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"Gleißende Feuerwand" Rohrkrepierer an Bord der "Sachsen"

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Auf der Fregatte "Sachsen" hob eine Rakete nicht ab.

(Foto: picture alliance / Mohssen Assan)

Derzeit kreuzt die Fregatte "Sachsen" vor Norwegen. Zusammen mit einem U-Boot-Jäger trainiert sie Einsatzszenarien. Dabei kommt es nun zu einem Zwischenfall. Eine Rakete zündet, hebt aber nicht ab.

Bei einer Übung vor der Küste Norwegens hat es auf der Fregatte "Sachsen" einen Zwischenfall gegeben. Wie das Onlineportal der Marine mitteilte, brannte am Donnerstag der Antrieb einer Flugabwehrrakete vom Typ SM 2 kurz nach dem Abfeuern ab, ohne dass die Rakete abhob. "Wir standen vor einer gleißenden und glühend heißen Feuerwand", sagte ein Fregattenkapitän dem Portal.

Den Angaben zufolge wurde niemand verletzt. Die Besatzung sei wohlauf. Sie habe schnell und korrekt gehandelt. Die Sprinkler-Anlage sei angesprungen.

Die in Wilhelmshaven stationierte Luftverteidigungs-Fregatte "Sachsen" befindet sich nach Marine-Angaben zurzeit mit der U-Boot-Jagdfregatte "Lübeck" nördlich des Polarkreises in einem Test- und Übungsgebiet vor Norwegen.

Nach dem Vorfall liefen beide Schiffe in den norwegischen Hafen Harstad ein. Die Besatzung wird demnach dort den Schaden begutachten. Auf im Internet veröffentlichten Bildern waren deutliche Brandspuren auf dem Oberdeck und den Brückenaufbauten zu sehen.

Die "Sachsen" war als Typschiff der gleichnamigen Klasse Ende 2004 in Dienst gestellt worden. Zusammen mit den Schwester-Schiffen "Hessen" und "Hamburg" zählt die "Sachsen" zu den Mehrzweckfregatten mit Bordhubschrauber. Sie sind dem 2. Fregattengeschwader zugeordnet. Die Schiffe sind laut Marine als Geleitschutz und Gebietssicherung konzipiert. Sie sind 143 Meter lang und können eine Geschwindigkeit bis zu 29 Knoten erreichen. An Bord der "Sachsen" arbeiten 255 Soldaten.

Bei der fraglichen Rakete SM-2 handelt es sich laut Bundeswehr um eine seegestützte Lenkwaffe, die gegen Flugeinheiten eingesetzt wird. Zudem kann die Rakete modifiziert auch gegen Seeziele eingesetzt werden.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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