Iran-Krieg im Liveticker+++ 23:05 Aufruf zur "Selbstaufopferung": Britische Regierung bestellt Irans Botschafter ein +++
Die britische Regierung bestellt den iranischen Botschafter ins Außenministerium ein. Anlass sind Aufrufe an in Großbritannien lebende Iraner zur "Selbstaufopferung" im Iran-Krieg. Das Außenministerium kritisiert in einer Erklärung die "inakzeptablen und aufrührerischen Kommentare der iranischen Botschaft in den sozialen Medien". Die iranische Botschaft hatte kürzlich in einer persischsprachigen Mitteilung auf Telegram "alle tapferen und edlen Kinder des Iran" aufgerufen, sich über die Konsularabteilung der Botschaft für die iranische Kampagne "Dschanfada" (Selbstaufopferung) anzumelden. Sein eigenes Leben zu opfern sei "besser, als das Land dem Feind zu überlassen", hieß es in dem Aufruf.
+++ 22:09 Präsidentin des Komitees vom Roten Kreuz zu Gesprächen in den Iran gereist +++
Die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Mirjana Spoljaric, ist zu Gesprächen über die humanitäre Lage in den Iran gereist. Geplant sind Treffen Spoljarics mit hochrangigen Regierungsvertretern sowie Vertretern der Iranischen Rothalbmondgesellschaft (IRCS), wie das IKRK mitteilt. Dabei sollen die humanitären Folgen des Iran-Kriegs in dem Land sowie in der ganzen Region besprochen werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch die Bedeutung des humanitären Völkerrechts für den Schutz der Zivilbevölkerung und wichtiger Infrastruktur während des Konflikts werde Thema sein, erklärt das Komitee. Die Präsidentin werde zudem "praktische Vorkehrungen erörtern, damit das IKRK mehr Güter ins Land bringen kann, um die Hilfsbemühungen, einschließlich jener der IRCS als erstes Glied in der Hilfskette, zu unterstützen", heißt es weiter.
+++ 21:25 Israels Armee zerstört Hisbollah-Tunnel im Libanon +++
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge am Abend zwei Tunnel der Hisbollah im Südlibanon gesprengt. Libanesischen Einwohnern zufolge war die Erschütterung weit über die Gegend hinaus zu spüren. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem "riesigen Terrortunnel der Hisbollah", der gesprengt worden sei. Die Zeitung "Times of Israel" berichtete, es handle sich um eines der längsten unterirdischen Tunnelsysteme, die das israelische Militär bislang im Libanon entdeckt habe.
+++ 20:48 Trump geht auf Merz los: "Er weiß nicht, wovon er redet" +++
US-Präsident Donald Trump wettert in den sozialen Netzwerken gegen Bundeskanzler Friedrich Merz, der ihm offenbar nicht gefügig genug erscheint, was die Befolgung des Iran-Kurses Washingtons angeht. "Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hält es für in Ordnung, wenn der Iran eine Atomwaffen besitzt", beginnt Trump seinen Beitrag auf "Truth Social" mit einer Behauptung, die nicht stimmt. Merz hatte erst Anfang Merz erklären lassen, dass man die Ziele der Vereinigten Staaten und Israels, die das iranische Nuklear- und Raketenprogramm betreffen, teile. "Das militärische Nuklearprogramm sowie das ballistische Raketenprogramm Irans müssen überprüfbar beendet werden", hieß es da weiter.
Trump führt seinen Beitrag unter Prämisse dieser falschen Annahme dann fort und schreibt: "Er [Merz] weiß nicht, wovon er redet! Hätte der Iran Atomwaffen, wäre die ganze Welt in Geiselhaft. Ich unternehme jetzt etwas mit dem Iran, was andere Nationen oder Präsidenten schon längst hätten tun sollen. Kein Wunder, dass es Deutschland wirtschaftlich und in jeder anderen Hinsicht so schlecht geht!"
