Politik

Heftige Explosionen und Rauch Raketen schlagen bei Flughafen von Lwiw ein

Die ukrainische Großstadt Lwiw nahe der polnischen Grenze wird offenbar Ziel eines russischen Luftangriffs: In den frühen Morgenstunden schlagen Raketen auf dem Flughafengelände ein. Dichte Rauchwolken steigen über der Stadt auf.

Nahe der westukrainischen Großstadt Lwiw (Lemberg) ereignen sich am Morgen heftige Explosionen. Russische Streitkräfte haben nach Angaben des Bürgermeisters von Lwiw das Flughafengelände der westukrainischen Stadt angegriffen. "Raketen haben das Flughafengelände von Lwiw getroffen", teilte Bürgermeister Andrij Sadowy in sozialen Netzwerken mit. Der Angriff habe den Airport nicht direkt getroffen, aber ein Flugzeugreparaturwerk zerstört. Opfer gebe es nach ersten Angaben nicht. Sadowij rief die Einwohner auf, auf möglichen Luftalarm zu achten und keine Fotos von der Einschlagstelle zu verbreiten.

Wie die ukrainische Luftwaffe erklärte, wurde die Gegend nach vorläufigen Informationen von vier russischen Marschflugkörpern getroffen, die aus mehreren hundert Kilometern Entfernung vom Schwarzen Meer aus abgefeuert worden waren. Zwei weitere russische Raketen seien von der ukrainischen Luftabwehr abgeschossen worden, bevor sie ihr Ziel erreicht hätten. Durch die Druckwelle der Explosionen seien Fenster in der Stadt beschädigt worden, berichtet ntv-Reporter Thomas Praekelt vor Ort. Krankenwagen und Polizeifahrzeuge seien auf dem Weg zum Ort des Angriffes.

In dem seit mehr als drei Wochen dauernden russischen Krieg gegen die Ukraine ist es in Lwiw bislang vergleichsweise ruhig geblieben. Die Stadt liegt nur etwa 70 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt, sehr viele Geflüchtete halten sich derzeit dort auf. Bei einer Attacke auf den Truppenübungsplatz Jaworiw unweit von Lwiw am vergangenen Sonntag hatte es nach Kiewer Angaben mindestens 35 Tote und 134 Verletzte gegeben. Das Ochmatdyt-Krankenhaus in Lwiw ist nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks UNICEF überlastet durch die Anzahl an verletzten Kindern, die aus umkämpften Regionen eintreffen.

Quelle: ntv.de, hny/dpa

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