"Wesentlicher Beitrag"Dänemark entsendet mehr Kampfsoldaten nach Grönland

US-Präsident Trump hält an seinen Grönland-Plänen fest. Dänemark will die Arktisinsel aber nicht einfach so aufgeben. Das Land schickt jetzt weitere Soldaten an die Westküste Grönlands. Auch der Armeechef ist auf dem Weg.
Dänemark schickt eine größere Anzahl an Kampfsoldaten nach Grönland. Das berichtete der Fernsehsender TV2 unter Berufung auf das dänische Verteidigungsministerium. Die genaue Anzahl der Soldaten war demnach nicht bekannt, es solle sich jedoch um einen "wesentlichen Beitrag" handeln. Sie sollen TV2 zufolge noch heute in Kangerlussuaq, etwa 300 Kilometer nördlich von der grönländischen Hauptstadt Nuuk, ankommen. Begleitet werden sie demnach von dem dänischen Heereschef Peter Boysen.
In der vergangenen Woche waren nach Angaben des dänischen Arktischen Kommandos etwa 100 dänische Soldaten in Nuuk und etwa genauso viele in Kangerlussuaq eingetroffen. Sie sollen mit der von Dänemark geführten militärischen Übung "Arctic Endurance" beginnen, an der auch Soldaten anderer Nato-Verbündeter teilnehmen sollen.
Zum Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos sendet Dänemark hingegen wohl niemanden. Das Land sagte angesichts des Streits mit den USA die Teilnahme ab. Das WEF teilte Bloomberg mit: "Wir können bestätigen, dass die dänische Regierung diese Woche nicht in Davos vertreten sein wird." Das dänische Ministerium für Wirtschaft und Industrie teilte der Nachrichtenagentur Ritzau mit, dass Wirtschaftsminister Morten Bødskov ursprünglich in Davos teilnehmen sollte, seine Pläne jedoch geändert hat. Die Gründe dafür wurden nicht bekannt.