Politik

Gouverneurswahlen in den USA Republikaner holen Posten

Gouverneurswahlen finden in der Regel im Schatten der großen nationalen Wahlen statt. Dennoch sind sie wichtig, weil die Gouverneure den Zuschnitt der Wahlkreise beeinflussen können. Für die Republikaner sind die jüngsten Gouverneurswahlen eine gute Ausgangsbasis.

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Jerry Brown, der künftige Gouverneur von Kalifornien, küsst seine Frau Anne Gust.

(Foto: AP)

Bei den US-Wahlen haben die Republikaner ihren Siegeszug auch auf Ebene der Bundesstaaten fortgesetzt. Mindestens zehn Gouverneursposten nahmen sie den Demokraten ab - davon einige bedeutende mit Blick auf die nächsten Präsidentschaftswahlen. So regieren konservative Gouverneure künftig die ehemals demokratisch beherrschten Staaten Ohio, Pennsylvania, Iowa, Kansas, Oklahoma, Tennessee, Michigan, Wyoming, New Mexico und Wisconsin.

In Ohio setzte sich der konservative Herausforderer John Kasich um eine Nasenlänge gegen Amtsinhaber Ted Strickland von Präsident Barack Obamas demokratischer Partei durch. Ohio gehört zu den sogenannten "Swing"-Staaten, in denen keine Partei eine sichere Mehrheit hat. kann. Deshalb ist der Staat besonders heftig umkämpft. Zudem gewann seit 1960 kein Kandidat die Präsidentschaftswahl, der sich nicht zuvor die Wählergunst in Ohio gesichert hat.

Während South Carolina mit der Republikanerin Nikki Haley die erste Gouverneurin asiatischer Abstammung bekommt, wird New Mexico künftig von einer Frau mit lateinamerikanischen Wurzeln regiert. Die Republikanerin Susana Martinez setzte sich hier gegen ihre demokratische Konkurrentin Diane Denish durch.

Meg Whitman setzt 140 Millionen in den Sand

In Kalifornien triumphierten die Demokraten hingegen. Ihr Kandidat Jerry Brown setzte sich als Nachfolger des Republikaners Arnold Schwarzenegger durch. Die ehemalige Ebay-Chefin Meg Whitman, die über 140 Millionen Dollar aus eigener Tasche in den Wahlkampf gepumpt hatte, unterlag. Der 72-jährige Brown war bereits in den 1970er Jahren schon einmal als junger Nachfolger von Gouverneur Ronald Reagan als Gouverneur gewählt worden.

Siege gab es auch für die Demokraten in Massachusetts, Maryland, New Hampshire, Arkansas, Colorado sowie im Bundesstaat New York. Dort punktete Ex-Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo gegen den konservativen Baumogul Carl Paladino.

Offen blieb bis in die Morgenstunden zunächst das Rennen um den Bundesstaat Florida: Dort lieferte sich der republikanische Kandidat Rick Scott ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit seiner demokratischen Konkurrentin Alex Sink. In Rhode Island verloren die Republikaner ihren Sitz an den Unabhängigen, Lincoln Chafee.

Die Gouverneurswahlen sind diesmal von besonders großer Bedeutung, weil mit 37 Regierungschefs rund zwei Drittel aller Staaten von der Abstimmung betroffen sind. Gouverneure sind den Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer vergleichbar. Sie beeinflussen die Präsidentschaftswahl 2012 unter anderem, weil sie auf der Basis der jüngsten Volkszählung die Wahlkreise neu bestimmen.

Quelle: ntv.de, dpa

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