Politik

CDU und CSU legen in Umfrage zu Die Jüngeren halten zu Wulff

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Merkel und Wulff sind bei den Umfragewerten krisenfest.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

FDP-Spitzenkandidat Kubicki träumt zwar in Schleswig-Holstein von 10 Prozent für seine Partei, aber im bundesweiten Forsa-Trend dümpeln die Liberalen weiter bei drei Prozent. CDU und CSU bauen ihren Vorsprung vor der SPD aus. Und Bundespräsident Wulff gewinnt an Unterstützung - vor allem bei den Jüngeren.

Seit sieben Wochen steckt der Bundespräsident in seiner Krise, "Wulff hat es nicht mehr in der Hand" - doch die Unterstützung für Christian Wulff in der Bevölkerung wächst. Genau die Hälfte der Bundesbürger will laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von "Stern" und RTL, dass er Hausherr in Schloss Bellevue bleibt. Nur noch 43 Prozent sind der Ansicht, dass Wulff zurücktreten soll. In der vergangenen Woche waren es 49 Prozent. Besonders viel Rückhalt hat der Bundespräsident bei den jungen Menschen: 67 Prozent der 18- bis 29-Jährigen antworteten auf die Frage "Sollte Wulff zurücktreten?" mit "Nein".

Ähnlich robust wie der Präsident zeigt sich die Union im wöchentlichen Forsa-Trend: Sie konnte ihren Vorsprung vor der SPD noch um einen Prozentpunkt ausbauen und würde bei einer Bundestagswahl 36 Prozent der Stimmen erreichen. Der Koalitionspartner FDP dümpelt weiter bei 3 Prozent, weit unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde. Dabei träumt in Schleswig-Holstein Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki von 10 Prozent für seine Partei bei der Landtagswahl im Mai. Zumindest bundesweit liegt dies in weiter Ferne.

Keine Mehrheit für Rot-Grün

Die Koalition aus Union und FDP hat nach den Forsa-Zahlen bei den Bürgern schon lange keinen Rückhalt mehr, die Schuld liegt bei schlechten Umfragewerten der FDP. Rot-Grün käme zusammen auf 42 Prozent. Die Sozialdemokraten stagnieren bei 27 Prozent, die Grünen erreichen 15 Prozent. Die Linken und die Piraten-Partei liegen in dieser Woche gleichauf, bei 7 Prozent - weil die Piraten-Partei einen Punkt verliert.

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Sie haben im Umfrage-Duell mit der Kanzlerin keine Chance.

(Foto: dpa)

Die SPD liegt nicht nur als Partei hinter der Union, auch im direkten Vergleich sticht die Kanzlerin ihre drei potenziellen Gegenkandidaten aus. Angela Merkel kann sogar zulegen. Im direkten Duell mit dem Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier erreicht sie 47 Prozent der Stimmen, zwei Prozentpunkte mehr als vergangene Woche. Steinmeier verliert einen Punkt auf 30 Prozent. Auch den Beliebtheitsvorsprung vor dem ehemaligen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück konnte Merkel um einen Prozentpunkt vergrößern. Steinbrück würden 31 Prozent der Bürger vorziehen, 49 Prozent Merkel. Und vor die Wahl zwischen der Kanzlerin und SPD-Parteichef Sigmar Gabriel gestellt, würden sich sogar 57 Prozent der Wähler für Merkel entscheiden - nur 19 Prozent für Gabriel.

Die meisten vertrauen der Union

Das Vertrauen in die Politik bleibt gering: 54 Prozent der Deutschen glauben, dass keine Partei mit den Problemen im Land fertig wird. Immerhin konnten die Unionsparteien und die Grünen jeweils einen Prozentpunkt an Vertrauen gewinnen. Die Union liegt mit 26 Prozent weit vorn, der SPD trauen nur 12  Prozent eine erfolgreiche Politik zu, den Grünen 5 Prozent. Ein vernichtendes Urteil fällen die Befragten über die FDP: null Prozent.

Auch wenn nach wie vor der Euro gerettet werden muss, leben in Sachen Wirtschaftserwartung langsam wieder mehr Optimisten in Deutschland: 18 Prozent aller Bundesbürger rechnen damit, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland verbessern werden - zwei Prozentpunkte mehr als vergangene Woche. 44 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung. 35 Prozent glauben, dass alles so bleibt, wie es ist.

Quelle: n-tv.de, tsc

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