Politik

Mindestens 20 Tote Anschlagsserie im Irak

In der nordirakischen Stadt Kirkuk sind am Sonntagmorgen innerhalb weniger Minuten drei Anschläge auf die Polizei verübt worden. Dabei seien insgesamt 20 Menschen getötet und mehr als 70 verletzt worden, teilte die Polizei mit. Bei dem schwersten Anschlag raste ein mit Sprengstoff präparierter Lastwagen in eine Polizeiwache und explodierte. Der Selbstmordattentäter habe 18 Menschen mit in den Tod gerissen, unter ihnen zahlreiche Beamte, hieß es.

Fünf Minuten später explodierten zwei Sprengsätze nahe einer Gruppe von Polizisten. Dabei seien zwei Zivilisten umgekommen und mehrere Polizeibeamte verletzt worden. Diese beiden Explosionen seien von den Angreifern als "Ablenkung" geplant gewesen, um die Polizeikräfte zu verwirren, verlautete von Seiten der Beamten. Die Anschlagziele hätten in unmittelbarer Nähe zu den örtlichen Büros von Kurdenparteien gelegen, berichtete der Fernsehsender Al-Irakija.

47 Leichen gefunden

Am Samstag fielen in Bagdad erneut zahlreiche Menschen religiös motivierter Gewalt zum Opfer. Die Polizei fand nach eigenen Angaben 47 Leichen, die Spuren von Folter aufwiesen. Die Menschen seien erschossen worden, viele seien gefesselt gewesen. Hinter den Taten vermuten die Ermittler Todesschwadronen, die gezielt Anhänger der gegnerischen Religionsgruppe angreifen. Die religiös motivierte Gewalt hat allein in den vergangenen Tagen 180 Todesopfer gefordert.

Quelle: ntv.de