+++ 19:40 Sicherheitsexperte Neumann zu Terrorgruppe: "Hinweise auf eine iranische Steuerung" +++
Der Sicherheitsexperte Peter Neumann sieht bei dem pro-iranischen Netzwerk HAYI Hinweise auf eine Beauftragung durch das Regime in Teheran. "Es gibt mehrere Hinweise auf eine iranische Steuerung", sagt der Professor am Londoner King's College der "Rheinischen Post". "Die Gruppe wurde erst nach Beginn des Iran-Krieges sichtbar aktiv und agiert in diesem Kontext. Die Zielauswahl passt zu iranischen Feindbildern: Angriffe auf jüdische Communities, israelische Ziele, US-Firmen sowie die iranische Opposition." Neumann fügt hinzu: "Auch der Operationsmodus passt zum bekannten Muster der iranischen Revolutionsgarden aus vergangenen Anschlägen. Typisch dabei ist die Rekrutierung von Tätern aus dem kriminellen Milieu, teils online über Snapchat. Diese Personen haben oft keine ideologische Nähe zum Iran und werden für die Taten bezahlt. Teheran kann somit eine Beteiligung abstreiten - es gibt nicht den 'rauchenden Colt' als Beweis." Zuvor hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) vor einer neuen Eskalationsstufe bei der pro-iranischen Terrorgruppe HAYI in Europa gewarnt.
+++ 18:32 Blufarb: Auch Netanjahu sieht "rote Linie überschritten" +++
Der Iran unterbreitet den USA einen Vorschlag zur Lösung des Konflikts. Doch wie auch für Washington wird darin aus Sicht von Netanjahu "eine rote Linie überschritten", berichtet ntv-Korrespondentin Raschel Blufarb. Daher sei die Angst vor neuen Angriffen aus dem Iran in der israelischen Bevölkerung groß.
+++ 18:11 US-Benzinpreis steigt auf höchsten Stand seit 2022 +++
Der durchschnittliche Benzinpreis in den USA ist Daten des Automobilclubs AAA zufolge auf etwa 4,18 Dollar je Gallone gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit August 2022 erreicht. Das entspricht etwa 0,94 Euro je Liter. Seit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran Ende Februar haben die landesweiten durchschnittlichen Einzelhandelspreise für Benzin um rund 40 Prozent zugelegt. Der Benzinpreis gilt in den USA als politisch sensibler Marker für die Teuerung im Land. Im November finden Kongresswahlen statt.
+++ 17:19 Wadephul fordert erneut Öffnung der Hormus-Meerenge +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat Teheran erneut aufgefordert, die Straße von Hormus zu öffnen. "Die Weltgemeinschaft ist sich einig: Iran muss die Blockade der Straße von Hormus beenden, das ist die Grundbedingung für eine friedliche Lösung des Iran-Kriegs", erklärt Wadephul bei X. Der Minister nahm in New York an einer Debatte des UN-Sicherheitsrats zum Thema maritime Sicherheit teil. Der UN-Sicherheitsrat müsse dabei eine Rolle spielen, betont der Minister mit Blick auf die Straße von Hormus und erklärte, die Vetomächte, die eine Resolution zur Öffnung der Meerenge bisher blockieren, müssten "den Weg frei machen für eine solche Lösung".
+++ 16:47 Iran verbietet Export von Stahl +++
Der Iran verbietet nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars seit Beginn der Woche den Export von Stahl. Grund sind offenbar die Angriffe Ende März auf die beiden Stahlwerke Chusestan im Südwesten des Landes und Mobarek im Zentrum. Israel hatte vor Beginn der Waffenruhe Anfang April angegeben, seine Luftwaffe habe 70 Prozent der Produktionskapazitäten zerstört. Fars berichtet unter Berufung auf eine Anweisung der Zollbehörden des Landes, dass die Ausfuhr von Stahl einschließlich Brammen, Blechen und Bändern verboten sei. Die Anweisung sei am 26. April in Kraft getreten.
+++ 16:14 Trump: Iran bricht zusammen +++
US-Präsident Donald Trump hat sich zur Lage der Verhandlungen mit Teheran geäußert. "Der Iran hat uns soeben mitgeteilt, dass er sich in einem 'Zustand des Zusammenbruchs' befindet", schreibt Trump auf Truth Social. "Sie möchten, dass wir die Straße von Hormus so schnell wie möglich 'freigeben', während sie versuchen, ihre Führungssituation zu klären (was ihnen meiner Meinung nach auch gelingen wird!)."
+++ 15:49 Wadephul: Weltgemeinschaft fordert freie Straße von Hormus +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul sieht die Weltgemeinschaft einig in der Haltung, dass die Straße von Hormus wieder frei befahrbar sein muss. Diesen Eindruck habe er bei seinen Gesprächen bei den Vereinten Nationen gewonnen, sagt Wadephul in New York. "Das ist ein gutes Zeichen", betont er. Zudem habe er festgestellt: "Die Weltgemeinschaft ist eindeutig der Auffassung, dass Iran nach wie vor daran gehindert werden muss, ein Nuklearprogramm zu entwickeln." Wadephul betont: "Diese Welt braucht nicht neue Nuklearmächte, sondern diese Welt braucht weniger Atomwaffen."
