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Kongress untersucht Vorfall Air-Force-Crew übernachtet in Trump-Hotel

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In diesem Hotel soll die Air-Force-Crew für mehrere Nächte untergekommen sein.

(Foto: REUTERS)

Bei einem Zwischenstopp in Schottland kommt eine Air-Force-Crew in einem Luxushotel unter, dass US-Präsident Trump gehört. Ein Kontrollkomitee prüft den Fall, der alles andere als üblich ist.

Nachdem eine Crew der Air Force in Schottland in einem Hotel von US-Präsident Donald Trump übernachtet hat, beschäftigt sich ein Kontrollkomitee des US-Kongresses mit dem Fall. Wie das Magazin "Politico" berichtet, handelte es sich bei der Reise der Crew um einen Routine-Trip in den Mittleren Osten im Frühjahr dieses Jahres. Damals soll sie sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg einen Zwischenstopp in dem Hotel im schottischen Turnberry eingelegt haben.

Laut dem Bericht beschäftigt sich das sogenannte House Oversight Committee bereits seit April mit der Frage, warum die Crew in dem Trump-Resort abgestiegen ist. Der Aufenthalt in einem Luxushotel gilt als ungewöhnlich und soll davor nicht üblich für die Crew gewesen sein. Nötig soll der Zwischenstopp in Turnberry wohl auch nicht gewesen sein - das US-Militär verfügt über eine Basis in der Nähe von England. Der Aufenthalt im Trump-Hotel dürfte vor allem teurer gewesen sein. Eins der Crew-Mitglieder soll einer ihm nahestehenden Person geschrieben haben, dass die Verpflegungspauschale der Crew nicht für Essen und Getränke in dem Resort ausreiche.

Wie "Politico" berichtet, soll das Hotel in Turnberry jedoch laut Air Force die günstigste Option gewesen sein und auch unter der Tagespauschale gelegen haben. Das Pentagon habe sich noch nicht zu dem Vorfall geäußert.

Auch Staatsgäste kommen in Trump-Resorts unter

Hinter der Untersuchung steckt der lange währende Vorwurf, dass Trump von der staatlichen Nutzung seiner Hotels profitieren und Steuergelder kassieren würde. Kritiker sehen es etwa als problematisch an, dass offizielle Staatsgäste in Resorts untergebracht werden, von denen Trump der Eigentümer ist. Auch das Hotel in Schottland gehört dem US-Präsidenten.

Ende August erntete Trump Kritik für seine Aussage, er wolle den nächsten G7-Gipfel in einem seiner Resorts in der Nähe von Miami stattfinden lassen. Dem US-Präsident wurde daraufhin vorgeworfen, sich zu bevorteilen und korrupt zu sein.

Quelle: n-tv.de, ibu

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