Politik

Bekannt durch CDU-Schwarzgeldaffäre Ex-Schatzmeister Wittgenstein tot

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Sayn-Wittgenstein 2004 auf der Anklagebank des Wiesbadener Landgerichts.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Der langjährige Schatzmeister der Hessen-CDU, Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein, ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Das bestätigte der CDU-Landesverband in Wiesbaden. Laut der Todesanzeige der Familie starb Wittgenstein bereits am vergangenen Sonntag. Wittgenstein war in die Schwarzgeld-Affäre der Hessen-CDU Ende der 1990er Jahre verstrickt.

Die Schwarzgeldaffäre hatte einen politischen Skandal in der Bundesrepublik ausgelöst, in dessen Folge die heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel an die Spitze der CDU gelangte. Aus einer illegalen Parteikasse in der Schweiz waren von Ende 1983 bis Anfang 2000 Millionenbeträge, getarnt unter anderem als angebliche jüdische Vermächtnisse, zurück nach Deutschland geflossen und von der CDU unter anderem in Wahlkämpfen eingesetzt worden.

Wittgenstein war von 1976 bis 1998 Schatzmeister des CDU- Landesverbandes. Für seine Rolle in der Schwarzgeldaffäre wurde er aber nie verurteilt. Das Verfahren gegen ihn setzte das Landgericht Wiesbaden zunächst aus gesundheitlichen Gründen aus und stellte es Ende 2005 ganz ein. Wittgenstein war zusammen mit dem früheren Bundesinnenminister Manfred Kanther (CDU) und dem ehemaligen Unions-Finanzberater Horst Weyrauch angeklagt. Kanther und Weyrauch wurden 2007 zu fünfstelligen Geldstrafen verurteilt. Die Schwarzgeldaffäre kostete die CDU rund 21 Millionen Euro staatliche Zuschüsse.

Quelle: ntv.de, dpa

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