Politik

Usbeke muss lebenslang in HaftBombe tötet Kreml-General - Russlands Justiz greift hart durch

21.01.2026, 19:03 Uhr
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Der usbekische Staatsbürger Kurbonow (l.) soll nach Moskaus Darstellung den Anschlag auf General Kirillow ausgeführt haben. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Im Dezember 2024 stirbt in Moskau ein russischer General, als eine in einem E-Roller versteckte Bombe explodiert. Kiew bekennt sich zu dem Attentat. Ausgeführt haben soll es laut Moskau jedoch ein Usbeke. Er und drei weitere Männer bekommen nun die Härte der russischen Justiz zu spüren.

Ein Militärgericht in Moskau hat einen Mann aus Usbekistan wegen des Mordes an dem ranghohen russischen General Igor Kirillow zu lebenslanger Haft verurteilt. Achmadschon Kurbonow wurde des Mordes an Kirillow und dessen Assistenten bei einem von der Ukraine unterstützten Bombenanschlag im Jahr 2024 für schuldig befunden. Generalleutnant Kirillow, Chef der russischen Truppen für atomaren, biologischen und chemischen Schutz, und sein Assistent Ilja Polikarpow wurden im Dezember 2024 vor einem Wohnhaus in Moskau getötet, als eine in einem Elektroroller versteckte Bombe ferngezündet wurde.

Der ukrainische Geheimdienst SBU hatte sich zu dem Anschlag bekannt. Es ist eine von mehreren gezielten Tötungen, die der SBU in Russland organisiert hat, um Personen zu bestrafen, die er für den Krieg Russlands in der Ukraine für verantwortlich hält. Russland bezeichnet die Tötungen als Akte des Staatsterrorismus.

Der usbekische Staatsbürger Kurbonow und drei Komplizen wurden verschiedener Verbrechen im Zusammenhang mit der Tötung Kirillows für schuldig befunden. Dazu gehörten Terrorismus und illegaler Handel mit Sprengstoff, wie russische Ermittler mitteilten. Die drei Komplizen erhielten Haftstrafen zwischen 18 und 25 Jahren in Strafkolonien mit maximaler Sicherheitsstufe.

Russischen Medienberichten zufolge bekannte sich Kurbonow der Anklagepunkte für schuldig, während die anderen dies nicht taten. Das Ermittlungskomitee erklärte, der Mord an Kirillow sei in der Ukraine geplant worden. Die Täter hätten den Sprengstoff aus Polen nach Russland geschmuggelt. Kurbonow habe dann die Bombe zusammengebaut, angebracht und ferngezündet, als Kirillow und Polikarpow das Gebäude verließen.

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine am 24. Februar 2022 wurde eine Reihe hochrangiger russischer Militärangehöriger getötet. Zuletzt starb im vergangenen Monat Generalleutnant Fanil Sarwarow, der Leiter der Direktion für die operative Ausbildung der Armee im russischen Generalstab war. Er kam ums Leben, nachdem eine unter seinem Auto angebrachte Bombe explodierte. Die Ukraine hat sich nicht zu dem Anschlag auf Sarwarow bekannt.

Quelle: ntv.de, uzh/rts