Ein Flüchtlingslager in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Vor allem Afghanen leben hier, die aus ihrer krisen- und kriegszerrütteten Heimat geflohen sind.Bild 1 von 49 Die Suche nach Schutz und Sicherheit bedeutet in der Regel ein Leben in Armut, Elend und Perspektivlosigkeit.Bild 2 von 49 Oft dauert die Flucht Jahre oder Jahrzehnte.Bild 3 von 49 So wie bei dieser Frau, die vor Jahren vor dem Terror des Saddam-Regimes geflohen und seitdem nicht in den Nordirak zurückgekehrt ist.Bild 4 von 49 Viele aufnehmende Staaten tun sich schwer mit den Flüchtlingen - sie sind Fremde in einem fremden Land, oft weiterhin von Gewalt bedroht.Bild 5 von 49 Jüngstes Beispiel: die ausländerfeindlichen Übergriffe in Südafrika. Jugendbanden machen tagelang Jagd auf Flüchtlinge aus Simbabwe oder Mosambik. Dutzende werden erschlagen oder verbrannt.Bild 6 von 49 Das Problem ist jedoch längst keines mehr, das nur einen Kontinent beschäftigt. Täglich, außerhalb der Schlagzeilen, versuchen Flüchtlinge, nach Europa zu gelangen. (Im Bild: ein Flüchtlingsboot aus Ägypten, aufgegriffen vor Sizilien)Bild 7 von 49 Europa ringt um Lösungen. Die Tendenz aber lautet: Abschottung, Grenzsicherung, schnelle Abschiebung. (Im Bild: Flüchtlinge vor der andalusischen Küste)Bild 8 von 49 Vor allem Menschen, die aus wirtschaftlicher Not fliehen, sollen nicht nach Europa gelangen. (Im Bild: Zaunbau in Spanien)Bild 9 von 49 Nach Experten-Schätzungen starben seit 1988 entlang der europäischen Grenzen fast 10.000 Menschen bei dem Versuch, auf den Kontinent zu gelangen.Bild 10 von 49 Die meisten ertrinken auf den Meeren. Aber es gibt auch zahlreiche Opfer auf anderen Wegen. (Im Bild: Ein Toter wird aus einem Schleuser-Lkw in Italien getragen)Bild 11 von 49 Wie lange das europäische Konzept der Abschottung aufgeht, ist fraglich. Der Druck auf die Grenzen wird immer größer. Die weltweiten Zahlen, die ein Mal jährlich von den Vereinten Nationen ermittelt werden, zeigen ein düsteres Bild.Bild 12 von 49 2007, so die jüngsten Schätzungen, gibt es insgesamt 66 Millionen Menschen auf der Flucht vor Verfolgung, Krieg, ... (Im Bild: Ein Lager mit Flüchtlingen aus der sudanesischen Provinz Darfur)Bild 13 von 49 ... Menschenrechtsverletzungen oder Naturkatastrophen. Diese Zahl bestätigt die deutsche Vertretung des Flüchtlingshilfswerks UNHCR gegenüber n-tv.de. (Im Bild: Flüchtlingslager an der Grenze zu Tschetschenien)Bild 14 von 49 Im Vergleich zum Vorjahr gibt es damit nochmal rund zwei Millionen Flüchtlinge mehr. (Im Bild: Blick in ein Flüchtlingszelt in Kabul)Bild 15 von 49 Unter den 66 Millionen Flüchtlingen sind 16 Millionen, die über eine Landesgrenze geflohen sind. Und zwar aus politischen Gründen oder vertrieben durch Krieg oder Krisen. (Im Bild: Lager mit tschadischen Flüchtlingen in Kamerun)Bild 16 von 49 Zu ihnen zählen auch rund 4,6 Millionen Palästinenser, die wegen des Nahostkonflikts ...Bild 17 von 49 ... in Jordanien, Syrien oder dem Libanon leben. (Im Bild: Flüchtlinge an der Grenze des Gaza-Streifens)Bild 18 von 49 50 der 66 Millionen Flüchtlinge sind so genannte Binnenflüchtlinge. (Im Bild: Versorgung mit Lebensmitteln in Kenia)Bild 19 von 49 Das heißt: Sie fliehen innerhalb der eigenen Landesgrenzen.Bild 20 von 49 25 Millionen von ihnen wegen Verfolgung und