Politik

Enges Rennen um Senatsmehrheit Trump entscheidet Alaska für sich

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Die drei Wahlleute Alaskas gingen bereits 2016 an Trump.

(Foto: AP)

Das Rennen um das Amt des US-Präsidenten ist inoffiziell schon entschieden. Da nutzt der Erfolg von Donald Trump in Alaska nur wenig. Die Entscheidung um die Mehrheit im Senat fällt dagegen erst im Januar im eng umkämpften Bundesstaat Georgia.

US-Präsident Donald Trump hat sich nach Prognosen von Fernsehsendern die Mehrheit im Bundesstaat Alaska gesichert. Das ging aus übereinstimmenden Vorhersagen der Sender CNN und NBC auf Grundlage der bisherigen Stimmauszählungen und Wählerbefragungen hervor. Insgesamt steht der demokratische Kandidat Joe Biden als Wahlsieger fest, mit 279 Stimmen für die Wahlversammlung im Dezember. Für die Mehrheit reichen 270 dieser Wahlleute. Alaska gilt als sichere Bastion der Republikaner. Die drei Wahlleute des dünn besiedelten Staates am nordwestlichsten Rand der USA gingen bereits 2016 mit einer deutlichen Mehrheit an Trump.

Mit dem Erfolg in Alaska sichern sich die Republikaner auch 50 Sitze im US-Senat. Senator Dan Sullivan konnte dort die deutliche Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen und seinen Sitz verteidigen. Die Demokraten müssten bei der Stichwahl in Georgia im Januar die beiden verbliebenen Sitze im Senat gewinnen, um noch gleichzuziehen. In dem Fall würden die Demokraten von einem Wahlsieg Bidens profitieren. Dann würde die künftige Vizepräsidentin Kamala Harris im Senat bei Stimmgleichstand entscheiden.

Acht Tage nach der Präsidentschaftswahl in den USA ist die Auszählung der Stimmen in vielen Bundesstaaten immer noch nicht abgeschlossen. Bidens Vorsprung in Georgia vergrößerte sich auf gut 14.100 Stimmen. Das bedeutet 49,5 Prozent für Biden und 49,2 Prozent für Amtsinhaber Trump. Dort sind 16 Wahlmänner zu vergeben. Mit Blick auf das sehr knappe Ergebnis hat die Regierung in diesem US-Staat bereits eine Neuauszählung der Stimmen angekündigt. North Carolina entsendet 15 Wahlleute. Hier führte Trump mit rund 74.900 Stimmen Vorsprung und hielt einen Anteil von 50,0 Prozent. Biden hatte 48,7 Prozent.

In Arizona geht es um 11 Wahlleute. Der zu Beginn der Auszählung deutliche Vorsprung für Biden schrumpfte weiter auf zuletzt 12.813 Stimmen. Das sind 49,4 Prozent für Biden und 49,0 Prozent für Trump. Die Nachrichtenagentur AP und der TV-Sender Fox hatten in Arizona bereits in der Wahlnacht eine Entscheidung für Biden gemeldet, andere Medien blieben dagegen zurückhaltend.

In dem Staat mit der Entertainment-Metropole Las Vegas sind sechs Stimmen zu vergeben, die nach Meldungen von US-Medien Biden bekommt. Bidens Vorsprung in Nevada wuchs auf mehr als 36.700 Stimmen. Der gewählte US-Präsident festigte dort seinen Anteil von 50,2 Prozent vor Trump mit 47,5 Prozent.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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