+++ 15:01 Schuldenkrise im Globalen Süden verschärft sich durch Krieg +++
Die Verschuldungssituation in vielen Ländern des Globalen Südens spitzt sich dramatisch zu. Laut dem sogenannten Schuldenreport 2026 des Bündnisses erlassjahr.de und des Hilfswerks Misereor leiden aktuell 44 Staaten unter einer sehr hohen Auslandsschuldenlast. Weitere 25 Staaten gelten als hoch belastet, während für 15 weitere ein latentes Risiko besteht. Verschärft werde die Lage durch den Krieg im Nahen Osten. Die daraus resultierenden hohen Energie- und Lebensmittelpreise sowie steigende Kreditkosten belasten die Staatshaushalte zusätzlich. Benjamin Rosenthal, Experte für Entwicklungsfinanzierung bei Misereor, verweist auf den Libanon, der sich bereits im Zahlungsausfall befinde. Die Menschen dort stünden durch die regionalen Konflikte "buchstäblich vor dem Nichts".
+++ 14:24 Polen verlängert Steuerrabatt auf Sprit bis Mitte Mai +++
Polen hat die Steuersenkung für Benzin und Diesel infolge des Iran-Kriegs verlängert. Die ursprünglich bis zum 30. April geplante Maßnahme werde nun bis zum 15. Mai gelten, teilt das Finanzministerium der Nachrichtenagentur PAP zufolge mit. Ende März hatte die Regierung in Warschau ein Spritpreispaket verabschiedet, um den Verbrauchern angesichts der gestiegenen Rohölpreise Erleichterung zu verschaffen. Die Mehrwertsteuer für Treibstoffe wurde vorübergehend von bislang 23 Prozent auf 8 Prozent gesenkt. Außerdem erhält der Energieminister die Möglichkeit, bis Ende Juni die Höhe der Energiesteuer auf Treibstoff zu reduzieren.
+++ 13:46 Industrieverband: Düngerversorgung in Europa nicht gefährdet +++
Die Düngerversorgung in Europa ist nach Einschätzung der Produzenten trotz des Iran-Kriegs nicht gefährdet. Durch die vom Iran blockierte Straße von Hormus gingen zwar rund 30 Prozent des globalen Handels mit Harnstoff, aber Deutschland und Europa versorgten sich weitgehend selbst oder aus anderen Importmärkten wie Algerien und Ägypten. Dort gebe es belastbare Lieferketten, sagte Marco Fleischmann, Experte für Pflanzenernährung beim Industrieverband Agrar (IVA) in Frankfurt. Harnstoffdünger ist einer der weltweit am häufigsten verwendeten Stickstoffdünger. Der europäische Selbstversorgungsgrad in diesem Segment liegt laut IVA bei 75 Prozent, Kalidünger könnten sogar vollständig selbst hergestellt werden. Natürlich treibe der Iran-Krieg den Weltmarktpreis. Im laufenden Jahr sei der Preis um rund 50 Prozent auf 750 Euro pro Tonne Harnstoff gestiegen, berichtete Fleischmann. Von den Höchstwerten zu Beginn des Ukraine-Kriegs mit knapp 1.300 Euro sei man aber noch weit entfernt.
+++ 13:05 Bahrain entzieht Iran-Unterstützern die Staatsbürgerschaft +++
Der kleine Golfstaat Bahrain hat Dutzenden Menschen wegen mutmaßlicher Unterstützung des Irans die Staatsbürgerschaft entzogen. Die 69 Betroffenen hätten die "feindlichen und abscheulichen Taten des Irans verherrlicht" und ihre "Sympathie dafür" ausgedrückt, teilte das bahrainische Innenministerium mit. Es handle sich um Menschen, die nicht aus Bahrain stammten und die mit "ausländischen Einheiten" zusammengearbeitet hätten. Auch deren Angehörigen sei die Staatsbürgerschaft aberkannt worden. Die Menschenrechtsorganisation Bahrain Institute for Rights and Democracy kritisiert den Schritt. Bahrain beheimatet unter anderem einen wichtigen US-Marinestützpunkt und geriet im Zuge des Iran-Kriegs unter Beschuss. Die Flugabwehr fing dort Hunderte iranische Drohnen und Raketen ab. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist in Bahrain wie in den weiteren Golfstaaten stark eingeschränkt.
