Politik

Verhandlungen mit TeheranTrump glaubt nicht an Deal mit "psychisch gestörten" Iranern

08.07.2026, 16:12 Uhr
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US-Praesident-Donald-Trump-trifft-sich-am-Rande-des-NATO-Gipfels-mit-dem-ukrainischen-Praesidenten
Trump sprach vor Journalisten über zahlreiche Themen - teilweise wurde es ziemlich wirr. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Bei einer wirren Pressekonferenz am Rande des Nato-Gipfels zeigt sich US-Präsident Trump wütend über das Verhalten der iranischen Führung. Er spricht von "bösen" und "kranken" Menschen, mit denen es die USA zu tun hätten. Ein echter Frieden scheint wieder in weite Ferne gerückt zu sein.

US-Präsident Donald Trump hat am Rande des Nato-Gipfels in Ankara erhebliche Zweifel daran geäußert, dass den Vereinigten Staaten ein nachhaltiger Deal mit dem Iran gelingen kann. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bezeichnete Trump die Iraner als "böse", "kranke" und "psychisch gestörte" Menschen. Damit schien er die Verhandlungsführer Teherans zu meinen.

"Viele Leute sagen, dass sie sehr unehrliche Menschen sind und sie sich nicht an Vereinbarungen halten können - also werden wir sehen." Trump zeigte sich entrüstet über angebliche iranische Angriffe auf ein saudisches und katarisches Schiff und drohte Teheran mit neuen US-Angriffen. Der Präsident brachte bei der teilweise sehr wirren Pressekonferenz, bei der er außerdem über den Krieg gegen die Ukraine, US-Angriffe auf angebliche Drogenboote in der Karibik und seine angeblichen Verdienste um die Beilegung von vielen verschiedenen Konflikten auf der Welt sprach, auch eine erneute US-Blockade des Iran ins Spiel.

Bei einem längeren Monolog über mögliche neue Angriffe auf den Iran drohte Trump mit der Besetzung der strategisch wichtigen Insel Charg. "Es könnte ein großer Angriff werden", sagte er. Falls nötig, würden die USA auch die Strom- und Wasserwerke des Landes ausschalten. Er wolle dies jedoch eigentlich nicht, erklärte Trump weiter.

Das US-Militär hatte in Reaktion auf Attacken gegen Tanker in der Straße von Hormus in der Nacht zum Mittwoch Dutzende Ziele im Iran bombardiert. Zudem setzten die USA Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Irans Militär kündigte Medienberichten zufolge eine Reaktion auf die US-Angriffe an. Kurz darauf meldete die Armee des mit Washington verbündeten Golfstaats Kuwait feindlichen Beschuss. Auch in Bahrain heulten am frühen Morgen die Sirenen. Eigentlich hatten die USA und der Iran eine Waffenruhe vereinbart.

Quelle: ntv.de, dsc/dpa/rts

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