Beängstigende PläneJFK-Airport im Visier
Die mutmaßlichen Extremisten hätten den gesamten Flughafen zerstören und zahlreiche Menschen töten wollen, um der US-Wirtschaft Schaden zuzufügen, berichten US-Medien.
In den USA haben die Behörden offenbar einen verheerenden Anschlag auf den größten New Yorker Flughafen vereitelt. Vier Verdächtige hätten geplant, den John-F.-Kennedy-Airport (JFK) in die Luft zu sprengen, berichteten die Ermittler am Wochenende. Die mutmaßlichen Extremisten hätten den gesamten Flughafen zerstören und zahlreiche Menschen töten wollen, um der US-Wirtschaft Schaden zuzufügen. Einer der Verdächtigen habe den geplanten Anschlag in einem abgehörten Gespräch mit dem Attentat auf das World Trade Center vom 11. September 2001 verglichen. "Das war einer der beängstigendsten Anschlagspläne, die man sich vorstellen kann", sagte Bundesanwältin Roslynn Mauskopf.
Die Verdächtigen haben den Ermittlungsbehörden zufolge zum Teil Verbindungen zu einer islamistischen Extremistengruppe in der Karibik. Anzeichen für eine Verbindung zu El Kaida gebe es dagegen nicht. Drei der Verdächtigen seien festgenommen worden, ein vierter befinde sich auf der Flucht, hieß es weiter. Die Männer stammten aus Guyana sowie aus Trinidad und Tobago, einer habe auch die US-Staatsbürgerschaft.
Die Männer wollten den Behörden zufolge die Kerosintanks des Flughafens und eine durch dicht besiedelte New Yorker Wohngebiete führende Pipeline sprengen. JFK ist der größte internationale Flughafen New Yorks mit mehr als 35.000 Angestellten. Rund 40 Millionen Fluggäste passierten 2005 die Terminals. Die Gruppe sei ungewöhnlich beharrlich dabei vorgegangen, Gelder und Informationen von Experten über den Flughafen zu beschaffen, sagte ein Vertreter der Bundespolizei FBI. Unter dem gesammelten Material hätten sich auch Videoüberwachungsaufnahmen und Satellitenbilder befunden.
Die Behörden ermittelten seit Januar 2006 in dem Fall. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach Angaben der US-Bundespolizei FBI jedoch nicht. Die Pläne seien lange vor ihrer Fertigstellung aufgedeckt worden. Das FBI habe mit einem Informanten zusammengearbeitet, der noch im vergangenen Monat Gespräche der Verdächtigen aufgezeichnet habe. Unter den mutmaßlichen Verschwörern sind ein ehemaliger Mitarbeiter des Flughafens sowie ein Ex-Mitglied des Parlaments von Guyana. Einer der Männer wurde in den USA verhaftet, zwei sitzen in Trinidad im Gefängnis, der vierte noch Flüchtige soll sich ebenfalls in Trinidad aufhalten.