+++ 12:20 Schweden warnt vor möglichem Kerosin-Mangel +++
Schweden warnt wegen des Kriegs im Nahen Osten vor einer möglichen Knappheit bei Flugzeugtreibstoff. Dies basiere auf einer Einschätzung der Energiebehörde, sagte Energieministerin Ebba Busch. Im schlimmsten Fall könnte es in Schweden zu einer Rationierung von Kerosin kommen, ergänzte die Generaldirektorin der Energiebehörde, Caroline Asserup. Die weitere Entwicklung hänge stark davon ab, wie sich der Markt anpasse.
+++ 11:55 Iran: USA können ihre Politik anderen Ländern nicht mehr "diktieren" +++
Die USA sind nach Darstellung des Iran nicht mehr in der Lage, ihre Politik anderen Ländern zu "diktieren". Washington müsse akzeptieren, dass es seine "illegalen und irrationalen Forderungen aufzugeben" habe, sagte der Sprecher des iranischen Verteidigungsministeriums, Reza Talaei-Nik, einem Bericht des staatlichen Fernsehens zufolge. Teheran hatte Washington zuvor einen Vorschlag zur Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus zukommen lassen. Talaei-Nik äußerte sich kurz vor einem Treffen der Verteidigungsminister der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ). Er fügte an, der Iran sei bereit, "seine Fähigkeiten in der militärischen Verteidigung mit unabhängigen Ländern zu teilen", insbesondere mit Mitgliedstaaten der SOZ. Der SOZ gehören China, Belarus, Indien, der Iran, Pakistan, Russland sowie vier zentralasiatische Staaten an.
+++ 11:07 EZB-Umfrage: Verbraucher erwarten deutlich höhere Inflation +++
Die Inflationserwartungen der Verbraucher in den Euro-Ländern sind im März wegen der stark gestiegenen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs nach oben geschnellt. Im Mittel rechnen sie in den kommenden zwölf Monaten mit einer Teuerungsrate von 4,0 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) zu der von ihr in Auftrag gegebenen Umfrage mitteilte. Im Februar lag dieser Wert noch bei 2,5 Prozent. Nach Beginn der Angriffe der USA und von Israel auf den Iran am 28. Februar sind die Energiepreise stark gestiegen. Die Verbraucher rechnen auch auf mittlere Sicht mit einer erhöhten Inflation. In den kommenden drei Jahren rechnen sie mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 3,0 Prozent. Im Februar waren sie lediglich von 2,5 Prozent ausgegangen. Die EZB strebt eine Teuerungsrate von zwei Prozent an. Im März lag sie mit 2,6 Prozent bereits deutlich darüber, im Februar mit 1,9 Prozent dagegen darunter.
+++ 09:56 Eurogruppen-Chef: Wegen Nahost droht größte Energiekrise +++
Wegen der Lage im Nahen Osten droht der Welt nach Ansicht des Präsidenten der Eurogruppe, Kyriakos Pierrakakis, eine historische Notlage. "Wenn die Straße von Hormus nicht rasch wieder vollständig geöffnet wird, hat diese Krise das Potenzial, die größte Energiekrise überhaupt zu werden", sagte Pierrakakis in Athen. Die Ausfälle bei Öl und Gas könnten größer sein als in früheren Krisen etwa in den 1970er Jahren oder nach Beginn des Ukraine-Kriegs.
+++ 08:29 Bericht: Union will neues Entlastungspaket für Autofahrer +++
Angesichts anhaltend hoher Öl- und Benzinpreise stellt die Unionsfraktion im Bundestag ein weiteres Entlastungspaket für Autofahrer in Aussicht. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sepp Müller sagte der "Bild"-Zeitung: "Hält die Blockade der Straße von Hormus an, sollten wir ein drittes Entlastungspaket auflegen. Im Zentrum stehen dann gezieltere Hilfen für Mittelstand, Logistik und Pendler. Als Taskforce wollen wir dazu konkrete Maßnahmen vorlegen." Wie die Zeitung unter Berufung auf Koalitionskreise schreibt, sind gezielte Hilfen für Gering- und Mittelverdiener sowie eine höhere Pendlerpauschale ab Juli im Gespräch. Müller warnte jedoch vor überhöhten Erwartungen. "Zur Wahrheit gehört auch: Eine Preisnormalisierung wird Monate dauern. Dauerhafte Subventionen aus Steuermitteln sind schwer möglich", sagte er der "Bild".
+++ 07:36 Bericht: Zwei israelische Soldaten bei Drohnenangriff im Südlibanon verletzt +++
Laut israelischem Militär sind bei einem von der Hisbollah verübten Drohnenangriff zwei Soldaten im Südlibanon verletzt worden. Das berichtet der Sender Al Jazeera. Demnach wurde ein Soldat bei dem Angriff "schwer verletzt" und ein weiterer "leicht verletzt". Beide seien zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht worden.
+++ 06:16 Libanesisches Gesundheitsministerium: Vier Tote bei israelischen Angriffen +++
Trotz der geltenden Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon sind dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge vier Menschen bei israelischen Angriffen im Süden des Landes getötet worden. Bei den Angriffen seien zudem 51 weitere Menschen verletzt worden, teilte das Ministerium in Beirut am Montag mit.
+++ 04:36 Rubio: Blockade von Hormus wie "wirtschaftliche Atomwaffe" +++
US-Außenminister Marco Rubio vergleicht Irans Blockade der Straße von Hormus mit einer "wirtschaftlichen Atomwaffe". Iran versuche, die Region zu dominieren, sagt Rubio in einem Interview des TV-Senders Fox News. "Die Straße von Hormus ist im Grunde eine wirtschaftliche Atomwaffe, die sie versuchen, gegen die Welt einzusetzen - und sie geben damit an", so Rubio. "Stellen sie sich vor, wenn diese Leute Zugriff auf eine Atomwaffe hätten, dann würden sie die ganze Region zur Geisel nehmen", sagt der Außenminister weiter.
+++ 03:50 Berichte: Trump hat Zweifel an Irans neuem Vorschlag +++
US-Präsident Trump sieht Teherans jüngsten Vorschlag für ein Ende des Iran-Kriegs übereinstimmenden Medienberichten zufolge skeptisch. Er habe den Vorschlag zwar nicht direkt abgelehnt, aber er hege Zweifel an der Aufrichtigkeit der iranischen Führung, berichtet unter anderem das "Wall Street Journal". Demnach sieht der Entwurf eine Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende des Kriegs vor - über das umstrittene iranische Atomprogramm soll dann erst im Anschluss verhandelt werden.
+++ 02:39 Verfassungsschutz warnt vor Eskalation durch pro-iranische Terrorgruppe +++
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) warnt vor einer neuen Eskalationsstufe bei der pro-iranischen Terrorgruppe HAYI in Europa. "Neu ist die Warnung HAYIs, sich nicht mehr nur auf "einfache" Angriffe zu beschränken, sondern langfristig auch gefährlichere Tatmittel einzubeziehen", zitiert das "Handelsblatt" aus einer Antwort der Behörde auf eine Anfrage. Damit sei ein möglicher Übergang von Brandstiftungen zu Anschlägen mit Sprengstoff oder Waffen gemeint. Hintergrund sind dem Bericht zufolge mehrere Anschläge auf jüdische und US-amerikanische Einrichtungen in europäischen Ländern seit dem 9. März, darunter auch in Deutschland. Zu den Angriffen, vor allem Brandanschläge, habe sich die Gruppierung "Harakat Ashab al-Yamin al-Islamiya" (HAYI) bekannt. Der Verfassungsschutz vermutet hinter der Gruppe ein irakisch-schiitisches Netzwerk.
+++ 00:58 USA und Iran streiten bei UN-Atomkonferenz +++
Die USA und der Iran streiten bei einer Konferenz der Vereinten Nationen zum Atomwaffensperrvertrag. Anlass ist die Wahl des Iran zu einem der Vizepräsidenten der Konferenz. Ein US-Vertreter nennt die Wahl eine Beleidigung und "mehr als beschämend". Der Iran habe seine Verachtung für die Verpflichtungen aus dem Vertrag gezeigt. Ein iranischer Vertreter weist die Vorwürfe als "haltlos und politisch motiviert" zurück.
+++ 23:30 Israels Militär meldet Angriffe auf mehr als 20 Hisbollah-Ziele +++
Israels Militär liefert mehr Informationen dazu, welche Hisbollah-Ziele heute im Libanon angegriffen wurden. Man habe mehr als 20 Infrastrukturanlagen der Miliz im Süden sowie in der Bekaa-Ebene im Nachbarland ins Visier genommen, teilt die Armee auf Telegram mit. Zu den Zielen hätten Waffenlager und Raketenabschussstellungen der Hisbollah gehört. Die Bekaa-Ebene erstreckt sich im Osten des Landes. Das israelische Militär hat dort seit Beginn der Feuerpause nicht mehr angegriffen.