Krieg, ... (Im Bild: eine Sammelstelle des UNHCR in Kabul)Bild 21 von 49 ... weitere 25 Millionen wegen Naturkatastrophen. (Im Bild: Flüchtlingslager in Birma nach dem Zyklon Nargis)Bild 22 von 49 Einige Millionen sind zurzeit nach dem verheerenden Erdbeben in China ...Bild 23 von 49 ... innerhalb des Landes auf der Flucht.Bild 24 von 49 Sie werden jedoch erst in der nächsten Statistik erscheinen.Bild 25 von 49 "Nach einem Rückgang der Flüchtlingszahlen in den Jahren 2001 bis 2005 beobachten wir seit zwei Jahren wieder einen Anstieg. Und das macht uns Sorgen", so ...Bild 26 von 49 ... UN-Flüchtlingskommissar Antnio Guterres. "Wir stehen vor einer komplexen Gemengelage globaler Herausforderungen, die ...Bild 27 von 49 ... künftig sogar noch zu mehr Flucht und Vertreibung führen könnte."Bild 28 von 49 Das heißt konkret: Politische und ethnische Krisen, ...Bild 29 von 49 ... zunehmender Hunger, Diktaturen, ...Bild 30 von 49 ... knappe Ressourcen und extreme Preissprünge ...Bild 31 von 49 ... werden die Zahl der Flüchtlinge massiv ansteigen lassen.Bild 32 von 49 Für den aktuell zu verzeichnenden Anstieg der Flüchtlingszahlen ist unter anderem die Situation im Irak verantwortlich. (Im Bild: Iraker, die ins syrische Damaskus geflohen sind)Bild 33 von 49 Ende 2007 gibt es dort allein 2,4 Millionen Binnenvertriebene.Bild 34 von 49 Und da die Lage nicht sicherer wird, ...Bild 35 von 49 ... ist mit einem Abreißen der Flüchtlingsströme nicht zu rechnen.Bild 36 von 49 Einen starken Zuwachs verzeichnet auch Somalia. In dem Staat im Osten Afrikas herrscht seit rund 20 Jahren Bürgerkrieg - ohne Aussicht auf ein Ende.Bild 37 von 49 Die meisten Flüchtlinge auf der Welt leben in Pakistan (2 Millionen).Bild 38 von 49 Es folgen Syrien mit 1,5 Millionen, ... (Im Bild: Flüchtlinge an der Grenze)Bild 39 von 49 ... der Iran mit 964.000, ...Bild 40 von 49 ... Deutschland mit 579.000 und ...Bild 41 von 49 ... Jordanien mit 500.000. Die Deutschland-Zahlen werden von Flüchtlingsorganisationen angezweifelt. Deutschland sei eher im hinteren Mittelfeld bei den Aufnahmezahlen.Bild 42 von 49 Erstmals seit vier Jahren steigt auch die Zahl der weltweit gestellten Asylanträge wieder. 647.200 Menschen versuchen, dauerhaft als Flüchtlinge anerkannt zu werden und ein Bleiberecht zu bekommen. (Im Bild: Essensration in einem Berliner Asylbewerber-Heim)Bild 43 von 49 Die meisten Anträge werden in den USA, Südafrika, Schweden, Frankreich, Großbritannien, Kanada und Griechenland gestellt.Bild 44 von 49 Deutschland liegt auf dem achten Platz. Von Januar bis Mai 2008 gibt es in Deutschland lediglich 2087 neue Anträge.Bild 45 von 49 Die Chance, in Deutschland Asyl zu erhalten, ist zudem sehr gering. (Im Bild: Flüchtlinge aus Afrika, aufgegriffen im spanischen Almeria)Bild 46 von 49 Nur 1,2 Prozent der 9017 bearbeiteten Anträge werden bisher in diesem Jahr anerkannt, das sind 110 Menschen. Hinzu kommen jedoch noch Flüchtlinge, die nach der Genfer Flüchtlingskonvention Schutz finden. (Im Bild: Grenzübung der Polizei auf der Ostsee)Bild 47 von 49 1996 hatte es bei rund 116.000 Anträgen noch 14.300 Anerkennungen gegeben. (Im Bild: Asylbewerberheim in Ludwigshafen)Bild 48 von 49 Zur Erinnerung: Es sind Millionen, die auf der Flucht sind. (Alle Bilder: dpa, AP / Text: Jochen Müter)Bild 49 von 49