Politik

Soldaten und Kommando Polen profitiert von US-Truppenverlegung

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Vom Abzug der Tausenden Soldaten sind insbesondere die Standorte Stuttgart, Vilseck und Spangdahlem betroffen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Rund 12.000 US-Soldaten werden aller Voraussicht nach Deutschland verlassen und in unterschiedliche Teile der Welt versendet. So auch nach Polen: Eine mündliche Vereinbarung mit den USA über die Versetzung von "mindestens eintausend" Soldaten sei bereits getroffen.

Im Zuge des angekündigten massiven US-Truppenabzugs aus Deutschland werden nach Angaben der Warschauer Regierung "mindestens eintausend" US-Soldaten nach Polen verlegt. Zudem werde ein US-Kommando eingerichtet, das für die an der gesamten Ostflanke der Nato eingesetzten Truppen zuständig sein werde, sagte Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak im öffentlich-rechtlichen Radiosender Jedynka.

Auf Twitter fügte Blaszczak hinzu, die Verhandlungen mit den USA über eine Erklärung zur militärischen Kooperation seien abgeschlossen. Der Vertrag über "die dauerhafte Präsenz" der US-Armee werde "bald" unterzeichnet.

Die USA hatten am Mittwoch den Abzug von rund 12.000 Soldaten aus Deutschland angekündigt. Ein Teil soll in die USA zurückkehren, ein Teil in andere europäische Länder verlegt werden, etwa auch nach Italien. Das US-Hauptquartier für Europa soll von Stuttgart nach Belgien verlegt werden. Trump begründete seinen Schritt unter anderem mit zu geringen finanziellen Beiträgen Deutschlands im Militärbereich. Nach Angaben der Bundesregierung sind insbesondere die Standorte Stuttgart in Baden-Württemberg, Vilseck in Bayern und Spangdahlem in Rheinland-Pfalz betroffen.

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer von der CDU kündigte derweil Gespräche mit den betroffenen Bundesländern an. "Was die bedauerlichen Abzugspläne der US-Truppen angeht, werde ich zu Beginn der Sitzungsperiode nach dem Sommer die Ministerpräsidenten der betroffenen Länder einladen", erklärte Kramp-Karrenbauer. Dabei solle besprochen werden, wie die Bundeswehr die entsprechenden Regionen unterstützen könne.

Quelle: ntv.de, jru/AFP