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Gerücht bestätigt sich nicht Trump nennt mögliche Bolton-Nachfolger

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Donald Trump hat fünf Namen im Zusammenhang mit der Nachfolge seines scheidenden Sicherheitsberaters Bolton genannt.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

US-Präsident Donald Trump braucht einen neuen Sicherheitsberater, nachdem er sich mit Hardliner John Bolton überworfen hat. Bislang galt der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, als möglicher Nachfolger. Doch Trump scheint andere Pläne zu haben.

Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump nicht im Rennen als neuer Nationaler Sicherheitsberater. Trump nannte bei einem Flug von Albuquerque nach Mountain View die Namen von fünf Finalisten für den Job, wie mitreisende Journalisten berichteten. Grenells Name war demnach nicht darunter.

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Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, war als möglicher Nachfolger John Boltons gehandelt worden.

(Foto: imago images / Frank Sorge)

Nach dem Rauswurf des Hardliners John Bolton in der vergangenen Woche muss sich Trump einen neuen Nationalen Sicherheitsberater suchen - den vierten in seiner Amtszeit. Trump hatte Bolton wegen inhaltlicher Meinungsverschiedenheiten gefeuert. Mehrere US-Medien hatten berichtet, unter den möglichen Kandidaten sei Grenell. Der hat sich als Statthalter Trumps in Europa einen Namen gemacht. In Deutschland wurde kritisiert, dass er häufig wenig diplomatisch agierte. Unter anderem hatte der 52-Jährige deutsche Unternehmen im vergangenen Jahr dazu aufgefordert, sich aus dem Iran zurückzuziehen.

Die fünf Finalisten sind den Angaben zufolge Trumps Sondergesandter für Geiselnahmen, Robert O'Brien, der frühere stellvertretende Nationale Sicherheitsberater, Rick Waddell, die Leiterin der Nationalen Behörde für Nukleare Sicherheit, Lisa Gordon-Hagerty, Boltons früherer Stabschef Fred Fleitz und der Nationale Sicherheitsberater von Vizepräsident Mike Pence, Keith Kellogg. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham, stellte anschließend allerdings klar, dass die Liste der Kandidaten mehr Personen umfasse als die fünf genannten. Auch andere Kandidaten würden noch in Betracht gezogen. 

Bolton war Trumps dritter Nationaler Sicherheitsberater. Er war seit April 2018 im Amt und folgte auf General Herbert Raymond McMaster und Michael Flynn. Bolton war schon vor seinem Antritt als außenpolitischer Hardliner bekannt, der hartnäckig für amerikanischen Nationalismus eintritt. Er war einer der glühendsten Verfechter des US-Einmarsches in den Irak, den Trump als schweren Fehler kritisiert hat.

Quelle: n-tv.de, ame/dpa

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