Politik

Als UN-Sondergesandter Annan für Syrien im Gespräch

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Kofi Annan könnte noch einmal für die UNO tätig werden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Kofi Annan könnte als Sondergesandter der UNO den Friedensbemühung in Syrien mehr Nachdruck verleihen. Der frühere UN-Generalsekretär gilt als Favorit für den Posten. Aus Finnland kommt ein ebenfalls aussichtsreicher Kandidat.

Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan ist als Sondergesandter der Vereinten Nationen für Syrien im Gespräch. Annan sei der Favorit für den Posten, verlautete aus UN-Kreisen in New York. Ebenfalls gute Chancen habe der frühere finnische Präsident und erfahrene Krisenmakler Martti Ahtisaari.

Annan sollte in London zu einem Gespräch mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zusammentreffen, wie UN-Diplomaten sagten. Der Nachrichtensender CNN berichtete über den Online-Kurzmitteilungsdienst Twitter, dass die Entscheidung für den Ghanaer bereits gefallen sei. Dies wurde in UN-Kreisen allerdings nicht bestätigt. Am Freitag kommen Vertreter von mehr als 50 Staaten und internationalen Organisationen zu einer Syrien-Konferenz in Tunesien zusammen.

Annan war von 1997 bis 2006 Generalsekretär der Vereinten Nationen. Anschließend schaltete er sich als Vermittler in Krisen ein, etwa vor vier Jahren bei den heftigen Unruhen nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen in Kenia. Ahtisaari war unter anderem UN-Sondergesandter für das Kosovo und wurde 2008 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Weitere Kandidaten für den Posten des Sondergesandten seien der frühere algerische Regierungschef Mouloud Hamrouche und der frühere Außenminister Kuwaits, Mohammed Sabah al-Salem al-Sabah, verlautete aus UN-Kreisen.

Die UNO bemüht sich um ein Ende des blutigen Vorgehens der syrischen Regierung gegen die Protestbewegung in dem arabischen Land. Nach Angaben der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte kamen in den vergangenen elf Monaten mehr als 7600 Menschen ums Leben. In der vergangenen Woche forderte die UN-Vollversammlung ein sofortiges Ende der Gewalt, ihre Resolution hat aber nur symbolischen Charakter. Ein Eingreifen des UN-Sicherheitsrates scheiterte bislang am Veto Russlands und Chinas.

Quelle: n-tv.de, AFP

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