Politik

Wirbel in Washington Trump feuert Mick Mulvaney

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Hat sich die Arbeit unter Donald Trump anders vorgestellt: Mick Mulvaney.

(Foto: dpa)

Stühlerücken im Weißen Haus: US-Präsident Trump ist offenbar mit der Arbeit seines Stabschefs unzufrieden und besetzt die Stelle neu. Mick Mulvaney soll sich künftig von Washington aus um Nordirland kümmern. Sein Nachfolger im Amt steht schon fest.

US-Präsident Donald Trump tauscht seinen Stabschef im Weißen Haus aus. Trump gab am Freitagabend (Ortszeit) auf Twitter bekannt, dass der republikanische Kongressabgeordnete Mark Meadows den bislang geschäftsführenden Stabschef Mick Mulvaney ablösen werde.

Mulvaney wiederum werde Sondergesandter für Nordirland, erklärte Trump. Er dankte Mulvaney für seine bisherige Arbeit und schrieb weiter, er kenne Meadows lange und habe ein sehr gutes Verhältnis zu ihm.

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Und das ist Trumps neuer Stabschef: Mark Meadows (Archivbild).

(Foto: REUTERS)

Der Präsident hatte Meadows zuletzt im Amtsenthebungsverfahren gegen ihn in sein Verteidigerteam berufen. Mulvaney war vor mehr als einem Jahr als Trumps Stabschef angetreten, dabei aber nie über die Rolle eines Übergangsstabschef ("acting chief of staff") hinausgekommen.

In Trumps bisheriger Amtszeit hat es im Regierungsapparat ungewöhnlich viele Rauswürfe, Personalwechsel und Rücktritte gegeben. Der Posten des Stabschefs gilt dabei als die mit Abstand einflussreichste Schaltstelle der politischen Macht.

Meadow ist innerhalb von drei Jahren bereits der vierte Mann in dieser Position. Beobachter hatten einen Wechsel erwartet. Mulvaney soll bereits seit längerem unzufrieden gewesen sein.

Loyaler Helfer aus dem Kongress

Wie es aus seinem Umfeld heißt, habe der Präsident die Vorlagen und Ratschläge seines wichtigsten Organisators im Weißen Haus oft ignoriert und sich in "mehreren Fällen" sogar exakt gegenteilig entschieden. Zuletzt fiel auf, dass Mulvaney inmitten der sich anbahnenden Coronavirus-Krise weder vor noch hinter den Kulissen in Erscheinung trat.

Mulvaney ist nicht der erste Top-Berater, der an Trumps eigenwilligem Führungsstil verzweifelt. Vor ihm waren bereits Reince Priebus und John Kelly an dieser Aufgabe gescheitert. Meadows wiederum, der als Abgeordneter aus North Carolina im US-Repräsentantenhaus sitzt, galt bislang als einer der engsten Verbündeten des Präsidenten im Kongress.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa