Politik

Corona-Treffen im Kanzleramt Großveranstaltungen wohl erst im November

Bund und Länder normalisieren viele Lebensbereiche wieder. Doch Großveranstaltungen sind wegen der Corona-Krise Informationen von ntv zufolge wohl erst wieder im November möglich.

Großveranstaltungen bleiben wegen der Corona-Krise wohl bis Ende Oktober untersagt. Das geht aus einer Beschlussvorlage aus dem Treffen der Bundesregierung und den Regierungschefs der Länder hervor, die der Redaktion von ntv vorliegt. Darin heißt es, dass trotz der sinkenden Zahlen Großveranstaltungen wie Volksfeste, Dorf-, Stadt-, Straßen-, Wein-, Schützenfeste oder Kirmes-Veranstaltungen ein unkalkulierbares Risiko blieben, bei denen Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregeln kaum möglich sei.

Der Beschlussvorschlag ist allerdings umstritten, wie ntv aus Länderkreisen erfuhr. Das Vorsitzland Bayern schlägt vor, bis zum 31. Oktober keine Großveranstaltungen zu genehmigen. Der Freistaat Sachsen und andere wollen dagegen bereits früher die Restriktionen aufheben.

Aus dem Papier geht auch hervor, dass die Vertreter von Bund und Ländern in anderen Bereichen zu weiteren Lockerungen bereit sind. Die Anzahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen liege in nahezu allen Landkreisen bei deutlich unter 50, in vielen sogar bei null. Deutschland sei im internationalen Vergleich erfolgreich durch die Krise gekommen.

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  • Gastronomiebetrieben, Hotels, im Kulturbetrieb, sowie bei religiösen Veranstaltungen sollen weitere Lockerungen ermöglicht werden. Die Länder seien bestrebt, einschränkende Maßnahmen weiter zurückzunehmen.
  • Nach den Sommerferien soll der Schulbetrieb normalisiert werden. Außerdem bringen die Länder in dem Papier ihren Willen zum Ausdruck, auch den Kinderbetreuungsangeboten wieder Regelbetrieb zu ermöglichen.
  • Unverändert sollen die Regeln zum Mindestabstand, zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, die Kontaktbeschränkungen sowie die verstärkten Hygienemaßnahmen bleiben. Bezüglich der Kontaktbeschränkungen ist jedoch nicht von Vorschriften die Rede, sondern bloß davon, dass die Menschen "angehalten" seien, die Anzahl ihrer Kontakte gering zu halten.
  • Corona-Tests sollen insbesondere mithilfe der Corona-Warn-App effektiver werden. Bund und Länder wollen gemeinsam dafür werben, dass möglichst viele Menschen das Programm verwenden.

Quelle: ntv.de, bdk