Politik

J8 meets G8 Jugendlichen zeige ihre Sicht

Die Teilnehmer des Junior8-Gipfels (J8) haben die G8-Staaten zu größerem Engagement bei der Lösung globaler Probleme aufgefordert. Insbesondere geht es ihnen um eine effektivere Hilfe für Afrika, den Kampf gegen Aids und den Klimawandel. Acht Jugendliche der G8-Staaten und ein Schüler aus Tansania erläuterten den Staats- und Regierungschef der sieben führenden Industrienationen und Russlands am Donnerstag in Heiligendamm ihre Ideen. Zudem übergaben sie eine Erklärung mit den Resultaten ihres J8-Gipfels. Seit Sonntag berieten in Wismar 64 Jugendliche der G8-Länder und zehn aus Entwicklungsstaaten dieselben Themen wie die G8-Gipfel-Teilnehmer.

Am runden Tisch mit den Politikern sagte die 16-jährige Lisa Marie Ullrich aus Deutschland, die jungen Menschen seien überzeugt, dass die G8-Staaten die Möglichkeit haben, die Probleme in der Welt zu lösen. Sie hoffe, dass die Schlussfolgerungen der Jugendlichen in den G8-Dokumenten berücksichtigt würden. Die Jugendlichen aus 18 Nationen würden viele unterschiedliche Meinungen und Kulturen vertreten.

Für Afrika forderten die jungen Leute in ihrer Resolution eine bessere Infrastruktur als Voraussetzung dafür, den Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung und Beschäftigung auszubauen. Die G8-Staaten müssten sich auf die Finanzierung von Infrastrukturplänen, die mit den afrikanischen Ländern erstellt werden sollten, verbindlich festlegen. Der 17-jährige Isaya Yunge aus Tansania sagte: "Das wichtigste, was die G8-Länder tun können, ist, in Bildung zu investieren." Afrika brauche Experten, aber viele junge Afrikaner könnten nicht zur Schule gehen.

Weiterhin lag den Gipfel-Junioren der Klimawandel am Herzen. Die US-Amerikanerin Kavitha Narra sagte: "Wir haben nur kurze Zeit zum Handeln, wir müssen jetzt handeln." Die Jugendlichen fordern in ihrer Wismarer Erklärung, Anreize zu schaffen, damit Unternehmen umweltfreundlicher werden, zum Beispiel durch Steuererleichterungen für energieeffiziente Firmen. Die G8-Staaten sollten dabei eine Vorreiterrolle spielen.

Enttäuscht zeigten sich die Jugendlichen darüber, dass sie den Staats- und Regierungschefs keine Fragen stellen durften. Sie hätten gerne gefragt, warum noch immer so viele Verträge, die ratifiziert wurden, nicht umgesetzt werden, sagte die Kanadierin Marion Guay-Arcand.

Quelle: ntv.de

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