Politik

200 Neonazis in BremenTausende gegen NPD-Aufmarsch

30.04.2011, 14:30 Uhr

Der Aufmarsch von rund 200 Rechtsextremen ruft in Bremen tausende Gegendemonstranten auf die Straße. Mit Regierungschef Böhrnsen an der Spitze setzen sie ein Zeichen gegen Hetze und Rassismus.

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Protest gegen Rechts: Rund 4000 Menschen haben sich in Bremen versammelt. (Foto: dapd)

Weitgehend friedlich haben etwa 4000 Menschen gegen einen NPD-Aufmarsch in Bremen demonstriert. Ein breites Bündnis aus Parteien, Verbänden und Gewerkschaften hatte zu den Protesten gegen Rechtsextremismus aufgerufen. "Wir wollen ein Zeichen setzen", sagte Bremens Regierungschef Jens Böhrnsen (SPD) bei der Kundgebung. Die Demonstration richte sich gegen Hetze und gegen Rassismus.

Nach Polizeiangaben zogen rund 200 Neonazis durch die Stadt. Bis zum Ende der Kundgebungen am Nachmittag blieben befürchtete Auseinandersetzungen zwischen Rechtsradikalen und der linken Szene weitgehend aus. Rund 3000 Polizisten sollten beide Demonstrationszüge voneinander trennen. Auch Hubschrauber waren im Einsatz.

Angehörige der linksautonomen Szene versuchten zwar, den NPD-Aufmarsch zu stören. Aus den Reihen der Gegendemonstranten seien Flaschen, Steine, Böller und Eier geflogen, sagte ein Sprecher der Polizei. Auch Pfefferspray kam gegen Linksautonome zum Einsatz. Vier Beamte seien leicht verletzt worden. "Unsere Einsatztaktik ist bisher aufgegangen. Hauptziel war die Trennung der beiden Veranstaltungen."

Nach der NPD-Kundgebung am Neustädter Bahnhof blockierten Gegendemonstranten die Gleise. Nach Polizeiangaben wurden deshalb 50 NPD-Anhänger mit Bussen aus der Neustadt gebracht. Bereits am Donnerstag hatten Unbekannte Brandanschläge auf drei Autos von NPD-Funktionären verübt.

Quelle: dpa