Politik

Club of Rome: "Historisch nie gekanntes Ausmaß" Nahrungsmittelbedarf bald doppelt so groß

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Harter Kampf um die Ressourcen: unterernährte Mutter und Kinder in Somalia.

(Foto: dpa)

Der weltweite Bedarf an Nahrungsmitteln wird sich nach Einschätzung des Club of Rome bis zur Mitte des Jahrhunderts mindestens verdoppeln. Nicht nur, dass zu den jetzt sieben Milliarden Menschen noch 2,6 Milliarden hinzukommen sollten, schrieb der Generalsekretär des Verbandes, Ian Johnson, vor der im kanadischen Ottawa beginnenden Jahrestagung. "Hinzu kommen die massiven Verschiebungen bei der Ernährung durch mehr Wohlstand und der Nachfrage nach Fleisch." Der Energiebedarf werde sich sogar verdreifachen.

Ohne ein Umdenken könne die Erde das nicht verkraften, schrieb Johnson im "Ottawa Citizen" weiter. "Wir verbrauchen die Schätze der Natur in einem historisch nie gekannten Ausmaß. Wir verlieren jede Sekunde fast einen halben Hektar tropischen Regenwald. Die Bestände an Meeresfischen sind so gering wie nie." So sei zum Beispiel vor Neufundland der Bestand an Kabeljau in nur Jahrzehnten dramatisch eingebrochen. "Es gibt viele Herausforderungen im 21. Jahrhundert. Nur wenige sind so groß wie die, den natürlichen Haushalt unseres Planeten wieder in Ordnung zu bringen."

Der "Club of Rome" ist ein Zusammenschluss namhafter Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft aus mehr als 30 Ländern. Die 1968 gegründete gemeinnützige Organisation setzt sich für eine nachhaltige Zukunft der Menschheit ein. Aufsehen erregte sie 1972 mit dem Bericht "Die Grenzen des Wachstums", der eine weltweite Debatte auslöste.

Quelle: ntv.de, dpa

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