Politik

Zuspruch bei Linke-Wählern Im Osten Mehrheit für Kooperation mit AfD

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Wie umgehen mit der AfD in der Politischen Arbeit? In Ost und West gibt es dazu unterschiedliche Meinungen.

(Foto: imago/Steinach)

In den vergangenen Tagen sorgen mehrere Berichte über die Zusammenarbeit mit der AfD auf lokaler Ebene für Schlagzeilen. Bundesweit lehnt eine Mehrheit dies auch bei Sachthemen ab. Allerdings ist Deutschland in dieser Frage gespalten.

Eine Mehrheit der Bundesbürger lehnt eine Zusammenarbeit der Parteien mit der AfD ab - auch wenn es nur um Sachfragen geht. Allerdings sehen die Wähler dies in Ost- und Westdeutschland unterschiedlich, wie aus dem RTL/ntv-Trendbarometer hervorgeht. Vor allem Sympathisanten der Linke können sich demnach eine begrenzte Kooperation mit den Rechtspopulisten vorstellen.

Bundesweit lehnen 57 Prozent der Befragten eine Zusammenarbeit ab. Vier von zehn Wahlberechtigten stehen dem jedoch aufgeschlossen gegenüber. Im Osten des Landes hätte sogar jeder Zweite (50 Prozent) keine Bedenken, würden CDU, SPD, Grüne, Linke oder Freie Wähler mit der AfD kooperieren. 46 Prozent lehnen dies ab. Im Westen indes sprechen sich 59 Prozent der Befragten dagegen aus und 37 Prozent dafür.

Mit Blick auf die Parteipräferenzen findet sich bei den Linke-Wählern sogar eine Mehrheit, die sich ein abgestimmtes Handeln mit der AfD vorstellen kann. Während 49 Prozent einen solchen Schritt befürworten würden, sind 48 Prozent dagegen. Bei SPD und Grünen sprechen sich jeweils nur knapp ein Viertel (24 Prozent) für eine Kooperation aus. Bei der CDU ist es knapp ein Drittel (32 Prozent), bei der FDP sind es 42 Prozent.

Bei der AfD plädiert mit 91 Prozent eine übergroße Mehrheit für eine sachthemenbezogene Zusammenarbeit mit anderen Parteien. Gut jedes 20. Mitglied lehnt dies ab.

In den vergangenen Tagen waren mehrere Fälle bekanntgewordenen, in denen auf lokaler Ebene Vertreter von CDU, SPD und Grüne in einzelnen Fällen entgegen der jeweiligen Parteilinie mit der AfD zusammengearbeitet hatten.

Für die Erhebung hat Forsa nach eigenen Angabe in den beiden vergangenen Tagen bundesweit 1000 Menschen befragt.

Quelle: n-tv.de, jwu

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