Politik

Leben wie im "Gefängnisstaat" Trump droht bereits mit "Biden-Lockdown"

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Ohne Belege behauptete Trump erneut, die Biden-Familie habe Millionen Dollar von China bekommen.

(Foto: REUTERS)

Unter keinen Umständen will Donald Trump einen Lockdown nach dem Vorbild Europas. Das würde es nur geben, sollte er nicht zum US-Präsidenten wiedergewählt werden. Dafür würde sein Konkurrent Biden sorgen, falls dieser gewinnt. Dann wären laut Trump auch alle Feiertage gestrichen.

Zwei Tage vor der Wahl in den USA hat Präsident Donald Trump sich zum Thema Lockdown geäußert. Der Republikaner sagte, sollte sein demokratischer Herausforderer Joe Biden die Wahl an diesem Dienstag gewinnen, wolle dieser über "einige Jahre" hinweg einen Lockdown. "Unter einem Biden-Lockdown würdet Ihr in einem Gefängnisstaat leben", sagte Trump. "Der Biden-Lockdown würde bedeuten: keine Schule, keine Abschlüsse, keine Hochzeiten, keine Thanksgiving, keine Ostern, kein Weihnachten, kein 4. Juli und keine Zukunft."

Trotz deutlich steigender Infektionszahlen wolle Trump hingegen keinen Lockdown wie in Europa. "Ich liefere das große amerikanische Comeback und wir haben keine Lockdowns", sagte Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Washington im umkämpften Bundesstaat Michigan.

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Europa habe die Infektionszahlen trotz Lockdown nicht in den Griff bekommen, sagte der US-Präsident. "Jetzt müssen sie alles noch einmal machen. Was zum Teufel tun sie da? Ich glaube, ich gehe rüber und erkläre es ihnen." Trump stellte in Aussicht, dass es "eine Frage von Wochen" sei, bis es eine Impfung gegen das Coronavirus gebe.

In der Schlussphase des Wahlkampfs griff Trump Biden erneut scharf an. Der Präsident warf seinem Kontrahenten vor, korrupt zu sein. Ohne Belege behauptete er erneut, die Biden-Familie habe Millionen Dollar von China bekommen. "Wenn Biden gewinnt, gewinnt China. Wenn wir gewinnen, gewinnt Amerika." Trump stellte bei dem Auftritt - dem ersten von fünf am Sonntag geplanten - auch Bidens geistige und körperliche Fähigkeit für das Präsidentenamt infrage.

Nach Daten der "New York Times" überschritten die USA am Freitag erstmals die Marke von 99.000 registrierten Neuinfektionen, am Samstag kamen weitere 84.000 Fälle hinzu. Die Pandemie hat in den USA bisher mehr als 230.000 Menschen das Leben gekostet.

Quelle: ntv.de, mba/dpa