskandidat die Bedingungen erfüllt, sondern auch, ...Bild 63 von 78 ... ob die EU die Aufnahme wirtschaftlich und politisch verkrafte. Das jedoch ist eine politische Entscheidung - ein "Nein" ist damit jederzeit möglich. Als frühest möglicher Beitrittstermin wird das Jahr 2015 festgelegt.Bild 64 von 78 In der entscheidenden Sitzung am 3. Oktober 2005 wird die Zustimmung Österreichs nur dadurch erreicht, dass auch mit Kroatien die offiziellen Beitrittsverhandlungen beginnen.Bild 65 von 78 Eigentlich sollen die Beitrittsverhandlungen noch am selben Tag beginnen. Da jedoch der türkische Außenminister Abdullah Gül wenig Lust hat, nach Luxemburg zu fliegen, um sich einen Korb zu holen, ...Bild 66 von 78 ... wartet er mit dem Start, bis die Einigung erreicht ist. Gegen Mitternacht trifft Gül in Luxemburg ein.Bild 67 von 78 Als die Beitrittsverhandlungen offiziell beginnen, ist der 3. Oktober bereits vorbei. "Wir waren in der Lage, den Termin des 3. Oktober einzuhalten", witzelt der britische Außenminister Jack Straw später, ...Bild 68 von 78 ... "denn ich habe meine Rede vor Mitternacht britischer Zeit begonnen, und das ist die Zeit der Präsidentschaft." Güls amüsierte Antwort: "Jack hat uns allen gesagt, es sei der 3. Oktober gewesen, und wir werden lernen, diese Spiele unter seiner Anleitung zu spielen."Bild 69 von 78 Im Dezember 2005 friert Brüssel die Gespräche jedoch in acht von 35 Arbeitsbereichen ein. Der Grund: Die Regierung in Ankara weigert sich, türkische Häfen für das EU-Mitglied Zypern zu öffnen.Bild 70 von 78 Die vorerst letzten Beitritte finden am 1. Januar 2007 statt. Seither gehören auch Bulgarien und Rumänien zur EU.Bild 71 von 78 50 Friedensjahre nach den Römischen Verträgen ist die EU heute mit vielen offenen Grenzen, offenen Märkten und mehr Freiheiten denn je eine Selbstverständlichkeit. Mit 27 Mitgliedstaaten mit 490 Millionen Einwohnern ist sie so groß wie nie.Bild 72 von 78 Diesen Erfolg hätten sich die Gründerväter vermutlich nicht träumen lassen. In den 50 Jahren seit Gründung der EWG haben die nationalen Regierungen - und nicht das sagenumwobene "Brüssel" - beschlossen, ...Bild 73 von 78 ... immer mehr Zuständigkeiten auf die Union zu übertragen - beispielsweise im sozialen, juristischen und außenpolitischen Bereich.Bild 74 von 78 So gewann die EU an politischem Gewicht. Trotz vieler Vorteile für Bürger und Verbraucher gehört der Unmut über eine angeblich regulierungswütige EU seit Jahren dazu. Nach den vielen Erweiterungen geht es daher nun vor allem um die Vertiefung, ...Bild 75 von 78 ... und die soll über die Verfassung erreicht werden. Doch es ist wie immer in Europa: Vor den Erfolg haben die Götter den Streit gesetzt. Die ursprünglich ausgehandelte Verfassung, die eigentlich am 1. November 2006 in Kraft treten sollte, ...Bild 76 von 78 ... wird 2005 bei Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden abgelehnt. Was jetzt passieren soll, ist noch völlig offen. Im Juni 2006 beschließt der EU-Gipfel in Brüssel eine einjährige "Denkpause".Bild 77 von 78 Eins ist sicher: Das letzte Kapitel der europäischen Einigung ist noch nicht geschrieben. (Text: Hubertus Volmer)Bild 78 von 78