Politik

Biden siegt in Arizona Trump holt sich mehrere Swing States

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Der Sieg in Florida ist für Trump ein wichtiger Etappensieg.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die umkämpften Swing States werden den Ausgang der US-Wahl entscheiden. Wie erwartet siegt US-Präsident Trump in Texas. Auch in Florida und Ohio setzt er sich durch. Herausforderer Biden sichert sich Minnesota - und die Republikaner-Hochburg Arizona.

US-Präsident Donald Trump hat sich im Rennen um das Weiße Haus wie zu erwarten im Bundesstaat Texas mit 38 Wahlleuten durchgesetzt. Auch den wichtigen Swing State Florida mit seinen 29 Wahlleuten gewann er gegen den Demokraten Joe Biden. Das meldete unter anderem der Sender CNN. Biden wiederum sicherte sich den umkämpften Staat Arizona, der lange als sichere Bastion der Republikaner galt. Das meldete die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen.

Für Trump ist Florida mit 29 Wahlleuten einer der wichtigsten umkämpften Swing States. 2016 gewann Trump dort knapp. Er lag damals nur 1,2 Prozentpunkte vor der damaligen demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Für Trump ist es ein wichtiger Etappensieg. Ohne den Staat wäre sein Weg zu 270 für den Sieg nötigen Wahlleuten äußerst schwierig geworden. Sein Herausforderer Biden hat auch ohne Florida noch Wege zum Sieg, wenn man von den Erhebungen vor der Wahl ausgeht.

Laut US-Medien hat Trump vor allem in Bezirken mit hohem Latino-Anteil in der Bevölkerung gut abgeschnitten. Besonders im bevölkerungsreichen County Miami-Dade erzielte Biden weniger Stimmen, als er gebraucht hätte, um den Staat zu gewinnen.

Die Swing States – also solche, deren politische Präferenzen bei früheren Wahlen hin- und hergependelt waren – sind für den Ausgang der Wahl besonders entscheidend. Der US-Präsident setzte sich bislang auch in den Swing States Ohio (18 Wahlleute) und Iowa (6) durch. Biden gewann in New Hampshire (4) und Minnesota (10).

Mit Arizona holte er zudem einen bislang als konservativ geltenden Bundesstaat. Seit dem Wahljahr 1952 haben dort fast immer republikanische Präsidentschaftskandidaten gewonnen. Die Ausnahme machte das Wahljahr 1996, als der Demokrat Bill Clinton dort vorne lag. 2016 lag Trump mit 3,5 Prozentpunkten vor der damaligen Kandidatin Hillary Clinton. Umfragen sahen dort Biden zuletzt knapp in Führung. In dem Staat hatten somit beide großen Parteien Chancen auf den Wahlsieg.

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Äußerst wichtig könnte das Ergebnis in Pennsylvania (20) werden, wo Trump vorne liegt. Allerdings wird die Auszählung der Stimmen noch einige Zeit dauern. Der Gouverneur von Pennsylvania, Demokrat Tom Wolf, erklärte auf Twitter, dass noch mehr als eine Million Briefwahl-Stimmen ausgezählt werden müssen. Ergebnisse stehen ebenfalls in North Carolina (15), Georgia (16) und Nevada (6) noch aus.

Quelle: ntv.de, chf/dpa