+++ 22:11 Wadephul: Iran muss Angriffe auf andere Länder unterlassen +++
Außenminister Johann Wadephul warnt angesichts der stockenden Verhandlungen der USA mit Teheran über ein Ende des Iran-Kriegs vor einer Fortsetzung der Kämpfe mit weltweiten Folgen. "Eine fortgesetzte Eskalation, einschließlich Raketenangriffen auf zivile Ziele in den Golfstaaten, birgt die Gefahr weiterer Destabilisierung", sagt der CDU-Politiker in einer Rede vor dem UN-Sicherheitsrat, dem mächtigsten UN-Gremium, in New York. "Der Iran muss Angriffe auf andere Länder unterlassen. Er muss sein nukleares Programm beenden. "Die Auswirkungen reichten schon jetzt weit über die Golfregion hinaus, warnt der Bundesaußenminister in einer Sitzung des Sicherheitsrats zur maritimen Sicherheit. Schon jetzt führe der Mangel an Düngemitteln zu geringeren Reisernten in Asien und schon jetzt stiegen die Lebensmittelpreise in Afrika aufgrund deutlich höherer Transportkosten. Die humanitäre Hilfe für die Bedürftigsten werde immer knapper. "Dieser Teufelskreis muss gestoppt werden, bevor es zu spät ist und noch mehr Menschen leiden", sagt er.
+++ 21:35 Rubio: Vorschlag entspricht nicht unseren Forderungen +++
Der US-Außenminister Marco Rubio hat den iranischen Vorschlag für die Lösung des Krieges kritisiert. Der Vorschlag entspreche nicht den Forderungen der USA, sagt Rubio beim TV-Sender Fox News. Wenn Schiffe für die Durchfahrt eine Erlaubnis einholen und Geld bezahlen müssten, "heißt das, dass die Meerenge nicht geöffnet wurde", führte Rubio aus. Die US-Regierung werde "kein System dulden, in dem die Iraner entscheiden, wer die Wasserstraße benutzen darf".
+++ 20:52 Netanjahu: Kampf gegen Hisbollah ist noch nicht beendet +++
Im Kampf gegen die libanesische Hisbollah-Miliz sieht der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die andauernde Bedrohung seines Landes durch Raketen und Drohnen als zentrales Problem. Das machte er auf einer Militärkonferenz deutlich. Dieses Problem müsse man mit einer Kombination aus operativen und technologischen Maßnahmen lösen, sagt der Regierungschef. Erst dann sei man "auf dem Weg, die Hisbollah zu entwaffnen". Die Hisbollah verfüge nur noch über etwa zehn Prozent der Raketen, die sie zu Beginn des Kriegs gehabt habe, sagt Netanjahu. Nach Schätzungen habe die proiranische Miliz ursprünglich ein Arsenal von rund 150.000 Raketen und Drohnen gehabt.
+++ 20:02 "Haben den Fehler bei Putin gemacht, machen ihn beim Iran" +++
Der Kanzler bilanziert: "Die sogenannten Revolutionsgarden demütigen die USA." Sicherheitsexperte Frank Umbach stimmt zu, sieht aber auch Europa strategisch schlecht aufgestellt und warnt vor einem verbreiteten Irrtum im Umgang mit Teheran.
+++ 19:30 Leavitt: Iran-Vorschlag wird diskutiert im Weißen Haus +++
Der jüngste Vorschlag des Iran, den Krieg zu beenden und die Straße von Hormus wieder zu öffnen, wird derzeit von hochrangigen US-Beamten erörtert. "Ich kann bestätigen, dass der Präsident sich heute Morgen mit seinem nationalen Sicherheitsteam getroffen hat - das Treffen dauert vielleicht noch an, vielleicht auch nicht … Der Vorschlag wurde erörtert", erklärte die Trump-Sprecherin Karoline Leavitt.
+++ 18:49 Frankreich: "erhebliche Zugeständnisse" seitens des Irans erforderlich +++
Der französische Außenminister Jean-Noel Barrot fordert Teheran auf, in den Verhandlungen mit den USA Zugeständnisse zu machen. "Es kann keine dauerhafte Lösung für diese Krise geben, solange das iranische Regime nicht zu weitreichenden Zugeständnissen und einer radikalen Änderung seiner Haltung bereit ist", so Barrot.
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